Das Wochenbett

[…] Als Wochenbett oder Kindbett (lat. puerperium) bezeichnet man die Zeitspanne vom Ende der Entbindung (Geburt) bis zur Rückbildung der schwangerschafts- und geburtsbedingten Veränderungen, was typischerweise sechs bis acht Wochen dauert. Während dieser Zeit erholt sich die Mutter von Schwangerschaft und Geburt. Bei stillenden Müttern beginnt innerhalb von drei bis vier Tagen die Bildung von Muttermilch anstelle des zuvor produzierten Kolostrums. Eventuelle Geburtsverletzungen heilen in der Zeit des Wochenbettes. Eine Mutter in den ersten Wochen nach der Geburt wird als Wöchnerin, früher auch als Kindbetterin bezeichnet […]
(Quelle: Wikipedia.de)

 

Endlich komme ich dazu, meine Sammlung aller kleinen Hilfsmittelchen, die ich im Laufe meiner Wochenbettzeit benutzt habe, zu veröffentlichen.
(Hat ja auch nur 3 Monate gedauert… Go for it, mummy!)

Dieser Artikel soll eine kleine Gedächtnisstütze für mich für das nächste Wochenbett sein und natürlich für euch, die ihr das Wochenbett vielleicht noch vor euch habt oder mittendrinsteckt…
Aufgelistet sind all die Sachen, die den zumeist holprigen Anfang etwas erleichtern oder schnelle Linderung bei SOS bringen. (Sie ersetzt selbstredend keinen Besuch beim Onkel Doktor!)
Wenn mir nachträglich noch etwas einfällt, werde ich diese Liste natürlich erweitern.

Rund ums Stillen

Weleda Stilltee
So schmeckt mein Wochenbett.
Wenn ich den Tee schon alleine rieche, denke ich an Glück, magische Momente, dieses unglaubliche Gefühl von innerem Frieden trotz durchwachter Nächte und den besonderem Zauber, der über diesen ersten Wochen liegt.
Auf den „Geschmack gekommen“ bin ich durch meine Entbindungsklinik, die diesen Tee in den Sitzecken ausliegen hat.
Rein gefühlsmässig finde ich ihn am Effektivsten, was die Milchbildung angeht.
Da können die günstigen Tees nicht mithalten.
Neben Anis/Kümmel/Fenchel ist auch Bockshornklee enthalten (der ja besonders gut zur Milchbildung ist), den man zwar aus allen Poren ausdünstet, aber das ist ja erlaubt, ist ja Wochenbett. 😊

image

Multi Mam Kompressen
Aaaaaah… Eine Wohltat für geschundene Brustwarzen! 🙏
In den Kühlschrank legen und 1-2x am Tag für ca. 45 Minuten auf die Brustwarzen auflegen.
Ein Pad reicht für beide Brustwarzen; einfach in der Mitte durchschneiden.

image

Speisequark in Voll-/ und Halbfettstufe

Der Magerquark (Vollfettquark zerfliesst eher) ist für die vom Milcheinschuss in Mitleidenschaft gezogenen Brüste gedacht; einfach grossflächig auftragen und einwirken lassen.
Eine schönere Variante habe ich (leider erst im Nachhinein) auf dem Hebammenblog von Jana Friedrich gefunden; die erspart das lästige „Abgeknibbel“ des angetrockneten Quarks.

Der Vollfettquark hat seinen großen Auftritt in der Kategorie „Dammriss“. 😉

image

Lanolin Salbe
Quasi das Basic „Must-have“ im Wochenbett.
Die Creme dient der Unterstützung von wunden, stark beanspruchten Brustwarzen.
Zwischen zwei Fingern durch Reiben aufgewärmt und auf Brustwarze sowie Vorhof aufgetragen, bilden sie eine halbdurchlässige Feuchtigkeitsbarriere zur „feuchten Wundheilung“.
Die Creme muss vor dem Stillen nicht abgewaschen werden.
Günstigere Varianten/Eigenmarken waren bei mir völlig wirkungslos, so dass ich nun Lansinoh auf ewig treu bleiben werde. 😉

image

Kohlblätter
Wie habe ich Tiffys Wochenbett nur ohne Kohlblätter überstanden??
Ohne Witz, ich habe nach meiner ersten Geburt nichts von der himmlischen Wirkung von Kohlblättern gewusst.
Den Kohl in den Kühlschrank legen und nach Bedarf ein Blättchen „abzuzeln“, mit dem Nudelholz ein paar Mal drüber rollen, so dass die „Rippen“ brechen und etwas Saft austritt und ab damit in den BH.
Lindert das Spannen und Brennen in den ersten Tagen des Milcheinschusses enorm.
Ich habe in der ersten Zeit gar keine Stilleinlagen benutzt, sondern ausschliesslich Kohl.
Bei unserem Neugeborenenfotoshooting hat unsere Fotografin auch ein Stillbild gemacht – auf meiner Brust deutlich zu sehen: der Kohlabdruck.

image

Heilwolle
Ein weiterer Versuch, wunden und blutigen Brustwarzen Herr zu werden.
Heilwolle ist naturbelassene und nur mit klarem Wasser gewaschene Schafswolle, die einen sehr hohen natürlichen Lanolingehalt hat.
Man zupft sich ein Stückchen aus der Packung und legt es sich nach dem Stillen in den BH, so dass die Heilwolle direkt auf der Brustwarze aufliegt.
Vor dem nächsten Stillen wieder entfernen.
Fusselt (bzw. haart) beim Entfernen ein bisschen, ich fand es allerdings sehr angenehm und effektiv!

image

schwarzer Tee
Schon oft auf wundem Kinderpopo angewendet, nun auch im Kampf gegen die wunden Brustwarzen mit von der Partie:
Schwarzer Tee.
Einfach einen extrem starken schwarzen Tee kochen (in etwa 3 Beutel auf eine Tasse geben) und laaaaange ziehen lassen.
Den Tee dann nach dem Stillen auf die Brustwarzen tupfen oder den ausgedrückten Teebeutel als Kompresse auflegen.
Wie gesagt, hilft auch sehr gut bei wundem Babypopo. 😉

image

babydream Still-BH
„Is‘ halt ’n Stillbh.“
Ich finde die Stillbh’s von Rossmann haben ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und ich benutze sie sehr gerne.
Normalerweise erst NACH dem Milcheinschuss kaufen, denn Schwangerschaftsbrüste sind NICHTS im Vergleich zu Stillbrüsten.
Und dann kann es sein, dass das gute Stück letztlich nicht mehr passt.
Stichwort: Milcheinschuss.
(Ausser bei mir. Da galt ja: Nach dem Milcheinschuss ist vor dem Milcheinschuss, da ich während der Stillzeit erneut schwanger wurde. 😜)

image

Avent Brustschalen
Die Dinger haben die Engel geschickt.
Wenn man richtig fiese, wunde, blutige Brustwarzen hat, ist das Letzte, was man gebrauchen kann ein reibender BH bzw. überhaupt IRGENDETWAS, was die Brustwarzen berührt.
Es bleiben 2 Möglichkeiten:
Den ganzen Tag oben ohne rumlaufen (was mit Sicherheit bei den Herren der Schöpfung großen Anklang finden würde 😉) oder die Brustschalen.
Man kann sie zweierlei „Bestücken“; entweder mit geschlossenen Cups, die man zum Auffangen von Milch z.B. während des Stillens benutzen kann, oder mit den löchrigen Cups, die Luft an die Brustwarze lassen und nichts direkt aufliegt.
Die Dinger sind ein Traum, wirklich wahr.
Wenn ich könnte, würde ich sie heiraten.
Bei der „Lüften-lassen“ Variante hier noch ein kleiner, aber sehr wertvoller Tipp:
Die Löcher sollten auf „12 Uhr“ zeigen und man sollte sich nicht allzu euphorisch bücken… Sonst giesst man unfreiwillig seine Umgebung mit der zwischenzeitlich angesammelten Muttermilch 😉

