#Mein Brief an mich – Der lange Weg vom Kinderwunsch

#Mein Brief an mich – Der lange Weg vom Kinderwunsch

Liebe Düse,

hier schreibt Dir die Zukunftsdüse aus dem Jahr 2015, die gerade auf der Rücksitzbank eures Familienkombis eingequetscht zwischen einem Kindersitz und einem Maxi Cosi sitzt und Dir diese Zeilen in ihr Smartphone tippt.

Liebe Düse aus dem Jahre 2012:
Es tut mir unendlich Leid, dich auf deinem Bett liegen und bitterlich weinen zu sehen.
Es war ein Scheissjahr.
Du darfst weinen.
1 Jahr Kinderwunschbehandlung liegt hinter Dir.
1 Jahr erfolglose Kinderwunschbehandlung.
1000-de Spritzen, die Du Dir trotz Nadelphobie in den Bauch gerammt hast, unzählige Untersuchungen, die alle immer nur noch größere Baustellen eurer Körper offenbart haben; mehrere tausend Euro, die ihr dafür bezahlt habt.
Und trotzdem war all das nichts im Vergleich zu der seelischen Belastung.
Das Hoffen und Bangen.
Den Hass auf den eigenen Körper, der sich so querstellt.
Das Vertrauen in die Natur, das man komplett verloren hat.
Das Zweifeln an sich selber.
Die Angst, niemals ein Kind im Arm zu halten; nie das Wort „Mama“ aus einem kleinen Mund zu hören.
Die Stiche im Herzen, wenn schon wieder jemand aus Deinem Bekanntenkreis schwanger geworden ist, einfach so.
Diese gottverdammten Schwangerschaftstest, die immer und immer wieder nur einen Strich anzeigen.

Liebe Düse, ich erinnere mich genau, wie du zusammengerollt auf Deinem
Bett gelegen, aus dem Fenster geschaut und mit der Seele, die dort oben noch unterwegs war, geredet hast.
Du hast ihr erzählt, dass ihr auf sie wartet.
Das sie noch erledigen soll, was sie zu erledigen hat, bevor sie zu euch kommt.
Du hast ihr erzählt, dass Du sie jetzt schon unendlich liebst.

Du wolltest Deinen Worten so gerne selber glauben.

Wenn Du doch nur hören könntest, was ich Dir zu sagen habe, liebe Düse.
Es würde Deine Tränen sofort trocknen.
Dass der nächste Zyklus, die ICSI, erfolgreich sein wird.
Dass die Seele zu euch kommen wird.
Ein kleines Mädchen.
Dass Du bei ihrer Geburt von einer auf die andere Sekunde unsterblich in sie verliebt sein wirst und du auf der Stelle für sie sterben würdest.
Dass Du wochenlang vor Freude und Dankbarkeit weinen wirst.
Und dass Du, nur 13 Monate nach der Geburt, erneut einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten wirst.
Dass diese Schwangerschaft spontan und ohne Behandlung entstanden ist.
Dass Du Deinem Körper wieder vertrauen wirst.
Dass er Dir eine zweite, wunderbare Tochter schenken wird.
Das Du wieder an Wunder glauben wirst.

Die dunkelste Stunde ist die vor dem Sonnenaufgang, liebe Düse.
Lass Dich in den Arm nehmen.
Wein Dich aus, lass alles raus.

Eines Tages, in der Zukunft, wirst Du auf der Rücksitzbank eures Familienkombis eingequetscht zwischen einem Kindersitz und einem Maxi Cosi sitzen und Deine beiden Töchter beim Schlafen beobachten.
Du wirst Dir eine Träne aus dem Auge wischen, weil Du unglaublich dankbar für genau DAS HIER bist.
Und dann wirst Du verstehen.
Es musste alles genau so sein, damit heute alles ist, wie es ist.

Die Seelen haben ihren Weg gefunden.

Diesen Beitrag habe ich als Beitrag zur Blogparade Mein Brief an mich vom hebammenblog.de geschrieben.
Die Idee dahinter finde ich grandios und ich werde mir ab jetzt wohl öfter mal einen Brief schreiben, denn es gibt noch einiges, was ich mir gerne sagen würde… 😊

Schwangerschaftsbilanz

Es ist an der Zeit, ein letztes Mal Bilanz zu ziehen und den letzten Beitrag mit „Schwangerschaft“ zu taggen. (😭)
Meine 2. -wunderschöne- Schwangerschaft in Fakten und Zahlen.

Hier ist sie, meine persönliche Schwangerschaftsbilanz:

Dauer der Schwangerschaft: 277 Tage

positiver Schwangerschaftstest: 06.11.2014

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Entbunden: 39 + 4

Gesamtgewichtszunahme: 12,7 Kilo (halb so viel wie beim letzten Mal… 💪😊)

Schwangerschaftsstreifen: 0 (🎉🎊🎈)

Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen: 10

Besuche im Krankenhaus: 4 (inklusive Entbindung)

Termine mit der Hebamme: 4 (inklusive 1x Vorsorge)

Termine beim Osteopathen wegen Steissbeinschmerzen: 3

Termine zur geburtsvorbereitenden Akkupuntkur: 3 (Den 4. musste ich leider, leider aus dem Krankenhaus heraus absagen. 😜 Ich würde es aber auf jeden Fall wieder machen; die Eröffnungsphase ging rucki-zucki bei mir – entgegen der ärztlichen Prognose aufgrund meiner Konisation vor einigen Jahren und daraus resultierendem „verklebten Muttermund“)

Besuche beim Schwangerenschwimmen: 10

Besuche im Geburtsvorbereitungskurs: 0

Im Nachhinein bereute Momente, keinen Kurs mehr gemacht zu haben: unzählige.

