#12 von 12 – März 2017

#12 von 12 – März 2017

 


Es ist Sonntag.
Gestern war ich zum ersten Mal seit langer, langer Zeit mal wieder auf der Geburtstagsfeier einer Freundin.
Es war spät.
Das Babymädchen weckt mich zum Dank statt wie gewohnt um 08:15 Uhr um 06:45 Uhr.
Beim Blick auf mein Handydisplay entfleucht mir ein „Grmpf“.
Herr Düse kräht von der anderen Bettseite aus: „MODDA, DU ALTES PARTYLUDER!!„.

Mein Humor ist um diese Uhrzeit skalentechnisch noch im zweistelligen Minusbereich.

#1 von 12

Tiffy bringt mir eine selbstgebaute Pistole ans Bett.
Sie ist so ein weitsichtiges Kind.

 

#2 von 12

Wochenendfrühstück, ik liebe Dir.

 

#3 von 12

Ey voll gesund, äääächt man! ✌
(I ❤ Geramont Scheibenkäse)

 

#4 von 12

Entenfuss-Tutu-Gummistiefelprinzessin
(alias Einschuhküken)

 

#5 von 12

Während die Mädels draussen matschen und toben, streiche ich meine DIY-Gewürz-/Bücherregale an. 😉

 

#6 von 12

Anschliessend wird drinnen noch ein wenig ge“MAAAALZ“ (gemalt. Wortschöpfung © by Babymädchen) und Feuerwehrmann Sam Sticker eingeklebt. (Tiffy)

 

Nach dem Mittagessen geht es auf grosse Reise:
Mein Onkel feiert seinen 80sten Geburtstag und wir treten die rund 200 Kilometer lange Reise mit 2 von mir gebackenen Torten (transportsicher und hoch professionell verpackt in einem Wäschekorb), 2 DM Tüten voll Kinderbespassungsutensilien und diversem mehr an.

 

# 7 von 12

Das Babymädchen macht einen kurzen Mittagsschlaf im Auto.
Nach etwa 2/3 der Strecke fahren wir rechts ran und gönnen uns eine kleine Stärkung.

 

Bei meinem Onkel angekommen, treffen wir neben meiner Tante & meinem Cousin noch auf meine Eltern & meinen Bruder.
Dann gibt es endlich den Kuchen. Voilà, da isses, mein Meisterstück:

#8 von 12

Die „8“ ist ein Apfelpudding-Biskuit und die „0“ ein Schwarzwälder Kirsch Kuchen.

Anschließend gehen wir zum Verdauen etwas raus auf den Spielplatz 😉

 

#9 von 12

Muddi muss erstmal ne Runde Schaukeln.

 

#10 von 12

Tiffy hat keinen Mittagsschlaf gemacht und schläft noch vor dem Abendessen auf meinem Arm ein.
Ich lege sie ins Bett meines Cousins und kuschele sie ein.

 

#11 von 12

Meine Tante hat Eintopf gekocht – nom, nom, nom.
(Das war übrigens der von mir gewünschte „kleine Teller“. Tanten sind offenbar in der Hinsicht wie Mütter 😉)
Gegen 20 Uhr treten wir den Rückzug an.
Ich trage Tiffy auf Samtpfötchen mit angehaltener Luft ins Auto, die mir daraufhin hellwach erklärt, dass sie gerne noch Abendbrot bei Tante & Onkel Düse gegessen hätte.
Ähm…. ja.

 

#12 von 12

Ich baue schnell auf der Mittelarmlehne der Rücksitzbank ein provisorisches Fingerfoodbuffet, bestehend aus Knoblauchbaguette, Knäckebrot, Salzbretzeln und Kirschschorle, auf.
Gelernt ist gelernt.
Das Babymädchen schlät nach 10 Minuten tief und fest; Tiffy guckt die restliche Zeit alle 795 Folgen „Peppa Wutz“. 😉

Gegen 22:20 Uhr sind wir wieder zu Hause und wandern direkt ins Bettchen.
Gute Nacht! 🤗

….Alle 12e findet ihr wie immer bei „Draussen nur Kännchen“. Viel Spaß!

18 Monate Babymädchen


18 Monate Babymädchen 

(16.01.2017-15.02.2017)

Deine Größe:

88cm

Dein Gewicht:

12,1 kg

Deine Klamotten:

86/92

Deine Windeln:

Pampers Babydry Größe 5 /Rossmann Babydream Größe 5

Deine Schuhgröße:

23

Essenstics:

(Na? Wer musste jetzt auch 3 Mal lesen, bis er das Wort entziffert hat? 😂🙈 Mir ging es jedenfalls beim Korrekturlesen so… „Häääää? Was hatse da geschrieben, die Düse von gestern? ESSENTIALS???“ 🤔)

– Du isst fein säuberlich den Belag vom Brot/Brötchen.
Egal ob Frischkäse oder Marmelade… alles wird akribisch abgepult (!) und zurück bleibt meist nur ein picobello sauberes, ausgehöhltes Brötchen.

– Beim gemeinsamen Frühstück forderst du mit Fingerzeig auf das „Premium Cornichons“-Glas Deine persönliche Gewürzgurke ein und drapierst sie genauso auf Deiner Brotscheibe, wie Mama es immer tut. Allerdings…äh… im aufgeklappten Zustand. So süss ❤❤

Sports and Athletics:

Du stellst dich irgendwo drauf (wahllos. Hauptsache einer Erhebung. Regal, Bett, Fussbank, neulich sogar ins Töpfchen!!!!) und „zählst“ an: „EIN, EIN, EEEEIIIIIN“

Bei „EEEEIIIIIIN“ hüpfst Du dann todesmutig hinunter.
Um sofort wieder Anlauf für den nächsten Sprung zu nehmen.

… Und das von einer, die sich vor 2 Monaten noch nicht getraut hat, alleine aus dem Bällebad zu steigen, weil die Stufe zu hoch war. 😆

Fashion & Lifestyle:

Du bist ein richtiges Meeeeedchen, denn Du bist verrückt nach Schmuck.

