1 year ago…

1 year ago…

Heute vor einem Jahr…

… hat unsere Fotografin das letzte Bauchbild für unsere Babybauchfotostrecke gemacht…

… Hatte ich GENAU JETZT, um 14:35 Uhr, meine erste Wehe…

… Hatte ich die schmerzhafteste, magischte, ereignisreichste Nacht meines Lebens…

… War ich das letzte Mal „Mama von 1″…

Morgen wirst Du 1 Jahr alt, mein kleines Babymädchen.

Heute vor 1 Jahr hast Du Dich auf den Weg gemacht.

In Gedanken gehe ich den Weg heute noch einmal mit Dir.

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Völlig abgefahren. Mein 2015.

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„Ich glaube 2016 wird ein abgefahrenes Jahr“ sinnierte Herr Düse neulich.
„Wir haben so viele tolle Sachen vor uns! Wir ziehen in unser Haus, wir fahren in den Urlaub….“

„Nee!“ sage ich. „Das wird ein langweiliges, ganz blödes Jahr! 2016 bekommen wir gar kein Baby!“
🙈

Das Jahr 2015 liegt nun hinter uns und ich möchte an dieser Stelle kurz zurückblicken.
Zurückblicken auf die für mich wichtigen Ereignisse in 2015.

2015 war ein gutes Jahr.
Mehr als die Hälfte dieses Jahres war ich schwanger und ich hatte das wahnsinnige Glück, eine wahre Bilderbuchschwangerschaft erleben zu dürfen.
Ich habe nicht übermäßig viel zugenommen, mir war nur am Anfang etwas übel, ich habe mich rundum wohl gefühlt in meiner Haut und -das allerwichtigste- ich habe ein kerngesundes Kind bekommen.
Als wir bei dem Organultraschall erfahren haben, dass wir ein weiteres Mädchen bekommen, habe ich wie auf Wolke 7 geschwebt und konnte mein Glück nicht fassen!
Noch ein Mädchen!
Ich habe geheult vor Freude.
Das Babymädchen hat mir sehr viel verlorengeglaubtes zurückgegeben…
Das Vertrauen in meinen Körper, der anscheinend sehr wohl in der Lage ist, von alleine schwanger zu werden; das Vertrauen in meine Rolle als Frau, ein Kind aus eigener Kraft zu gebären; in meine Rolle als Mutter, dass nicht alle Babys viel weinen und ich irgendwas falsch mache.
Gekrönt wurde es von der Geburt die alles war, was ich mir immer gewünscht habe und doch irgendwie nichts von alledem.

Ich habe meine Tiffymaus größer und größer werden sehen.
Anfang des Jahres noch mein kleines Baby, aus dessen Sichtfeld ich nicht weichen durfte, ist sie heute mein großes Mädchen, dass sich selbstbewusst umdreht und „Tschüß, Mama!“ ruft.
(Auch gerne beispielsweise beim Einkaufen, wenn ich gerade einen randvollen Einkaufswagen durch die engen Gänge buchsiere).
Sie hat sich einen großen Schritt von mir gelöst.
Diese Erkenntnis hat mir das ein- oder andere Mal die Tränen in die Augen getrieben.
Ihr 2. Geburtstag war schon eine richtige „große Mädchen“-Feier.

Wir haben 2015 ein Grundstück gekauft und unsere Unterschriften unter einen Hausbauvertrag gesetzt.
Die Unterschrift für unser Leben als richtig sesshafte Spießer.
So richtig-richtig.
Wir wurden noch 2015 Besitzer einer Bodenplatte.

2015 war auch das Jahr, in dem der Krach mit meiner Schwiegerfamilie neue Dimensionen annahm und zur Atomexplosion mutierte.
Daraus habe ich für mich die Erkenntnis gezogen, dass man im Leben nicht alles reparieren kann. Manches geht kaputt und bleibt für immer kaputt.
Und das ist wohl in unserem Fall tatsächlich besser so.

2015 war ein weiteres Jahr, in dem ich, dem Himmel sei dank, kerngesund war.
(Die Wurzelfüllung lassen wir an dieser Stelle mal aussen vor… 😁)
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal krank war, das muss aber mehr als 10 (! 😳! 😱!!!!) Jahre her sein, denn seitdem ich hier wohne (seit 2005), habe ich keinen Hausarzt.

