19 + 1 ODER: Fundstücke

19 + 1 ODER: Fundstücke

In meinem prenatalen, prehausbau- und preumzugs- Wahn miste ich fleissiges Bienchen ja mittlerweile immer kräftig aus, sobald sich mir die Gelegenheit dazu bietet.
Sprich: Sobald Tiffy sich für eine Nanosekunde selbst beschäftigt.
Also nicht allzu oft.

Aber ein Anfang muss ja immer gemacht werden und ich bin unheimlich Stolz darauf, dass ich (als passionierte „Alles-Sammlerin“ und bekennender Chaotin) mich schon von so vielen Sachen trennen konnte.

Nach und nach wandern etliche ausgrangierte Klamotten bei ebay rein und sorgen so nochmal für den ein oder anderen Euro und ganz nebenbei verschwindet so auch der Haufen Kartons im Hauswirtschaftsraum, die als Pakete fungieren.

Nachdem letzte Woche rund die Hälfte des Inhaltes meines Badschrankes meiner rigerosen Wegwerfpolitik zum Opfer gefallen ist, war heute noch ein anderes Schätzchen dran:
Der Küchenschrank.
Der mit den ganzen Tees und Cappucinopülverchen und den Nesquik-Sirup-Hasen, die ich sogar aus den USA mit hierhergeschleppt habe.
DER Küchenschrank.

Einige Erkenntnisse zu den Inhalten dieses Schrankes:

– Ich wusste nicht, dass Tees nur eine so kurze Lebensdauer haben, bevor sie ablaufen.
Weichflöten.

– Die 799 Beutel Tees, die ich von sämtlichen Frühstücksbuffets in Hotels around the globe geklaut habe, werde ich vermutlich niemals trinken.

– Die Teefilter sind alle

– Die Leinsamen, die ich mir in meiner letzten Schwangerschaft zur Unterstützung meines nicht ganz so akkuraten Verdauungsprozesses reingeschaufelt habe, waren auch schon in der letzten Schwangerschaft abgelaufen.
Das könnte allerdings erklären, warum das mit der Verdauung nie so geklappt hat. 😜

– Was zum Henker haben Mini-Cornflakes Packungen (jaja… hat sie auch vom Buffet geklaut…) in dem Teeschrank zu suchen?

– Den Nesquik Sirup gibts mittlerweile auch in Deutschland. (Oder gab es den vielleicht sogar schon immer hier?!)
Aber nicht in Hasenform.
Und nicht „in Erdbeer“.

Und ganz, ganz hinten, in der letzten Ecke des Schrankes, fielen mir dann 2 Tüten mit losem Tee in die Hand.
Schon lange in Vergessenheit geraten und natürlich (Achtung, wen wundert es…?!) abgelaufen ist mir ein Stückchen meiner Kinderwunsch-Vergangenheit in die Hände gefallen.
Meine Zyklustees.

Ich wollte ja damals, ganz zu Anfang, als ich meine Pille gerade abgesetzt hatte und sich die ersten Problemchen mit dem Schwangerwerden abzeichneten, alles ausprobieren, was ich nur ausprobieren konnte, um meinen Körper zu unterstützen.
Nach nächtelangem googeln und Austausch mit Frauen im www habe ich mich dann entschieden, meine Monsterzyklen mit Tees in die Knie zu zwingen.
Ich erinnere mich noch, wie ich mit meinen Thermoskännchen und Teefiltern im Flugzeug rumhantiert und fragende Blicke von meinen Kolleginnen geerntet habe.
Nein, ich bin nicht esoterisch angehaucht.
Ja, man probiert in so einer Situation alles.
Alles-alles.

Geholfen haben sie leider damals nichts…
Vielmehr stehen diese Beutel heute sinnbildlich für den Auftakt meiner Kinderwunschbehandlungen und allen damit verbundenen Tränen, Schmerzen und Ängsten.
Nach einer kurzen gedanklichen Zeitreise war ich unheimlich froh, heute den Mülleimerdeckel über ihnen schliessen zu können.