image

Traumeel Tabletten
#wiekriegenwirdiekapottebrustwarzenwiederintakt #Kügelchenintablettenform #Diptilyouflip
Hier sind wir wieder in der von mir heissgeliebten Homöopathie.
Die Inhaltsstoffe der Traumeel Tabletten sind unter anderem Arnika, Schafgarbe, Ringelblume, Johanniskraut, Beinwell, Echinacea und Kamille.
Meine Hebamme hat sie zur Behandlung für bzw. gegen meine kaputten Brustwarzen gegeben und mir dabei zwei verschiedene Anwendungen empfohlen.
3x täglich 1 Tablette im Mund zergehen lassen. So weit, so gut.
Für die Anwendung direkt auf der Brust hat sie einige Tabletten mit dem Mörser zerstossen, bis ein feines Pulver entstand.
Dieses Pulver sollte ich mir dann im Rahmen der „trockenen Wundheilung“ auf die Brustwarze auftragen.
Kennt ihr noch das Double Dip Schleckpulver von früher?
Eine orange/rot/gelbe Verpackung die neben einem essbaren Lutscherstäbchen auch Brausepulver enthielt.
Das Lutscherstäbchen lutschte man an und dippte ihn in das Brausepulver, so dass das Pulver an dem Lutscher kleben blieb.
So in etwa kann man sich die Anwendung auf den Brustwarzen vorstellen – nur ohne Anlecken. 😂🙈
Und ich muss hier ganz klar die Lanze für die Homöopathie brechen:
Gemeinsam mit den Brustschalen und der Mercurialis Creme waren die Traumeel Tabletten unangefochtener Sieger im Kampf gegen die Kraterlandschaft, die heute wieder meine Brustwarzen sind. 😊

image

Mercurialis perennis Salbe von Weleda
Den Tipp bekam ich hier auf meinem Blog von einer Leserin, die ähnliches Leid erleben musste.
Weleda verspricht auf ihrer Homepage:
[…] „wird bei zur Eiterung neigenden, schlecht heilenden Wunden und Ekzemen angewendet. Hebammen empfehlen beispielsweise diese Salbe stillenden Müttern zur Behandlung entzündeter Brustwarzen. Mercurialis perennis, das Bingelkraut zeichnet sich durch die bei Entzündungen wirksame „sulfurische“ Note aus.“ […]
Na wenn das mal nicht genau „HIER“ schreit? 😉
Ich habe die Creme natürlich unverzüglich geordert und nur 2 Mal benutzt – danach ging es steil bergauf.
Der einzige Nachteil bei der Salbe war allerdings, dass man sie vor dem nächsten Stillen abspülen muss.
Blöd, wenn jede noch so federleichte Berührung auf der Schmerzskala den Vorhof zur Hölle bedeuten. 😲

image

Stilleinlagen
Mit einer Mischung aus Erstaunen und Kopfschütteln habe ich festgestellt, dass es mittlerweile in etwa 37 Millionen verschiedene Stilleinlagen von ebensovielen Herstellern gibt.
WTF….?
Ich meine, warum?
Ich für mich habe mich durch eine Handvoll durchprobiert und bin bei den Lansinoh Einlagen hängengeblieben.
Die haben eine super Größe, verprummeln nicht, sind schön dünn und haben trotzdem eine sehr hohe Saugkraft.
Bei den anderen Herstellern verrutschte die Einlage sehr gerne mal oder war eh sehr klein/dick/unförmig.
Ich mache jetzt keine Experimente mehr und bleibe bei den Lansinoh.
Die anderen 36,99999Periode Millionen müssen mal andere ausprobieren. 😉

image

Zinnhütchen
Eine meiner ersten Sofortmaßnahmen zur Rettung der Brustwarze.
Ich habe sie im Wochenbett mit Tiffy von meiner Hebamme bekommen, die sie irgendwie nie zurückhaben wollte. 😁
Die letzten 1,5 Jahre haben sie in meiner Küchenschublade Winterschlaf gehalten, aber nun war ihre Zeit reif.
Vorhang auf, Manege frei, Auftritt Zinnhütchen 😊
Das Prinzip ist ganz einfach und basiert auf der Wirkungsweise der „feuchten Wundheilung“.
Der Schorf der verletzten Brustwarze trocknet nicht an und reißt dann nicht bei jeder erneuten Belastung wieder auf, wie bei der „trockenen Wundheilung“.
Die Zinnhütchen werden auf die Brustwarze gelegt und durch Stilleinlage/BH an Ort und Stelle gehalten.
Die Milch, die zwischen den Stillmahlzeiten bzw. beim Stillen auf der anderen Seite ausläuft, wird so aufgefangen und die Brustwarze ist somit in einer Lache Milch und wird feucht gehalten.
Kleiner gutgemeinter Rat:
Bei starker Milchbildung zwischendurch mal was wegkippen (wunderbar geeignet zum Einfrieren als Badezusatz), mir sind die Dinger unzählige Male übergelaufen.
Ich sah aus, sag ich euch… Ich sah aus 🙀
Als Erstversorgung und noch nicht so fortgeschrittener Problematik absolut empfehlenswert!

image

Kochsalzlösung
Als das Babymädchen 4 Wochen alt war, bin ich zur Stillgruppe in meiner Entbindungsklinik gegangen.
Diese findet alle 14 Tage statt und wird von der Leiterin der Wöchnerinnenstation geführt; sie ist die Still- und Lactationsberaterin der Klinik.
Ich kann euch nur empfehlen:
Wenn es mal nicht so läuft mit dem Stillen geht zu einer Stillberatung!
Die gute Frau hat mir schon vor 1,5 Jahren mit Tiffy auf gut deutsch den Arsch gerettet und ohne sie hätte ich nieniemals so eine lange Stillzeit mit Tiffy erlebt.
Meine Hebammen hat mich zwar auch beim Stillen unterstützt, aber lange nicht so intensiv und zielgerichtet.
Besagte Stillberaterin habe ich natürlich schon unter grossem Hallo auf der Wöchnerinnenstation wiedergetroffen und unsere Bekanntschaft hat dem Babymädchen gleich die ein oder andere VIP Behandlung beschert.
So musste das Babymädchen, als ich 1 Tag nach der Geburt zur Nachuntersuchung musste, nicht im Neugeborenenzimmer im Wagen liegen, nein, sie durfte die ganze Zeit bei der Chefin auf dem Arm Schlummern, bis Mama wieder da war. 😊
Leider wird der Besuch der Stillgruppe mit dem Babymädchen ein einmaliges Erlebnis bleiben; da sie immer um 14 Uhr stattfindet und ich Tiffy ja schlecht mitnehmen kann.
Ach, was war das alles einfach mit nur einem Kind. 😉
Gott, habe ich schon wieder viel rumgelabert, ich wollte doch eigentlich nur schreiben, was die liebe Stillberaterin mir (neben einigen Verbesserungsvorschlägen beim Anlegen) geraten hat 🙈:
Die Brüste nach dem Stillen mit Kochsalzlösung abspülen, anschliessend dick Lanolin Salbe drauf.
Um die Brustwarzen zu schonen, kann man sich ausserdem einen „Donut“ bauen:
Mehrere Stilleinlagen übereinanderlegen und in der Mitte ein Loch reinschneiden, so dass die Brustwarze nicht bedeckt ist.
Vom Prinzip her wie die Brustschalen, deswegen habe ich den Tipp nicht selber ausprobiert.

image

Noch ein paar Tipps im Allgemeinen von meiner Hebamme zum Thema Stillen:

-> Wenn die Brüste zu „voll“ sind und Schmerzen: Unter der warmen Dusche etwas ausstreichen.
Nicht abpumpen, dass kurbelt die Milchproduktion noch mehr an.
Wenn abgepumpt wird, höchstens insgesamt 60ml über den Tag verteilt um nicht in die Überproduktion zu kommen.

-> Viel Luft an die Brüste lassen, gerade bei kaputten Brustwarzen. O-Ton meine Hebamme: „Immer laufen lassen!“ Ich habe stundenweise wirklich oben ohne verbracht, gerade beim Stillen dann immer komplett frei – Nur ein Moltontuch sollte man sich drunterlegen.
Milchlache und so. 😉

-> Generell zur Heilung von kaputten Brustwarzen eignet sich der Mix aus trockener/nasser Wundheilung. Nasse Wundheilung ist eigentlich DAS Mittel zur Wahl, allerdings besteht bei ausschliesslicher nasser Wundheilung die Gefahr einer Soorinfektion.