Schlussendlich ist dieser Blog 2015 ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden.
Die ersten Jahre der Einträge rückwirkend aus meinem alten Online-Forums-Tagebuch kopiert, habe ich in 2015 mit viel Spaß und Herzblut „live“ geschrieben.
Ich habe viele tolle Menschen lesengelernt und würde mich unfassbar freuen, die/den ein oder andere(n) eines Tages einmal persönlich kennenzulernen.
Danke an euch alle, die hier regelmäßig ein- und ausgehen.
Schön, dass ihr da seit! ❤️

Zusammenfassend kann ich sagen:
2015 war ein verdammt abgefahrenes Jahr.

2016… Schnür Deine Eier hoch und zeig es allen!!! – Die Messlatte liegt sehr, sehr hoch.

 

Schwangerschaftsbilanz

Es ist an der Zeit, ein letztes Mal Bilanz zu ziehen und den letzten Beitrag mit „Schwangerschaft“ zu taggen. (😭)
Meine 2. -wunderschöne- Schwangerschaft in Fakten und Zahlen.

Hier ist sie, meine persönliche Schwangerschaftsbilanz:

Dauer der Schwangerschaft: 277 Tage

positiver Schwangerschaftstest: 06.11.2014

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Entbunden: 39 + 4

Gesamtgewichtszunahme: 12,7 Kilo (halb so viel wie beim letzten Mal… 💪😊)

Schwangerschaftsstreifen: 0 (🎉🎊🎈)

Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen: 10

Besuche im Krankenhaus: 4 (inklusive Entbindung)

Termine mit der Hebamme: 4 (inklusive 1x Vorsorge)

Termine beim Osteopathen wegen Steissbeinschmerzen: 3

Termine zur geburtsvorbereitenden Akkupuntkur: 3 (Den 4. musste ich leider, leider aus dem Krankenhaus heraus absagen. 😜 Ich würde es aber auf jeden Fall wieder machen; die Eröffnungsphase ging rucki-zucki bei mir – entgegen der ärztlichen Prognose aufgrund meiner Konisation vor einigen Jahren und daraus resultierendem „verklebten Muttermund“)

Besuche beim Schwangerenschwimmen: 10

Besuche im Geburtsvorbereitungskurs: 0

Im Nachhinein bereute Momente, keinen Kurs mehr gemacht zu haben: unzählige.

Fototermine bei meiner Fotografin: 9 (1x grosses Babybauchshooting, 8x „Step-by-Step“ Bauchcollagenshooting)

Termine in der Gerinnungsambulanz:
10 (9x in meiner Haus-und-Hof-Praxis, 1x in der Uniklinik für eine Zweitmeinung)

Bleibende Erinnerungen: leichte Pigmentflecken auf den Wangen und linea nigra

Verbrauchtes Schwangerschaftskörperöl: 4 Flaschen (1x Hipp, 2x Bellybutton, 1xBübchen Mama Massageöl)

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Bestes Schwangerschaftskörperöl: Bellybutton

Gespritzte Heparinspritzen: ~ 250 (+ Wochenbettzeit „on top“)

Mit Heparin gespritzte Hämatome: Dieses Mal recht spärlich, in etwa 30 würde ich tippen

Gekaufte Packungen Folsäure: 3

Verbrauchte Selbstbräunertücher: ~40 (ich wollte gerne wenigstens mit einem Hauch von „Sunkissed-Teint“ auf den ersten Fotos sein… War wohl nix, ich sehe darauf trotzdem aus wie eine Kalkleiste… Eine Kalkleiste mit verdächtigen braunen Flecken am Hals.)

Nächtliche WC-Besuche: ~150

Schwangerschaftsgelüst Nummer 1: Spaghetti-Eis

Verkniffene Salamis: ~300

Verbrauchte saure-Gurken-Gläser: 0

Verbotene Dinge, die ich getan habe:
– Softeis gegessen
– Haare gefärbt
– schwere Dinge gehoben (schwer im Sinne von: Was Kleinkinder nunmal so wiegen…)

Schönster Moment der Schwangerschaft:
Der Organultraschall in der Uniklinik.
Herr Düse und Tiffy waren gemeinsam mit mir dort und wir haben erfahren, dass Du ein Babymädchen wirst. ❤

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Schrecklichster Moment der Schwangerschaft:
Neben Schmierblutungen am Beginn der Schwangerschaft, bei denen ich mir schon so sicher war, dass Du nicht mehr bei uns bist…:
Der Sturz Ostern und die unfassbare Angst, dass Dir etwas passiert sein könnte.

