1 year ago…

1 year ago…

Heute vor einem Jahr…

… hat unsere Fotografin das letzte Bauchbild für unsere Babybauchfotostrecke gemacht…

… Hatte ich GENAU JETZT, um 14:35 Uhr, meine erste Wehe…

… Hatte ich die schmerzhafteste, magischte, ereignisreichste Nacht meines Lebens…

… War ich das letzte Mal „Mama von 1″…

Morgen wirst Du 1 Jahr alt, mein kleines Babymädchen.

Heute vor 1 Jahr hast Du Dich auf den Weg gemacht.

In Gedanken gehe ich den Weg heute noch einmal mit Dir.

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Völlig abgefahren. Mein 2015.

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„Ich glaube 2016 wird ein abgefahrenes Jahr“ sinnierte Herr Düse neulich.
„Wir haben so viele tolle Sachen vor uns! Wir ziehen in unser Haus, wir fahren in den Urlaub….“

„Nee!“ sage ich. „Das wird ein langweiliges, ganz blödes Jahr! 2016 bekommen wir gar kein Baby!“
🙈

Das Jahr 2015 liegt nun hinter uns und ich möchte an dieser Stelle kurz zurückblicken.
Zurückblicken auf die für mich wichtigen Ereignisse in 2015.

2015 war ein gutes Jahr.
Mehr als die Hälfte dieses Jahres war ich schwanger und ich hatte das wahnsinnige Glück, eine wahre Bilderbuchschwangerschaft erleben zu dürfen.
Ich habe nicht übermäßig viel zugenommen, mir war nur am Anfang etwas übel, ich habe mich rundum wohl gefühlt in meiner Haut und -das allerwichtigste- ich habe ein kerngesundes Kind bekommen.
Als wir bei dem Organultraschall erfahren haben, dass wir ein weiteres Mädchen bekommen, habe ich wie auf Wolke 7 geschwebt und konnte mein Glück nicht fassen!
Noch ein Mädchen!
Ich habe geheult vor Freude.
Das Babymädchen hat mir sehr viel verlorengeglaubtes zurückgegeben…
Das Vertrauen in meinen Körper, der anscheinend sehr wohl in der Lage ist, von alleine schwanger zu werden; das Vertrauen in meine Rolle als Frau, ein Kind aus eigener Kraft zu gebären; in meine Rolle als Mutter, dass nicht alle Babys viel weinen und ich irgendwas falsch mache.
Gekrönt wurde es von der Geburt die alles war, was ich mir immer gewünscht habe und doch irgendwie nichts von alledem.

Ich habe meine Tiffymaus größer und größer werden sehen.
Anfang des Jahres noch mein kleines Baby, aus dessen Sichtfeld ich nicht weichen durfte, ist sie heute mein großes Mädchen, dass sich selbstbewusst umdreht und „Tschüß, Mama!“ ruft.
(Auch gerne beispielsweise beim Einkaufen, wenn ich gerade einen randvollen Einkaufswagen durch die engen Gänge buchsiere).
Sie hat sich einen großen Schritt von mir gelöst.
Diese Erkenntnis hat mir das ein- oder andere Mal die Tränen in die Augen getrieben.
Ihr 2. Geburtstag war schon eine richtige „große Mädchen“-Feier.

Wir haben 2015 ein Grundstück gekauft und unsere Unterschriften unter einen Hausbauvertrag gesetzt.
Die Unterschrift für unser Leben als richtig sesshafte Spießer.
So richtig-richtig.
Wir wurden noch 2015 Besitzer einer Bodenplatte.

2015 war auch das Jahr, in dem der Krach mit meiner Schwiegerfamilie neue Dimensionen annahm und zur Atomexplosion mutierte.
Daraus habe ich für mich die Erkenntnis gezogen, dass man im Leben nicht alles reparieren kann. Manches geht kaputt und bleibt für immer kaputt.
Und das ist wohl in unserem Fall tatsächlich besser so.