Bling bling, every time I come around yo city… BLING BLING 😎💍

– je mehr BLING, desto besser.

Du schleichst Dich mehrmals täglich (!) als unbearmreiftes Babymädchen in meine Ankleide und kommst in Wolle Petry Gedenkmanier mit 7000 Armbändern an beiden Armen wieder heraus. Oder wie Marijke Amado sagen würde: „Und hier kommt für Sie: Das Babymädchen als Wolfgang Petry – Ab durch die Zauberkugel!“ 

-Das ist Wahnsinn. (Hölle, Hölle, Hölle!)

Das ist Neu…:

– Auf einmal nimmst Du einen Schnuller🤔
Oder um es mal laut auszusprechen:
HUÄÄÄÄÄÄÄÄ????
Eiferst du jetzt Deiner grossen, schnullersüchtigen Schwester hinterher oder ist tatsächlich nach 1,5 Jahren die Liebe zum Kautschuk-Brustersatz entflammt?
Was immer es auch sein mag, es ist auf jeden Fall eins:
Sehr verdächtig. 🤔

– Du kannst jetzt Purzelbäume machen. So sweet. ❤

Kommjunikäschn:

– Headbanging

Wenn ich dich etwas frage, nickst Du oder schüttelst den Kopf.
Das eröffnet uns völlig neue Dimensionen der Kommunikation.
„Möchtest Du noch ein Brot?“
*kopfnicken* „Mmmmh“
„Mit Wurst?*
*kopfschütteln*
„Mit Käse?“
*kopfschütteln*
„Was möchtest Du dann drauf haben?“
„Da! Ma-La-la!“
*aufdasMarmeladenglaszeig*

Kennt noch einer Flat Eric?
Flat Babymädchen. 😉

– Deine neuesten Wörter:

LAAAAL – Schal
BUCH – Buch
BUCH – Knäckebrot (!)
BAUCH – mit Fingerzeig auf die Schwangerschaftsbilder, die wir im Haus hängen haben
AUCH (Das wohl wichtigste Wort als Zweitgeborene 😉)
MÜLL
MMMMA (Oma. Die Freudentränen in den Augen hat deswegen.)
MMPA (Opa)
ICH (Wahnsinn, wie unfassbar schlau Du bist. Tiffy hat in dem Alter immer „Du“ gesagt, wenn sie „ich“ meinte. Und die war schon verdammt schlau. 😉)
JA
DIBBE-DIBBE-DA (Die Welt ist elefantastisch…)
BYE-BYE (Englisch. Das Kind spricht Englisch!)

Geschwisterliebe:

Seit neuestem reisst Du Dich darum, mir nach dem Duschen mein Handtuch anzureichen (Bin ich nicht eine arme, arme Mama? Achtung… es kommt noch schlimmer 😉).
Du wartest darauf, dass ich sage: „Oooh… Kannst Du mir bitte mein Handtuch geben?“… dann zupfst Du genau Mamas Handtuch (Du tippst noch auf Papas Handtuch und sagst: „Papa!“) von der Stange und gibst es mir stolz wie Oskar.
Das wirklich Blöde an der Sache ist allerdings, dass Tiffy bisher Chief-Master-of-Towel-Handovering war und sich ihren mühsam erarbeiteten Posten natürlich nicht einfach so mirnichtsdirnichts abluchsen lässt.
Mein Blick aus der Dusche ist eigentlich jeden Morgen immer der gleiche:
2 Paar nackte Mädchenfüsse, die vor der Dusche sitzen und auf ihren Einsatz lauern. In der Hoffnung, die entscheidende Zehntelsekunde schneller zu sein, als die andere. 😂😉
So entfacht jeden Morgen aufs Neue ein handfester Streit darum, wer mir denn jetzt mein Handtuch geben darf.
Meistens weint hinterher einer.
Meistens ich.

Coolness-Factor:

Extremely high.
Du verteilst nämlich „High Fives“ und „Ghettofäuste“ wie nichts.
So richtig mit Moves und Zischgeräuschen hinterher.
Du Hipster Mädchen, Du. 😉

Vom Schlafen und Schüben:

Da isser, der 75 Wochen Schub.
Laut „Oje, ich wachse!“ -der LETZTE. Der allerallerletzte.
Buch zu Ende.
Aus die Maus.

Wärst Du mein erstes Kind, geliebtes Babymädchen, würde ich jetzt feiern und tanzen und sagen:
„Jaaaaaa! Der letzte Schub! Bald ist es vorbeeeeiiii! Ab jetzt wird alles einfacher. Die Nächte werden ruhiger, die Stimmung besser, die Sonne wird ununterbrochen scheinen. Für Dich, für mich, für alllleeeee…“
MÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖP.
Ich weiss es besser.
Es ist sowas von egal, ob dass jetzt der erste, zweite oder dritte Schub ist.
Denn: Ist es nicht der Schub, ist es etwas anderes.
Zähne, Krankheit, allgemeine Unzufriedenheit, das Wetter, Pubertät…
Jedenfalls zieht der 75. Wochen Schub mit Pauken und Trompeten bei uns ein.
Und er ist dabei kein bisschen müde.

Dein Schlaf ist nämlich eine einzige Katastrophe.
Vor halb 10 Abends ist hier nix mit schlafen.
Nix zu machen.
Völlig egal, wann wir ins Bett gehen; völlig egal was wir vorher gemacht haben; völlig egal, wie lange Du Mittags geschlafen hast.
21:30 Uhr und keine Sekunde früher.
Just in dem Moment, in dem ich mich rausschleichen möchte, kommt Tiffy.
Gegen 21:35 Uhr.
Sie möchte dann doch lieber mit bei uns schlafen.