Angebotene Sitzplätze, aufgehaltene Türen, getragene Taschen, irgendeine winzigkleine Kleinigkeit, einer schwangeren Frau zu helfen: 0 (Armes, armes Deutschland!)

Geshoppte Umstandsklamotten:
– 4x Hosen (1x blaue Skinny Jeans, 1x schwarze Skinny, 1x oliv Skinny, 1 blaue/weiss gepunktete „Fladderhose“)
– 2x Kleider (eins inklusive Stillfunktion)
– 1 beige Longbluse
– 1 blau/weiss gepunktetes Top passend zur Hose
– 2x Leggins (1x in Lederoptik (roaaar 😜, 1x schwarz)
– 2 Wohlfühlhosen (1x grau, 1x schwarz -> zur Entbindung dabeigehabt)
– 3 ultraheisse Umstandsschlüppis

Zerstörte Umstandsklamotten: 2 Jeans aus Tiffys Schwangerschaft.
Im Schritt geplatzt.
Öhm, ja.

Glücksbringer: Mein Stoffstorch

Schlimmste Wehwehchen:
– Übelkeit zu Beginn der Schwangerschaft
– Steissbeinschmerzen
– Sodbrennen
– Zwerchfellschmerzen
– Hämorrhoiden (😑)
– Krampfadern an einer sehr…unschönen Stelle (nach der Entbindung übrigens von 0 auf gleich wieder verschwunden)

Schönste Begleiterscheinungen:
– Phänomenales Haarwachstum
– innerer Frieden (der mich natürlich auch äusserlich NOCH SCHÖNER gemacht hat… 😜)
– der schöne Babybauch
– die zarten Tritte; das Leben in mir zu spüren ❤ (und genau zu wissen, dass ich gerade deine Füsse kitzele in dieser anderen Welt…)

Gesamtstimmung: positiv, glücklich, zuversichtlich

Diese Schwangerschaft hat mich in vielerlei Hinsicht geheilt.
Sie hat mir mein Vertrauen in meinen Körper und in mich als Frau zurückgegeben, sie hat mir gezeigt, wie „einfach“ doch alles gehen kann und wie glücklich man sein kann, wenn man es nur zulässt.
Ich habe natürlich empfangen, das Wunder genossen, es als riesiges Geschenk angenommen und schlussendlich natürlich entbunden.
Dafür bin ich unendlich dankbar.
Danke liebes Babymädchen.
Danke für diese wunderschöne Schwangerschaft. ❤

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32 + 2 ODER: Alles nur geträumt…

32 + 2 ODER: Alles nur geträumt…

Heute morgen bin ich heulend und schweissgebadet wachgeworden.
Jetzt geht’s anscheinend los mit der wilden Träumerei, mit den Ängsten, mit dem fiesen Unterbewusstsein.

Gestern Abend lag ich noch eine Zeit lang im Bett, habe meinen Bauch gestreichelt und mir dabei vor Augen gehalten, dass ich diesen kleinen Menschen in mir drin bald genauso lieben werde wie Tiffy und dass ich mir das jetzt noch gar nicht vorstellen kann.
Natürlich, ich liebe diesen kleinen Wirbelwind in mir drin, die mich tritt, die sich so wunderschön und friedlich im Ultraschall zeigt und deren Herz ich mit Tränen in den Augen klopfen höre.
Aber trotz der Tatsache, dass ich das alles schon mal erlebt habe und ich weiß, dass da in mir drin ein fertiges kleines Menschenkind ist, ist das alles irgendwie noch sehr abstrakt.
Das fand ich irgendwie komisch und befremdlich bis ich zu der Erkenntnis kam, dass bei Tiffy diese tiefen „Ich-sterbe-für-Dich“-Gefühle auch erst im Augenblick ihrer Geburt kamen.

Ich träumte heute Nacht wild und durcheinander.
Auf einmal war ich im Krankenhaus, alleine mit 2 Ärzten im OP, unser Babymädchen sollte „Hoppladihopp“ geholt werden – per Kaiserschnitt.
Wie und warum ich da hingekommen bin – keine Ahnung.
Herr Düse war nicht bei mir; ich lag mutterseelenallein in einem OP, der mich stark an den Keller im Haus meiner Eltern erinnerte.
Ich sah irgendwie „von oben“ wie sie meine alte Narbe aufschnitten und nervös wurden.
Dann erweiterten sie den Schnitt bis sie mich schlussendlich auch noch längs aufschnitten.
Dann kam einer der Ärzte zu mir und sagte: „Wir kriegen das Baby nicht raus! Wir nähen Sie jetzt wieder zu und können ansonsten nichts mehr für Sie tun!“
Ab diesem Zeitpunkt war ich alleine.

