Liebster Award

Juhuuuuu! Ich wurde nominiert!
Der „Liebster Award“ geht mal wieder um, und die liebe Maria von Mein achtsames Leben hat mich nominiert. Vielen, vielen Dank, liebe Maria, ich freue mich riesig. ❤

Wie wir ja alle wissen, geht nichts ohne DIE RÄGELS, denn die Rägels sind nunmal die Rägels:

1. Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat. (✅) 
2. Beantworte die 10 Fragen. (✅)
3. Überlege dir 10 neue Fragen. (✅)
4. Und nominiere neue Leute für den Liebsten Award. (✅)
5. Informiere die nominierten Blogger! (✅)
6. Füge die Grafik für den Liebsten Award ein! (✅)
7. Vergiss nicht die Regeln des Liebsten Awards einzufügen! (✅)

1. Wer bist Du? Kennst Du Deinen innersten und wahren Kern?
Puuuuuh… Über der Frage brüte und brüte und brüte ich… ich habe mittlerweile schon 4 Eier gelegt.
Ich merke momentan, dass ich mich jahrelang nicht gefunden habe und irgendwo zwischen „hier“ und „da“ hing.
Vor allem „da“, wo man es allen anderen Recht macht, ausser sich selbst.
Im letzten Jahr habe ich angefangen, mich konkreter mit mir auseinanderzusetzen.
Aus Gründen.
Diese Gründe gaben den Impuls 
Dinge zu hinterfragen, zu lernen mich selber zu akzeptieren, mein eigenes, inneres ICH nach aussen zu kehren, mit mehr Rückrad hinter MIR zu stehen.
Aber angekommen bin ich noch nicht, nein.
Aus Gründen.

2. Was war die größte Veränderung in Deinem Leben?
Definitiv der Tag, an dem ich Mama wurde.
Von einer Sekunde auf die andere war einfach alles anders.
Schöner anders.

3. Wie siehst Du die Welt?
Am liebsten von oben, aus dem Flugzeug, durch die Wolken hindurch.
Wo Staus auf der Autobahn irgendwie niedlich anzusehen sind und die Stille der Morgendämmerung mit vereinzelten Lichtern hier und da eine unheimliche Ruhe ausstrahlt.

4. Was muss sich Deiner Ansicht nach in unserer Gesellschaft ändern?
Der Respekt, die Achtung, die Rücksicht auf- und voreinander muss zurückkehren.
Respekt vor sich selber, den Menschen, die uns umgeben und dem Leben an und für sich.
Ansonsten gehen wir vor die Hunde.


5. Wenn Du nochmal von vorn beginnen könntest, würdest Du etwas anders machen (auch in Hinblick auf Deine charakterliche Entwicklung)?
Mir würden 1000 Dinge einfallen, die ich gerne ändern würde, rückgängig machen würde, anders lösen würde.
ABER: Nein, ich würde es nicht tun.
Denn ich hätte zu viel Angst, dass mit nur einer geänderten, winzigen Kleinigkeit meine Geschichte neu geschrieben wird und mein Leben in eine ganz andere Richtung verläuft. So dass ich schlussendlich nicht der Mensch wäre, der ich heute bin. Vielleicht hätte ich, wenn ich mich im Jahre 2000 nach meiner letzten Abschlussprüfung nicht so gepflegt abgeschossen hätte, dass ich ins Gebüsch gefallen und nicht mehr aufstehen konnte, Herrn Düse nie kennen- und liebengelernt und hätte so niemals Tiffy und das Babymädchen bekommen.
Nein, ich würde alles genau so lassen.

Denn ich mag mich und mein Leben.

6. Wo wir gerade beim Thema Charakter sind: Hast Du irgendwelche Angewohnheiten, Marotten, Ticks, irgendwas was so „Typisch Du“ ist?
Mein Mann würde wahrscheinlich jetzt ganz aufgeregt aufzeigen, schnippsen und „hierhierhierichichich“ rufen, weil er vor lauter Rededrang nicht mehr ruhig sitzen könnte. 😂
Wenn er denn könnte. Aber ich lasse ihn nicht zu Wort kommen, Muhahahahahahaaaaaa.
Öhm… also was ist typisch ich? 🤔
Ich bin ein Kontrollfreak.
Herd aus… Backofen aus… Bügeleisen aus (nicht, dass ich bügeln würde)… alle Fenster zu… Haustür richtig zu…. ISTDERHERDAUCHWIRKLICHAUS????
Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht alles mindestens 3 Mal nachgucke, bevor ich das Haus verlasse.
Bevor wir in den Urlaub fahren, müssen wir mithilfe unserer eigens angefertigten „Checkliste Strom“ das ganze Haus abgehehen und haken jeden gezogenen Stecker/abgeschlossenes Fenster/abgeschaltetes Gerät ab.
Zusätzlich mache ich vorsichtshalber noch ein Foto/Video vom Backofen oder anderen gefährlichen Elektrogeräten, so dass ich im Urlaub immer nachschauen kann, ob es auch WIRKLICH aus ist, falls mich mal die Panik überkommt. 😉
…. Öh… tjoaaar…. Wenn ich es so geschrieben sehe, finde ich es schon ziemlich krank. 😂🙈Ich glaube, ich brauche eine Therapie.


… Uuuuuuuuund ich habe eine bekloppte Lache.
Eine laute, bekloppte Lache.