Fototermine bei meiner Fotografin: 9 (1x grosses Babybauchshooting, 8x „Step-by-Step“ Bauchcollagenshooting)

Termine in der Gerinnungsambulanz:
10 (9x in meiner Haus-und-Hof-Praxis, 1x in der Uniklinik für eine Zweitmeinung)

Bleibende Erinnerungen: leichte Pigmentflecken auf den Wangen und linea nigra

Verbrauchtes Schwangerschaftskörperöl: 4 Flaschen (1x Hipp, 2x Bellybutton, 1xBübchen Mama Massageöl)

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Bestes Schwangerschaftskörperöl: Bellybutton

Gespritzte Heparinspritzen: ~ 250 (+ Wochenbettzeit „on top“)

Mit Heparin gespritzte Hämatome: Dieses Mal recht spärlich, in etwa 30 würde ich tippen

Gekaufte Packungen Folsäure: 3

Verbrauchte Selbstbräunertücher: ~40 (ich wollte gerne wenigstens mit einem Hauch von „Sunkissed-Teint“ auf den ersten Fotos sein… War wohl nix, ich sehe darauf trotzdem aus wie eine Kalkleiste… Eine Kalkleiste mit verdächtigen braunen Flecken am Hals.)

Nächtliche WC-Besuche: ~150

Schwangerschaftsgelüst Nummer 1: Spaghetti-Eis

Verkniffene Salamis: ~300

Verbrauchte saure-Gurken-Gläser: 0

Verbotene Dinge, die ich getan habe:
– Softeis gegessen
– Haare gefärbt
– schwere Dinge gehoben (schwer im Sinne von: Was Kleinkinder nunmal so wiegen…)

Schönster Moment der Schwangerschaft:
Der Organultraschall in der Uniklinik.
Herr Düse und Tiffy waren gemeinsam mit mir dort und wir haben erfahren, dass Du ein Babymädchen wirst. ❤

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Schrecklichster Moment der Schwangerschaft:
Neben Schmierblutungen am Beginn der Schwangerschaft, bei denen ich mir schon so sicher war, dass Du nicht mehr bei uns bist…:
Der Sturz Ostern und die unfassbare Angst, dass Dir etwas passiert sein könnte.

Angebotene Sitzplätze, aufgehaltene Türen, getragene Taschen, irgendeine winzigkleine Kleinigkeit, einer schwangeren Frau zu helfen: 0 (Armes, armes Deutschland!)

Geshoppte Umstandsklamotten:
– 4x Hosen (1x blaue Skinny Jeans, 1x schwarze Skinny, 1x oliv Skinny, 1 blaue/weiss gepunktete „Fladderhose“)
– 2x Kleider (eins inklusive Stillfunktion)
– 1 beige Longbluse
– 1 blau/weiss gepunktetes Top passend zur Hose
– 2x Leggins (1x in Lederoptik (roaaar 😜, 1x schwarz)
– 2 Wohlfühlhosen (1x grau, 1x schwarz -> zur Entbindung dabeigehabt)
– 3 ultraheisse Umstandsschlüppis

Zerstörte Umstandsklamotten: 2 Jeans aus Tiffys Schwangerschaft.
Im Schritt geplatzt.
Öhm, ja.

Glücksbringer: Mein Stoffstorch

Schlimmste Wehwehchen:
– Übelkeit zu Beginn der Schwangerschaft
– Steissbeinschmerzen
– Sodbrennen
– Zwerchfellschmerzen
– Hämorrhoiden (😑)
– Krampfadern an einer sehr…unschönen Stelle (nach der Entbindung übrigens von 0 auf gleich wieder verschwunden)

Schönste Begleiterscheinungen:
– Phänomenales Haarwachstum
– innerer Frieden (der mich natürlich auch äusserlich NOCH SCHÖNER gemacht hat… 😜)
– der schöne Babybauch
– die zarten Tritte; das Leben in mir zu spüren ❤ (und genau zu wissen, dass ich gerade deine Füsse kitzele in dieser anderen Welt…)

Gesamtstimmung: positiv, glücklich, zuversichtlich

Diese Schwangerschaft hat mich in vielerlei Hinsicht geheilt.
Sie hat mir mein Vertrauen in meinen Körper und in mich als Frau zurückgegeben, sie hat mir gezeigt, wie „einfach“ doch alles gehen kann und wie glücklich man sein kann, wenn man es nur zulässt.
Ich habe natürlich empfangen, das Wunder genossen, es als riesiges Geschenk angenommen und schlussendlich natürlich entbunden.
Dafür bin ich unendlich dankbar.
Danke liebes Babymädchen.
Danke für diese wunderschöne Schwangerschaft. ❤

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4 Wochen Babymädchen

4 Wochen Babymädchen

Es fühlt sich irgendwie so an, als wärst Du schon immer bei uns gewesen, kleines Babymädchen.
Du hast Deinen Platz in unserer kleinen Familie wie selbstverständlich gefunden.

Am liebsten würde ich Dich den ganzen Tag kuscheln, küssen und halten.
Wir alle lieben Dich unendlich, kleines Babymädchen. ❤
Danke, dass Du unser Leben so viel schöner machst. 🙏❤

Was wir erlebt haben:

– Unsere ersten Ausflüge im Kinderwagen.
Hochgradig gefürchtet von mir, da Tiffy ja bekennender Kinderwagenhasser war und ausschliesslich getragen wurde. („Was, wenn wir unseren 1300€ Kinderwagen NIEMALS werden ausfahren können? Was daaaaaaann????“)
Ich legte dich rein, wollte mir schon Augen und Ohren schon zuhalten und wegrennen… aber nichts passierte.
Vorsichtig zwischen den Fingern über den Wannenrand gespäht, waches, zufriedenes Kind vorgefunden und Pulsfrequenz verlangsamt.
Irgendwann wurdest Du knötterig, da durfte es dann ausnahmsweise der ansonsten verschmähte Schnuller sein und Du bist eingeschlafen.
Kein hektisches Gerenne und „Wagen-Geschuckel“, keine Stresspusteln auf der Stirn, keinen Schweiss im Nacken.