Sie schläft um 21:45 Uhr ein, ich gehe runter.
In meinen Feierabend.
Ich mache mir eine Schüssel mit Süssigkeiten fertig, setze mich mit Herrn Düse auf die Couch und lehne mich zurück…..
stapfe nach oben.
Denn um 22:00 Uhr stehst du weinend am Treppengitter.
Jeden Abend.
JEDEN.
ABEND.
Und dabei kommt doch das Dschungelcamp. 😭😭😭

Von Müttern und Plazenten (ich habe gegoogelt. Das ist wirklich und wahrhaftig der Plural von „Plazenta“. Unbelievable.)

Wir haben seit nunmehr 18 Monaten eine Plazenta im Tiefkühler liegen.
Keinen Kommentar bitte. 🤐😁😂
Wir wollten einen Baum für das Babymädchen darauf pflanzen, hatten aber letztes Jahr zur Pflanzzeit nur eine Baustelle und noch keinen Garten.
#reallifeproblems.
Meine Mutter sagt, als ich mich mit Herrn Düse darüber unterhalte, welchen Baum wir auf die Plazenta pflanzen wollen: :
„Ihgitt! Hört auf, ich muss brechen!“
Woraufhin ich entgegenete: „Das ist doch was ganz natürliches, das hattest Du doch auch!“
Sie: „Ach, echt?“ (sarkastisch)
Ich: „Das ist wirklich total interessant zu sehen, Herr Düse hat sie sich auch angeschaut, ’ne Herr Düse?“
Sie – an Herrn Düse gewandt: „Du Armer, hat sie Dich gezwungen?
Ich erzähle euch gleich mal was von einem Mann, dem sie einen 1,5 Meter langen Bandwurm aus dem Ohr gezogen haben… das ist mindestens genauso ekelig.“

Ich fühle mich irgendwie vor den Kopf gestossen.
Ist traurig das richtige Wort?
Dann vielleicht auch ein bisschen traurig.
Ich bin traurig darüber, dass meine Mutter offensichtlich so empfindet.
Denn ich bin unendlich stolz auf meinen Körper.
Darauf, dass er perfekt gearbeitet hat.
Stolz auf auf das Organ, welches mein Kind mit allem wichtigen versorgt hat; was ihm das Leben geschenkt hat, was es hat wachsen lassen.
Dieses Wunderwerk des Lebens ist also EKELHAFT?
1000 andere Wörte würden mir dafür einfallen (und nein, ich tanze nicht bei Neumond im Tau der grünen Wiese barfuß zu Harfenmusik) aber ekelhaft wäre wahrlich nicht dabei.

Ist nur meine Mutter so?
Oder ist das ein Generationenproblem?
War das damals so? (Aus der Episode: „Das Kind muss nach der Geburt sofort ins Schwesternzimmer, weil die Wöchnerin sich ausruhen muss?“)
Wie sind eure Mütter?
#generationproblems

Mamas Body:

Das Unfassbare ist passiert:
Nachdem ich nun fast 4 Jahre lang (!!!!) durchgehend Still-BH’s getragen habe, war es diesen Monat soweit:
Mein Mann durfte auf den Dachboden kraxeln und DEN Karton herunterholen.
DER Karton, in dem fein säuberlich eine halbe Victoria’s Secrets Filiale untergebracht ist.
Jahaaaaaa….. SIE PASSEN WIEDER!!!
Sogar der wunderhübsche rosane mit der Spitze und den kleinen Perlen drauf.
Ich dachte zwischenzeitlich, er wäre für immer verloren.
Willkommen zurück.

Mamas Stimmung:

Achtung, Achtung:
Es folgt eine Auskotz-Monolog, der an dieser Stelle einfach mal rausmuss.
Wer von euch gerade in super-duper Hooooray-Mood ist, hört am Besten an dieser Stelle auf, zu lesen und ruft laut: „HOOOORAYYYYY!!!“
Allen anderen, die vielleicht eh schon latent genervt sind, gehe ich jetzt noch eben so zum Schluss mit etwas Mimimi auf die Nuss:

So fix und fertig wie momentan war ich irgendwie gefühlt noch nie.
Nichtmal mit 2 unter 2 ohne Kita ohne Hilfe mit ohne alles.
Ich habe momentan das Gefühl, dass ich mich in 1000 kleine Stücke zerreissen muss und dass das schlussendlich doch nicht ausreicht, um jedem hier irgendwie gerecht zu werden.
Jeder zerrt an mir, will was von mir, schreit nach mir.
Mama hier,
Mama da,
Mama dies,
MAMAMAMAMAMA!!!
Ich sitze so gut wie nie länger als 1 Minute am Stück, bevor ich wegen irgendwas/irgendwem aufspringen muss.
Mein Tag beginnt morgens um 7.
Die Kinder schlafen Abends nicht vor 21:30 Uhr.
Dann gehe ich runter und mein Mann lädt die Sorgen seines Tages bei mir ab.
– Er hatte ja seine Ruhe, als ich die Kinder 1,5 Stunden lang ins Bett gelegt habe.
Gegen 23:30 Uhr gehen wir ins Bett.
Mein Kopf sprudelt dann über, ich habe 1000 Sachen zu erledigen und bin zu nichts gekommen.
Donnerstags.
Donnerstags gehe ich eine Stunde zum Sport.
Da habe ich Zeit für mich.
Und danach?
Muss ich mich beeilen; schnell nach Hause stürmen, duschen, mein Abendessen hinunter schlingen, damit es nicht noch später wird, bis ich die Kinder ins Bett bringen kann.
Meistens ist es Donnerstags nach 21:30 Uhr, ehe ich endlich unten bin.
Dann ist mein Mann müde.
Geschafft von der Woche.
Will ins Bett.
Ich hatte wieder keine Zeit für mich.