7. Beschreibe Dich mit einem Buch-, Lied- oder Filmtitel
„Stressed out“ (twenty one pilots)


8. Wenn Dein Leben ein Film oder Buch wäre, wie wäre sein Titel (und warum)?
1) Ich kann mich nicht entscheiden
(Begründung in den nächsten 8 Punkten 😂)
2) Aber bitte mit Sahne
(Ich liebe Sahne)
3) The girl who ate everything
(Ich liebe es, zu essen!)
4) Schlimmer geht immer es da entlang
(Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her Funken, der den Heuballen, auf dem Du sitzt, entzündet und alles brennt vor Deinen Augen ab. – Das bin ich.)
5) Zu viele Worte, zu wenig Platz auf dem Cover.
Ich kann mich nicht kurzfassen. (AKA der Alptraum eines jeden Deutschlehrers. Keine Erörterung unter 13 Seite.)
6) Learning to fly
(Ich „learnte“ to fly und ich liebte to fly. Ich
liebe to fly.)
7) ‚Schuldigung.
(Gerne gepaart mit „Oops“. Im Wörterbuch unter „Tollpatsch“ ist ein Bild von mir. Neben einer Zeichnung von einem umfallenden Dosenturm im Supermarkt)
8) Höhöhö.
(Meine weiter oben erwähnte, blöde Lache)
9) Fall down seven times-stand up eight
(Wenn ich etwas erreichen möchte, tue ich alles dafür und wenn ich dabei hinfalle, stehe ich wieder auf. Einmal, zweimal, zehnmal… Bis ich angekommen bin. Es fiel doch tatsächlich schon einmal der Vergleich mit einem Terrier 😕)

9. Tiefe Täler, hohe Höhen, weites Meer – was bevorzugst Du?
Das Meer.
Wasser ist mein Element.
Ich liebe es, im warmen Wasser zu schwimmen und zu schnorcheln.
Einfach abtauchen und nur noch das dumpfe Rauschen des Meeres hören (und ab und an das Gekreische eines Jetskis)
Mein Lieblingsplatz, am Strand von Fort Lauderdale, mit Blick auf das Meer und das Fishing Pier ist meine persönliche „Rettungsinsel“.
In allen „Extremsituationen“, wenn ich mich entspannen soll, flüchte ich mich in Gedanken an mein Fleckchen Strand.
Mit „Blick“ auf das Meer habe ich übrigens meine Kinder geboren. 😉

10. Wenn Du wählen könntest, wo und wie würdest Du leben?
Mit meiner Familie in Florida.
In einem kleinen Condo am Beach.
Meinen Job würde ich gerne behalten, wenngleich er wahrscheinlich in einem etwas stumpferen Glanz erstrahlen würde als hierzulande.
Mir gefällt es, dass in den USA das Leistungsprinzip gilt:
Wenn ich hart arbeite, kann ich es zu etwas bringen.
Hier ist es ja zumeist „Er/sie/es ist eine faule Socke, hat aber durch 37 Jahre Betriebszugehörigkeit eine nahezu unkündbare Stellung. Also bleibt er/sie/es.“
Das Glück ist bei uns mit die Doofen anstatt mit die Ehrlichen. 😉

DANKE liebe Maria, für diese tollen Fragen!

Hier kommen meine Fragen:

1) Verrate mir doch Dein Lieblingszitat
2) Welches Lied verbindest Du mit Deiner Jugend? Warum?
3) Wenn Du eine Henkersmahlzeit wählen müsstest, was wäre es?
4) Wenn Du wählen könntest: Dein Traumhaus in einer furchtbaren, heruntergekommenen Gegend, oder eine super Gegend und dafür ein Haus, dass Dir nicht gefällt – wo würdest Du Leben wollen und warum?
5) Welche war die bisher schwerste Entscheidung in Deinem Leben?
6) Stell Dir vor, Du hättest 1 Jahr lang Urlaub bei vollem Einkommen. Was würdest Du tun?
7) Nenne eine Sache, die Du in Deinem Leben bereust.
8) Was ist der Unterschied zwischen gutem, perfekten und exzellentem Service für Dich?
(Diese Frage wurde mir vor gefühlten 7000 Jahren in einem Vorstellungsgespräch gestellt und hat mich bis heute nicht losgelassen 🙈)
9) Dein Lieblingsbuch
10) Was magst Du besonders an Dir?

Uuuuund ich nominiere folgende, tolle, lesenswerte Blogs:

Abenteuerhausundkind

Kommbaldzuuns

Der Anfang ist dunkel

Der Stepvogel

wiraufwolke4

Zoé, la Française

einstrichphobie

Zwischen Windeln und Wahnsinn

Mann Kind Koffer

51 Wochen Babymädchen ( & Werbung)

51 Wochen Babymädchen

(30.06.-06.07.2016)

*** Dieser Artikel enthält Werbung für die Europa Apotheek.
Wie immer findet ihr hier jedoch meine freie, unabhängige Meinung. ***

Ich schulde euch noch immer den letzten Teil unseres Sommerurlaubes (macht nichts, ist ja bald Winter! 😬) und somit auch die 51. Woche im Leben unseres (mittlerweile schon 15 Monate alten) Babymädchens. 😉

*klingelingeling* (<- Rückblendemusik)
Ab in den weissen Anzug mit euch und *schnipps* rein ins schwüle, tösende Getümmel von Miami.
Mit mir natürlich.
Und dem Babymädchen.