Wöchnerinnenvorlagen

pelzy Vorlagen
Der Kauf von vernünftigen Wöchnerinnenvorlagen hat sich schwieriger gestaltet, als man auf den ersten Blick denken mag.
Luftdurchlässig sollen sie sein und ohne Folie.
Ich kann es mir nicht erklären, aber kein einziges Produkt in den meterlangen Damenhygieneartikel-Regalwänden erfüllt dieses Kriterium.
Ein schwarzes Vorlagen-Loch sozusagen.
Nach ausführlicher, akribischer Online-Recherche landete ich bei den „pelzy’s“.
Riesige Surfbretter, luftdurchlässig und ohne Folie.
Die Erlösung am Vorlagen-Firmament. 🙏👼
Sehr empfehlenswert gerade am Anfang bei noch starkem Wochenfluss.
Gibts in jedem der beiden großen *lach* Drogeriemärkte.

image

SAMU Wöchnerinnenvorlagen
Wenn die Pelzy Vorlagen irgendwann zu viel des Guten sind (man kann ja vor lauter Watte zwischen den Beinen schon nicht mehr gerade laufen! Ausserdem knistert es bei jedem Schritt!) und sich der Wochenfluss so weit reguliert hat, dass normale Binden ausreichen würden, steht man erneut vor dem „ohne Folie/Luftdurchlässigkeitsproblem“.
Nachdem mein Mann den hiesigen dm auf den Kopf gestellt und ich mir die Finger wund gegoogelt habe, mussten wir erneut feststellen: Gibbet nicht.
Also auf die Dinger aus dem Krankenhaus zurückgegriffen, die es zwar nur in der Apotheke gibt, aber die dafür 100% den Wöchnerinnenflussanforderungen gerecht werden. 😉

image

Dammriss

Speisequark in Vollfettstufe
Der Vollfettquark dient der Abschwellung und Kühlung des Dammrisses; einfach auf eine Kompresse oder Wöchnerinnenvorlage aufstreichen und vorlegen.

image

Arnica Globulis
Ich bin ja gar nicht so der Globuli-Typ.
Über-über-überhaupt nicht.
Warum ich trotzdem immer wieder dabei lande?
Ich weiss es nicht.
Es verhält sich mit Globulis bei mir wie mit Lästern.
Ich sage immer: „Ich will das nicht hören!“ – und irgendwie bin ich letztendlich auf mysteriöse Art und Weise immer mitten drin.
(Im Geburtsvorgespräch sagte der Chefdoc auf meine Nachfrage zur PDA zu mir: „Hier braucht niemand die Schmerzen nur mit Kügelchen zu ertragen…!“ Und jetzt RATET, wer unter der Geburt laufend Kügelchen in den Mund geschüttet bekommen hat?
Und nein.
Sie haben nichts gebracht.
Es sei denn, höllische Schmerzen und der Wunsch, auf der Stelle abzuleben ist der gewünschte Wirkeffekt.
Dann haben sie etwas gebracht.)
Nichtsdestotrotz, zurück zum Thema:
Arnica Globulis tragen zur besseren Wundheilung des Dammrisses bei.
3x täglich 5 Globuli in Wasser aufgelöst schlückchenweise trinken.

image

Arnica (wo wir wieder beim Thema sind…) Vorlagen
Am Abend nach der Geburt kam die Nachtschwester herein, um sich vorzustellen und mich nach meinem Befinden zu fragen.
Ich erwähnte das AUA zwischen meinen Beinen… wie sich so ein Dammriss 2. Grades eben anfühlt.
Die liebe, liebe Schwester brachte mir eine eiskalte Arnicavorlage, der Engel.
Ab damit in das von Windeln und Netzschlüppern gesäumte Unterstübchen und… Aaaaaah! Die Engelchen singen im Chor. 👼🙏
Im Endeffekt ganz simpel: Eine Wöchnerinnenvorlage mit Arnica Tinktur getränkt, in ein Beutelchen gepackt und dann ab damit in die Kühltruhe.
Meine Zimmernachbarin, die nach einem Kaiserschnitt und mit Stillproblemen auf der Station lag, klingelte aufgrund dessen in der Nacht häufig nach der Schwester und so orderte ich auch immer fleissig Vorlagen nach, ohne mir allzu „bedient“ vorzukommen.
(Ich kann das irgendwie nicht haben, bedient zu werden. Ich fühle mich schlecht dabei.
So lange mir nicht beide Beine amputiert wurden und ich mich daraus resultierendend noch irgendwie vorwärts bewegen kann, mache ich es alleine.)
Zurück zu den Arnica-Vorlagen. 😉
Am nächsten Morgen machte ich mich schon schlau, ob es auf dem Flur ein geheimes „Arnica-Vorlagen-Tiefkühllager“ gäbe, damit ich die Schwestern deswegen nicht ständig belästigen muss.
Und es gab ihn… In Form eines kleinen Tiefkühlschranks, hinten links in einer kleinen Kammer.
Fortan sah man mich mehrmals täglich breitbeinig in die Kammer humpeln.
Und für zu Hause hat dann auch noch die ein oder andere Vorlage den Weg in meine Kliniktasche gefunden. (Hier hat sich ausgezahlt, dass ich nicht nur einen Jutebeutel mitgenommen habe… 😉)
Beim nächsten Mal werde ich schon vor der Geburt unseren Tiefkühler zum „Arnicavorlagenkühler“ umfunktionieren.

image

Hametum Salbe
„Hametum Wund und Heilsalbe“ ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Wundbehandlung und zur äußerlichen Anwendung bei Hämorrhoiden.
Hamamelis wirkt zudem entzündungshemmend.
Mir von meiner Hebamme zum Auftragen auf Dammriss sowie Hämorrhoiden.
Ausserdem gab sie mir den Tipp, die Creme im Kühlschrank zu lagern, was nochmal für einen extra angenehm kühlenden Effekt sorgt.
Die Salbe ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

image

Verdauung/Hämorrhoiden

Microlax
Schlimme, schlimme Geschichte.
2 Wörter: Dammriss und Verstopfung.
(Ich glaube, es vergingen ca. 7 Tage nach der Geburt ohne dass… Ihr wisst schon… Manche Dinge müssen nicht auch noch ausgesprochen werden; sie sind auch so schon schlimm genug.)
Nachdem Pflaumensaft und Leinsamen nicht zum gewünschten Erfolg führten und ich meinem Mann gegenüber den Wunsch äusserte, schnellstmöglich abzuleben bzw. mir alternativ meinen Darm im Krankenhaus unter Vollnarkose leeren zu lassen, trat meine Hebamme mit dem Satz: „Na da müssen wir jetzt mal was tun!“ bei mir offene Türen ein.
Sie schickte meinen Mann mit dem Auftrag, einen Einlauf zu besorgen, in die Apotheke – er ergriff auch bereitwillig die Flucht nach vorne- inklusive Staubwolke beim Anfahren… Mit einer verstopften Ehefrau im Hormonrausch ist definitiv nicht zu spassen.
Zwei verschiedene Klistiere brachte er mit.
Warum ich den ersten nicht benutzt habe, dürfte spätestens beim Anblick dieses Bildes im Augenmerk auf die Größenverhältnisse klar werden:
image
Ich entschied mich für die wesentlich kleineren und Benutzerfreundlicheren Microlax-Tuben.
Hat jetzt nicht ganz so tri-tra-trullala-mäßig geklappt wie in der Beschreibung angegeben ([…]“ Innerhalb von meist schon 5 bis 20 Minuten kommt es zu einer planbaren Erleichterung“ […]), sondern es war eher ein vielfaches von 5 bis 20 Minuten und mit „leicht“ hatte das Wort Erleichterung auch nur im entferntesten zu tun, aber das Ergebnis zählt.
Am nächsten Tag begrüsste mich meine Hebamme mit den Worten: „Sie sehen heute irgendwie… anders aus. So frisch und gar nicht mehr so zusammengesunken wie gestern noch.“
Da guck mal einer an, der schmale Grad zwischen „frisch und federleicht“ und „zusammengesunken und grämig“ verläuft offensichtlich auf der Kloschüssel.
Gut zu wissen.