Ich kniete in einem Zimmer und gebar unser Babymädchen.
Alleine.
Sie war tot.
Ich war beinahe ohnmächtig vor (seelischem) Schmerz und konnte nicht aufhören zu weinen.
Irgendwann kam Herr Düse und weinte mit mir.
Wir saßen vor unserer toten Tochter und konnten nichts mehr fassen.
Ich habe immer wieder gesagt: „Das ist nicht wahr! Das ist nicht wahr! Das ist alles nur ein Traum!“ – um dann ominöserweise festzustellen, dass es kein Traum war.
Ich lag Herrn Düse weinend im Arm und sagte: „Jetzt müssen wir statt einer Wiege einen Sarg bestellen für unsere kleine Maus!“

– Ich schwöre bei Gott, ich habe schon viel Scheisse in meinem
Leben geträumt, aber solche REELLEN seelischen Schmerzen habe ich noch nie erlebt.
Mir hat es im Traum das Herz zerissen.
Und es war wirklich sowas von real.
Ich bin sogar zwischendurch aufgewacht, wieder eingeschlafen und habe diesen Traum weitergeträumt.

Als ich schlussendlich endlich aufwachen „durfte“ und diesem Gedanken-Gefängnis entfliehen konnte, lag ich im Bett und war unbeschreiblich erleichtert, als ich meinen Bauch fühlte und mein Babymädchen mir prompt mit einem beherzten Tritt antwortete.
Ich habe geweint, habe Tiffy fest in den Arm genommen und musste das erstmal verdauen.

Und nach diesem Traum wusste ich es zu 100000000000000%:

Ich werde Dich genau so lieben wie ich Tiffy liebe, mein Babymädchen.
Du wirst mein Herz genauso im Sturm erobern und ich werde ebenfalls ohne mit der Wimper zu zucken für Dich durchs Feuer gehen.
Liebes Babymädchen, ich liebe Dich!

… Und lieber Herr Traum-Bestellungs-Mann:
Hör auf mit so einem Scheiss, ja?
Sowas verkrafte ich ganz und gar nicht.
Schick mir lieber was von rosigen, gesunden Babymädchen.
Wenn es sein muss auch von Tierbabys oder Gummibärchen.
Aber sowas will ich nie wieder „durchmachen“.
Nie-nie wieder.

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Bild: Pixabay.com

32 + 1 ODER: Liebster Award

Die liebe Lucy mit ihrem wunderbaren Blog „Menschen(s)kind wo bleibst Du nur?
hat mich für den „Liebster Award“
nominiert und endlich komme ich dazu, ihre Fragen zu beantworten.

Vielen, vielen Dank nochmals für die Nominierung, liebe Lucy, ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut. ❤

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Hier nochmal kurz die Regeln:

Bedanke Dich bei dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke seinen Blog.
Zeige, dass Dein Artikel zum Blogstöckchen “Liebster-Blog Award” gehört.
Benutze dazu gerne das Awardbild.
Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden.
Formuliere selbst 11 neue Fragen.
Nominiere bis zu 11 weitere, noch recht unbekannte Blogger und bitte sie, Deine Fragen zu beantworten
Informiere den jeweiligen Blogger über die Nominierung.

 

Hier kommen Lucys Fragen und meine Antworten:

1. Hast du heute schon gelacht? Wenn ja, worüber…?

Ja, ich bin immer die, die am meisten, dreckigsten und lautesten lacht. 😊
Worüber? Ähhhh…. Pffff… Tjaaa… Was war das dich gleich wieder?!?

2. Vegetarier/Veganer oder Fleischesser?

Fleischesser…
Obwohl die Bezeichnung bei mir eigentlich übertrieben ist, da sich mein Verzehr von Fleisch hauptsächlich auf Rinderhack (in allen Formen und Variationen) Bratwurst, gelegentlich Hähnchenbrust und ein paar ausgewählte Sorten Aufschnitt beschränkt.
Also eigentlich könnte ich Vegetarisch leben, bräuchte aber zwischendurch ab und zu Mal eine ordentliche Bolognese/Bratwurst/oder einen Burger/Döner.