Deine Kleidergröße:

74/80

Deine Windeln:

Pampers Baby Dry Größe 4 (in der US „Sesame Street“ parfürmierten Edition)

Erstes Mal:

Dein erster 4th of July.
Wir haben, wie es sich für almost patriotische Urlauber gehört, ordentlich Independance Day gefeiert.
Vormittags haben wir uns die Parade an der Strasse angeschaut und Tiffy hat kiloweise Süßigkeiten gefangen. (Die Parade ist ähnlich wie bei uns der Strassenkarneval. Nur in heiß.)
Abends gab es dann ein riesiges Feuerwerksspektakel am Strand.


Dein neues Lieblingsessen:

Corn Dogs

Ich wollte die Dinger ja unbedingt schon immer mal probieren.
Also „zack the bean“ wie eine „nicht-ganz-so-prominent-wie-sie-gerne-wäre“-Prominente einst sagte…:
Ab in den nächsten Publix und rein damit in den Einkaufswagen.
Von der Konsistenz sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwie irritierend süss sind sie, die Würstchen am Stiel.
Ob dass das Geheimnis ist?
Du liebst sie und nagst Dich beharrlich, frech und froh durch die Kollektion.

Was Du alles Neues kannst:

– An der Hand laufen
Bedarf es da noch grosser Worte? Mein Herz schmilzt, wenn Du mit wackeligen Beinen an meinen Händen durch die Welt stolzierst. Halt sie noch ein wenig fest, meine Hände.
Nur ein kleines bisschen noch.
Für immer vielleicht.

– Mit dem Finger auf etwas zeigen und dabei DA! sagen.
DA! DA! DA!
Mir war vorher nie aufgefallen, wie viele Tauben es auf dieser Welt gibt… 😉

– Bah! sagen.
Weniger oft, wenn etwas nicht schmeckt (Dir schmeckt nämlich alles), als wenn du etwas verbotenes tust. (Tauben jagen, um nur ein Beispiel anzuführen 😉)

Wenn ich Dich mit einem Bild beschreiben müsste:

Keinohrhase 😉

 

Mit nur einem Handgriff hast Du dem unschuldigen Häschen gekonnt die Ohren skalpiert.
Wir haben das arme Ding, dass übrigens ernsthaft DEKO in unserem Apartment sein sollte, unauffällig entsorgt.
Wir werden in der Hasenhölle schmoren.

Deine Lieblingsbeschäftigung:

Die Taubenjagd.
Wie bereits erwähnt, es gibt hier am Strand sehr viele Tauben.
Sehr, sehr viele.

Deine Passion:

Du wirst BRONTAL.
Ganz erhaben und keinerlei Handlungsspielraum lassend, steckst Du mir Deinen Finger in den Mund und zwingst mich, ihn abzulutschen.
Wohlgemerkt NACHDEM du ihn selber abgerutscht hast.
Wir sprechen hier von einem warmen, triefnassen Finger.
Ouuuuuäääääää…

Wen Du um den Finger wickelst:

Ganze Heerschaften an Amerikanerinnen und Latina-Mamas am Strand.
Ich habe Dir ja so einen unfassbar bezaubernden Badeanzug mit rosa Tutu dran gekauft.
Er ist wirklich Zucker.
Auf jeden Fall hast Du festgestellt, dass es sehr gut ankommt, wenn Du besagten Mamas charmant lächelnd winkst.
In deinem Tutu-Badeanzug. (Falls ich es noch nicht erwähnt hatte… 😉 Ich könnte Dich aufessen, wirklich wahr!)
Die Reaktionen waren absolutely Amerikanisch: … Gekreische, Oh my God!-Rufe und sogar Kameras wurden gezückt.
Letzteres fand ich dann nicht so cool und musste einschreiten, weil ich ja sehr darauf bedacht bin, dass ihr nirgendwo im Internet zu sehen seit.
Generell kann man aber sagen: Du weisst zu Gefallen 😉

Mamas Beach Body:

Palimpalim…
Also wenn ich mir die 26jährige, gertenschlanke Freundin meines Bruders neben mir am Strand so anschaue… öhm… da möchte ich manchmal ein bisschen weinen.
Aber so grundsätzlich stehe ich dadrüber.
Meistens.
Wir sprechen uns nach 2 Kindern wieder, Zuckerpuppe.

Was mich mit allerdings mit Gram erfüllt (Hört, hört! Sie kann sich gewählt ausdrücken, die Frau Düse! 😉) sind meine Pigmentflecken.
Als ich in der Schwangerschaft die Sonne auch nur angeschaut habe, fingen sie direkt an zu spriessen, die Fleckchen.
Nun trägt es sich ja zu, dass ich noch stille und dieses ganze Hormon-mix’n match-Konglomerat sich noch nicht ganz wieder eingefriemelt hat.
Also werden weiter fleißig Pigmentflecken produziert.
Einen davon mitten auf der Stirn.
Grmpf.
Ich sehe jetzt nicht aus wie Winnie Harlow, aber man sieht es.
ICH sehe es.

Fundstück der Woche:

Finde den Fehler….:
In Deutschland kostet ein in Deutschland hergestelltes Kinderservice rund 30 Euro.
Bei Marshalls in Südflorida bekomme ich es für 8$.
Für den Preis kann ich es natürlich nicht stehen lassen, ganz klar.
Ich re-importiere es quasi für rund ein Viertel des Preises wieder.
Vielleicht ist es das, was das Service so günstig macht? 🤔
Die vielen Flugstunden auf dem Weg um die Welt?
Das soll einer verstehen.