image

Leinsamen
Der erste zaghafte Versuch meiner Hebamme, die postnatale Verdauungsproblematik an den Hörnern zu packen.
(Leider erfolglos)
Mindestens 4 Stunden in Wasser quellen lassen (wenn man wie ich die ungeschroteten Leinsamen verwendet) und dann trinken.
Tagsüber ausserdem auf eine hohe Flüssigkeitszufuhr achten.

image

Flohsamen
Wenns mal wieder länger dauert…
Damit das ganze Gebrumsel da mal wieder in Gang kommt und die Hämorrhoiden sich auch entgültig verziehen gibt es für mich 2 Mal täglich Flohsamen.
Kurz in Wasser quellen lassen und danach mindestens 2 Gläser Wasser nachtrinken. (Sonst gibts Verstopfung. Und das wollen wir ja nun überüberüberhaupt nicht.)

image

Sanddorn Pflegeöl
Kampf den Hämmorhoiden – Part 27b.
Als ich meine „Vertretungshebamme“, die mich in den ersten Tagen nach der Geburt zu Hause betreut hat (meine eigentliche Hebamme war genau zu meinem ET im Urlaub… War klar…) zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich: „Jesus!“ Das mit uns beiden wird nix.
Noch ökoiger und sie wäre eine wandelnde Bio-Pastinake gewesen.
Ihr wisst schon…
Wallawalla Rock, graue, lange Haare, eine Bernsteinkette um den Hals, diese komischen runden Schuhe mit einem Riemchen über dem Fuss und insgesamt irgendwie… ist farblos das Richtige Wort? Mmmhh… irgendwie etwas farblos.
Zudem roch sie irgendwie nach Weihrauch und setzte sich gleich im Schneidersitz barfuss auf unsere Couch.
Meine eigentliche Hebamme:
DIE Hipster-Hebamme aus dem Ort.
Immer trendig gekleidet, immer als erste ausgebucht, jeder will sie, jeder mag sie.
Ich mache es kurz:
Besagte Vertretungshebamme war ein Traum.
Sie hat mir so sehr geholfen, hat mir so viele wertvolle Tipps gegeben, hat sich so sehr wirklich für mich und meine Problemchen interessiert und engagiert… Ich war fast schon peinlich berührt, wie viel Zeit sie sich für mich genommen hat.
Sie war einfach „da“ und nicht nur „anwesend“.
Eine wundervolle Frau – ich hoffe sehr, dass wir uns nochmal wiedersehen.
Besagte Hebamme hat mir den Tipp gegeben, Sanddorn-Öl gegen die Hämorrhoiden zu benutzen.
Sie hat wohl viele russische Frauen in der Betreuung, die auf Sanddorn-Öl schwören.
Bisschen auf ein Wattepad geben und vorlegen, ggf. sogar etwas einführen.
Jaja, was tut man nicht alles als Hämorrhoiden-geplagtes Ding.

image

Posterisan protect
Meine bisher erfolgreichste „Hämorrhoidenbekämpfungsmaßnahme“.
Eine Creme, die innerlich als auch äußerlich angewendet wird und laut Packungsbeilage „[…]einen besonderen Hautschutzkomplex enthält, der sich als wasserabweisender Schutzmantel über die empfindliche Analregion legt. Dadurch wird die Haut gepflegt und der Bereich vor Reizungen geschützt. Ein Gleiteffekt erleichtert zudem den Stuhlgang.[…]“
Kann in Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden und das bedenkenlos auch über einen längeren Zeitraum.
Praktisch keine Überdosierung möglich.
Das ist mal ein Produkt wie ich es mag.
Und… Tadaaaa…
Nach etwa 1,5-wöchiger Anwendung waren sie weeeeeg, die Hämorrhoiden!!!
Sänk juuu, Posterisan protect.
Sänk ju so much.

image

Und last but not least noch ein paar gesammelte Tipps von euch zum Thema „Hämorrhoidenbehandlung“/Verstopfung
(nach meiner Behandlung mit der Posterisan Creme brauchte ich *aufholzklopf* nicht mehr darauf zurückzugreifen, aber wer weiss, wer weiss…. 1000 Dank nochmal an alle für die guten Tipps!!)

– Pflaumensaft trinken (auch warm)
– Vollkornbrot / Äpfel essen
– zuckerfreie Bonbons essen
– Magnesium einnehmen
– ~3x am Tag Otriven Nasentropfen auf die Hämorrhoiden draufträufeln
– Hamamelis comp Salbe in Kombination mit Hämorrhoidialzäpfchen; beides von Weleda

Nun bleibt mir vorerst nicht mehr zu sagen als: Habt ein wundervolles, entspanntes, kuscheliges Wochenbett – hoffentlich ohne vielen Wehwechen! ❤️

8 Wochen Babymädchen

8 Wochen Babymädchen

Vor 8 Wochen konnte ich mir noch nicht ansatzweise vorstellen wie es ist, ohne Dich zu sein.
Vor 8 Wochen warst Du noch mein Babymädchen ohne Gesicht, ohne Geruch, ohne Geschichte.
8 Wochen, in denen so viel passiert bist.
Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, ohne Dich zu sein.
Heute bin ich unendlich verliebt in Dein Gesicht, Deinen Geruch, Deine Geschichte.
Unsere Geschichte. ❤

 

Was wir erlebt haben:

– Besuch unserer Hebamme
(den Du aber komplett verschlafen hast…)
– Spielgruppe mit Tiffy
(Verschlafen im Maxi Cosi)

– Kinderturnen mit Tiffy (Verschlafen im Kinderwagen)

– Besuch von Oskar* und Paul*
(Teilweise verschlafen auf Mamas Arm)
Oskars* und Pauls* Mama habe ich im Geburtsvorbereitungskurs mit Tiffy kennengelernt.
Oskar wurde 3 Tage vor Tiffy ebenfalls per Sectio wegen BEL entbunden.
Paul wurde 1 Tag nach dem Babymädchen geboren.
Oskars* und Pauls* Mama macht also auch niemand ein x für ein u vor.
So sassen wir dann gemütlich, 2 randalierende Kleinkinder um uns und 2 weinende Babys auf uns, lachten und tranken in aller seelenruhe Kaffee.
Schön, wenn man so solidarisch taub sein kann. 😊
* Anm.d.Düse: Name geändert

Dein Trinkverhalten:

Das mit dem Essen müssen wir aber noch üben. 😉
image
Wenn Du nicht gerade den Nudelsaucen-Attacken Deiner Mama ausgesetzt bist, trinkst Du alle 2-2,5 Stunden etwa 10 Minuten pro Seite.

Dein Schlafverhalten:

Horror, der.

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯

Worttrennung: Hor|ror

auf Erfahrung beruhender, schreckerfüllter Schauder […]
[…] schreckerfüllter Zustand, in den jemand durch etwas gerät

(Quelle:duden.de)

Das war es wohl mit der schlafenden Glückseeligkeit.
Wir hatten in dieser Woche schlafenstechnisch alles, bis auf Ruhe.
Es gab 3-stündiges Dauergebrüll, 1-stündiges Dauergebrüll, Dauerstillen, allgemeine Unruhe…
Alles endete damit, dass ich Dich wieder mit aus dem Bett genommen habe, um mich selber nicht wund zu liegen bei dem Versuch, Dich zum Schlafen zu bekommen.
Es war in der Hinsicht keine schöne Woche, wirklich nicht.
Morgens hat es mich schon vor den Abenden gegraust.
Trotz meiner auf Erfahrungswerten basierendem Wissen über die Existenz der „Schreistunden“ verlor ich zwischendurch den Glauben an das Gute:
Vor meinem inneren Augen sah ich mich jahrelang mit einem weinendem Baby ans Bett gefesselt, nie wieder in der Lage, mit meinem Ehemann auch nur 1 Wort zu wechseln.
Hätte ich an einem dieser Abende einen Blogpost verfasst, so hätte der vermutlich vorwiegend aus Fäkalinjurien und 😢😢😢-Emojis bestanden.
Hab ich aber Gott sei Dank wegem ausreichendem Workload nicht.