3. Liest du gerne Frauenzeitschriften? Wenn ja, welche… und warum…

Von Berufswegen war ich ja jahrelang geradezu verpflichtet, sämtliche Frauenzeitschriften dieser Welt zu lesen.
Da hat sich dann ziemlich schnell rauskristallisiert, dass 99,9% der angebotenen Printmedien entweder Werbezeitschriften mit Diätbeilage oder andersherum sind.
Eine einzige Zeitschrift habe ich für mich gefunden, die mir von A-Z gefällt, die ich sogar komplett lese, ohne zu „Überblättern“- die Glamour.
Neben Klatsch und Tratsch, Mode und Ernährung gibt es dort tolle, lesenswerte Reportagen und das ganze kommt verpackt in einem handlichen, handtaschentauglichem Format.
Hab ich mir sogar schon selber gekauft mittlerweile und das will was heissen. 😉

4. Liebst du deinen Beruf? Wenn ja, was machst du und was liebst du daran…

Ohja.
In den Sommermonaten würde ich es aufgrund chronischer Dauerüberarbeitung und daraus resultierendem Dauer-Schlafmangel durchaus als Hassliebe bezeichnen, aber in der tiefe meines Herzens ist es für mich mehr „Berufung“ als „Beruf“.
(Achtung, Achtung… jetzt kommt eine brandneue Information 😉)
Ich bin Flugbegleiterin.
Wenn mir der Kerosinduft um die Nase weht, ich das Rumpeln auf der Startbahn und das Aufheulen der Triebwerke höre, das sanfte Abheben des Flugzeugs, das langsam am Horizont verschwindet sehe, bin ich in meinem Element.
Wenn ich ein Flugzeug betrete und das sanfte Surren der APU höre, die Checklisten aus dem Cockpit mit einem Ohr, das Rumpeln des Gepäckverladens auf dem anderen Ohr und in der Galley stehe, den einzigartigen Flugzeugduft einatme und dann irgendwann zwischen „Cabin Crew, all doors in armed and cross-checked“ und dem Safety-Video meine Ansage an die Passagiere richte und uns abschliessend einen wunderschönen Flug wünsche, dann meine ich das auch so.

Ich bin schon seit frühster Kindheit von der Fliegerei fasziniert.
Wir Flieger sind ein eigenes Volk.
Wir reden unverständliches Fachchinesisch, sehen die Dinge oftmals aus einer anderen Perspektive und lassen fremde Menschen, die sich aus den stets wechselnden Crewzusammensetzungen ergeben, bedingt durch die teilweise zermürbenden Arbeitsbedingungen und die vielen Touren fernab der Heimat sehr schnell sehr nah an uns herankommen.
Vor allem aber vereint uns alle eins: Die Liebe zur Fliegerei. (Denn wer diese Liebe nicht empfindet, wird in der Fliegerei, die doch ziemlich viele private sowie körperliche „Opfer“ fordert, nicht alt und geht gnadenlos unter.)

Leonardo da Vinci sagte einmal:

Recht hat er.

„V1…… Rotate!“

5. Würdest du Kinder-/ Babyfotos auf Facebook, Twitter, Instagram posten?

Nein.
Ich denke, jeder der sie sehen will, kann sie sehen, weil er/sie mit mir in Kontakt steht.
Ich möchte mein Kind nicht darstellen, nur weil ich vielleicht etwas darstellen möchte.
Obwohl es -zugegebenermaßen- manchmal seeehr schwer ist, es nicht zu tun.
Man ist ja so Stolz.

6. Welche Eigenschaften an deinem Lieblingsmann schätzt du besonders? Welche weniger…?

Er ist herrlich unkompliziert.
Mit ihm kann man jedes Ding drehen, er kommt mit jedem gut klar und man kann mit ihm über alles reden – er hat von mir schonmal den Titel „Frauenversteher“ verliehen bekommen. 😉

Andererseits ist er einfach zu nett.
Weil er es jedem recht machen will, tanzt er oftmals auf 10 Hochzeiten gleichzeitig und ist dann bei jeder dieser Hochzeiten nur halb dabei.
Dabei bleiben dann teilweise wichtige Sachen auf der Strecke.
Da bekomme ich regelmäßig die Wut.