Unverschämte Squirrels in unserer Apartmentanlage:

2

Wichtigstes Reiseaccesoire:

Unsere Reiseapotheke.
Vor dem Abflug habe ich lange überlegt, ob und in welchem Umfang ich Medikamente mit in den Urlaub nehme.
Generell sind die Sachen in den USA ja bedeutend günstiger als in Deutschland, wozu also mitschleppen UND noch mehr bezahlen? (sprach das Teufelchen)

Was aber, wenn den Kindern auf dem Flug etwas passiert?
Durchfall, Verstopfung, Fieber, Husten, Erbrechen, klaffende Wunden? (Das Engelchen)

Willst Du wirklich für alle Eventualitäten Medikamente mitschleppen?
6 Kilo zulässiges Handgepäck, liebe Düse. 6 Kilo! (Teufelchen)

Was soll ich sagen, nachdem ich eh immerimmerimmer hemmungslos overloaded bin was Gepäck angeht, flog ich…. richtig, MIT vollgepackter Reiseapotheke.
Ich brauche nicht zu erwähnen, dass wir (ausser den gerade im Flieger wirklich überlebenswichtigen) Nasentropfen NICHTS gebraucht haben?
Aber alleine das Gefühl, aus dem Stehgreif den Biss einer Viper versorgen zu können, war es wert, die Handtasche mit weissen Fingerknöcheln zu tragen.

Günstig geschossen habe ich die Sachen übrigens bei der Europa Apotheek aus Venlo.
Wenn man eine komplette Reiseapotheke ausstattet, kommt ja schnell ein Euro zum anderen… da schlackern die Ohren im Wind… Aber ich war angenehm überrascht, die haben wirkliche Schnapperpreise. (Und liefern wahlweise per DHL ODER Hermes… ich persönlich habe ja gerne die Wahl. Jeder hat ja so seinen persönlichen Hate-Carrier.😉)
Für die Kiwu-Mädels übrigens: (nicht, dass ich danach gucken würde… Tüdelüüü…😙) – die haben sogar Gonal. 😉

*klingelingeling* (<- Reverse-Rückblendemusik)
Ihr Lieben… schön, dass ihr mit uns in Florida wart.
Nun aber wieder auuuuuuufwachen und rein ins nasskalte nicht-Florida. 😉 (Ihr kommt ja aus aller Herrenländer wie ich meiner Blogstatistik entnehmen kann.. .WOW! :))
Bis zum nächsten Mal, ich freue mich, von euch zu lesen!

​50 Wochen Babymädchen 

50 Wochen Babymädchen
(23.06.-29.06.2016)


Modus:

Immernoch das Urlaubsbabymädchen

Grösse:

Unbekannt.

Deine Kleidergröße:

74/80

Deine Windeln:

Pampers Baby dry Größe 4

Gewicht:

Unbekannt. Urlaub eben.

Erste Male:

Deine erste Frisur.
Angelehnt an das Motto „Urlaub“…
Mesdames et Messieurs… DIE PALME.

Du bist zum ersten Mal ganz alleine aufgestanden.
Ohne Möbel.
Ohne sonstige Hochziehhilfe.
Einfach ganz alleine.
Am Strand.
Mein grosses, grosses Mädchen. ❤

Deine neue Lieblingsspeise:

Mac & Cheese
Für mich schmeckt das vordergründig einfach nach nichts.
Im Abgang dann nach ÜBERHAUPTNICHTS.
Ist dass wohlmöglich das Geheimnis der westlichen Nahrungsmittelindustrie? 🤔
Lautet die Devise:
Was nach nichts schmeckt, kann schonmal nicht nach Gemüse schmecken?
Die Welt wird es nie erfahren.

Was Du tolles kannst:

Schleifspuren im Sand.
Nicht zu verwechseln mit der hiesigen Seaturtle.
Mein Seababymädchen.

„High five“ geben.
Auf Zuruf.
Yeah, we are in America, Honey ✋

Fauxpas der Woche:

Vor lauter Jetlag und Aufregung und hinundher bist Du doch tatsächlich im Meer beim Schwimmen auf Mamas Arm eingeschlafen.
Einfach so.
Das Wasser pipiwarm, die Wellen rauschen, dazu etwas kuscheln… hach, so würde ich auch gerne einschlafen.

…. Und weil es so schön war, am nächsten Tag gleich wieder.
Und am übernächsten.
Und am überübernächsten…

Song der Woche:

„Gold“ von Kiiara.
Auf der I-95 im Auto gehört und als sofortiger Ohrwurm für immer in den Gehirnwindungen manifestiert.
Echt geiler Scheiss.
Mit „gold up in my, gold up in my teeth“ im Ohr fühlte ich mich fast ein wenig wie eine verwegene Ghettobraut (die hervorragend gut tanzen kann. Also im Gegensatz zu mir.) und nicht wie Frau Düse aus Kleinoldenbüttel (hab ich mal beim „kleinen Vampir“ gehört und nie vergessen, so süss fand ich das. Kennt ihr noch den kleinen Vampir? Ich habe ihn geliebt  als Kind. Geliebt. Und nun musste ich doch glatt mal Google Maps anschmeissen und nachsehen: Nope. Es gibt kein Kleinoldenbüttel. Schade eigentlich. Sollte mal jemand gründen. Ich wäre dabei. Pro Kleinoldenbüttel sozusagen).
Vor meinem inneren Auge jedenfalls kann ich tanzen wie eine 1.
Richtig dööördy und beweglich und Hüfte hier und Rumtata-Zäng-Boom-nimm-das-und-Salsa-mässig-Haare-nach-hinten-werf-und-in-die-knie-geh-mässig.
Da werden sie alle neidisch, die dirty X-Tinas und die rougen Moulins dieser Welt.
Vor meinem inneren Auge jedenfalls.