Dein Tagschlaf ist dafür mittlerweile entspannter.
Vormittags kann ich Dich ablegen, im Kinderwagen in eine überfüllte Turnhallen voll kreischender Kleinkinder stellen, im Maxicosi inmitten einer Spielgruppe setzen… Du schläfst.
Den Mittagsschlaf machen wir dann alle draaaai zusammen, der -in der Regel- auch relativ friedlich (abgesehen von gelegentlichen Pupsattacken) verläuft.
Nachmittags ist dann aber nichts mehr mit ablegen oder Äktschn, da wird nur im (fahrenden) Kinderwagen, dem Tragetuch oder auf dem Arm/an der Brust geschlafen.
Insgesamt bin ich damit aber sehr zufrieden. 😊

Was Du alles neues kannst:

– Deine Faust bewundern.
Und das sieht so wunder-niedlich aus, dass ich es am liebsten für immer in meinen Kopf brennen möchte.
(Ok, filmen wäre auch eine Möglichkeit, aber wie das immer so ist mit den Kameras.
Die sind ja immer genau da, wo man selbst gerade nicht ist.)
Geradezu erfürchtig drehst Du sie dann vor Deinem Augen hin und her und bestaunst sie von allen Seiten.
(Das würde im übrigen zum 8-Wochen Schub passen, der dann unter Umständen auch die doofen Abende erklärt…)

– Laut auflachen.
Du bist nach wie vor so unglaublich fröhlich und lachst viel. Seit neuestem zwischendurch mit „giggel“-Lauten, die sich nach einer Mischung aus Vögelchen und Babymaus anhören.
So süß. ❤

Dein Gewicht:

Nicht gewogen.
Mmh, ob ich mir in der Apotheke wohl mal eine Babywaage leihe, nur um zu sehen, wieviel Du wiegst…?
Du bist auf jeden Fall gut im Futter. Ganz anders als bei Tiffy, die immer an der untersten Perzentille herumkratzte und ja schon viel zu leicht geboren wurde, sitzt Du Propper im Hemdchen.
Den ersten Ring an den Oberschenkeln haben wir schonmal. 😊
Und ich bin stolz auf mich.
Alles durch meine Milch. 😊

Deine Kleidergrösse:

56. Tendenz steigend.
Ich habe schon einen rieeeesigen Berg Klamotten aussortiert. Teilweise ungetragen.
Mein Herz weint bei jedem Einzelnen. 😭 Tiffy hat alleine die 50er Sachen ewig lang getragen und Du fliegst nur so durch die Größen… 😢
Aber glücklicherweise wandern sie erstmal „nur“ in Pamperskartons.
(Wer bitteschön ist auf die Idee gekommen, die Pampers ab jetzt in Folie zu verpacken?? Worin soll ich denn jetzt all meine aussortierten Babysachen lagern, he?!?)
Bis in ein paar Jahren… 😉😜

Und sonst so?

-Ich versuche gerade, dem Milchschorf an Deinen Augenbrauen Herr zu werden.
Noch was Neues, was es bei Tiffy nicht gegeben hat. 🙈
Ich öle und öle und öle – mal gucken, ob das was wird.
– Du hast Käsefinger! 😊😂
Das Pendant zu Käsefüssen, hervorgerufen durch die noch stetig geballte Faust.
Selbst das finde ich unfassbar niedlich, ist es zu fassen? 😉
Die Hormone, die Hormone…

Windeln:

New Baby Größe 2 (obwohl die irgendwie auch nicht optimal sitzt, wie meine beigefarbene Haremshose neulich schmerzhaft erfahren musste…)

Geschwisterliebe:

Tiffy, das alte Schlitzohr benutzt Dich jetzt schon für ihre selbstdarstellerischen Zwecke. 😉
Sie fordert „*Babymädchensname* AAAAARM“ – um mich dann, wenn ich Dich gerade so drapiert habe, dass kein Unglück passiert, um ein „FOTOOOOOO“ zu bitten.
Bei diesem FOTOOOO geht es dann vordergründig darum, dass sie trotz mehrmaliger Ansprache natürlich NICHT in die Kamera guckt, sondern vorzugsweise Deine Haare ablutscht. („KÜSSSSAAAAA!“)
Nach dem FOTOOO muss sie natürlich sofort FOTO GUCKA – und dann soll Mama bitte auch ganz schnell „*Babymädchensname* MEHM“ – sprich: „Jetzt nimm sie aber mal endlich weg…!“
So geht das jeden Tag.
Ich habe mittlerweile eine ansehnliche Sammlung von Fotos von Dir und Tiffys Hinterkopf.

Produkt der Woche:

HIPP „Mein Babyclub“ Willkommenspaket

Nachdem ich die Geburt des Babymädchens im Hipp Online Portal gemeldet habe, kam dieses tolle Paket mit der Post, bestehend aus:
– 1 kleine Packung HIPP Ultra Sensitiv Feuchttücher
– 1 NUK Flasche
– 1 NUK Sauger Größe 1 (0-6 Monate)
– 1 NUK Genius Schnuller Größe 1 (0-6 Monate)
-obligatorische Auto-Aufkleber
-Infomappe für Mama & Papa mit vielen Broschüren Rund ums Baby
sowie 1 Einmalprobe Wundschutzcreme und ein Beutelchen Instant-Tee.
– Gutschein für das Hipp Babysparbuch mit 20€ Willkommensbonus
– Gutschein für ein Girokonto für Mama und Papa mit 100€ Startguthaben

image

Mama Facts:

Mamas Gefühlswelt:

Ich werde viel sicherer im Umgang mit dem Babymädchen, wir haben mittlerweile eine gewisse Routine gefunden und das spiegelt sich definitiv auch in meiner Stimmung wieder.
Ich bin zufrieden und kann die Tage mit den beiden kleinen Mäusen richtig geniessen.
Und wenn mal was nicht so rund läuft, wirft mich das nicht gleich aus der Bahn.
Ich fühle mich angekommen.

Mamas Körper:

Selbst ohne „Bauch-weg-Schlübbaaa“ sieht man (die richtige Kleidung vorausgesetzt) nicht mehr unbedingt, dass ich vor 8 Wochen noch ein Weinfass auf 2 Beinen war.
Eine kleine Wohlstandsplautze ist noch da, aber ich bin guter Dinge, dass die eines Tages von selbst abfällt. 😉

Mamas Gewicht:

-2,1 Kilo – 😳
Nun versteh ich gar nix mehr. War dass der Stress der letzten Woche?!?
(Noch 3,3 Kilo bis zum Pre-Schwangerschaftsgewicht)
Ich habe dazu passend bei der Pharmazeutischen Zeitung Online
einen interessanten Artikel zum Wochenbett gefunden, der auch die Gewichtsabnahme näher erläutert:

[…]
Durch die Geburt verliert die Frau, die während der Schwangerschaft normalerweise 10 bis 12 kg zugenommen hat, etwa 6 kg: circa 3300 g für das Kind, 600 g Plazenta, 800 bis 1000 g Fruchtwasser sowie etwa 1000 g durch Flüssigkeitsverlust aus Schweiß und Atmung bei der Geburtsarbeit. Im frühen Wochenbett verliert die Mutter weitere 3 bis 4 kg infolge der Rückbildung der Gebärmutter (Uterusinvolution), Reduktion des Blutvolumens sowie Ausscheidung von eingelagertem Gewebewasser durch Harn und Schweiß. Ab dem 10. Tag bis zum Ende der Stillzeit sinkt das Gewicht nochmals aufgrund der Reduktion des Brustdrüsengewebes, durch die vollständige Uterus­involution und individuell durch Einschmelzung von in der Schwangerschaft aufgebautem Depotfett.
[…]

Ich habe alleine 1 Kilo durch die Geburt verloren??
Wahnsinn.
Wenn es nicht so yhdhejjxjddhh unfassbar weh tun würde, wäre es mit Sicherheit DER KNALLER zur Gewichtsreduktion. 😉

 

image

Die Qual der Wahl…

Die Qual der Wahl… Bemusterung unseres Hanse-Haus

Vor lauter Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist unser 2. „Großprojekt“ hier völlig in den Hintergrund geraten.
Familie Düse baut sich ein Haus.
Schrägstrich Familie Düse lässt sich ein Haus bauen.