2015 war ein weiteres Jahr, in dem ich, dem Himmel sei dank, kerngesund war.
(Die Wurzelfüllung lassen wir an dieser Stelle mal aussen vor… 😁)
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal krank war, das muss aber mehr als 10 (! 😳! 😱!!!!) Jahre her sein, denn seitdem ich hier wohne (seit 2005), habe ich keinen Hausarzt.

Schlussendlich ist dieser Blog 2015 ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden.
Die ersten Jahre der Einträge rückwirkend aus meinem alten Online-Forums-Tagebuch kopiert, habe ich in 2015 mit viel Spaß und Herzblut „live“ geschrieben.
Ich habe viele tolle Menschen lesengelernt und würde mich unfassbar freuen, die/den ein oder andere(n) eines Tages einmal persönlich kennenzulernen.
Danke an euch alle, die hier regelmäßig ein- und ausgehen.
Schön, dass ihr da seit! ❤️

Zusammenfassend kann ich sagen:
2015 war ein verdammt abgefahrenes Jahr.

2016… Schnür Deine Eier hoch und zeig es allen!!! – Die Messlatte liegt sehr, sehr hoch.

 

Schwangerschaftsbilanz

Es ist an der Zeit, ein letztes Mal Bilanz zu ziehen und den letzten Beitrag mit „Schwangerschaft“ zu taggen. (😭)
Meine 2. -wunderschöne- Schwangerschaft in Fakten und Zahlen.

Hier ist sie, meine persönliche Schwangerschaftsbilanz:

Dauer der Schwangerschaft: 277 Tage

positiver Schwangerschaftstest: 06.11.2014

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Entbunden: 39 + 4

Gesamtgewichtszunahme: 12,7 Kilo (halb so viel wie beim letzten Mal… 💪😊)

Schwangerschaftsstreifen: 0 (🎉🎊🎈)

Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen: 10

Besuche im Krankenhaus: 4 (inklusive Entbindung)

Termine mit der Hebamme: 4 (inklusive 1x Vorsorge)

Termine beim Osteopathen wegen Steissbeinschmerzen: 3

Termine zur geburtsvorbereitenden Akkupuntkur: 3 (Den 4. musste ich leider, leider aus dem Krankenhaus heraus absagen. 😜 Ich würde es aber auf jeden Fall wieder machen; die Eröffnungsphase ging rucki-zucki bei mir – entgegen der ärztlichen Prognose aufgrund meiner Konisation vor einigen Jahren und daraus resultierendem „verklebten Muttermund“)

Besuche beim Schwangerenschwimmen: 10

Besuche im Geburtsvorbereitungskurs: 0

Im Nachhinein bereute Momente, keinen Kurs mehr gemacht zu haben: unzählige.

Fototermine bei meiner Fotografin: 9 (1x grosses Babybauchshooting, 8x „Step-by-Step“ Bauchcollagenshooting)

Termine in der Gerinnungsambulanz:
10 (9x in meiner Haus-und-Hof-Praxis, 1x in der Uniklinik für eine Zweitmeinung)

Bleibende Erinnerungen: leichte Pigmentflecken auf den Wangen und linea nigra

Verbrauchtes Schwangerschaftskörperöl: 4 Flaschen (1x Hipp, 2x Bellybutton, 1xBübchen Mama Massageöl)

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Bestes Schwangerschaftskörperöl: Bellybutton

Gespritzte Heparinspritzen: ~ 250 (+ Wochenbettzeit „on top“)

Mit Heparin gespritzte Hämatome: Dieses Mal recht spärlich, in etwa 30 würde ich tippen

Gekaufte Packungen Folsäure: 3

Verbrauchte Selbstbräunertücher: ~40 (ich wollte gerne wenigstens mit einem Hauch von „Sunkissed-Teint“ auf den ersten Fotos sein… War wohl nix, ich sehe darauf trotzdem aus wie eine Kalkleiste… Eine Kalkleiste mit verdächtigen braunen Flecken am Hals.)