Mittwochs geht mein Mann zum Fussball.
Er kommt gegen 20:45 Uhr zurück, isst zu Abend und räumt die Küche auf.
Ich habe in der Zeit mit den Kindern alleine gegessen, sie bettfertig gemacht, Sachen rausgelegt, mir schnell was aus dem Schrank gerupft, zwischenzeitlich 1000 Mal „Mamakannstdumachstdukommmaaaganzschnellher“ gehört und bin dann gerade dabei, die Kinder hinzulegen.
Wenn ich ins Wohnzimmer komme (irgendwann gegen 21:30 Uhr) sitzt mein Mann meist vor dem PC und zockt.
Ich würde so gerne auch mal in Ruhe an den PC, ein paar Sachen am Blog machen, mal endlichendlich einen Artikel IN RUHE schreiben, nicht jede Minute aus den Gedanken gerissen werden.

Da muss sich ganz dringend etwas ändern, das geht so nicht.
So gar nicht.

*Motzmodusaus*

Kindermund ODER: Alpträume

Kindermund ODER: Alpträume

Ich bringe Tiffy ins Bett.

Ein schöner Tag liegt hinter uns; ich habe sie bettfertig gemacht und verdunkele gerade das Zimmer.

Ich: „Träumst Du gleich was schönes?“

Tiffy: „Nein!“

Ich (überlege angestrengt): „Mmmh… Träumst Du dann etwa was doofes?“

Tiffy: „Ja!“

Ich (gespielt schockiert): „Oh nein! Wovon denn?“

Tiffy: „Von Dir!“

– Tiffy, 3 Jahre. Steilvorlagen? Kannse.

#12 von 12 – Februar 2017

12 von 12

Mit einem Tag Verspätung gibt es #ausuntenstehendengründen nun meine 12 von 12.

Achtung, Spoiler:
Wir waren krank.
Mich, den Gesundheitsterminator, hat es dahingerafft:
Magen-Darm deluxe.

Es war kein Geschenk, ich sag es euch.
Gott sei Dank hat es die Kinder nicht erwischt sondern „nur“ Herrn Düse und mich.
Reicht mir aber.
Für alle Tage.
Braucht kein Mensch.

Hier kommen nun also die wahrhaft besten, abwechslungsreichsten, aufregendsten, extravagantesten 12von12 des Jahres. 😉😁

Für das blühende Leben klickt euch lieber schnell bei „Draussen nur Kännchen“ rein, dort findet ihr wie immer alle 12e.

Der Tag beginnt, wie die Nacht zu Ende gegangen ist: Auf dem Klo.
Die Wasserflasche in Griffweite.
Ich möchte sterben.

Mein wahnsinnig leckeres Sonntagsmorgenfrühstück:
Ein paar wenige Salzstangen und Kamillentee mit Zucker & Salz. 😷

Herr Düse und ich brechen auf der Couch zusammen.
Die Mädels dürfen Feuerwehrmann Sam in Endlosschleife schauen.
Das Babymädchen ist quasi mittendrin statt nur dabei in Pontypandy.
(Ich höre Stimmen. Meine Schwiegermutter, die ruft: „Nicht so nah an den Fernseher! Komm da weg! Das ist schlecht für die Augen!!“) – Ruhe, Du Stimme.
Mir ist alles egal.
Wenn ich jetzt sprechen muss, breche ich.

Ich schlafe ein.

Herr Düse, der Goldschatz, hat sich aufgerafft und für die Kinder Mittagessen erwärmt.
(zu sagen „gekocht“ wäre an dieser Stelle übertrieben)
Ich schäle mich in meinem Jogger von der Couch.

Das Mittagessen wird schon etwas gewagter als das Frühstück:
Salzstangen, Kamillentee mit Zucker und Salz, eine Banane (!) und eine Apfelschorle (!!).
Ich brauche Zucker, sonst klappe ich ab.
Wir legen uns alle zusammen zum Mittagsschlaf hin und schlafen bis 15:30 Uhr.

Wir schleppen uns eine Runde nach draussen, die Kinder brauchen Auslauf und frische Luft.
Wir sind nach „einmal um den Block“ völlig fertig.

Ich breche auf der Couch zusammen und… richtig… schlafe ein.
Herrn Düse geht es zwischenzeitlich glücklicherweise etwas besser, so dass er Abendessen bereitet und etwas Ordnung schafft.
Im Hintergrund läuft Feuerwehrmann Sam.

Tiffy hält mir beim Aufwachen direkt ein paar Salzstangen unter die Nase.
Full Service direkt ans Bett.

Es gibt Abendessen.
Ein wahnsinnig nahrhaftes Tütensüppchen, in dass ich Unmengen an Salz kippe.
Ein trockenes Brötchen klappt auch schon wieder.
Mir ist allerdings immer noch übel.
Ich zwänge mir mit Mühe und Not einen Teller rein.
(Pfffff… ich, der Scheunendrescher. Die, die diese Mädels verachtet, die nach einer halben Pizza sagen „Ich bin soooo satt!“ Ey, ich bin meist nach einer GANZEN Pizza noch hungrig!!!)
Habe ich erwähnt, dass am Wochenende immer Schlemmzeit bei uns ist?
Da essen wir all die leckeren Sachen, die wir uns unter der Woche aus Figur-taktischen Gründen verkneifen.
Und nun?
Suppe???
Trockene Brötchen???
Salzstangen???
Waruuuuum?? 😭😭

Das Babymädchen is(s)t kerngesund wie man sieht. 😂
#vonmirhatsiedasnicht

Ich bringe die Kinder ins Bett.
Ich schlafe mit ihnen ein.
Ende.

PS: Hiermit bewerbe ich mich übrigens offiziell für die langweiligsten 12von12 seit Bestehen der Aktion. 
Ich will nicht angeben, aber ich reche mit einer Platzierung unter den ersten 3. 😉

PPS: Heute gehts mir (abgesehen von einem trockenen Hals) wieder gut. Ist klar, Schlemmwochenende ist ja nu auch vorbei. 😑)

​49 Wochen Babymädchen 

49 Wochen Babymädchen

(16.06.-22.06.2016)wenn das in dieser Geschwindigkeit weitergeht, überrunde ich mich bald selbst 😉

It’s 4 o’clock in the morning
And it’s starting to get light
Well I’m right where I wanna be
Losing track of time…

Lazard- 4 o’clock in the morning 

Erste Male:

Diese Woche hatte es in sich.
Du bist zum ersten Mal geflogen.