Ich sage es ganz offen und unverblümt – es war nie mein langgehegter Traum, zu bauen.
Im Gegenteil: Ich war immer die, die am Lautesten geschrien hat „Ich will NIENIENIEMALS bauen!!“
Ich habe zu viele Beziehungen am Traum vom Eigenheim zugrunde gehen sehen, noch bevor sie 3x „Vollautomatische Beschattungsanlage“ sagen konnten oder sich entschieden haben, in welcher Ecke des Gartens der Aperitif eingenommen werden sollte.

Ausserdem beschlich mich immer das ungute Gefühl der Endgültigkeit.
Ich sollte mich also festlegen, an EINEM Ort FÜR IMMER (bestenfalls) zu bleiben?
Alleine der Gedanke daran hat mir extreme Angst eingejagt.
Ich war ja schon immer hochflexibel, was meine Wohnorte angeht und würde man meine Umzüge quer durch die Republik auf einer Karte mit einem Stift nachzeichnen, würde jede Spinne ehrfürchtig ihren Hut ziehen.
Ich bin halt nicht der Typ für sesshaft.

Angesichts der Tatsache, dass Herr Düse Ende vergangenen Jahres einen neuen Job angenommen hat, der nicht nur wesentlich mehr Geld mit sich brachte, sondern als Firmensitz unser beschauliches Örtchen vorzuweisen hatte und wir kurz darauf erfuhren, dass wir erneut Nachwuchs erwarteten, musste ich meine ablehnende Haltung zum Hausbau dann nochmal scharf überdenken.
Unsere Wohnung würde -trotz 100m²- nicht mehr standesgemäß ausreichen, wenn wir zu 4. sein würden.
Man will seinen Standard (und den über Jahre in mühevoller Kleinstarbeit angesammelten Tant) ja schliesslich halten.
Ich würde mindestens 2 weitere Jahre in Elternzeit sein und mit 2 Kindern nur noch maximal miniminimini Teilzeit fliegen gehen, dass heisst von meinem Einsatzort bräuchten wir unseren Wohnort nicht abhängig zu machen – bei maximal 5 Arbeitstagen im Monat kann ich auch einen längeren Arbeitsweg verschmerzen.

Ich hatte bereits vor gefühlten Jahrzehnten darüber berichtet – wir entschieden uns nach reiflicher Überlegung dafür zu bauen und Hanse Haus sollte unser Bauunternehmen werden.

In den letzten Monaten haben wir unser Grundstück gekauft, die Finanzierung durchgekaut und emsig Grundrisse geändert und beackert.

Kurz vor der Geburt des Babymädchens haben wir dann unseren Bauantrag einreichen können (die Bürokratie, die Bürokratie…) und haben ihn seit 1 Woche genehmigt zurück. 🎊🎉🎈

Letzte Woche hatten wir dann unseren Termin bei Hanse Haus zur Bemusterung.
Ganz wohl war mir ja nicht dabei, mit einem 6 Wochen alten Baby und einer knapp 2-Jährigen eine Autofahrt von etwa 4 Stunden anzutreten.
Oma & Opa wohnen „nur“ noch 2 Stunden weiter, also verbrachten wir erst ein Wochenende dort und haben dann auf dem Rückweg (mit Oma als Aufpass-Geisel für Tiffy) unsere 2-tägige Hausbemusterung gemacht.

Von Hanse Haus gab es das Hotel gesponsored (sogar für die Aufpass-Oma!) und noch ein Abendessen on top.
Am ersten Bemusterungstag kamen wir natürlich erstmal zu spät.
Bis alle Kinder im vorzeigbaren Zustand verpackt, der Kofferraum voller überlebenswichtiger Dinge beladen waren und nicht zu vergessen dem sporadischen „nochmal Umdrehen“, weil wir natürlich etwas vergessen hatten, verging schliesslich so seine Zeit…
Das wir noch nicht mal gefrühstückt hatten, versteht sich von selbst. 😑

Das Bauherrenzentrum von Hanse Haus kannten wir ja von unserer Vorbemusterung schon, waren aber aufs Neue fasziniert von der Maschinerie rund ums Fertighaus.
Auf einer riesigen Ausstellungsfläche war allesallesallesalles nur erdenkliche zu finden, womit man sein Haus bestücken kann.
Vom Klodeckel über Fenstergriffe bis hin zum Ziegelstein – natürlich in x-facher Ausführung, man braucht ja ein gewisses Entscheidungsspektrum. 😉
Man hat dabei immer die Auswahl zwischen „Standard“, also bereits im Kaufpreis inkludiert, oder „nicht Standard“, also Aufpreispflichtig.
Wobei hier glücklicherweise nicht immer der Grundsatz „schöner=teurer“ greift, was unserem geschröpften Geldbeutel sehr gelegen kam.

Nach dem spannenden Teil der Elektroplanung (wie viele Steckdosen brauchen Sie wo, welche Lichtschalter schalten welches Licht und überhaupt und sowieso…?) bei dem ich nach dem Erdgeschoss schon sowas von raus war und Herrn Düse einfach nur noch zugestimmt habe (ein Höhenflug für ihn. Ich bin mir sicher.), ging es endlich in die Ausstellung.
Herr Düse und ich sind uns glücklicherweise bei allem sofort einig gewesen – wir haben Gott sei Dank den gleichen Geschmack.
Zwischendurch gab es Mittagessen von Hanse Haus (sehr lieb gemacht in Buffetform; für die Kinder gab es Luftballons, Malbücher, Gummibärchen und extra Kindergeschirr).

Tiffy (die nur zum Essen kam und die restliche Zeit Omas Laufschuhe auf Sprinter-Qualitäten getestet hat) hat den Laden einmal ordentlich auf links gezogen (wobei das Wort „ordentlich“ hier nur zur Veranschaulichung steht und nichts mit dem Zustand des Fussbodens nach ihrer Mahlzeit gemeinsam hat…) und wir machten weiter im Programm.

Am Ende des ersten Tages waren wir schon so gut wie fertig – lediglich die Amaturen im grossen Badezimmer fehlten noch, aber da das Babymädchen zu diesem Zeitpunkt dringend und unverzüglich Hunger angemeldet hat, verschoben wir diese wichtige Entscheidung auf den nächsten Morgen.

Der 2. Tag bestand dann nur noch aus besagten Amaturen, einer kurzen Zusammenfassung unserer Extraausstattung, einer Werksführung und Mittagessen. 😉
Danach waren wir fertig und konnten die Heimreise antreten – Oma in die eine, wir in die andere Richtung.

Alles in allem hat alles super geklappt.
Das Babymädchen hat am Vormittag brav neben uns im Kinderwagen geschlafen und Nachmittags war sie in der Manduca mit uns auf der Ausstellungsfläche.
Tiffy glänzte durch Abwesenheit (was sich mit Blick auf das andere Pärchen, dass ein schreiendes Kleinkind durch die Ausstellungshalle hinter sich herschleppte, als Segen herausstellte….) und Oma können wir gar nicht genug für ihren unermüdlichen Einsatz danken. (Ich fürchte mit einer Packung „Merci“ ist es nicht getan…)

Jetzt warten wir auf die Kostenaufstellung unserer Extrawünsche – im stillen Gebet, dass die Zahl unterm Strich uns nicht direkt ins Häuslebauer-Koma befördert.
Amen.