– Ganz wunderbare Mittagsschläfchen zu 3.
Nachdem Tiffy ja seit deiner Geburt ihren Mittagsschlaf komplett verweigert hat und dafür dann ab spätestens 16:00 Uhr so ungeniessbar wurde, dass ich innerhalb kürzester Zeit zum psychischen Wrack mit klingelnden Ohren mutierte und mich fühlte, als wäre ich einen Marathon gelaufen war klar:
Es muss sich was ändern, so überstehe ich das keine Woche.
(Das Babymädchen kam nämlich so auch nicht zur Ruhe und dann hatte ich zwei ausgesprochen mies gelaunte, weinende/quengelnde Kinder, juhuuu!)
Also habe ich angefangen, Tiffy auszupowern.
Auspowering deluxe sozusagen.
Morgens laufen wir zum 1 Kilometer entfernten Spielplatz.
Das Babymädchen liegt im Kinderwagen (siehe oben) und Tiffy läuft selbst.
Für akute Ermüdungszustände (bisher noch nicht passiert😉) gibt es das Geschwisterboard am Kinderwagen und ansonsten heisst es laufen, laufen, laufen.
Und dann auf dem Spielplatz hüpfen, hüpfen, hüpfen und noch mehr laufen.
Dieses Kind hat Energie bis zum Umfallen. (Von wem hat sie das nur?)
Das ganze dann nach ca. 1,5 Stunden wieder Retour.
Danach gibt es eine Dusche, ein Mittagessen und dann mit Schlafsack und Milchflasche ab ins Bett.
Das Babymädchen liegt dann zwischen Tiffy und mir; während Tiffy ihre Milchflasche trinkt, stille ich das Babymädchen und so lummern wir dann alle weg.
Danach ist die Laune deutlich besser und wir können ausgeruht in das Auspowerprogramm für den Abend starten. 😉

Dein Trinkverhalten:

Comme ci, comme ça.
Mal jede Stunde, mal nach 4 Stunden, im Schnitt würde ich sagen alle 2,5 Stunden.

Dein Schlafverhalten:

Abends um 22:00 Uhr willst Du ins Bett.
Ohne wenn und aber, da gibt es auch keine Kompromisse.
Du schläfst ganz wunderbar (ich schreibe das jetzt hier auf die Gefahr hin, dass es ab heute Nacht nicht mehr so ist, nur weil ich es hier aufgeschrieben habe….!) – Du meldest dich 1-2x pro Nacht und das auch äusserst dezent.
Meist werde ich davon wach, dass mir eine Hand im Gesicht rumfuchtelt.
Also nichts mit Gebrülle oder so.
Danke, lieber Gott, Danke. 🙏
(Was nicht heissen soll, dass wir hier seelig in unseren weissen Bettlaken schlummern und jeden morgen frisch und vital in den Tag starten…
Tiffy fordert sich ihre „Mama-Exklusivzeit“ nun öfter in der Nacht ein.

Weisse Bettlaken haben wir übrigens auch nicht.
Darauf sehen die Milchlachen, die ich jede Nacht hinterlasse, nämlich irgendwie… unschön aus)

Dein Gewicht:

3770g (=+560g zum Geburtsgewicht)

Deine Kleidergrösse:

50

Windeln:

New Baby Größe 1

Geschwisterliebe:

Tiffy geht nach wie vor sehr liebevoll mit Dir um.
„BEBI KÜSSA“ höre ich circa 2000 Mal am Tag.
Gefolgt von „BEBI AAM!“ (1500 Mal) und „BEBI GUKA!“ (1499).
Dabei nimmt sie leider wenig bis gar keine Rücksicht auf Deinen Schlaf.
Ich bin den halben Tag damit beschäftigt, sie von deiner Wiege fernzuhalten und „BEBI KÜSSA/AAM/GUKA“ Attacken abzuwehren.
Sie ist ausserdem Stillkissen-Beauftragte und schleppt es mir überall hin hinterher.
Wenn Du weinst, fasst sie pragmatisch zusammen: „BEBI HUNGA MILCH!“ oder „BEBI AUA BAUCH KISSA MAAAAM!“ (Ich übersetze: „Das Baby hat Bauchschmerzen, mach ihr das Kirschkernkissen warm!“)
Einzig und allein bei Deinen Windeln hört der Spass für sie auf.
Wenn ich ihr eine (dreckige) Windel von Dir anreiche mit der Bitte, diese in den Müll zu werfen, guckt sie mich an, schüttelt den Kopf und sagt: „NÄÄÄÄ!“

Produkt der Woche:

Rossmann Babywelt Willkommenspaket

Von Rossmann gab es zur Geburt als Willkommenspaket eine Foto-Erinnerungsbox aus Pappe (bei uns leider als solche nicht mehr nutzbar, da Tiffy leider schneller war als ich…).
Die Box war prall gefüllt mit vielen tollen Produkten für unser Babymädchen und mich 😊

Inhalt:
2x Lansinoh Stilleinlagen
1x Kuscheltuch
1x Babydream extra sensitive Feucht-Comforttücher
1x Weleda „Weisse Malve“ Babycreme für den Windelbereich
1x Probe Garnier Miracle Skin Cream 5ml
1x Carefree plus long
1x NUK Broschüre
1x Humana Broschüre
1x Babywelt Magazin „200 Fragen und Antworten“
1x Startmappe mit Einkaufsratgeber und Couponheft

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Mama Facts:

Mamas Gefühlswelt:

Die Sehnsucht ist nach wie vor sehr groß.
Aber nicht mehr so schmerzhaft, eher wehmütig.
Ich habe mein Schwangerschaftstagebuch beendet, meinen Geburtsbericht so gut wie fertig, morgen werde ich die letzten Bilder unserer Babybauchcollage von unserer Fotografin shooten lassen und ich werde in den nächsten Tagen nochmal mein „End-Schwangerschafts-Update“ hier posten.
Das Geburtsprotokoll, welches ich mir aus meiner Patientenakte abfotografiert habe, habe ich mit 2 Hebammen Stück für Stück durchgekaut.
Ich habe zwar gestern noch daran gedacht, dass Deine Geburt heute vor 4 Wochen angefangen hat, aber ich musste dabei nicht mehr weinen.
Heute war ich noch einmal in der Entbindungsklinik zur Stillberatung.
Auf der Autofahrt dorthin musste ich einmal kurz ein Tränchen verdrücken (das letzte Mal, als ich diese Strecke gefahren bin, lag ich weinend in Embryonalhaltung auf der Rücksitzbank) und auf dem Parkplatz schielte ich mit einem Auge auf den Storchenparkplatz, an dem ich vor 4 Wochen morgens um kurz nach 2 -ihr ahnt es- weinend eine Wehe veratmete.
(Und es ist ganz und gar nicht so, als würde ich immer weinen. Ganz und gar nicht.)
Es wird.