Bis ich das Lied gefunden habe, musste ich zu Hause allerdings stundenlang suchen.
Denn meine heilige Songfindebibel „Shazaam“ hat auf eben jener I95 mangels Internetverbindung nicht funktioniert .
Also versuch mal ein Lied wiederzufinden von dem man noch folgende Fakten im Kopf hat:

– „Ohrwurm“
– „weibliche Stimme“
– …

Ich will nicht prahlen, aber ich habe es geschafft.
Voilà, haltet euch die Ohren zu (wegen der Würmer!)… Kiiara mit Gold („und jetzt ab durch die Zauuuuuuberkugel!“):

Was wir diese Woche erlebt haben:

– – –

– Strand.
– Strand.
– Strand.
– Ein Besuch in der Sawgrass Mills Mall.


– Ein Besuch in der Coral Ridge Mall.
– Einen kurzen Abstecher zum Port Everglades zum Kreuzfahrtschiff-Auslaufen beobachten.
– Einen Abstecher nach Miami zum Bayside Marktplace.

(Mama musste unbedingt im Hard Rock Café für euch beiden shoppen. Und im Disneystore. Nur ein büschen. Büschen viel. 😉)

– Achja… bevor ich es vergesse: Strand. Natürlich waren wir am Strand.

​49 Wochen Babymädchen 

49 Wochen Babymädchen

(16.06.-22.06.2016)wenn das in dieser Geschwindigkeit weitergeht, überrunde ich mich bald selbst 😉

It’s 4 o’clock in the morning
And it’s starting to get light
Well I’m right where I wanna be
Losing track of time…

Lazard- 4 o’clock in the morning 

Erste Male:

Diese Woche hatte es in sich.
Du bist zum ersten Mal geflogen.

Du hast zum ersten Mal das Meer gesehen.
Du bist zum ersten Mal im Meer geschwommen.
Du hast zum ersten Mal einen anderen Kontinent bereist.

Du hattest Deinen ersten Jetlag.
Du hast Dein erstes Squirrel gesehen.

Sinnbild: Squirrel in Cracker-Tüte

Du hast zum ersten Mal Englisch gehört.
Du hast zum ersten Mal unter diesen furchtbar dünnen Karibik-Bettdecken geschlafen.
Du hast zum ersten Mal am Strand geschlafen.

Unser Florida Urlaub hat begonnen.
Die Anreise war eine glatte 11 auf einer Skala von 1-10.
Nach einer seeeeeehr kurzen, seeeehr gestörten Nacht im Holiday Inn am Flughafen klingelten am Morgen 37 Wecker parallel um 06:15 Uhr.
Geduscht, Kinder noch im Halbschlaf angezogen, schnell die restlichen Sachen der Nacht in unser Auto verfrachtet, ein bisschen Early gebirdet und dann ab ins Taxi zum Flughafen.
Gott sei Dank nur mit unserem schmalen Handgepäck (1 Trunki Koffer, 1 Rucksack, 1 Victoria’s Secret Reisetasche, 1 Buggy und einem Maxi Cosi); den Koffern hatten wir uns ja schon am Vorabend entledigt.
Nach Security (nur der Buggy hat angeschlagen, Hurrraaa!), Passkontrolle und Dutyfree Shopping (früher: 2 Stangen Zigaretten, Sekt, Pafüm// heute: 1 Zeitschrift) wurdest du maulig.
Gestillt.
Eingeschlafen.
In den Maxi Cosi gelegt.
Pünktlich zum Boarding wieder wachgeworden.
Hinter uns in der Schlange ein Truppe junger Mädchen und Jungs die mit Blick auf unser Gepäck feststellen: „Ey, wieso haben wir denn überhaupt Gepäck abgegeben???“
Kriegt ihr erstmal Kinder.
.
.
.
.
.
.
Bitches.
…Und ausserdem geht der Buggy ja schliesslich noch nach unten. *fiktivenponyindieluftpust*

Im Flugzeug selber gab es erstmal eine grosse Wiedersehensparty, denn eine meiner Kolleginnen, die ich seit der Schwangerschaft mit Tiffy nicht mehr gesehen habe, war auf dem Flug und beschenkte Tiffy erstmal reichlich mit Bonbons.

8 Stunden „Trotro“ guckend und 1:45 Stunde schlafend (Tiffy), 2 Stunden schlafend (Babymädchen), 1 Spielfilm guckend (Herr Düse) und 3 Folgen „Modern Family“ guckend (Ich) betraten wir 9:47 Stunden später amerikanischen Boden.
Beide Kinder in der Trage, Handgepäck links und rechts unter die Achseln geklemmt.
Die neue automatische Einreise ignorierten wir aufgrund der Tatsache, dass das Babymädchen ja noch nie in die USA eingereist war.
Watt der Bauer nicht kennt, frisst er nicht… 😉
Wir mogelten uns einfach so lange weiter durch und stellten uns doof, bis wir wieder vor einem altbekannten Immigration-Officer standen.
*Blitz* 4 Fotos später und „Press Index Finger/middle Finger/thumb here“ 300 Fingerabdrücke später hatten wir unsere vier Stempel in den Pässen.