An alle Mädels da draussen, die vielleicht aktuell in einer Kinderwunschbehandlung stecken:

Ihr seit stark!
Ihr schafft das!
Glaubt an euch!
Glaubt an Wunder!
Geht euren Weg!
Weint!
Schreit!
Lasst alles raus!

Eines Tages wird alles gut werden.

Und dann schliesst ihr den Mülleimerdeckel ganz fest zu.

In diesem Sinne:
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Frohes Teetrinken und eine gute Nacht!

18 + 4 ODER: Happy Heparin

18 + 4 ODER: Happy Heparin

 

Fragmin P-Forte.

Ein Drama in 4 Akten:

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Heute widme ich einen ganzen Post meiner pieksigen Hass-Liebe: Den Heparin-Spritzen.

In der letzten Schwangerschaft haben sie mich ab dem TF bis kurz vor den Kreißsaal begleitet… Ich habe mir also knapp 300x unter Fluchen und Heulen zähnezusammenbeissenderweise dieses Teufelszeug (in Form einer Fertigspritze) wahlweise in Bauch oder Oberschenkel gerammt.

Als ich mich damals vorab zum Arztgespräch in meiner Entbindungsklinik vorgestellt habe, wurde auch ein Auge auf die Befunde der Gerinnungsambulanz geworfen.
Auf die Frage: „Warum spritzen Sie eigentlich Heparin?“ konnte ich ausser „Weil der Doktor es mir sagt..?“ nur Vermutungen anstellen.
Der Gerinnungsarzt ist nämlich nicht so der patientenorientierte Typ und als ich die ersten 3 Male dumme Antworten auf meine gestellten Fragen bekommen habe, habe ich resigniert und fortan jegliche Kommunikation auf „Hallo“ und „Tschüß“ beschränkt.
Ich hatte keine Kraft dazu, mich mit ihm auseinanderzusetzen.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Meine Entbindungsklinik war fest davon überzeugt, dass eine Heparingabe bei mir völlig überflüssig wäre und es keinerlei Indikation für eine Aufrechterhaltung ebendieser gebe.
Ich solle mich doch gerne in der hiesigen Uniklinik vorstellen und mir eine 2. Meinung einholen.
Das war etwa 3-4 Wochen vor Tiffys Geburt.
Durch die ganze Aufregung mit der Plazentaschwäche, ihrer Unterversorgung und meines eh schon bis aufs letzte strapazierte Nervenkostüms wollte ich dann alles, ausser eine 3.,4.,5. Arztmeinung hören und mich vollends bekloppt machen zu lassen.
Ich durfte -nach Rücksprache mit meinem Gerinnungsarzt- die Heparinspritzen ca. 1 Woche vor dem geplanten Kaiserschnitt absetzen und wurde mit den Worten:
„Wir sehen uns zur nächsten Schwangerschaft wieder. Sie haben ja eigentlich nichts!“
entlassen.

Ich hatte damals wirklich keine Kraft, mich über irgendwas aufzuregen.

Diese Schwangerschaft begann ja auf wundersame Weise „ohne alles“. – also auch ohne Heparin.
Mein Gyn schickte mich aber doch mal bei meinem Gerinnungsarzt vorbei, um mich „nochmal vorzustellen“.

Da schwante mir schon böses.