Mamas Körper:

– Auf der Zielgrade zum Thema Heparinspritzen (Termin zur letzten Kontrolle ist in 1 Woche! Dann bin ich freeeeeeeiiiii 🎊🎉🎈!!) habe ich es doch glatt nochmal geschafft, mir auf meinen eh schon komplett zerstochenen Oberschenkel ein wunderschönes Hämatom zu spritzen. Malerisch.
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– Meine Brustwarzen sind weiter in „Bearbeitung“.
Morgen müsste die Creme ankommen, die mir so lieb von add2fam empfohlen wurde.
Ausserdem war ich heute nochmal in meiner Entbindungsklinik zum Stilltreff und habe meine Anlegetechnik (hier und da gab es noch ein paar Verbesserungsvorschläge) überprüfen lassen.
Ansonsten fahre ich tagtäglich alles auf, was ich hier im Angebot habe.

– Die Dammnaht macht keine Mätzchen und verhält sich nahezu vorbildlich.

– Mein Bauch ist im Vergleich zur Kaiserschnittentbindung schon deutlich flacher.
(Flacher im Sinne von „wie man halt 4 Wochen nach der 2. Schwangerschaft in 2 Jahren so aussieht“ – nicht im Sinne von „Ich lauf mal eben eine Runde für Victoria’s Secret“)
Meine Hebamme sagte mir, dass es tatsächlich am Entbindungsmodus liegt. Krass.

– Beim Thema Wochenfluss ticke ich auch wieder anders, als das Lehrbuch es vorsieht.
Statt deutlich MEHR zu bluten als nach der Sectio, ist es viel weniger.
Find ich super. Gekauft.

Mamas Gewicht:

Stillstand +/- 0g = 7,7 Kilo Gesamtabnahme.
(Noch 5 Kilo bis zum Pre-Schwangerschaftsgewicht)

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21 + 4 ODER: Schwangerschaftsupdate

21 + 4: Schwangerschaftsupdate

 

SSW:

22 (21+4)

Schwangerschaftsmonat:

>6.

Schwanger seit:

151 Tagen

Tage bis zur Entbindung:

129 Tage

Nächster Ultraschall:

13.3. (Morgen!Morgen!Morgen!!!!!Mooooooorgeeeeeen!!) – Und ich habe gehörig Muffensausen.
Hoffentlich ist alles in Ordnung, unser Baby hat alle Organe am rechten Fleck und es ist gesund!
Ich weiß auch nicht, warum ich auf einmal solche Angst habe, aber dass morgen ja auch noch Freitag der 13. ist, machts irgendwie nicht besser.

Geschlecht:

Wir sind uns ziemlich sicher, es zu wissen. 😉
Am Montag (9.3.) hatte ich meine Vorsorge und auf mein Betteln und Flehen hin hat der Doc dann nochmal schnell geschallt.
(Eigentlich wollte er erst gar nicht, weil ich am Freitag ja den großen Organultraschall habe und er sich Arbeit ersparen wollte. Fauler Hund.)

Sein abschliessender Kommentar zum Geschlecht: „Ich bin mir ziemlich sicher. Gehen Sie am Freitag mal zum Organultraschall und lassen es sich bestätigen, aber ich bin mir ziemlich sicher!“
Huiii… SO sicher war er sich nichtmal bei Tiffy.
Für den einen Tag behalte ich es noch für mich… Aber nach dem Organultraschall (quasi wenn es „ziemlich sehr sicher“ ist) kommt natürlich nochmal ein extra #TeamPink oder #TeamBlue Post 🙂

Medikamente:

Fragmin P forte, L-Thyrox

Gewichtszunahme:

+ 3,9 Kilo insgesamt (+700g/Vorwoche… Das muss gerade mal aufhören… Biiiitttteeeee!!)

Körperliche Gebrechen:

Steiss, Steiss und…. (um mal etwas Abwechslung reinzubringen….): Steiss!

Ausserdem ganz frisch eingetroffen: Furchtbar juckende und trockene Haut, vor allem am Bauch.
Ich creme und öle und zupfe und mache schon wie eine Blöde, aber so schnell komme ich gar nicht hinterher, wie meine Haut das wie ein Schwamm aufsaugt.
Und *Flupp* schon wieder furztrocken.

Mittlerweile bin ich auch wieder im „Organabquetschmodus“ angekommen. Wenn ich zu lange auf einer Seite liege, drückt es mir die Organe auf der anderen Seite ab und ich kriege wahlweise keine Luft, verspüre stechende Schmerzen oder mir wird schwummerig.
Erwähnte ich, dass Tiffy noch bei uns im Bett schläft und mein nächtlicher Aktionsradius sich daher auf ein Minimum beschränkt?!

Gelüste:

Milchshakes.
Und Rouladen.

Freudige News der Woche:

Seit heute Abend ist Herr Düse zurück und somit ist die Pendlerei ein für alle Mal beendet. 🎈🎊🎉
Jetzt habe ich auch unter der Woche wieder einen Ehemann und Tiffy einen Papa, juhuuu!