Du hast zum ersten Mal das Meer gesehen.
Du bist zum ersten Mal im Meer geschwommen.
Du hast zum ersten Mal einen anderen Kontinent bereist.

Du hattest Deinen ersten Jetlag.
Du hast Dein erstes Squirrel gesehen.

Sinnbild: Squirrel in Cracker-Tüte

Du hast zum ersten Mal Englisch gehört.
Du hast zum ersten Mal unter diesen furchtbar dünnen Karibik-Bettdecken geschlafen.
Du hast zum ersten Mal am Strand geschlafen.

Unser Florida Urlaub hat begonnen.
Die Anreise war eine glatte 11 auf einer Skala von 1-10.
Nach einer seeeeeehr kurzen, seeeehr gestörten Nacht im Holiday Inn am Flughafen klingelten am Morgen 37 Wecker parallel um 06:15 Uhr.
Geduscht, Kinder noch im Halbschlaf angezogen, schnell die restlichen Sachen der Nacht in unser Auto verfrachtet, ein bisschen Early gebirdet und dann ab ins Taxi zum Flughafen.
Gott sei Dank nur mit unserem schmalen Handgepäck (1 Trunki Koffer, 1 Rucksack, 1 Victoria’s Secret Reisetasche, 1 Buggy und einem Maxi Cosi); den Koffern hatten wir uns ja schon am Vorabend entledigt.
Nach Security (nur der Buggy hat angeschlagen, Hurrraaa!), Passkontrolle und Dutyfree Shopping (früher: 2 Stangen Zigaretten, Sekt, Pafüm// heute: 1 Zeitschrift) wurdest du maulig.
Gestillt.
Eingeschlafen.
In den Maxi Cosi gelegt.
Pünktlich zum Boarding wieder wachgeworden.
Hinter uns in der Schlange ein Truppe junger Mädchen und Jungs die mit Blick auf unser Gepäck feststellen: „Ey, wieso haben wir denn überhaupt Gepäck abgegeben???“
Kriegt ihr erstmal Kinder.
.
.
.
.
.
.
Bitches.
…Und ausserdem geht der Buggy ja schliesslich noch nach unten. *fiktivenponyindieluftpust*

Im Flugzeug selber gab es erstmal eine grosse Wiedersehensparty, denn eine meiner Kolleginnen, die ich seit der Schwangerschaft mit Tiffy nicht mehr gesehen habe, war auf dem Flug und beschenkte Tiffy erstmal reichlich mit Bonbons.

8 Stunden „Trotro“ guckend und 1:45 Stunde schlafend (Tiffy), 2 Stunden schlafend (Babymädchen), 1 Spielfilm guckend (Herr Düse) und 3 Folgen „Modern Family“ guckend (Ich) betraten wir 9:47 Stunden später amerikanischen Boden.
Beide Kinder in der Trage, Handgepäck links und rechts unter die Achseln geklemmt.
Die neue automatische Einreise ignorierten wir aufgrund der Tatsache, dass das Babymädchen ja noch nie in die USA eingereist war.
Watt der Bauer nicht kennt, frisst er nicht… 😉
Wir mogelten uns einfach so lange weiter durch und stellten uns doof, bis wir wieder vor einem altbekannten Immigration-Officer standen.
*Blitz* 4 Fotos später und „Press Index Finger/middle Finger/thumb here“ 300 Fingerabdrücke später hatten wir unsere vier Stempel in den Pässen.

Die Custom Declaration hat der Immigration Officer auch direkt einbehalten – das war auch neu.
Guck an, kaum ist man mal 1 Jahr nicht da, ist alles anders.
Irgendwann hatten wir sowohl Koffer als auch Mietwagen inklusive Kindersitz in Beschlag (nur kurz unterbrochen von einem kleinen Kötzerchen von Tiffy im Rental Car Center) und fuhren mit den mittlerweile seeeeeehr müden Kinder auf die I95 Richtung Norden.

In Fort Lauderdale angekommen, trafen wir auf alte Bekannte:
Eine deutsche Familie, die mit ihrem 5-jährigen Sohn ebenfalls in der Apartmentanlage urlaubte.
Murphy legt fest, das wir jedes Jahr, egal wann wir fahren, bei Regen ankommen.
„Typisches Miami Wetter“, sagte mal ein Kapitän.
Während wir unsere Koffer in unsere Wohnung verräumten und einen kurzen Plausch mit unserer Vermieterin abhielten, tanzte Tiffy draußen mit ihrem neugewonnenen Urlaubskumpel im Regen und badete in den monströsen Pfützen.
„Guck mal Mama, hier ist ein ganz grosses Wasser!“
Wir lachten.
Wussten wir doch, was hinter dem Hotel auf der anderen Strassenseite für ein grosses Wasser wartete.
Dann fuhr auch „schon“ meine Familie vor, die es vorgezogen hatten, mit einer anderen Airline anzureisen.
Ihr Flieger landete 20 Minuten nach unserem in Miami – sie trafen 1,5 Stunden nach uns in Fort Lauderdale ein.
Finde den Fehler.

Wir fuhren noch schnell in kompletter Mannschaftsstärke zu Publix, um für 150$ die nötigsten Kleinigkeiten zu Essen für den nächsten Tag zu besorgen (die Stimmung eskalierte etwas, da wir uns zeittechnisch mittlerweile Mitternacht näherten) und fielen anschliessend wie Felsbrocken ins Bett.

Schmalspur Erstbefüllung: Fürs Frühstück reichts. Und natürlich Bier.

Um 4 Uhr morgens fingen wir dann an, unsere Strandtasche zu packen, Schwimmflügel aufzublasen, zu spielen und ein erstes Frühstück einzunehmen.