Das Vorstellen ging damit los, dass er mir ans Bein pinkelte, warum ich nicht „unschwanger“ gekommen bin.
Noch voller Elan und mit all meinem gebündelten Hass auf jede einzelne der stumpfen Nadeln habe ich ihn dann (mit der Kraft von 1000 Sonnen) zurückbepinkelt.
Wenn man mit mir nämlich redet, mache ich auch brav alles mit.
Jeden Scheiss.
Wirklich wahr.
Aber wenn man seine Patienten mit der Überheblichkeit eines Schwerlastkrans als unfähige, unmündige, unwissende Lemminge behandelt indem man einfach GAR NICHT kommuniziert (warum auch… Diese dummen, einfältigen Dinger verstehen doch eh nichts…) dann dürfen einem selber natürlich keine Fehler passieren.
Zum Beispiel vergessen zu sagen, dass ich nach der Entbindung nochmal kommen soll.
(Um bei der Wahrheit zu bleiben waren seine Worte beim Abschied sogar: „Sie brauchen nach der Entbindung nicht nochmal wiederkommen. Sie haben ja nichts!“ – Seine Helferinnen waren selbst erstaunt und haben sich noch 3x rückversichert)
Tja, hat die dumme Patientin leider aufgepasst.
Dü-düm.

Als mich die freudige Nachricht ereilte, dass ich wieder im Club der spritzenden Heparinopfer aufgenommen wurde und mir die erste Spritze kreischenderweise in den Oberschenkel gerammt habe, kamen mir die Worte aus meiner Entbindungsklinik wieder in den Sinn.
„Uniklinik… Gerinnungsambulanz… Zweitmeinung…“
*Zack* zum Hörer gegriffen und kaum sind 9 Wochen vergangen, hatte ich heute schon meinen Termin. 😉

Nachdem ich den Weg in die Untiefen dieses monströsen Labyrinths letzte Woche schonmal „trocken“ geübt habe, hat heute alles tiptop geklappt.
Und kaum hatte ich das richtige Parkdeck am richtigen Turm in der richtigen Ebene, kam ich dann auch zu der Tür zu den Aufzügen, die mich in den richtigen Flügel, zur richtigen Ebene, an die richtige Leitstelle (!!!!!) führten.
Dort schnell ein Nümmerchen gezogen und brav gewartet, bis ich dran war, um meine Versichertenkarte abzugeben und mich „anzumelden“.
Um es mal einfach zu sagen:
Alter nee, solche riesen Krankenhäuser sind nichts für mich.

Nachdem ich meinen Patientenbogen dann brav in Gang 37 hinter der Glastür 3x rechts und einmal scharf links abgegeben habe, durfte ich weiter vorrücken…
Der nächste Wartebereich war „den Weg wieder zurück aber dieses Mal bitte an der Fensterfront platznehmen, Sie werden dann aufgerufen!“
Glücklicherweise fand der Aufruf (Übrigens ohne jegliche Nummernzieherei… Tststs… Unorganisierter Schlamper-Laden! 😉) ziemlich zügig statt und noch bevor Tiffy sämtliche Ausleg-Exemplare vom „Uniklinik-Magazin“ in mikroskopisch kleine Teile zerlegt hatte.

Ich plauderte kurz mit der Ärztin, legte ihr meine Befunde vor und erzählte meine „Geschichte“.
Sie notierte fleissig und sagte dann gleich:
„Also wir sehen das hier etwas anders als Doktor xyz und geben in diesen Fällen kein Heparin. Sie haben ja nichts. (Ach…. ECHT?!!! So oft wie im Zusammenhang mit meiner Blutgerinnung habe ich das noch nie gehört. Noch nie. Warum, zum Teufel MUSS ICH DANN SPRITZEN????). Ich nehme Ihnen jetzt Blut ab, wir untersuchen das „auf alles“ ganz ausführlich und dann bekommen Sie in 2-3 Wochen einen Brief, in dem zu 99,9% steht, dass Sie das Heparin absetzen können.“

Aha.
Echt jetzt?
So einfach?!

12 Kanülen Blut später stand ich dann wieder hinter der Glastür 3x links.
Ein bisschen verwirrt, ein bisschen sauer, ein bisschen erleichtert – mit dem Plan in der Tasche, den Brief mal abzuwarten und dann mit meinem Gyn besprechen, was ich weiter mache.

Ausflippen kann ich dann ja immer noch.

Ist ja noch massig Zeit.