7. Was war die größte Enttäuschung im letzten halben Jahr?

Definitiv meine Schwiegerfamilie.
Leider auch über das letzte halbe Jahr hinaus.

8. Was war die größte Bereicherung im letzten halben Jahr?

Meine kleine Familie.

Meine Tochter, der ich jeden Tag beim Aufwachsen zusehen darf und die mir die Welt aus einer ganz neuen Perspektive zeigt.

Mein Mann, der ein wundervoller Papa ist und alles für uns tun würde.

Meine ungeborene Tochter, der ich sehr dankbar dafür bin, dass ich eine unbeschwerte, sorglose und glückliche Schwangerschaft erleben darf und die mir gezeigt hat, dass es sich manchmal lohnt, an Wunder zu glauben.

9. Was möchtest du auf jeden Fall im nächsten halben Jahr noch machen/schaffen?

Ein Haus bauen, meine Tochter gebären (mein größter Wunsch ist es, sie ohne Kaiserschnitt „aus eigener Kraft“ zu gebären) und unser Leben zu 4 zu genießen und uns nichts vermiesen zu lassen.

10. Lieblingsurlaubsort?

Oh… Eine perfekte Frage für mich. 😊
Seitdem ich 2 Jahre alt bin, verbringe ich jeden meiner Urlaube in Florida.
Nördlich von Miami liegt das wunderschöne Ft. Lauderdale, wo wir jedes Jahr in die gleiche Ferienwohnung fahren und „the American way of life“ geniessen.
Gott sei Dank hat unser erster gemeinsamer Besuch ebenso die Sehnsucht meines Mannes geweckt, so dass wir nicht nur jedes Jahr mindestens 1x rüber fliegen, sondern auch dort geheiratet haben, Tiffy schon dort „introduced“ haben und uns jährlich um eine Green Card bewerben.

Miami… My second home.

11. Ein Zitat/ eine Weisheit, die deine heutige Stimmung widerspiegelt?

„Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.“
Konfuzius

 

Ihr Lieben, irgendwie war aktuell jeder in meiner Blogroll gerade „schon dran“ mit dem Award (was wohl auch daran liegt, dass ich mit so atemberaubend schneller Geschwindigkeit auf Lucy’s Fragen geantwortet habe… 😁) , so dass mich wohl die Hunde beissen. 😉

Ich lasse die neuen Nominierungen also dezent unter den Tisch fallen und stelle einfach mal so 11 offene Fragen in den Raum, die jeder von euch gerne beantworten kann und seine Antworten hier gerne verlinken kann.
Ist das ein Deal oder was? 😊

– Was war Dein Lieblingsfach in der Schule? Und warum?

– Was kochst Du am Liebsten?

– Hast Du Haustiere?

– Sommer- oder Winterurlaub?

– Wann hast Du zum letzten Mal „Danke“ gesagt? Zu wem?

– Wieviele Paar Schuhe besitzt Du?

– Wann hast Du das letzte Mal etwas ganz für Dich alleine gekauft? Was war es?

– Welches ist Dein Lieblingsbuch?

– Was liegt auf deinem Nachttisch?

– Beschreibe das Outfit, das Du heute trägst.

– Auf welche 3 materiellen Dinge könntest Du niemals verzichten?

Viel Spaß beim Beantworten, ihr Lieben. ❤

25 + 0 ODER: Asphaltflechte ODER: Wer später bremst, ist länger schnell ODER: Gerade nochmal gutgegangen…

25 + 0 ODER: Asphaltflechte ODER: Wer später bremst, ist länger schnell ODER: Gerade nochmal gutgegangen…

 

Gestern bin ich zu meinem ersten (ausserplanmässigen) CTG sowie einer eher unlustigen Abendgestaltung in Form von „Kreißsaalbesichtigung deluxe“ gekommen.

Nachmittags sind wir in ein Shopping-Outlet Center bei uns in der Nähe gefahren.
Auf dem Weg zurück zum Auto hatte ich Tiffy an der Hand (nachdem sie erstmal ihre Oma, die wir dort getroffen haben, inklusive aller „Aahs“ und „Ooohs“ und Küsschens und Hoch-und-runters und „sitz doch mal still!“ und „GuckdochmalhierunddaundkommmalzurOmaherwarumläufstdudennweeeeg?“ verarbeiten musste. 😉).
Herr Düse hat den Buggy inklusive aller Tüten und Taschen nebenhergeschoben.