Ausserdem kam der Brief aus der Uniklinik bezüglich meiner Heparinspritzen.
Ich weiss noch nicht genau, ob das jetzt in die Kategorie „erfreuliche News“ fällt, weil ich mir trotzdem so meine Gedanken mache… aber in dem Brief stand, dass ich das Heparin jetzt absetzen darf.
Mein Haus-und-Hof Gerinnungsdoc
sagte ja allerdings weiterspritzen.
Doof ist jetzt allerdings, dass mein Gerinnungsdoc plötzlich sehr schwer erkrankt ist und ich nächste Woche einen Termin bei ihm gehabt hätte.
Aber offensichtlich haben sie in der Praxis irgendwo eine Vertretung gefunden (was mich wundert, denn Hämostaseologen, die mal eben Zeit haben, eine komplette Praxis zu vertreten, sind ja nicht so einfach auf der Strasse zu finden)
Nunja, ich werde meinen Termin trotzdem wahrnehmen und dann komme ich zu meiner Drittmeinung. 😉
Jesus, diese Heparingeschichte ist wirklich ein Drama.

Babyfacts:

Mein Baby wiegt beinahe 430 Gramm und misst nicht ganz 28 cm Zentimeter vom Scheitel bis zur Sohle.
Es hat nun die Proportionen eines Neugeborenen, aber es ist ganz dünn, da es noch kein Fett entwickelt hat.
Die Haut des Babys ist noch faltig, da es noch Gewicht zulegen muss um sie auszufüllen.
Die Lippen sind ausgeprägt und die Augen fast fertig, nur in der Iris fehlen noch die Pigmente. Die Bauchspeicheldrüse, unverzichtbar für die Hormonproduktion, wächst stetig.
Die ersten Anzeichen der Zähne zeigen sich in diesem frühen Stadium, in Form von kleinen Zahnknospen unterhalb des Kiefers.
(Quelle: babycenter.de)

Zum Vergleich: Das Baby ist so schwer wie eine Mango

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Bild: pixabay.com

Schwangerschaftsprodukt der Woche:

DM Glückskind Willkommensgeschenk.

Ich habe mich natürlich gleich wieder voller Vorfreude in vielen Babybonus-Clubs angemeldet.
Die Coupons und Aktionen, die man im Laufe der Schwangerschaft und der ersten Lebensjahre erhält, sparen echt eine Menge Geld und viele kleine Pröbchen gibts ausserdem obendrauf. 🙂
Den Anfang macht dm.
Das Willkommensgeschenk im „Glückskind“ (ehemals „Babybonus“) ist eine handgefertigte Mutterpasshülle mit Infobroschüren und einem kleinen Couponheft.
Als ich mit Tiffy schwanger war, lag ausserdem ein 10% Gutschein bei – den haben sie mittlerweile wohl gestrichen. Haben wohl zu viele so wie ich für ihren Monstereinkäufe eingesetzt. 😉

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Bauch:

Schwanger. 🙂

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18 + 4 ODER: Happy Heparin

18 + 4 ODER: Happy Heparin

 

Fragmin P-Forte.

Ein Drama in 4 Akten:

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Heute widme ich einen ganzen Post meiner pieksigen Hass-Liebe: Den Heparin-Spritzen.

In der letzten Schwangerschaft haben sie mich ab dem TF bis kurz vor den Kreißsaal begleitet… Ich habe mir also knapp 300x unter Fluchen und Heulen zähnezusammenbeissenderweise dieses Teufelszeug (in Form einer Fertigspritze) wahlweise in Bauch oder Oberschenkel gerammt.

Als ich mich damals vorab zum Arztgespräch in meiner Entbindungsklinik vorgestellt habe, wurde auch ein Auge auf die Befunde der Gerinnungsambulanz geworfen.
Auf die Frage: „Warum spritzen Sie eigentlich Heparin?“ konnte ich ausser „Weil der Doktor es mir sagt..?“ nur Vermutungen anstellen.
Der Gerinnungsarzt ist nämlich nicht so der patientenorientierte Typ und als ich die ersten 3 Male dumme Antworten auf meine gestellten Fragen bekommen habe, habe ich resigniert und fortan jegliche Kommunikation auf „Hallo“ und „Tschüß“ beschränkt.
Ich hatte keine Kraft dazu, mich mit ihm auseinanderzusetzen.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Meine Entbindungsklinik war fest davon überzeugt, dass eine Heparingabe bei mir völlig überflüssig wäre und es keinerlei Indikation für eine Aufrechterhaltung ebendieser gebe.
Ich solle mich doch gerne in der hiesigen Uniklinik vorstellen und mir eine 2. Meinung einholen.
Das war etwa 3-4 Wochen vor Tiffys Geburt.
Durch die ganze Aufregung mit der Plazentaschwäche, ihrer Unterversorgung und meines eh schon bis aufs letzte strapazierte Nervenkostüms wollte ich dann alles, ausser eine 3.,4.,5. Arztmeinung hören und mich vollends bekloppt machen zu lassen.
Ich durfte -nach Rücksprache mit meinem Gerinnungsarzt- die Heparinspritzen ca. 1 Woche vor dem geplanten Kaiserschnitt absetzen und wurde mit den Worten:
„Wir sehen uns zur nächsten Schwangerschaft wieder. Sie haben ja eigentlich nichts!“
entlassen.

Ich hatte damals wirklich keine Kraft, mich über irgendwas aufzuregen.

Diese Schwangerschaft begann ja auf wundersame Weise „ohne alles“. – also auch ohne Heparin.
Mein Gyn schickte mich aber doch mal bei meinem Gerinnungsarzt vorbei, um mich „nochmal vorzustellen“.

Da schwante mir schon böses.

Das Vorstellen ging damit los, dass er mir ans Bein pinkelte, warum ich nicht „unschwanger“ gekommen bin.
Noch voller Elan und mit all meinem gebündelten Hass auf jede einzelne der stumpfen Nadeln habe ich ihn dann (mit der Kraft von 1000 Sonnen) zurückbepinkelt.
Wenn man mit mir nämlich redet, mache ich auch brav alles mit.
Jeden Scheiss.
Wirklich wahr.
Aber wenn man seine Patienten mit der Überheblichkeit eines Schwerlastkrans als unfähige, unmündige, unwissende Lemminge behandelt indem man einfach GAR NICHT kommuniziert (warum auch… Diese dummen, einfältigen Dinger verstehen doch eh nichts…) dann dürfen einem selber natürlich keine Fehler passieren.
Zum Beispiel vergessen zu sagen, dass ich nach der Entbindung nochmal kommen soll.
(Um bei der Wahrheit zu bleiben waren seine Worte beim Abschied sogar: „Sie brauchen nach der Entbindung nicht nochmal wiederkommen. Sie haben ja nichts!“ – Seine Helferinnen waren selbst erstaunt und haben sich noch 3x rückversichert)
Tja, hat die dumme Patientin leider aufgepasst.
Dü-düm.