18 + 3 ODER: Schwangerschaftsupdate

18 + 3: Schwangerschaftsupdate

 

Schwangerschaftswoche:

18 + 3

Schwangerschaftsmonat:

5.

Schwanger seit:

129 Tagen

Tage bis zur Entbindung:

151

Nächster Ultraschall:

9.3.

Medikamente:

Fragmin P forte

Gebrechen:

Übertriebene Steissbeinschmerzen, Kopfschmerzen

Gewichtszunahme:

+ 2 Kilo

Laune:

Irgendwo zwischen „nah am Wasser gebaut“ und „sehr schnell genervt“

Hunger:

Unbändig

Kindsbewegungen:

Immer öfter… Alleine deshalb wäre ich gerne mein Leben lang schwanger. Das schönste Gefühl der Welt ❤

Geschlechtergefühl:

Obwohl ich ja tief in meinem Inneren von Anfang an geglaubt habe, dass wir einen Jungen bekommen; tendiere ich momentan vom Gefühl her eher zu einem Mädchen.
Bei meinen „Mitschwangeren“ hagelt es nämlich Jungsoutings noch und nöcher.
Wenn da was gewesen wäre, hätte mein Doc es doch gesehen…?
Um es in Zahlen auszudrücken, sag ich mal 60:40 für ein Mädchen.

Babyfacts:

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Bild: Pixabay.com

Baby ist ca. 15 cm lang vom Schädel bis zum Steiß (SSL) und wiegt etwa 200-340g. Dies entspricht von der Größe der einer durchschnittlichen Fleischtomate.
Die Zahnleisten werden angelegt und Leber und Milz starten, weiße Blutkörperchen zu produzieren.
Das Baby trinkt Fruchtwasser; erste Verdauungsrückstände (bestehend aus verschluckten Haut- und anderen Zellen… buaaaaah) lagern sich im Darm ab. Da haben wir dann wieder ordentlich was sauber zu „schrubben“ mit dem Kindspech nach der Geburt. 😉
(Quelle: familien-magazin.com)

Bauch:

Klein und kompakt, wie schon in meiner ersten Schwangerschaft. Ich gehöre wohl einfach nicht zu den Frauen, die Waschtrommeln vor sich herschieben. 😉

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18 + 2 ODER: TV Tipp

18 + 2 ODER: TV Tipp

Seit 22:15 läuft im ZDF die Doku: Schlaflos durchs erste Jahr – Das Abenteuer, Eltern zu werden.

Ich habe sie mir schon vorab online angeschaut und kann sie nur wärmstens empfehlen!
(Obwohl ich hormongeschwängerte, alte Heulsuse selbst bei völlig unheulenswerten Stellen wieder das ein- oder andere Tränchen verdrücken musste. Aber ich erlaube mir das in meinem Zustand einfach mal selber. 😉)

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich hier online anschauen.

Viel Spaß! 😊

Bild: Pixabay.com

17+2 ODER: 50 Minuten mit einem Kleinkind

17+2 ODER: 50 Minuten mit einem Kleinkind

Es ist 19:10 Uhr.
Ich schmeisse meinen aufgetauten Nudelauflauf in die Mikrowelle; gleich essen wir, dann mache ich Tiffy bettfertig- dann schaffe ich es perfekt, sie um 20:00 Uhr ins Bett zu legen.

Es ist 19:15 Uhr.
Sie kippt ihr komplettes Bällebad aus und 350 Bälle kullern durch die Küche.
– Ich atme tief ein.

Es ist 19:20 Uhr.
350 Bälle sind wieder eingeräumt.
– Die Mikrowelle piept, mein Essen ist fertig.

Es ist 19:21 Uhr.
350 Bälle kullern erneut durch die Küche.

Es ist 19:25 Uhr.
Die Bälle sind wieder im Bällebad.
Ich schalte die Mikrowelle nochmal an, um Tiffys Essen warm zu machen.