Nächtliche WC-Besuche: ~150

Schwangerschaftsgelüst Nummer 1: Spaghetti-Eis

Verkniffene Salamis: ~300

Verbrauchte saure-Gurken-Gläser: 0

Verbotene Dinge, die ich getan habe:
– Softeis gegessen
– Haare gefärbt
– schwere Dinge gehoben (schwer im Sinne von: Was Kleinkinder nunmal so wiegen…)

Schönster Moment der Schwangerschaft:
Der Organultraschall in der Uniklinik.
Herr Düse und Tiffy waren gemeinsam mit mir dort und wir haben erfahren, dass Du ein Babymädchen wirst. ❤

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Schrecklichster Moment der Schwangerschaft:
Neben Schmierblutungen am Beginn der Schwangerschaft, bei denen ich mir schon so sicher war, dass Du nicht mehr bei uns bist…:
Der Sturz Ostern und die unfassbare Angst, dass Dir etwas passiert sein könnte.

Angebotene Sitzplätze, aufgehaltene Türen, getragene Taschen, irgendeine winzigkleine Kleinigkeit, einer schwangeren Frau zu helfen: 0 (Armes, armes Deutschland!)

Geshoppte Umstandsklamotten:
– 4x Hosen (1x blaue Skinny Jeans, 1x schwarze Skinny, 1x oliv Skinny, 1 blaue/weiss gepunktete „Fladderhose“)
– 2x Kleider (eins inklusive Stillfunktion)
– 1 beige Longbluse
– 1 blau/weiss gepunktetes Top passend zur Hose
– 2x Leggins (1x in Lederoptik (roaaar 😜, 1x schwarz)
– 2 Wohlfühlhosen (1x grau, 1x schwarz -> zur Entbindung dabeigehabt)
– 3 ultraheisse Umstandsschlüppis

Zerstörte Umstandsklamotten: 2 Jeans aus Tiffys Schwangerschaft.
Im Schritt geplatzt.
Öhm, ja.

Glücksbringer: Mein Stoffstorch

Schlimmste Wehwehchen:
– Übelkeit zu Beginn der Schwangerschaft
– Steissbeinschmerzen
– Sodbrennen
– Zwerchfellschmerzen
– Hämorrhoiden (😑)
– Krampfadern an einer sehr…unschönen Stelle (nach der Entbindung übrigens von 0 auf gleich wieder verschwunden)

Schönste Begleiterscheinungen:
– Phänomenales Haarwachstum
– innerer Frieden (der mich natürlich auch äusserlich NOCH SCHÖNER gemacht hat… 😜)
– der schöne Babybauch
– die zarten Tritte; das Leben in mir zu spüren ❤ (und genau zu wissen, dass ich gerade deine Füsse kitzele in dieser anderen Welt…)

Gesamtstimmung: positiv, glücklich, zuversichtlich

Diese Schwangerschaft hat mich in vielerlei Hinsicht geheilt.
Sie hat mir mein Vertrauen in meinen Körper und in mich als Frau zurückgegeben, sie hat mir gezeigt, wie „einfach“ doch alles gehen kann und wie glücklich man sein kann, wenn man es nur zulässt.
Ich habe natürlich empfangen, das Wunder genossen, es als riesiges Geschenk angenommen und schlussendlich natürlich entbunden.
Dafür bin ich unendlich dankbar.
Danke liebes Babymädchen.
Danke für diese wunderschöne Schwangerschaft. ❤

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39 + 4 ODER: Herzlich Willkommen, kleines Babymädchen ❤

Gestern morgen, pünktlich zum Sonnenaufgang, habe ich unser kerngesundes Babymädchen zur Welt gebracht.
Spontan, ohne PDA, aus eigener Kraft, nach nur 4 Stunden Krankenhaus und 12 Stunden Wehen zu Hause.