Bauherrenzentrum Oberleichtersbach:

image
Hanse Haus Bauherrenzentrum

image
Werksführung: Fertige Aussenwände bereit zur Auslieferung

Unsere Ausstattung:

image
Unsere Haustür & unsere Dachziegel

image
Unsere Innentüren

image
Unsere Fenster. Die Aussenfensterbank wird nach reiflicher Überlegung auch anthrazit.

image
Unsere Treppe

image
Unsere Boden-/Wandfliesen

image
Unser Badezimmerwaschtisch

7 Wochen Babymädchen

7 Wochen Babymädchen

7 Wochen bist Du nun schon bei uns, geliebtes Babymädchen.
7 Wochen sind vergangen, seit Du mir ganz nass und warm auf den Bauch gelegt wurdest.
7 Wochen seit Deinem ersten Atemzug.
7 wunderschöne Wochen, die viel zu schnell vergangen sind.
Ich liebe Dich mit jeder Faser meines Körpers, mein kleines Babymädchen. ❤

Was wir erlebt haben:

– Du hast Deine erste grosse Reise gemacht.
Wir sind 2 Tage zur Bemusterung unseres Hauses gefahren und waren vorher (weils ja schon die halbe Strecke war… 😊) 3 Tage bei Oma & Opa, die 600 Kilometer von hier entfernt wohnen.
-Kinderturnen mit Tiffy
Erst warst Du ein bisschen motzig in deinem Kinderwagen und ich hatte schon den Fussschweiss auf der Stirn, ob wir die Stunde wohl überstehen oder ich dich tragenderweise durch die Gegend schuckeln muss.
Aber nachdem Du etwas an meinem kleinen Finger nuckeln durftest (Bihiiiiitteeee, nimm doch den doofen Schnuller!!) und ich Dir dabei sanft über deine Nase gestrichen habe, hast Du Dich glücklicherweise doch wieder für die schlafende Variante entschieden. 😊

Dein Trinkverhalten:

Momentan kommst Du seeeeehr oft. (Mindestens alle 2 Stunden)
Was aber den heissen Temperaturen der vergangenen Tage oder aber Deiner verstopften Nase geschuldet sein kann.
Ausserdem werdet der Schnuller und Du nicht so recht warm miteinander, was leider Contraire zu Deinem überdurchschnittlichen Nuckelbedürfnis ist.
Ich arbeite aber weiter daran… Tiffy hat ihn auch erst mit 5 Monaten akzeptiert.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass Dein „Mama isst…“-Sensor ähnlich perfektioniert ist wie schon bei Deiner Schwester?
Kaum sitze ich am gedeckten Tisch, schlägst Du an.
Hunger. Mama. Milch. Sofort.
So kommt es dann, dass ich 99% meiner Mahlzeiten mit Kind an der Brust verbringe.
Unser Stillkissen trägt mittlerweile die wildesten Fleckkombinationen. (Joghurt trifft Nudelsauce trifft Spinat trifft Marmelade trifft Schmelzkäse…)

Dein Schlafverhalten:

Momentan nicht so der Knaller.
Wahlweise röchelst Du durch dein verstopftes Näschen oder es wird gepupst, was das Zeug hält.
Das ganze natürlich in Stadionlautstärke.
Mindestens.
Und gestillt werden möchtest Du dann bittesehrdankeschön auch jedes Mal; sprich die halbe Nacht. 😑
In deinem Beistellbett ist die ganze Batterie an Bekämpfungsmitteln aufgereiht:
Lefax, Otriven für Säuglinge, ein Kissen zum Hochlagern.
Das kriegen wir auch noch hin. ☺

Was Du alles kannst:

Bewusst lachen!!! 😊😊😊
Hach, ich bin sowas von verliebt.
So ein wunderwunderwunderschönes Lächeln ❤❤❤
Du bist wirklich ein fröhliches Baby, dass sehr viel lacht.
Ausserdem hast Du Deine engelsgleichen Laute weiter ausgebaut und nun erzählst und erzählst und erzählst du… Typisch Meeeeedchen eben. 😉
image

Dein Gewicht:

Keine Ahnung. Niemand da zum Wiegen.
Deinem Apettit nach zu urteilen aber mindestens 10 Kilo.
Oder 11.

Deine Kleidergrösse:

56. Die 50er sind definitiv raus. Die 50/56 werden ihnen auf dem Fusse folgen…

Windeln:

New Baby Größe 2

Geschwisterliebe:

Es geht schon los mit den Ziegereien. Wenn Du neben Tiffy auf dem Wickeltisch liegst und mit Deinen kleinen Ärmchen ruderst, erwischt Du dabei gerne mal Tiffys volle Haarpracht und verfängst Dich darin.
Dies wird mir natürlich umgehend mit „MAMAAAAAA *BABYMÄDCHENSNAME* AUA HAARE!!“ gemeldet.
Mädels, Haare ziehen kommt doch erst später!!!
Tiffy verteidigt Dich aber bis aufs Letzte. Beim Kinderturnen hat doch tatsächlich ein anderes Kind in den Kinderwagen geschaut (!!!).
Das wurde direkt und ohne zu Zögern mit einem Wutanfall quittiert; untermalt mit „*BABYMÄDCHENSNAME* GUCKA IIIICH!!“ Gebrüll.
Mein Mutterherz schmilzt bei so viel Liebe.
Und wenn Du Tiffy dann auch noch Dein unwiderstehliches Lächeln entgegenschmetterst… ❤❤❤

Produkt der Woche:

Glückskind Begrüssungskoffer

Von dm gab es zur Geburt natürlich auch ein Begrüssungspaket.
Wie schon bei Tiffy gab es einen süßen Koffer voller nützlicher Produkte für Mama & das Babymädchen.

Der Koffer beinhaltet:
– 1 Glückskind Broschüre
– 1 Couponheft randvoll mit vielen tollen Rabattcoupons vom Stilltee bis hin zur Pampers
– 30ml Rotbäckchen Mama Eisen +
– Einzeldosis Emcur Nasentropfenlösung für Babys und Kleinkinder
– 1 durex Kondom „Natural feeling“ (😉)
– 20 ml Baby Sebamed Pflegelotion
– 1 NUK Genius Schnuller
– 2 Lansinoh Stilleinlagen
– 1 Dose Penaten Creme
– 20ml Weleda Granatapfel Pflegelotion
– 20ml Hipp Pflegeöl sensitiv
– 1 Sachet mit 5 Sagrotan Tüchern
– 1 Packung Pampers Sensitive Feuchttücher
– 1 babylove Windel Größe 2
image

Mama Facts:

Mamas Gefühlswelt:

Gefestigterererer.
Ich kann immer noch nicht zu 100% sagen, dass die toughe, nicht heulende Düse zurück ist, aber wir nähern uns glücklicherweise. 😊👍
Ich habe diesen Mittwoch zum ersten Mal seit Deiner Geburt nicht daran gedacht, dass am Mittwoch vor 7 Wochen unsere Schwangerschaft zu Ende ging und die Geburt anfing.
(Habe ich übrigens erwähnt, dass ich unglaublich froh darüber bin, dass Du zu einer völlig unchristlichen Uhrzeit am frühen Morgen geboren wurdest? So muss ich nicht jede Woche ums Neue zu Deiner Geburtsminute weinen, weil ich sie einfach verschlafe… Bei Tiffy ging das Monate lang so! 😳)

Allerdings vermisse ich die Schwangerschaft nach wie vor.
Neulich schoss mir von einer auf die andere Sekunde der Gedanke „Du bist nicht mehr schwanger“ durch den Kopf.
Das hat mir einen richtigen Stich versetzt und ich war für einen kurzen Moment sehr traurig.
Ich fürchte, ich bin Schwangerschaftssüchtig. 🙈
(Ein Phänomen, dass es übrigens wirklich gibt… „Bumpaholic“ nennt sich das… Man lernt nie aus… ☺)

Mamas Körper:

Beim Blick in den Spiegel stelle ich fest:
Ich bin weicher geworden.
Meine Hüften irgendwie breiter (😤), aber insgesamt fraulicher.
Nun ist es also soweit – ich werde alt und bekomme eine Birnenfigur. 😩
Witzigerweise (obwohl… So witzig ist es gar nicht!) fängt meine Dammnaht jetzt an, Mätzchen zu machen.
Es fühlt sich irgendwie wund an und brennt und piekst, wenn ich mich falsch bewege.
Mal weiter beobachten.
Mach jetzt ja keinen Scheiss!