Es ist 19:25:40 Uhr.
Tiffy kippt einen halben Liter Pflanzenöl über den Küchenboden.
– Ich fange an, zu weinen.

Es ist 19:28 Uhr.
15 Geschirrhandtücher später schwimmt zumindest nichts mehr auf dem Boden.

Es ist 19:30 Uhr.
Ich versuche, die Spiegelglatte Fläche mit Spülmittel zu „entglätten“ (Hat meine Mama netterweise in der Zwischenzeit für mich ergoogelt)

Es ist 19:32 Uhr.
Ich suche meinen Wischlappen, um feucht durchwischen zu können. Ich finde keinen einzigen gottverdammten Wischlappen in dem ganzen Haus!

Es ist 19:35 Uhr.
Tiffy wischt mit den Händen im Spülmittel herum.

Es ist 19:36 Uhr.
Ich will sie in den Laufstall setzen.
Der Laufstall ist bis oben hin vollbepackt mit Sachen, die Herr Düse am Wochenende „kurz“ dort reingelegt hat, damit er saugen kann

Es ist 19:37 Uhr.
Ich ziehe dem Kind die ölverschmierten Klamotten aus.
Wir haben mittlerweile wunderschöne Fussabdrücke in Größe 21 in der gesamten Wohnung.

Es ist 19:40 Uhr.
Ich wasche dem Kind die Hände, damit wir gleich essen können.

Es ist 19:41 Uhr.
Ich schalte die Mikrowelle nochmal an. Mein Essen ist mittlerweile wieder kalt.

Es ist 19:42 Uhr.
Tiffys Pulli ist voller Blut.
Ich habe ihr nach dem Händewaschen die Ärmel nicht wieder komplett runtergezogen und sie hat sich ihre Schwimmwarze am Arm aufgekratzt.

Es ist 19:43 Uhr.
Die Mikrowelle piept.
Ich habe die Schnauze voll.

Es ist 19:45 Uhr.
Ich esse meinen steinharten Nudelauflauf.
Und mit steinhart meine ich so richtigrichtig steinhart.
Er ist immerhin lauwarm.

Es ist 19:50 Uhr.
Tiffy ist von oben bis unten mit Nudelsauce beschmiert, weil sie alleine essen wollte.
Ganz besonders der nigelnagelneue sonnengelbe Pullover.
Der Tisch auch.
Der Hochstuhl auch.
Der frisch gewischte Küchenboden auch.
Ich sage keinen Ton mehr.

Es ist 20:00 Uhr.
Tiffy hat eine frische Pampers an, sie steckt in ihrem Schlafanzug und ich bringe sie ins Schlafzimmer.

… Da sag noch einer, wir hätten kein perfektes Timing!

 

Bild: Pixabay.com

17+2 ODER: Rosa oder Blau?!

17+2 ODER: Rosa oder Blau?!

… Man weiß es nicht genau… 😜

Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, von meinem Ultraschalltermin am Freitag zu berichten.
Der Düsenmann und ich waren ja sooo aufgeregt, ob wir denn endlich erfahren, ob wir Verstärkung in „Team pink“ oder „Team blue“ bekommen.
Ich habe mir im Vorfeld schon mantramäßig immer wieder gesagt: „Manwirdesbestimmtnichtsehenmanwirdesbestimmtnichtsehenmanwirdesbestimmtnichtsehen….“ – Um mich schonmal mental darauf einzustellen.
Tiffy war damals (wie heute 😜) nämlich auch so ein Frechdachs und hat sich erst bei der Feindiagnostik richtig gezeigt.