Die Custom Declaration hat der Immigration Officer auch direkt einbehalten – das war auch neu.
Guck an, kaum ist man mal 1 Jahr nicht da, ist alles anders.
Irgendwann hatten wir sowohl Koffer als auch Mietwagen inklusive Kindersitz in Beschlag (nur kurz unterbrochen von einem kleinen Kötzerchen von Tiffy im Rental Car Center) und fuhren mit den mittlerweile seeeeeehr müden Kinder auf die I95 Richtung Norden.

In Fort Lauderdale angekommen, trafen wir auf alte Bekannte:
Eine deutsche Familie, die mit ihrem 5-jährigen Sohn ebenfalls in der Apartmentanlage urlaubte.
Murphy legt fest, das wir jedes Jahr, egal wann wir fahren, bei Regen ankommen.
„Typisches Miami Wetter“, sagte mal ein Kapitän.
Während wir unsere Koffer in unsere Wohnung verräumten und einen kurzen Plausch mit unserer Vermieterin abhielten, tanzte Tiffy draußen mit ihrem neugewonnenen Urlaubskumpel im Regen und badete in den monströsen Pfützen.
„Guck mal Mama, hier ist ein ganz grosses Wasser!“
Wir lachten.
Wussten wir doch, was hinter dem Hotel auf der anderen Strassenseite für ein grosses Wasser wartete.
Dann fuhr auch „schon“ meine Familie vor, die es vorgezogen hatten, mit einer anderen Airline anzureisen.
Ihr Flieger landete 20 Minuten nach unserem in Miami – sie trafen 1,5 Stunden nach uns in Fort Lauderdale ein.
Finde den Fehler.

Wir fuhren noch schnell in kompletter Mannschaftsstärke zu Publix, um für 150$ die nötigsten Kleinigkeiten zu Essen für den nächsten Tag zu besorgen (die Stimmung eskalierte etwas, da wir uns zeittechnisch mittlerweile Mitternacht näherten) und fielen anschliessend wie Felsbrocken ins Bett.

Schmalspur Erstbefüllung: Fürs Frühstück reichts. Und natürlich Bier.

Um 4 Uhr morgens fingen wir dann an, unsere Strandtasche zu packen, Schwimmflügel aufzublasen, zu spielen und ein erstes Frühstück einzunehmen.

Yipee.

Zum Sonnenaufgang spazierten wir über die Strasse zum Strand, wo wir direkt auf meinen Bruder trafen.
Die Mädels waren völlig aus dem Häuschen.
Ich war unendlich glücklich.
Und sehr, sehr müde.

Die gesamte erste Urlaubswoche kämpften wir mit den Folgen des Jetlags und konnten irgendwie noch so gar keinen richtigen Rhythmus finden…
Das Babymädchen war oft motzig, schlief am Strand ein und die Nächte waren unterirdisch. (Spoileralarm: Sie blieben unterirdisch. Durchgehend.)

Trotzdem schafften wir es in der ersten Woche zum Burgeressen zu Denny’s, zum Shoppen zu Marshalls und den Souvenirbuden um die Ecke und 2x täglich an den Strand.

Grausame „Souvenirs“… WER BITTE kauft so etwas??!?

Build your own Burger: Cheddar Bun, Beef Patty, Lettuce, Tomato, sauteed Mushrooms, Onions, Swiss Cheese. Served with Fries. Ein Gedicht. ❤

 

Denny’s Strawberry Milkshake to go. Ebenfalls ein Gedicht. ❤❤

 

Eine kleine Exkursion ins Tierreich: Es ist Schildkröten-Schlüpfzeit. Die Nester werden abgesperrt, damit niemand darauf tritt. Die Strassenbeleuchtung wird von März-Oktober Nachts auf ein Minimum reduziert, da die frisch geschlüpften Schildkröten Richtung Mond (also ins Helle) ins Wasser krabbeln und nicht irrtümlicherweise den Mond mit Strassenlaternen verwechseln.

Wie wunderbar ist eigentlich Urlaub???

Was Du Neues kannst:

An Möbeln laufen.
Mein kleines, grosses Mädchen. ❤

Erkenntnis der Woche:

Ich bin jetzt offiziell „Fußgänger.“
Das Schaukeln des Flugzeugs hat mich 24 Stunden verfolgt und mich wie ein betrunkener Seebär fühlen lassen.
Das Gefühl kannte ich vorher gar nicht.
Ein klitzekleines bisschen Sehnsucht habe ich doch…irgendwie.

​48 Wochen Babymädchen 

48 Wochen Babymädchen 
(09.06.-15.06.2016)

Was Du liebst:

Unseren Kronleuchter.
Mit der wenig Handlungsspielraum lassenden Ansage: „DA! DA! DA!“ navigierst du mich präszise wie ein Tom-Tom zum funkelnden Gebrömsel.
Und dann wird gefummelt. 😉

Meine Ohrringe
Die sind so wunderbar funkel-glitzernd, dass es einer Einladung gleichkommt, daran zu  ziehen und sie zu drehen bis sie schlussendlich rausfallen.
Ich warte auf den Tag, an dem mir das Ohrläppchen abreißt.