Yipee.

Zum Sonnenaufgang spazierten wir über die Strasse zum Strand, wo wir direkt auf meinen Bruder trafen.
Die Mädels waren völlig aus dem Häuschen.
Ich war unendlich glücklich.
Und sehr, sehr müde.

Die gesamte erste Urlaubswoche kämpften wir mit den Folgen des Jetlags und konnten irgendwie noch so gar keinen richtigen Rhythmus finden…
Das Babymädchen war oft motzig, schlief am Strand ein und die Nächte waren unterirdisch. (Spoileralarm: Sie blieben unterirdisch. Durchgehend.)

Trotzdem schafften wir es in der ersten Woche zum Burgeressen zu Denny’s, zum Shoppen zu Marshalls und den Souvenirbuden um die Ecke und 2x täglich an den Strand.

Grausame „Souvenirs“… WER BITTE kauft so etwas??!?

Build your own Burger: Cheddar Bun, Beef Patty, Lettuce, Tomato, sauteed Mushrooms, Onions, Swiss Cheese. Served with Fries. Ein Gedicht. ❤

 

Denny’s Strawberry Milkshake to go. Ebenfalls ein Gedicht. ❤❤

 

Eine kleine Exkursion ins Tierreich: Es ist Schildkröten-Schlüpfzeit. Die Nester werden abgesperrt, damit niemand darauf tritt. Die Strassenbeleuchtung wird von März-Oktober Nachts auf ein Minimum reduziert, da die frisch geschlüpften Schildkröten Richtung Mond (also ins Helle) ins Wasser krabbeln und nicht irrtümlicherweise den Mond mit Strassenlaternen verwechseln.

Wie wunderbar ist eigentlich Urlaub???

Was Du Neues kannst:

An Möbeln laufen.
Mein kleines, grosses Mädchen. ❤

Erkenntnis der Woche:

Ich bin jetzt offiziell „Fußgänger.“
Das Schaukeln des Flugzeugs hat mich 24 Stunden verfolgt und mich wie ein betrunkener Seebär fühlen lassen.
Das Gefühl kannte ich vorher gar nicht.
Ein klitzekleines bisschen Sehnsucht habe ich doch…irgendwie.

​47 Wochen Babymädchen (+Werbung)

47 Wochen Babymädchen
(02.06.-08.06.2016)

 

(Dieser Artikel enthält Werbung für Allyouneed Fresh. Wie immer findet ihr hier jedoch ausschliesslich meine persönliche, unabhängige Meinung.)

Was Du alles Neues kannst:

In die Hände klatschen 😊
So süß 😍

Schlafen / Nicht schlafen:

Hitchcock live.
Da alles gerade ja so bombig läuft und Mama zwischen Hausbau, Umzug & Urlaub so ausgeglichen ist und täglich sowieso schon viel zu viel rumsitzt, sorgst Du in Kooperation mit Deiner Schwester für ein illustres Abendprogramm.
Das Herr Düse dann auch noch 2 Tage geschäftlich ausser Haus schläft, gibt dem Ganzen noch die letzte Raffinesse.
Ich lege euch wie immer ins Bett.
Um 22:30 Uhr ist endlich Ruhe im Schlafzimmer. – Tiffy hat endlich die Augen zu.
Ich renne nach unten, räume husch, husch schnell ein paar Sachen von links nach rechts, damit um 22:56 Uhr ein Gebrüll durchs Babyphone schallt.
Ich will nicht mehr.
Ich sitze den ganzen Tag in einem Kartonchaos alleine mit 2 Kindern, die sich wahlweise brüllend an mein Bein kleben/die Tapeten beschmieren/Shampoo aus der Dusche essen/auf der Couch hüpfen/ auf die Couch klettern und meine einzige kinderfreie Zeit am Tag besteht daraus, spätabends 20 Minuten wahllos Dinge zu verräumen?
Ich bin gerade so sauer.
Und traurig.
Und ich fühle mich so verdammt scheisse, dass Herr Düse so viel arbeitet.
Das ist alles eine Nummer zu gross für einen alleine.

Was Du liebst:

Opas Fischteich.
Ich persönlich bin ja nur so semi-begeistert, dass er einen Teich anlegen musste, obwohl 2 kleine Kinder bei ihm ein- und ausgehen, aber
wenn wir zusammen die Fische angucken, lachst Du und freust Dich jedes Mal wie verrückt.
Das ist natürlich ein Todschlagargument.

Essen / Tischgepflogenheiten:

Offensichtlich sehe ich sehr, sehr verhungert aus.
Ich weiss, ich weiss, mein Kind.
Du fütterst mich jetzt nämlich.
Mehrmals täglich.
Widerstand ist zwecklos, es wird mit ernster Mine rigoros in meinen Mund gestopft und keine faulen Ausreden geduldet.
Aber mal ehrlich… Wer kann schon zu angelutschten Toastbrotscheiben oder durchgekauten Bananen Nein sagen?
Also ich nicht. 😎

Am Essenstisch itself rastest Du mittlerweile regelmäßig und komplett aus.
Alles was ich, Herr Düse, Tiffy oder jedes andere Individuum auf diesem Planeten isst, willst Du auch.
Egal was es ist.
HABEN.
Bin das Baby, musst mich liebhaben.

So trug es sich eines Tages beim Grillen zu, dass Du einen halben Grillkäse, ein halbes Brötchen und eine Viertel Bratwurst intus hattest bis ich zum ersten Mal in meine Wurst beissen konnte.
Du WILLST.
Du BEKOMMST.
Wir wollen schliesslich alle keine Bratpfanne über den Kopf gehauen bekommen.