Mitten auf dem Weg fiel Tiffy dann ein, ihr Tempo zu beschleunigen (Vefolgungswahn. ganz klar. 😉) – und zwar zwischen meinen Beinen.
Ich stolperte, fing mich… habe es aber nicht geschafft, stehenzubleiben sondern stolperte irgendwie weiter und flog in hohem Bogen mitten auf den (natürlich rappelvollen) Marktplatz.
Da lag ich dann und wollte im ersten Moment gar nicht wieder aufstehen, so peinlich war mir das.
Tiffy fing sofort an zu weinen, weil sie sich so erschrocken hat und noch in der selben Sekunde kam ein junger Typ, der mich fragte, ob alles ok sei.
Erst da habe ich dann gemerkt, dass ich nicht nur mit Knien und Händen „gebremst“ habe, sondern auch seitlich mit dem Bauch.
Nach einer kurzen Rast auf einer Bank mit Tiffy-Tröstung (Sie schluchzte mittlerweile nur noch „AUAAUA“ und „Tatütata“ vor sich her) und Schadensbegutachtung (das erste Mal seit schätzungsweise 15 Jahren wieder ein aufgeschlagenes Knie) haben wir dann den Heimweg angetreten.
Ich hatte glücklicherweise keine Schmerzen oder Blutung, alles war soweit ok.

… Und dann kam Google.

Man sollte eigentlich meinen, ich müsste es aus meiner ersten Schwangerschaft besser wissen-aber irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl und ein kleines Stimmchen sagte mir: „Komm schoooon… Es wird dich beruhigen zu lesen, dass Du nicht sofort zum Arzt musst. Das Dein Babymädchen sicher geschützt ist. Das alles halb so wild ist und Du den Abend sorgenfrei geniessen kannst…“

Nunja. Fast.
Ich sag es mal so:
45 Minuten nach meinem letzten Seitenaufruf haben wir dann die Klingel zur Kreißsaaltür gedrückt.

Es war ein sehr emotionaler Moment, wieder durch die Tür zu gehen.
Hier wurde meine Tiffy vor gerade mal 1,5 Jahren geboren.
Meine Tiffy, so klein und zart und zerbrechlich und jetzt lief sie den Gang neben mir an der Hand entlang.
Beinahe hätte ich vor lauter Bewegtheit angefangen zu weinen, aber ich hatte zu viel Schiss um unser Babymädchen.

Die Hebamme war sehr, sehr nett.
Sie hat mir die erste Angst genommen, mit Tiffy geschäkert und mich ans CTG angestöpselt.
(Was erstaunlich gut aufgezeichnet hat für diese frühe Schwangerschaftswoche)
Leider hat sich alles seeehr in die Länge gezogen, weil an diesem Abend sehr viel los war im Kreißsaal (Wollen wohl ganz viele Osterbabys zur Welt kommen 😊) so dass wir schlussendlich erst um 22:20 Uhr (nach 1:45 Stunde) eine Ärztin zu Gesicht bekamen.
Die war aber auch sehr nett, hat ausführlich geschallt, sich die Plazenta und unser Babymädchen ganz genau angeschaut und Entwarnung gegeben.
Alles gut.
Puuuuuh.

Den Punkt „24 Stunden zur Beobachtung dableiben“ haben wir dann verhandelt und und auf „Wenn was ist, komme ich sofort“ reduziert.
DAS wäre definitiv zu viel an dem Tag für mich gewesen.
Ich war doch noch nie von Tiffy getrennt 😳
Klar, wenn es akut und nötig gewesen wäre…
Aber wir haben uns durch die Blume verständigt, die Ärztin und ich.
Wir haben quasi ganze Blumensträuße von links nach rechts gereicht. 😉

Um 23:15 Uhr haben wir das Krankenhaus dann wieder verlassen.
Mit einem gut gelaunten (!!!!!!!!!!) Kleinkind an der Hand, dass sich unendlich über das Paar blaue Einweghandschuhe aus dem Untersuchungszimmer sowie dem CTG Einweggurt freute.
Den ganzen Abend über war sie total entspannt, hat in ihren Büchern gelesen, auf dem Stillkissen der Untersuchungsliege gekuschelt, mit der Hebamme Späßchen gemacht und war rundum zufrieden.
Hat halt auch mal Vorteile, so ein „Abend- und Nachtaktives“ Kind zu haben. 😊
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(Und in Zukunft lasse ich das mit den Stunts. Ist glaube ich besser so.)