Mamas Gewicht:

+(!!!!! 😡) 300g (Noch 5,4 Kilo bis zum Pre-Schwangerschaftsgewicht)
Zu viel gefuttert.
Bei Oma.
Bei Hanse Haus.
Auf den ellenlangen Fahrten…
Warum kann ich nicht zu der beneidenswerten Mehrheit der Frauen gehören, die in der Stillzeit abnehmen?
Bei Tiffy purzelten die Kilos auch erst, als ich nur noch ganz wenig gestillt habe.
Gehemeeein.

Stufen (Hermann Hesse)

Stufen (Hermann Hesse)

Ich bin über diesen Klassiker gestolpert und fand ihn irgendwie sehr passend.
Lese ihn momentan wieder und wieder. 😊

Stufen (Hermann Hesse)

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Bild: Pixabay.com

1 Woche Babymädchen

1 Woche Babymädchen

1 Woche bist Du nun schon bei uns auf dieser Welt, kleines Babymädchen. ❤
Wir lieben Dich unendlich und sind so dankbar, dass Du bei uns bist!

Was haben wir erlebt?

Du wurdest geboren.
Dein wundervolles Leben hat begonnen.
10 Monate habe ich Dich unter meinem Herzen getragen und wir waren vereint zu einem Menschen.
Nun bist Du da.
Bei uns.
Zwischen uns.
Ein eigenes Menschenkind.
Wir waren 3 Tage im Krankenhaus und haben das durchgehend schreiende Baby unserer Zimmernachbarin (Die wir trotz privater Zusatzversicherung wegen Überfüllung der Wöchnerinnenstation abbekommen haben 😑) überlebt.
Unsere erste gemeinsame Herausforderung.
Wir haben das aber souverän weggeatmet und mit stoischer Gelassenheit hingenommen, Du und ich.

Du bist zum ersten Mal Auto gefahren.
Nach Hause.
Deinem zu Hause.
Unserem zu Hause.

Wen hast Du kennengelernt?

Als allerwichtigstes erstmal: Deine Mama.
Obwohl wir uns natürlich schon immer kannten.
Seitdem Du eine kleine Eizelle warst.

– Nicht weniger wichtig und auch ihn kennst Du eigentlich schon seit dieser einen verhängnisvollen Nacht…. 😉: Deinen Papa

Deine Schwester.
Ihr seit beide aus Mamas und Papas unendlicher Liebe zueinander entsprungen, könntet aber unterschiedlicher kaum sein.
Und das merkt man jetzt schon, nach nur 1 Woche.

Deine Oma.
(Die uns so wunderbar geholfen hat, für Deine große Schwester zu Sorgen, als Du geboren wurdest)

Deinen „großen“ Onkel.
(Der erstmal ein bisschen schüchtern war Dir gegenüber.
Aber keine Sorge, der taut noch auf. Für Tiffy würde er durchs Feuer gehen und das wird er für Dich auch eines Tages)

Deine Schwiegeroma.

Unsere Fotografin.

Eine Freundin und ihren kleinen Sohn (Tiffys Busenkumpel).

– jede Menge Krankenhauspersonal.

Mehr Leute durften Dich in live noch nicht bewundern.
Mama hat striktes Krankenhaus- und Frühwochenbett Besuchsverbot für jeden ausser Papa, Tiffy, Oma und dem Onkel ausgesprochen.
Bei Tiffy war ihr das damals nämlich alles viel zu viel.
Wir wollen Dich erstmal in Ruhe in unserer Mitte ankommen lassen.

Geschwisterliebe:

Mein kleines Babymädchen, Deine große Schwester liebt Dich abgöttisch.
Du weisst es mit Sicherheit noch nicht ganz einzuordnen, aber wenn es auf einmal ganz nass in Deinen Haaren wird, dann drückt sie Dir einen ihrer vielen Küsse (mit Zunge!!) auf Dein kleines Köpfchen.
Sie steht stinkestolz vor Deiner Wiege, ruft abwechselnd Deinen Namen und „BEEEEEBIIII“ und fordert alle 10 Minuten „Arm!“ ein.
Wenn Du dann bei ihr im Arm liegst, (sie legt sich sogar vorher das Stillkissen parat!!) ist sie so unfassbar lieb zu Dir und strahlt stolz über das ganze Gesicht.
Sie streicht Dir vorsichtig übers Haar und deine kleinen Wangen und gibt Dir immer ihre Hand, damit Du sie umklammern kannst.

Deine Essgewohnheiten:

Du bist ein kleiner Vampir.
Innerhalb Deiner ersten 24 Stunden auf dieser Welt hatte ich schon blutige Brustwarzen.
Ich bin überglücklich, dass das Stillen dieses Mal gleich von Anfang an klappt und nehme das dafür gerne in Kauf. 🙂

Deine Schlafgewohnheiten:

Babymädchen, ich bin sprachlos wie entspannt das alles mit Dir läuft.
Du schläfst, wachst zum essen auf und schläfst weiter.
In deiner Wiege.
Will heissen ich kann Dich ablegen.
Ich habe dann beide Hände zum Essen frei.
Ich kann zwischendurch mit Tiffy spielen.
Deine Nächte 2&3 waren Abends sehr unruhig, aber Du meldest Dich ansonsten nur 1-2 Mal Nachts.
Leise, ohne großes Gebrüll.
Gestern Nacht hast Du von 2-8 Uhr geschlafen. (Nachdem Du vorher allerdings 3,5 Stunden dauergestillt werden wolltest).
Wenn das nur halb so relaxed bleibt, eröffne ich eine Kurhotel. 😉

Mama Facts

Mamas Gefühlswelt:

Noch mitten drin, im Hormonchaos.
Ich vermisse meinen Babybauch so sehr, dass ich oft einfach anfange zu weinen deswegen.
Deine Bewegungen in mir, die schöne Kugel, unsere ersten zaghaften Kontaktaufnahmen…
Das alles fehlt mir unglaublich.
Und obwohl ich am Tag Deiner Geburt gesagt habe, dass das Projekt „3. Kind“ ein für alle Mal gecancelt ist, könnte ich jetzt direkt wieder.
Ich bin einfach so unheimlich gerne schwanger.
Dieses Wunder, dass man in sich trägt, die unglaubliche Vorfreude, die Geburt und das erste magische Kennenlernen, dass einem bevorsteht… All das macht eine Schwangerschaft so rundherum unglaublich.
Ich kenne das Gefühl noch aus der Zeit nach Tiffys Geburt und es ist nie wirklich vergangen.
Erst die erneute Schwangerschaft hat mich „geheilt“.
Ich dachte, nach dem nächsten Kind wird das bestimmt anders.
Äh, nein.
Ich sehe dunkle Zeiten auf uns zukommen, was die Zahl unserer Kinder angeht.
Werde ich jemals „genug“ haben?
Wird diese Sehnsucht für immer bleiben?

Mamas Körper:

Auf dem Wege der Besserung.
Der Cowboygang wird langsam graziler, der weiche Bauch wird von Tag zu Tag wieder flacher, die Gebärmutter ist schon wieder ganz klein und die Dammnaht spüre ich nur noch, wenn ich länger auf den Beinen bin.
Dafür sind die Brustwarzen immer noch seeeeehr schmerzhaft und wund.

Mamas Gewicht:

-5,8 Kilo
image

Heute vor einer Woche… ODER: Vom Abschied nehmen

Vor genau einer Woche um 14:35:32 habe ich in meiner Wehenapp die erste Wehe aufgezeichnet.

Diese erste Wehe war der Beginn eines Abschiedes.
Von unserer innigen Zweisamkeit.
Von mir als Schwangere.
Von uns als 3-köpfiger Familie.

Sie war der Auftakt zum Beginn eines neuen, selbstständigen Lebens.
Deines Lebens.
Du hast den Start dafür ganz alleine vorgegeben.

Sie war der Beginn einer langen Nacht und vielen weiteren, schmerzhaften Wehen, die uns Stück für Stück voneinander entfernt und doch so viel näher zusammengebracht haben.

Und nun liegst Du hier, so zauberhaft und klein und zerbrechlich und ich bin in Gedanken jede Minute beim Mittwoch letzter Woche.
Ich erlebe ihn Stück für Stück noch einmal.

Und ich weine.
Um einen Abschied.
Um einen magischen Neuanfang.

Weil ich das unfassbare Glück habe, ein Wunder zu erleben.

image