Ich bin immer noch sprach- und fassungslos über die Urgewalt, mit der so eine Geburt auf einen niederprasselt und ich muss das erstmal alles verarbeiten.
Mir schwirrt so unglaublich vieles im Kopf herum, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Neben mir liegt ein bezauberndes, perfektes, vollkommenes, kleines Geschöpf, dass mir seit einem Tag die Tränen des Glückes in die Augen treibt.
Sie ist perfekt, ich verliere mich noch und nöcher in ihren Augen, ihrem Geruch, ihren winzigen Füssen.
Mein Babymädchen.
Unser Babymädchen.
Ich bin unendlich dankbar.

Unser Wunder. ❤❤❤

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39 + 3 ODER: Die Kliniktasche.

Die Kliniktasche

Nachdem ich es ENDLICHENDLICH geschafft habe, meine Kliniktasche
soweit fertig zu packen (bzw. obenauf eine Liste mit den Sachen, die „bei Abfahrt“ noch hineinmüssen, zu legen) möchte ich euch mein Sturmgepäck natürlich nicht vorenthalten.

Über die Frauen, die mit einem Jutebeutelchen zur Entbindung kommen, kann ich nur müde lächeln.
(Jetzt ohne Scheiss, das habe ich bei meinem letzten Krankenhausbesuch tatsächlich gesehen.
Dort kam eine Frau tatsächlich mit einem JUTEBEUTEL in den Kreissaal!!! Faszination, Erfurcht und Fassunglosigkeit…)
Könnte mir nicht passieren, ich muss auf jede Eventualität vorbereitet sein.
Nichts ist quälender als der Gedanke, an GENAU DAS eine Teil, das aber leider, leider zu Hause liegt, weil es nicht in das Jutebeutelchen gepasst hat.
(Falls jemand in der Vergangenheit die eine Flugbegleiterin auf dem Vorfeld gesehen hat, die mit weissen Fingerknöcheln mit einem Überseekoffer, einer aus allen Nähten platzender Handtasche und einem sich bedenklich biegendem Crewtrolley zum Flieger eilt – das war dann ich.
Auf einer 2 Tages-Tour.)
Ich finde einfach nicht das richtige Maß.

Mut zum Übergepäck – nein zum Jutebeutel lautet daher meine Devise.

Verteilt habe ich mein Hab und Gut auf 2 Gepäckstücke – einem Koffer für die Wöchnerinnenstation und einer Tasche für den Kreissaal.
Wer noch Ergänzungen hat, immer her damit. 😉

Kreissaaltasche:

– dicke Socken (kalte Füße sollen ja wehenhemmend sein, obwohl ich bei den derzeitigen Temperaturen da keinerlei Bedenken habe…)
– Badeschlappen
– Bademantel
– Jogginghose
– 1x Hoodie (falls mir zu kalt wird… Haha)
– langes Shirt
– Bikinioberteil (falls ich in die Wanne gehe fühle ich mich dann nicht ganz so nackt)
– Sprühwasser
– Massageöl
– Handcreme
– Tempos
– Brille
– Kontaktlinsenmittel
– Kontaktlinsenbecher
– Haargummis
– Deo
– Labello
– Feuchtes Toilettenpapier
– Schaf (ein Plüschschaf, dass ich von meiner Mama vor Tiffys Geburt geschenkt bekommen habe, damit ich für die Wehen etwas zum „reinkneifen“ habe.
Dazu kam es dann ja nicht. Wir versuchen es erneut. 😉)
– Glücksstorch (mein Glücksbringer während der gesamten Schwangerschaft)
– Schokolade
– 1 Piccolo
– Gummibären
– Traubenzucker
– Cola
– Mutterpass
– Geldbeutel
– PDA- Bogen

Koffer:

– Badeschlappen
– Handtücher
– Einweg Waschlappen
– Deo
– Zahnbürste
– Zahncreme
– Gesichtscreme
– Duschgel (ph- und geruchsneutral, um das Babymädchen an meinen eigenen Geruch zu gewöhnen)
– Bodylotion (ebenfalls ph- und geruchsneutral)
– Brustwarzencreme (ich denke schaudernd an meine ersten Tage als Stillmama zurück)
– Shampoo
– Haarspülung
– Haarkur zum Sprühen
– Haarspray
– Trockenshampoo (das war nach dem Kaiserschnitt Gold wert, als ich nicht aufstehen konnte und dadurch bedingt auch keine Haare waschen konnte. Und ich krieg ’ne ausgewachsene Meise bei ungewaschenen Haaren.)
– Brillenputztücher
– Kontaktlinsenmittel
– Kosmetikspiegel
– Haarbürste
– Makeupentfernertücher
– Nachthemd (mit Stillfunktion)
– Still-BH
– Schlüppis
– Jogger
– Still-Shirt
– Socken
– Taschentücher
– Desinfektionsspray (ich bin da ein bisschen pingelig. Alles wird erstmal desinfiziert, bevor ich es anfasse/mich draufsetze/reinsteige)
– Handcreme
– Labello
– Wattestäbchen
– Kamera
– IPhone Kabel
– Verlängerungskabel (Ja, richtig gelesen. 😊
Die Steckdosen sind nämlich sehr weit weg vom Bett. Hätte ich Herrn Düse nach meinem Kaiserschnitt nicht im Familienzimmer gehabt, hätte ich mein Telefon nie laden können. Und das kann ja kein Mensch wollen. 😉)
– Geld (kann man immer gebrauchen)
– Geschenk für Tiffy
– Steiff-Häschen für das Babymädchen (dann kann es direkt einen Bezug dazu aufbauen und so)
– Stammbuch
– Bifis (eeeeeendlich gibt es dann wieder Salami!!!)
– Gummibärchen
– Makeup
– Puder
– Mascara
– Kajal
– Lidschatten
– Pinzette
– Nagelfeile
… Nunja, ich habe es auf jeden Fall dabei.
Ich hätte theoretisch die MÖGLICHKEIT, es zu benutzen. ☺
Mal gucken, ob meine Kraft dann letztlich über die Anwendung von Tagescreme hinausgeht.

 

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38 + 5 ODER: Freitags-Füller #328

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Freitags-Füller

Es ist (gerade noch so 😉) Freitag und damit wieder Zeit für den allwöchentlichen Freitags-Füller!
Wer mitmachen will, klickt hier
und kommt direkt zu Barbaras Fragen der Woche.

 

1. Ich möchte, dass sich das Babymädchen noch etwas Zeit lässt.

2. Wenn mir jetzt die Fruchtblase platzen würde, käme mir das zu plötzlich.

3. Wenn mein Leben eine Fernsehserie wäre, hätte sie den Titel „Fall down seven times, stand up eight“.

4. Die Ausmaße meiner Kliniktasche sind mal wieder unfassbar.

5. Die Rumpelecke/schublade in meinem Haus ist eher ein Rumpelzimmer. Oder auch zwei.

6. Die Geburt. Tja, da muss ich durch.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett, morgen habe ich einen Familientag geplant und Sonntag möchte ich (ich ersetze an dieser Stelle „möchte“ durch „muss“…) aufräumen. (Und ein Spaghettieis.)!

38 + 5 ODER: Exklusivzeit

38 + 5 ODER: Exklusivzeit

Bild: Pixabay.com

Mein geliebtes Tiffy-Mäuschen!

In den letzten Tagen habe ich mich immer häufiger gefragt, wie lange wir wohl noch unsere „Exklusivzeit“ miteinander verbringen werden.
Unsere exklusive „Mama und Tiffy Zeit“, die es jetzt seit nunmehr 21 Monaten gibt.
Die Uhr läuft unermüdlich weiter…

Vor 21 Monaten hast Du mein Leben auf den Kopf gestellt.
Bist mit dem Popo voran hineingerutscht und seitdem ist nichts mehr so, wie es einmal war.
Du hast mich verändert.
Du hast mich zur Mama gemacht.
Du hast Papa zum Papa gemacht.
Du hast uns zu einer Familie gemacht.