Feuchttücher.
Die Affinität war mir durchaus schon länger aufgefallen, aber auf den Punkt gebracht hat es meine Friseurin (bei der ich mit Dir auf dem Schoss sass. 3 Stunden. Was für ein relaxtes Mama-Leben.😬) „Ach, das habe ich schon  öfter gehört, dass manche Babys total steil darauf gehen, die Tücher auszulutschen.“ Es hat also einen Namen.
Tücherauslutschsucht.
Ein wahrer Augenöffner.

Körperliche Gebrechen:

Very great Cinema:
Du hast seit 5 Tagen Durchfall.
Du isst gut, du trinkst gut, aber er ist da und weigert sich beharrlich, zu verschwinden.
Und das 3 Tage vor dem Urlaub.
Horrorszenarien in meinem Kopf:
Bestimmt ist es eine schwere Virusinfektion, die nur im Krankenhaus ausgeheilt werden kann.
Tropf, Infusionen, sterile Krankenhausbetten, Überwachungsmonitore, Du mittendrin.
Kurz bevor ich mir dann unseren mehrmonatigen Aufenthalt auf der  Intensivstation in allen Farben ausmalen konnte, schritt Herr Düse ein und holte mich auf den Teppich.
Am nächsten Morgen ging ich zum Arzt (Der mich übrigens nachdem sie 3 Tage Durchfall hatte, schonmal abgewiesen hatte. Trinken soll sie. Nuja, hat nichts geholfen.)
Tiffy war mit dabei und fiel direkt mit der Tür ins Haus.
Auf die Frage: „Na Grosse, wie geht es Dir?“ antwortete sie ganz aufgeregt: „Das Babymädchen hat Durchfall!“
Zum Glück konnte der Doktor in Durchfall („ein kleiner Infekt…“) und schrieb uns ein Medikament auf.
Die Intensivstation kann warten.

Reisevorbereitungen:

Da wir ja in diesem Jahr die Medaille für das schlechteste Timing zwischen Einzug und Urlaub verliehen bekommen haben (die wir hiermit allerdings direkt wortlos an unseren Bauträger weiterreichen), kam die Urlaubsvorfreude sehr ad hoc.
So trug es sich zu, dass ich, besser bekannt als „Quadruppel-Checklisten-10-Wochen-vorher-Einpackerin“, am Vorabend unserer Anreise mit lediglich einer halben (!!!) gepackten Sporttasche da sass.
Mein innerer Monk fuhr Breakdance.
Ich möchte nicht darüber reden, WIE furchtbar das für mich war.
Nächstes Mal packe ich 3 Wochen vor Abflug, das steht fest.
Spoileralarm: Wir haben unsere Mützen vergessen.

Mamas Körper:

Ich brauche endlich keine Stilleinlagen mehr, Hooorayyy!
Wir stillen zwar noch relativ viel, aber offensichtlich hat sich alles so gut eingependelt, dass alles da bleibt, wo es bleiben soll. 😉
Währenddessen bete ich heimlich, still und leise, dass mein Zyklus noch etwas da bleibt, wo er seit Monaten ist; in after-pregnancy-stillbedingter-Hormonpause.
Wenn ich auf eins Mal so GAR KEINEN BOCK habe, dann … ihr wisst schon… und das dann auch noch im Urlaub.

Erste Male:

Mit dem Ende dieser Woche beginnt Deine erste grosse Reise.
Genauer gesagt beginnt sie mit dem Vorabend Check-in und einer Übernachtung im Flughafenhotel.
Das Hotel besticht durch 2 140er Betten, die wir zu einer gigantomanen Liegefläche zusammenschieben (an dieser Stelle sei zu Erwähnen, dass ich zwar keinen cm mehr Platz als zu Hause hatte, aber die Möglichkeit bestanden HÄTTE!) und einem wahnsinns Duschvorhang, den man in Kooperation mit der grossen Schwester so wunderbar auf und zu ziehen kann.
Mein Mäuschen, wenn Du erahnen könntest, was Dich in den kommenden 3 Wochen erwarten wird… 😉
Wir sind alle total aufgeregt und bekommen in der Nacht so gut wie kein Auge zu.

Schmalspur Reisegepäck Familie Düse
Nicht im Bild: Buggy & Rucksack Herr Düse.
Mit so wenig Gepäck sind wir noch nie geflogen.
Ich bin fast ein wenig Stolz auf uns.

Mit deiner ersten Pre-Transatlantikflug-Hotelübernachtung einher geht als Einstimmung auf den Urlaub Dein erster Bissen vom Hamburger  erster Hamburger.
Da isser wohl, der Unterschied zum 1. Kind.
Bei Tiffy hätte ich mir vermutlich eher beide Beine amputiert, als sie mit 11 Monaten BEI MC DONALDS VOM BURGER essen zu lassen.
In diesem Sinne:
United States, here we come! 

Bild: Pixabay.com

Chroniken eines Jetlags

Chroniken eines Jetlags

image

Ich bin generell nicht gut im Umgang mit Jetlag, denn wenn ich eins nicht haben kann, dann ist es gestörter Schlaf.
Da werde ich maulig und ziegig und streitsüchtig.
Herr Düse weiss dass und macht dann schon immer einen grossen Bogen um mich.
Aber wer in Florida und somit 6 Stunden hinter unserer Zeit Urlaub machen will, muss da durch.
Mitgehangen, mitgefangen.