Sinnbild: Babymädchen lutscht an Mini-Haxe

Motorik:

Du kannst jetzt alleine die Couch hochklettern.
Yeah…..
Nicht.
Ein weiteres Gefahrenfeld tut sich auf.
(Wie war das mit 60% aller Unfälle passieren im Haushalt…? 🤔)

Deine Spitznamen der Woche:

Alligator (so wie Du krabbelst)
Kiwi (so wie Deine Frisur)

Fundstück der Woche:

Ich erwähnte es Eingangs bereits, zur Zeit ist der Wurm drin.
Der zeitfressende Wurm.
Herr Düse arbeitet bis zum Umfallen, um vor dem Urlaub so viel wie möglich zu schaffen und ich versuche, mit den beiden Mädchen im Schlepptau irgendwie den durch die sich stapelnde Kartons aufkommende Fabrikcharme in eine Wohlfühloase zu verwandeln.
Unser Dorf soll schöner werden.
Verzeihung, muss schöner werden. 😉
Normalerweise geht Herr Düse Abends unter der Woche einkaufen wenn ich die beiden ins Bett bringe – ein Hoch auf die langen Ladenöffnungszeiten – aber momentan fehlt uns auch noch dieses Quäntchen Zeit, da jede Milisekunde unseres Tages durchgetaktet und doppelt belegt ist.
Unser Tag bräuchte 547 Stunden.
Da ja momentan Supermarkt-Lieferdienste Hochkonjunktur haben, habe ich mich ein bisschen eingelesen und habe einen Shop gefunden, der für uns gerade sowas von gelegen kommt…:
Allyouneed Fresh.
Ein online Supermarkt, der das Sortiment von
Supermarkt & Drogerie vereint.

Für die moderne Hausfrau *hust* wie mich bedeutet dass, das ich mir neben Pampers und Quetschbeuteln auch meine Wasserflaschen und Obst liefern lassen kann.
Quasi ein Nahversorgungszentrum im www.
Ich kann shoppen, während ich die Kinder ins Bett lege und muss keine kleinen Patschehände davon abhalten, ins Regal zu fassen oder den kleinen, heissbegehrten Wagen in die Gewürzgurkenglaspyramide zu steuern.
Klingt schon fast zu gut um wahr zu sein. 😉
Hat einer von euch da draussen schonmal einen Online-Supermarkt ausprobiert, vielleicht sogar Allyouneed Fresh und kann mir von seinen Erfahrungen berichten?
Oder habt ihr eine Empfehlung für mich?

Erkenntnis der Woche:

Mit dem 2. Kind verzehnfacht sich die Wäsche .
Wie bitteschön geht das?
It’s magic.

Deine Größe:

77cm

Dein Gewicht:

10,43 Kg

Deine Kleidergröße:

74/80

Deine Windeln:

Pampers Premium Protection Größe 4

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Zusammenarbeit mit Allyouneed Fresh

WMDEDGT 04/2016

WMDEDGT 04/2016

Der Titel lässt es bereits erahnen, heute hat Frau Brüllen wieder mit „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“
zum Tagebuchbloggen aufgerufen.
Wieder einmal ist es ein Roman geworden, ich kann einfach nicht „in kurz“. 😉

Die Nacht endet, wie sie angefangen hat:
Mit Dauerstillen.
Das Babymädchen macht mich gerade echt fertig.
Kaum hat sie sich zur Seite gedreht, um noch etwas weiterzuschlafen, brüllt Tiffy aus dem Schlaf hinaus:
„STERNCHEN SCHNULLER HABEN!!!“
Das war es dann auch für mich, die gerade dabei war, wieder etwas wegzulummern.
Ich resigniere.
Das Babymädchen wird sofort wieder wach und will zurück an die Brust.
….
😤

Tiffy geht mit mir duschen, da wir die Speisekarte des gestrigen Tages in ihren Haaren ablesen können.
Das Babymädchen klopft zwischendurch an die Duschtür um sich nicht in Vergessenheit zu bringen.
Nachdem Tiffy frottiert, gecremt und geföhnt ist und ich mich ebenfalls in einen halbwegs vorzeigbaren Zustand gebracht habe, gehen wir ins Kinderzimmer, um das Babymädchen ebenfalls fertig zu machen.
Es entfacht ein handgreiflich Streit um die Zahnbürste. (!!)
Ich bin ernsthaft überrascht, wie aggressiv-entschlossen ein 8-Monate altes Baby doch sein kann.

Danach gibt es Frühstück.
Das Babymädchen spielt mit einem Luftballon, während ich mit Tiffy die Notwendigkeit der alternativen Nahrungsaufnahme diskutiere.
Wobei sich das „alternativ“ hier auf das Gegenteil von „Prinzessinnen-Jogurt-mit-der-Ecke“ bezieht.

Anschliessend machen wir uns fertig und fahren zum Rathaus, um einen Reisepass für das Babymädchen für unseren Sommerurlaub zu beantragen.
Wir kommen nach nicht mal 3 minütiger Wartezeit dran.

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Ich liebe es, auf dem Dorf zu wohnen.

Ich zeige der Bürgerbüro-Dame anschliessend Tiffys Reisepass aus dem Jahr 2014 (das Foto zeigt sie als 6 Monate altes Baby) und frage sie, wer zum Henker sie darauf noch erkennen soll.
Ungeachtet der Tatsache, dass der Pass noch bis 2020 Gültigkeit hat und er läppische 37,50€ kostet, empfiehlt sie mir, einen Neuen für Tiffy zu beantragen.
Eigentlich wollte ich das partout nicht, da ich mir zu 99,999999% sicher bin, dass es den Immigration-Officer so gar nicht-gar nicht interessiert, aber diese verdammten 0,000001% machen mir etwas zu schaffen.