Nach dem Standardprogramm wiegen, Pipi, Blutdruck und Fingerpieks mussten wir noch warten, bis der Doc seine sage und schreibe 9 Embryonentransfere (!! Ich drücke euch da draussen die Daumen!) beendet hatte.
Dann hat er uns im Vorgespräch erstmal über seine Diäterfolge („5kg in 5 Wochen OHNE HUNGERN, Frau Düse!“) upgedated und das er gleich noch zwei Patientinnen zur Botoxbehandlung hat, bevor er ins Wochenende starten darf.
(Ja… Botox… Nein… Im Gesicht, ihr Ferkel! 😜 Ist sein „Hobby“… Der Mann ist mit der Leitung eines riesigen Kinderwunschzentrums noch nicht ausgelastet genug… Ich sags ja… Extrem lässiger Typ. 😃)

Dann wurde geschallt… Unser Kleines (verdammt, ich habe immer noch keinen Projektnamen!) hat brav stillgehalten und ist super gewachsen und zeitgerecht entwickelt.
Ich bin erleichtert und freue mich so! 😊

Dann hat er sich auf die Suche nach einem Pipimann gemacht und ist nicht fündig geworden.
Ob das jetzt mangels Aussicht war oder ob tatsächlich einfach keiner dran ist, konnte er uns nicht sagen.
MENNNNNNNOOOOOOOOOOO!
Ichwillaberwissenichwillsaberwissenichwilleswiiiiiiiiiisssseeeeeeen! Ich will doch shoppen. 😭
Jetzt heisst es wieder 4 laaaaange Wochen warten… Am 9.3. haben wir unseren nächsten Termin.
Am 13.3. kommt dann die Feindiagnostik… Wenn wir es also in der Woche nicht erfahren, werde ich bockig.
Und zwar ganz und gar nicht im positiven Sinne. 😉

Zwei Fotos haben wir auch noch bekommen (sogar, nachdem ich schon wieder angezogen war… Mein allerallerallerliebster Arzt hatte es vergessen und mich schnell ein 2x Mal auf die Liege gescheucht, um uns ein paar Bildchen mitzugeben).
Voilà, here they are:

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16 + 1 ODER: Wir sind Hanse Haus

Ein diskussionsreiches Wochenende liegt hinter uns.
Ein Wochenende zwischen Terminen, Aktenordnern, Bauzeichnungen, Grundrissen, Taschenrechnern, endlosen „Pro und Contra Listen“, glühenden Telefonleitungen und schweisstreibenden Verhandlungen.
AAAAABER… Wir haben eine Entscheidung getroffen.

Bild: Pixabay.com

Unser Häuschen wird gebaut mit Hanse Haus.

Die Entscheidung haben wir uns nicht ansatzweise soooo schwer vorgestellt, aber im Idealfall ist es schliesslich eine Entscheidung fürs Leben und da soll schliesslich alles 100%ig stimmen.

Im Rennen waren ja zuletzt noch Viebrock sowie Hanse.
Eigentlich wollten wir ja von Anfang an mit Viebrock bauen.
Viebrock, die mit ihrem „Rundum Sorglos-Paket“ werben, ist eigentlich genau unsere Firma.
Sie könnte quasi „Familie Düse Haus“ heissen.
Wir sind Sparkasse.
Wir sind VW.
Wir sind Allianz-Bündelbonus.
Eine solide Firma wie Viebrock Haus schreit quasi nahezu nach uns und würde sich perfekt in unser „wir-wollen-Sicherheit-und-dann-kostet-es-eben-ein-paar-Euros-mehr“ Leben einfügen.
Leider entpuppten sich die „paar Euros mehr“ bei Viebrock als schlussendlich knapp 16.000€ (und es gibt keinen einzigen Pfennig Rabatt) bei 10m² weniger Wohnfläche und einer nicht wirklich engagierten Beratungsleistung.
Wir durften oft kommen und unsere Wünsche und Änderungen mitteilen, keine Frage.
Aber die Architektin hat eigentlich nur unsere Ideen zu Papier gebracht und leider, leider keine Vorschläge und Lösungsansätze eingebracht.
Zudem war Viebrock der einzige Hersteller, der uns seit Dezember versucht hat, zu einer Unterschrift zu drängen.