Als mich die freudige Nachricht ereilte, dass ich wieder im Club der spritzenden Heparinopfer aufgenommen wurde und mir die erste Spritze kreischenderweise in den Oberschenkel gerammt habe, kamen mir die Worte aus meiner Entbindungsklinik wieder in den Sinn.
„Uniklinik… Gerinnungsambulanz… Zweitmeinung…“
*Zack* zum Hörer gegriffen und kaum sind 9 Wochen vergangen, hatte ich heute schon meinen Termin. 😉

Nachdem ich den Weg in die Untiefen dieses monströsen Labyrinths letzte Woche schonmal „trocken“ geübt habe, hat heute alles tiptop geklappt.
Und kaum hatte ich das richtige Parkdeck am richtigen Turm in der richtigen Ebene, kam ich dann auch zu der Tür zu den Aufzügen, die mich in den richtigen Flügel, zur richtigen Ebene, an die richtige Leitstelle (!!!!!) führten.
Dort schnell ein Nümmerchen gezogen und brav gewartet, bis ich dran war, um meine Versichertenkarte abzugeben und mich „anzumelden“.
Um es mal einfach zu sagen:
Alter nee, solche riesen Krankenhäuser sind nichts für mich.

Nachdem ich meinen Patientenbogen dann brav in Gang 37 hinter der Glastür 3x rechts und einmal scharf links abgegeben habe, durfte ich weiter vorrücken…
Der nächste Wartebereich war „den Weg wieder zurück aber dieses Mal bitte an der Fensterfront platznehmen, Sie werden dann aufgerufen!“
Glücklicherweise fand der Aufruf (Übrigens ohne jegliche Nummernzieherei… Tststs… Unorganisierter Schlamper-Laden! 😉) ziemlich zügig statt und noch bevor Tiffy sämtliche Ausleg-Exemplare vom „Uniklinik-Magazin“ in mikroskopisch kleine Teile zerlegt hatte.

Ich plauderte kurz mit der Ärztin, legte ihr meine Befunde vor und erzählte meine „Geschichte“.
Sie notierte fleissig und sagte dann gleich:
„Also wir sehen das hier etwas anders als Doktor xyz und geben in diesen Fällen kein Heparin. Sie haben ja nichts. (Ach…. ECHT?!!! So oft wie im Zusammenhang mit meiner Blutgerinnung habe ich das noch nie gehört. Noch nie. Warum, zum Teufel MUSS ICH DANN SPRITZEN????). Ich nehme Ihnen jetzt Blut ab, wir untersuchen das „auf alles“ ganz ausführlich und dann bekommen Sie in 2-3 Wochen einen Brief, in dem zu 99,9% steht, dass Sie das Heparin absetzen können.“

Aha.
Echt jetzt?
So einfach?!

12 Kanülen Blut später stand ich dann wieder hinter der Glastür 3x links.
Ein bisschen verwirrt, ein bisschen sauer, ein bisschen erleichtert – mit dem Plan in der Tasche, den Brief mal abzuwarten und dann mit meinem Gyn besprechen, was ich weiter mache.

Ausflippen kann ich dann ja immer noch.

Ist ja noch massig Zeit.

10 + 1 ODER: Des Wahnsinns fette Beute

10 + 1 ODER: Des Wahnsinns fette Beute

Einige unsortierte Gedanken in noch unsortierteren Reihenfolge:

– Unser kleines Gummibärchen wächst und gedeiht
– Heparinspritzen brennen nicht nur wie Salzsäure, die Spritzen enthalten sogar welche (um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, muss ich erst zum 2. Mal Schwanger sein…)
– Meine Motivtortenkarriere steht noch gaaaanz am Anfang. Am Anfangeriger geht fast nicht.
– Ich werde zukünftig alle Kleidungsstücke meiner Tochter an ihr festbinden, verschweissen oder ankleben
– In der 11. SSW kann man schon eine ordentliche Kugel schieben
– Weihnachten kommt immer so plötzlich
– Es bringt nichts, am Sonntag die Bude schon auf Vordermann für die Feiertage zu bringen. Es bringt nichts. Man macht es garantiert noch mindestens 2 Mal.
– Warum zum Teufel ist eigentlich schon wieder Weihnachten?
– Rezepte, in denen steht: Zubereitungsdauer 10 Minuten dauern NIEMALS 10 Minuten. NIEMALS.
– Warum ist mir in dieser Schwangerschaft eigentlich so übel?
– Gah. Es ist so gut wie Weihnachten.

Auf ein paar Punkte möchte ich noch kurz eingehen, bevor ich mich gleich komatös ins Bettchen plumpsen lasse.

1.) Unser Gummibärchen.

Es ist schon wieder kräftig gewachsen und sieht jetzt schon richtig, richtig, richtig menschlich aus. Den Ultraschall habe ich aufgrund zappelndem Kindes auf dem Arm (Fragt einfach nicht…) selber nicht so richtig wirklich mitverfolgen können, was ich sehr schade finde, aber noch blöder wäre es gewesen, wenn Tiffy sich den Kopf an dem Paravent, den sie stetig durch Rütteln bearbeitet hat, eingehauen hätte und wir direkt ins Krankenhaus hätten fahren müssen. So habe ich eben die einmalige Erfahrung eines Vaginalschalls mit 14-Monats-Baby auf dem Arm machen dürfen. Hat auch nicht jeder. 😉 Und beim nächsten Mal ist Herr Düse dann wieder dabei.
Der Doc war sehr zufrieden, alles zeitgerecht entwickelt und er hat sogar schon Hände und Füsse gesehen. Es ist und bleibt ein Wunder. Ein riesengigantomanisches wunderwunderwunderschönes Wunder.
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2.) Heparin.