Mit Dir haben wir das erste Mal das Wunder einer Schwangerschaft erlebt, jeden einzelnen Tag Deiner Entwicklung verfolgt, die zarten Tritte aus einer scheinbar anderen Welt gespürt.

Mit Dir haben wir das Wunder der Geburt zum ersten Mal erlebt; haben am eigenen Körper gespürt wie es ist, sich von einer Sekunde auf die andere unsterblich zu verlieben.

Durch Dich haben wir Erfurcht und Respekt vor dem Leben ganz neu kennengelernt.

Durch dich haben wir gelernt wie es sich anfühlt, vor Erschöpfung im Stehen einzuschlafen und am Ende seiner Kräfte zu sein.

Du hast uns gezeigt was es heisst, bedingungslos zu lieben und wie es ist, vor Glück zu weinen.

Wir haben durch Dich gelernt, dass alles, was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben oder für „falsch“ oder „richtig“ angesehen haben, plötzlich keine Wertigkeit mehr hat, wenn es Dir damit nicht gut geht.

Du hast uns in diese neue, andere Welt geführt, von der wir vorher nichtmal wussten, dass sie existiert.

Du wirst immer diejenige bleiben, mit der wir diese vielen ersten Male zum ersten Mal erleben durften.

Es ist momentan noch unvorstellbar für mich, dass ich meine Liebe zu Dir bald schon teilen werde.
Dass ich ein zweites kleines Babymädchen genauso lieben werde, wie ich Dich liebe.

Und, meine geliebte Tiffy, Mama verrät Dir ein Geheimnis:
Mama hat Angst.
Angst davor, dass sie das Babymädchen erst gar nicht so lieben kann, wie sie Dich liebt.
Angst, dass Du untergehst.
Angst, dass das Babymädchen untergeht.
Angst, dass Mama und Papa untergehen.

In Mamas fulminantesten Alpträumen stehst Du mit gesenktem Kopf abseits am Wegesrand und bist traurig.
Groß bist Du geworden.
Und Mama bekommt davon nichts mit, weil sie zu sehr mit dem Babymädchen beschäftigt ist und bei dem Versuch, es irgendwie allen Recht zu machen, scheitert.

Mein geliebtes Mäuschen:
Du bist wirklich und wahrhaftig groß geworden.
Aber niemals würde Deine Mama auch nur einen einzigen Tag verstreichen lassen, ohne dankbar zu sein, dass es Dich gibt.

Kein einziger Tag wird je vergehen, an dem ich nicht vor Glück zerplatze, wenn ich in Deine kleinen Augen blicke.

Kein einziger Tag, an dem ich Dir nicht mindestens 10 Mal sage, dass ich Dich liebe und dass Du wunderhübsch bist.

Kein einziger Tag, an dem ich Dich nicht unendlich liebe.

Kein einziger Tag.

Ich wünsche mir, dass es Dir gut tun wird, große Schwester zu werden.
Dass Du genauso verrückt nach unserem Babymädchen sein wirst, wie Du es jetzt bei fremden Babys schon bist.
Dass Du, obwohl Du noch so klein bist, verstehst, dass Mama Dich nienieniemals weniger lieben wird, nur weil auf einmal ein Baby da ist.
Dass Du niemals weinen musst, weil Du nicht mehr die Einzige sein wirst und all die Aufmerksamkeit, die Du von allen bekommst, künftig teilen musst.

Meine geliebte Tiffy:
Schon bald beginnt eine neue, exklusive Zeit.
Die von Mama, Papa, Tiffy und dem Babymädchen.

Ich liebe Dich.
Deine Mama ❤