Ich werde wach, weil das Babymädchen mir mit einem Finger ins Auge piekst und „DA! DA!“ ruft.
Wie spät es wohl sein mag?
Ich drücke auf mein Handy, erblinde kurzzeitig und realisiere dann die Uhrzeit auf dem Display.
23:47 Uhr.
WUUUUUUTTTTTT?????!?!?!?

Ich versuche das Babymädchen mit Stillen wieder zurück in den Schlaf zu bekommen.
Sie trinkt uns trinkt und trinkt und…
scheisst in die Windel.
Ich stehe zähneknirschend auf.
Muss selber aufs Klo.
Ich schalte mangels Alternative die 7000 Watt Badezimmerlampe an; weiter eingerichtet hatten wir uns vor dem Urlaub noch nicht.
Als ich das Babymädchen auf dem Badvorleger absetzen will, fängt sie an zu weinen.
Dann eben pinkeln mit Baby auf dem Arm; wir wollen ja nicht, dass Herr Düse und Tiffy noch wach werden.

Ich will dem Babymädchen die Windeln wechseln und finde die scheiss Feuchttücher nicht.
Wut beginnt in mir aufzusteigen.
Ich nehme das halbe OG auf der Suche nach den Tüchern auseinander.
Dann höre ich Tiffy.
Sie will unsere Selbsthilfgruppe „die, die nicht schlafen e.V.“ offensichtlich beitreten.
Ich fluche, scheisse auf die Feuchttücher und nehme einen Waschlappen.
Ist eh besser für die Haut.

Schade, dass das Babymädchen noch nicht sprechen kann.
Ich würde sie fragen, warum sie um Mitternacht hellwach ist.
Das ist nach „alter Zeit“, ergo 18:00 Uhr ja nun mal auch keine typische Aufstehzeit.

Um 01:30 Uhr sind dann endlich alle hellwach.
Sogar Herr Düse, der sich bis dahin auf seiner Betthälfte totgestellt hat.
Wir fahren das Schlafzimmerrollo hoch und zeigen Tiffy, dass es dunkel und somit Nacht ist.
Nachts… Da wo alle Menschen schlafen.
Stößt auf wenig Gegenliebe.

Nachdem beide Kinder Ball gespielt haben und den Aufzieh-Frosch durchs Schlafzimmer laufen lassen haben, bekommen wir sie zumindest zurück ins Bett.

Ich erweitere meine eingängige Aufzählung um „Missgunst“… Herr Düse liegt keine 5 Minuten später neben mir und schnarcht, während ich das Babymädchen Dauerstille und Tiffy mir ihre kalten Füsse rhythmisch ins Kreuz schlägt.
Ich möchte eine Atombombe zünden.

Gerade als das Babymädchen langsam die Augen schliesst, fängt Tiffy an, im Bett zu wühlen.
Augen wieder auf.
Weiterstillen.
Grmpf.

Mittlerweile ist es 02:45 Uhr und wir sind seit knapp 3 Stunden wach.
So langsam bin ich von der Gesamtsituation genervt.
Ich will schlafen, ich bin müde 😑

Irgendwann fängt Tiffy an, ihren Aufzieh-Frosch direkt neben meinem Ohr immer und immer wieder aufzuziehen.
Die Beherrschung geht mit mir durch und der Frosch fliegt aus dem Bett.
Etwas overacted aber nungut.
An mir ist glaube ich eine 1A Latina verlorengegangen habe ich neulich schon festgestellt.
Das Temperament, das Temperament.

Grosses Geheule von Tiffy.
Ich biete ihr an, mitsamt Frosch in ihr Bett umzuziehen.
Sie verneint und heult weiter.
Macht aber nichts, sind ja eh alle wach.

Das Babymädchen (Runde 47 im Stillmarathon) ist erneut gerade am Wegnicken, da fängt Tiffy wieder an zu Brüllen.
Als hätte sie einen Sensor.
Herr Düse ist wegen des Froschs sauer auf mich und gibt mir die Schuld an dem Heulkonzert, in dass das Babymädchen nun auch voll mit eingestimmt hat.
Ich empfehle ihm als Aggressionstherapie, sich eine Stunde lang einen Aufzieh-Frosch ans Ohr zu halten.
Er sagt böse Dinge.

Gegen 4 Uhr schaue ich das letzte Mal auf die Uhr.
Stillend.
Mit ein paar Kinderfüssen in Grösse 26 im Rücken und einem Schnarchen im rechten Ohr.

image

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

image

FLODIDA.

FLODIDA.

Tiffy weint und sagt:
„Mama. Ich will zurück nach FLODIDA!“

… Besser hätte sie es nicht zusammenfassen können.

„Two (three) weeks away
feels like the whole world
should have changed
But I’m home now
And things still look the same
I think I’ll leave it till tomorrow to unpack
Try to forget for one more night
That I’m back in my flat on the road
Where the cars never stop going through the night
To a life where I can’t watch the sunset
I don’t have time

I’ve still got sand in my shoes….

[…]

try to remind myself
that I was happy here
before I knew that I could get
on the plane and fly away
From the road
where the cars never stop
going through the night
To a life where I can watch the sunset
And take my time
Take all our time…“

[…]

Dido – Sand in my shoes

image