Ich hasse Heparin.
In meiner letzten Schwangerschaft musste ich bis kurz vor der Entbindung spritzen und weiss nicht mal genau, wieso. Ich wurde dann von dem bezaubernden Gerinnungsarzt 2 Wochen vor der Entbindung mit den Worten: „Sie haben ja nix“ entlassen.
Wenn ich damals nicht eh viel zu schwach und nervlich angekratzt gewesen wäre, wäre das eigentlich der Moment gewesen, dem Typen seine Heparinspritzen dorthin zu jagen, wo die Sonne niemals scheint.
Da ich ja dieses Mal nicht nur ohne die Hilfe der Reproduktionsmedizin, sondern auch ohne die Hilfe von Heparin schwanger geworden und geblieben bin, war ich eigentlich ganz locker bei meinen 4-wöchigen Kontrolluntersuchungen in der Gerinnungsambulanz.
Hätte ich offensichtlich nicht sein sollen.
Ich darf jetzt wieder spritzen. Irgendein Wert (welcher, darf ich erraten oder erwürfeln oder auspendeln… Man spricht ja nicht mit Patienten) „gefiel ihm nicht“ (O-Ton).
Mir reichts.
Habe jetzt einen Termin in der Uniklinik ausgemacht, um mir eine Zweitmeinung einzuholen.
Für „eigentlich haben sie ja nix“ ramme ich mir nämlich nicht jeden Tag Salzsäure ins Bein.
Immerhin ist der Termin auch schon im Februar… Aber besser „als wie“ nix.

3.) Motivtorte

Ich sag nur so viel: Nach 2 Stunden Arbeit an einem Schneemann für meine Weihnachtsmotivtorte sank er in sich zusammen und sieht seitdem aus wie Jabba the Hutt. Ich trage es mit Fassung und Selbstbewusstsein. Jabba the Hutt zu modellieren, muss mir erstmal jemand nachmachen! 🙂

4.) Tiffys Kleidung

Heute war ein straff durchgetakteter Tag. Ich wollte heute morgen nur schnell zum Baumarkt düsen, um eine neue Lichterkette für unseren Weihnachtsbaum zu kaufen (weiß der Geier, wo unsere 30000 schon vorhandenen abgeblieben sind…) um danach noch gaaaaanz kurz in die Apotheke zu huschen, um neue Heparinspritzen abzuholen um dann gaaanz schnell wieder nach Hause zu düsen, um auf GAR KEINEN FALL den Paketboten zu verpassen.
Bis zum Baumarkteingang hat auch alles soweit perfekt geklappt.
An der Kasse fiel mir auf, dass Tiffys Mütze irgendwie nicht mehr da ist. Also nochmal durch den ganzen Baumarkt gerast… 10 Minuten jeden Gang durchsucht… Mütze weg; Düse am Fluchen.
Der nächste freie Parkplatz an der Apotheke war natürlich 30 Kilometer entfernt, die ich dann mit Kind auf dem Arm (wie war das noch gleich mit dem „nicht so schwer heben…“?!) OHNE MÜTZE bei pfeifendem Wind im Halbgalopp zurückgelegt habe.
Spritzen geholt… Muddi glücklich… Zurückgehechtet… Nach Hause gerast… Festgestellt, dass der DPD-Mann vor 10 Minuten da war und niemand im Haus mein Paket angenommen hat. Vor Wut geschäumt.
Die 10 Minuten gehen auf Tiffys Mützen-Konto!!
Und es war so eine schöne Mütze.
In rosa.
Von Steiff.
😢

5.) Weihnachten und so

Jaja, Weihnachten. Es ist jedes Jahr das Gleiche.
In diesem Jahr habe ich mir eine bombensichere To-do Liste mit Zeitplan aufgestellt.
Super Sache.
In der Theorie.
Mit Kind nicht mal in der Theorie.
Ich kann verkünden:
Nachdem die Liste extrem zusammengestrichen und mit vielen *Sternchen versehen wurde, habe ich es doch ganz gut hinbekommen.
Zumindest habe ich meine geplanten Backwerke fertig stellen können.
Zwar in nicht ganz so entspannter Atmosphäre und nicht ganz so akkurat wie gewünscht, aber sie sind fertig.
Hier mal 2 meiner letzten Werke, die gerade eben fertig geworden sind:

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6.) Gummibärchens Geheimidentität

Morgen ist es vorbei mit der Geheimniskrämerei.
Morgen erfährt meine Familie von der Existens unseres kleinen Wunders.
Sie kommen morgen Nachmittag schon angereist und wir haben ein kleines Fotobuch gestaltet, wo wir Monat für Monat ein Bild von Tiffy reingestellt haben. Nach dem Bild „14 Monate“ folgt ein „To be continued…“ und die Ultraschallbilder.
Ich fühle mich ein kleines bisschen wie das kleine Mädchen, dass etwas zu beichten hat. Ich weiß nämlich noch nicht ganz, wo ich ihre Reaktionen einordnen soll. Ich bin richtig aufgeregt. 🙂

So… Und nun wird hier aber ganz schnell das Licht ausgemacht… Mir fallen die Augen schon beim Schreiben zu… Gute Nacht!