Das haben wir bei Hanse Haus anders erlebt.
Der Berater war sehr engagiert; hat mit seinem Architekten neue Ideen eingebracht, hat uns zu allen Belangen Lösungen angeboten und hat sogar seinen Terminkalender inklusive gebuchtem Flug sausen lassen, um unserem spontanen Wunsch nach der Probebemusterung in Oberleichtersbach nachzukommen.
Schlussendlich ist er uns preislich sogar exakt unseren Vorstellungen entsprechend richtig weit entgegengekommen.
Kurzum: Faktisch wussten wir, welcher Bau den größeren Mehrwert hat – nur das Bauchgefühl spielte noch nicht 100%ig mit.
Das letzte bisschen Zweifel wurde dann nochmal von der Viebrock Beraterin gesät, die bei unserem Termin am Freitag über die Machenschaften der „anderen“ herzog und uns quasi vor den „freien Verkäufern“ warnte.
Auch an der Qualität von Fertighäusern hat sie kein gutes Haar gelassen.
Da waren sie dann wieder, die Zweifel.
Und mein Allianz-Ordner rief neben dem Bausparvertrag der Sparkasse aus dem Regal gaaaanz laut: „Düüüseeeeeeeee… Denk an das rundum-Sorglos-Paket!!“

Also haben wir bis Nachts um 2 alle Sachen nochmal recherchiert und zusammengetragen, um unseren Hanse Haus Berater zu löchern.
Der Berater von Hanse Haus hat sich am nächsten Tag daraufhin sofort gemeldet und hat ausführlich alles zufriedenstellend erklärt; hat zu allen Punkte Rede und Antwort gestanden und hat uns auch hier gesagt, wir können ihn jederzeit anrufen und wir sollen uns mit unserer Entscheidung Zeit lassen.

Parallel dazu hatten wir dann eine Email von Viebrock im Posteingang.
Ein kurzer Zweizeiler, dass wir morgen (also gestern) zum Vertrag unterzeichnen kommen müssen, weil die Preise ansonsten definitiv auslaufen.
Da war er wieder; der Viebrocksche‘ Druck.
Nachdem Engelchen und Teufelchen noch einen kurzen Kampf ausgetragen haben, verfassten wir eine -wie ich finde- sehr diplomatische Mail an Viebrock.

„Hallo Frau xyz,

wir haben bis jetzt zusammengesessen und mit den anderen Anbietern telefoniert, Unterlagen ausgetauscht und diskutiert, deswegen entschuldigen Sie bitte die späte Rückmeldung auf Ihre Mail.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir uns leider noch nicht dazu in der Lage, einen Vertrag mit Viebrock zu schliessen, da das Preisniveau der anderen Anbieter nach wie vor weit unter Ihrem Angebot liegt.

Es tut uns leid, dass wir am heutigen Tage keine positivere Rückmeldung geben können; wir machen uns den Entscheidungsprozess nicht einfach. Wir würden uns aber gerne noch einmal mit Ihnen in Verbindung setzen, sobald wir zu einer endgültigen Entscheidung gekommen sind.

Viele liebe Grüße,

Familie Düse“

Die Antwort aus dem Hause Viebrock war dann unsere Entscheidung für das Hanse Haus.

Ich sag es mal so: Die Dame war sehrsehrsehrsehrsehr angepisäuert und hat uns sofort jegliche weitere Zusammenarbeit aufgekündigt, gepaart mit den besten Wünschen für unseren Bau, der eh in die Hose gehen wird, weil er ja nicht mit Viebrock stattfindet.

Als ich die Email bekommen habe, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.
Ich habe gelächelt und wusste, es war die richtige Entscheidung.
Wenn die Dame wüsste, wie dankbar ich ihr für ihre Mail bin.
So schnell dreht sich das „Rundum-Sorglos-Paket“ in ein Ekelpaket.
Das Schild an der Tür alleine macht einen eben nicht zur Nummer 1.

Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Schritte und auf den Bau mit Hanse Haus.
😊