Ich erinnere mich an das Jahr 2007, als ich den ganzen Flug nach Miami gezittert habe, ob ich denn wohl gleich postwendend wieder nach Deutschland Retour gesendet werden würde.
Mein Reisepass hatte leider auf der Arbeit Bekanntschaft mit einer Tasse Kaffee gemacht und die Innenseiten waren daher trotz sorgfältiger Nachbehandlung etwas gewellt.
Die Check-in Tante beim Einchecken in Deutschland nahm meinen Pass, fing postwendend unter lautem: „Nee, ich glaube nicht, dass das was wird“ zu telefonieren und ich starb 1000 Tode.
Der erste gemeinsame Urlaub mit Herrn Düse und dann würde er wohl möglich schon bei der Ausreise beendet sein?
Die Erlösung kam in Form einer 2. eilig herbeitelefonierten Check-in Tante.
Sie guckte sich den Pass an uns sagte: „Da habe ich schon weitaus schlimmere gesehen. Könnte klappen!“
Das -so traurig es ist- waren die schönsten Worte an diesem Tag.

Seit diesem Tag hasse ich Check-in Tanten.
(Was sich noch intensivierte, als wir einmal aus dem Flieger nach New York wegen Überbuchung wieder abgeladen wurden… Aber das ist eine andere Geschichte)

(…Und natürlich hat es an der Immigration niemanden interessiert.
Er blätterte meinen Pass auf wie jeden x-beliebigen, unverkaffeeten, machte seinen Stempel hinein und hieß mich mit einem „Welcome to the United States!“ willkommen.)

Wenn ich das jetzt alles wieder Revue passieren lasse, denke ich übrigens, dass die 37,50€ für einen neuen Tiffy-Pass doch irgendwie zu verschmerzen sind.
…Muss ich also auch noch mit Tiffy Fotos machen gehen.

Zu Hause sauge ich kurz durch (das Babymädchen hängt dabei panisch auf meinem Arm) nachdem ich sie gerade noch so darin hindern konnte, einen Stein zu essen.
Danach wird noch eine Runde gestillt.
Das Babymädchen ist gerade eingeschlafen, als der XVWHHFJRHFJFJK-DHL Laster klingelt.
Das Babymädchen ist auf der Stelle wieder nachhaltig wach.
Mit knirschenden Zähnen unterschreibe ich das Paket.
Wenigstens ist es auch wirklich für mich und nicht für den Nachbarn.

Das Paket kommt voN (!) Mars.
Ich weiss nicht, ob es noch jemanden wundert, aber wir hatten damals natürlich auch Snickers-Riegel aus der Plastikcharge und haben hiermit heute unser „Entschädigungspaket“ bekommen.
Jetzt habe ich Bock auf Snickers, menno.
Der Figur zuliebe verbanne ich den Karton aber erstmal in die Süßigkeitenschublade.

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Tiffy hat sich gemerkt, dass ich ihr gestern Abend gesagt habe, dass das kurzärmlige  Nachthemd zu kalt ist und wir es im Sommer mit in den Urlaub nehmen.
Sie packt kurzentschlossen ihren Koffer.
Für das Babymädchen packt sie lieberweise etwas zum Spielen mit ein. (Den Beißring mit den Worten: „Und das Armband für Babymädchen…!“ 😍)

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Hoffentlich passt das Nachthemd im Sommer noch 😂🙈

Nach dem Mittagessen (Tiffy 4 Gabeln Gnocchi/Babymädchen 1 Löffel Brei + 1/2 Obstgläschen) geht’s ab ins Bettchen.
Dank DHL Mann sind wenigstens beide müde und schlafen.
Ich habe etwas Zeit zu surfen und den Blogpost hier zu schreiben.
Gerade als ich mir denke: „Och, jetzt könntest Du die Augen auch noch ein bisschen zumachen!“ weint das Babymädchen.
Gah.

Wir stehen alle zusammen auf, ich telefoniere mit Mama und koche nebenbei das Abendessen vor, mache Wäsche und räume auf.

Um 16:30 Uhr geht’s ab zur Spielgruppe.
Ich gerate mit einer Mutter aneinander, die sich lauthals über Mütter auslässt, die ihr Kind erst mit 3 in den Kindergarten schicken.
Die Kindern seien zu bedauern, weil man ihnen so wichtige Dinge vorenthält.
Entgegen meiner typischen Art direkt und auf der Stelle durch die Decke zu gehen, habe ich sie ausreden lassen (im weiteren Verlauf ihres Monolog folgten noch Ausführungen zum Thema: „Es soll ja Mütter geben, die das toll finden, den ganzen Tag mit den Kindern zusammen zu sein. Ich brauche da etwas mehr Input….“) und ihr anschliessend meine Sichtweise dargelegt.

Anschliessend fahren wir nach Hause, treffen dort auf Herrn Düse, der mittlerweile auch Feierabend gemacht hat, und fahren nochmal zur Baustelle zum Lüften.
Die Spachtelarbeiten sind im vollen Gange.
Langsam nimmt es Formen an.

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Wir essen zu Abend (das Babymädchen entscheidet sich spontan dazu, mir lieber mein Brötchen wegzulutschen anstatt den leckerleckermjammjam Brei zu essen), machen die Kinder fertig und ich verbringe 1 Stunde damit, beide zum Schlafen zu bringen.
Herr Düse führt derweil ein Telefonat.
Familiendinge.
Mal wieder.
Wieder und wieder und wieder die selbe Laier … wieso, weshalb, warum und überhaupt und sowieso.
Ich möchte das nicht mehr.
Es macht, dass ich Nachts nicht mehr schlafen kann.
Ich würde so gerne eine Lösung finden, aber sie scheint nicht zu existieren.
Anschließend haben wir beide Magenschmerzen.
Herr Düse isst darauf erstmal 3 Snickers aus dem Paket, mir ist der Appetit vergangen.
Wir klicken uns zur Ablenkung noch durch die Welt der Innentüren und suchen nach einer Lösung für unsere Flur/Wohnzimmertür.
Lichtdurchlässig, breit, schön soll sie sein.
Offenbar 3 Attribute, die es so vereint in einer Tür nicht zu geben scheint.
Auf einmal ist es schon wieder 23:30 Uhr, wir sind hundemüde und gehen weder über Los noch ziehen wir 2000€ ein – direkt ins Bett.

Gute Nacht, ihr da draussen! 😊