36 + 3

36 + 3

Danke für eure beruhigenden Worte….
Ich kann ja eh nichts anderes machen außer abzuwarten…
Habe für Mittwoch früh einen Termin beim Doc… Mal gucken, was der sagt.
Aber wie ich ihn kenne, wird er mich untersuchen, beruhigen und auf den anderen Arzt schimpfen.
Mich beruhigt ja irgendwie, dass Püppi nie „Stillstand“ hatte, sondern laut seinen Messungen immer zugelegt hat.
Und als sich der Doc das letzte Mal meine Plazenta angeschaut hat, war alles Tutti.
Da hat er sogar gesagt: „Aber geraucht haben Sie vor der Schwangerschaft nie viel…“ und das war KEINE Frage.
Ich hatte wohl gar keine „Infarkte“ in der Plazenta, was er als sehr lobenswert erachtet hat.
Also.. Abwarten und Tee trinken ist angesagt.
Am Mittwoch bin ich schonmal schlauer denke ich.
Und Mittwoch ist ja schon übermorgen.
Und unsere Püppi ist unsere kleine Kämpferin… Unsere Heldin.
Die schafft das.
Die hat schon ganz anderes geschafft

Ansonsten kann ich einen Teilerfolg verbuchen.
Ich hatte heute wieder allmonatliches Blutabnehmen in der Gerinnungsambulanz.
Sowohl mein Doc als auch der Doc im KKH haben mir ja gesagt, ich soll das Heparin absetzen.
Haha.. Tell me more…
Wenn es nach mir gegangen wäre, würde ich das schon seit Wochen nicht mehr spritzen.
(Meine Oberschenkel sind schon völlig zerstochen und verhärtet und überhaupt…i moaaaag nimma!)
Aber mein Gerinnungsarzt war immer der Meinung, dass ich, obwohl ich nix habe, weiter Spritzen soll.
Meine Besuche liefen stets gleich ab:
„Ahh… Hallo Frau Düse! Werte sehen gut aus… Sie haben ja nix! Haben Sie noch genug spritzen? Alles klar, dann einmal Blut abnehmen und wir sehen uns in 4 Wochen wieder…“

Soooooo.
Jetzt hab ich ja die verschärfte Problematik mit der PDA.
Mein Wunsch wäre es ja, auf den natürlichen Wehenbeginn zu warten und dann zu schauen, was man macht.
Spontangeburt oder Sectio.
(Es sei denn, beim nächsten Termin im KKH gibt es eine Kontraindikation für das eine oder andere)

Und wenn es dann zu nem KS kommt, dann steh ich da mit meinem Talent.
Nach Heparingabe darf man 12-24 Stunden keine PDA/Spinale bekommen, weil es sonst zu Einblutungen im Rückenmark kommen kann.
D.h. wenns blöd gelaufen wär, wäre dann TOP 1 meiner schlimmsten Geburtsszenarien eingetreten… Kaiserschnitt in Vollnarkose.

Im Vorfeld zu dem Termin heute, hab ich mit mir selber ausgemacht, dass ich dann auf natürlichen Wehenbeginn (ohne das Wort mit „sch….“ benutzen zu wollen…..) … „verzichte“ und einen KS Termin ausmache.
Dann setz ich 24 h vorher das Heparin ab und ich werde wenigstens nicht vom Planeten gebeamt und bekomme dann gar nichts mehr mit.

Heute lief mein Gespräch in der Gerinnungsambulanz dann so ab:
„Aaaah… Hallo Frau Düse! Alles klar? Werte sind gut… 37. Woche?“
„Jupp“
„Wo entbinden Sie? Aaah… Im KKH xyz… Waren sie schon zum Gespräch?“
„Jupp“
„Und, was haben die gesagt? Alles gut?“
„Jupp. Die haben nur gesagt: Was ist mit Heparin? Können Sie das nicht absetzen?“
-Kurzer Blick auf die ihm vorliegende Seite-
„Ja. Setzen sie einfach ab.“

„Nehmen Sie noch die zu Ende, die sie zu Hause haben, und dann gibt’s keine neuen mehr. Wir sehen uns dann bei der nächsten Schwangerschaft wieder.“

Ääähm… Versteh ich nicht.
Verwirrt mich.
Ist mir aber egal.
Meine Spritzen reichen noch ca. bis zum ET… Ich denke, ich werde es in der 40. SSW absetzen.
Ich hatte mit 20 Spritzen kalkuliert.
Und dann nicht mehr weiterspritzen.
Nicht im Wochenbett… Nada.
Niente.
Over and Out.
Die Helferinnen haben mich auch gefragt:
„Wir sehen uns dann zur Abschlussuntersuchung 5 Wochen nach der Geburt…?“
Auf mein verneinen hin, haben die auch nochmal beim Doc nachgefragt und er hat es bestätigt… Keine Nachuntersuchung, kein gar nichts.
Ich bin freiiiiiiiiiiiiiii.
Warum auch immer ich dann bis hierhin Spritzen musste versteht kein Mensch, aber ich habe es aufgegeben, alles verstehen zu wollen.
Vielleicht passte es gut in sein Budget, vielleicht hat er ernsthaft eine Gefahr gesehen (obwohl ich mir dann den leichten „Abgang“ bei aller liebe nicht erklären kann….) – was auch immer.
Es ist mir egal.
Ich habe es für meine Kleine getan.
Schlussendlich ca. 280 Mal.
Ich habe eine riesige Realtüte hier stehen, wo meine ganzen gebrauchten Spritzen drinliegen.
Und ich gucke sie an und denke nicht „OhmeinGottohmeinGottohmeinGottohmeinGottohmeinGooooooooooooott!“ sondern ich gucke sie an, streichele über meinen Bauch und denke:
Püppi, ich hab’s für Dich getan.
Und ich würde es wieder tun.

…. Nichtsdestotrotz bin ich heilfroh, wenn die letzte Spritze versenkt ist.

Die Helferinnen in der Praxis waren übrigens total nett…
Die waren alle „enttäuscht“, dass ich nicht mehr komme und haben gesagt, dass sie doch sooooo gerne Baby gucken wollen.
Ich hab versprochen, mit Püppi vorbeizukommen, sobald sie da ist.
Und die eine Helferin guckte mich nur an und sagte: „Sie sehen so süß aus! Das steht ihnen so gut!“

Hihi… Und wenn ich schon so süß bin () lade ich gleich mal ein Plautzenfoto hoch..
Von meinem kleinen, kompakten Püppikügelchen.
Aber dazu muss ich erstmal wieder in meine Bilder-hochladen-App wechseln.