Kindergartenkind. 

Kindergartenkind.

 

Liebe Tiffy,
morgen ist Dein erster Tag im Kindergarten.
Morgen bist Du 2 Jahre, 10 Monate und 23 Tage alt.

Für uns war es der richtige Weg, dass wir fast 3 Jahre zusammen waren.
Nur wir.
Die Zeit ist nun vorbei.
Ich habe sie unendlich genossen.

Und ich bin traurig.
Traurig darüber, Dich nun „frei zu geben“; Dich in andere Hände geben zu müssen.

Hände, die nicht jahrelang auf dich gewartet haben.
Hände, die sich nicht hunderte von Spritzen in den Bauch jagen mussten.
Hände, die sich bei Deinem ersten Schrei nicht die Tränen des Glückes aus den Augen gewischt haben.
Hände, die Dich nicht zum ersten Mal ehrfürchtig gestreichelt haben.
Zum ersten Mal und viele, viele weitere Male.
Hände, die dich nicht getragen haben.
Meter um Meter um Meter.
Hände, die die Deinen nicht gehalten haben, als Du Deine ersten Schritte gemacht hast.
Als Du Deine Impfungen bekommen hast.
Als Du krank warst.
Hände, Die Dich Nachts nicht an Dich kuscheln und Dich wieder zudecken, weil du Dich freigeturnt hast.

Fremde Hände.

Mein kleines grosses Mädchen, heute denke ich oft daran, wie es war, als man Dich mir auf die Brust gelegt hat, nach Deiner Geburt.
Ich war der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt.
Ich habe Dich angeschaut, Du warst so winzig mit Deinen 2640 Gramm.
Immer und immer wieder.
Nie habe ich etwas wertvolleres in meinen Armen gehalten.

Für mich war es seit diesem Tag unvorstellbar, auch nur eine Sekunde in Deinem Leben zu verpassen.
Die Verantwortung für Dich jemand anderem zu übertragen.
Nicht auf Dich aufzupassen.

Nun ist er gekommen, dieser Tag.
Ich werde Stunden Deines Lebens verpassen.
Ich werde Dich in -hoffentlich- fürsorgliche Hände geben.

Meine grosse Maus, ich bemühe mich sehr, Dir nicht zu zeigen, wie traurig ich bin, dass sich ab morgen alles verändert.

Wir haben zusammen eingekauft, alle Sachen mit Deinem Namen beschriftet, eine kleine Schultüte ausgesucht (und Mama hat sie befüllt 😊) und fahren 1 Mal täglich am Kindergarten vorbei und spielen das „Wer geht hier bald hiiiiiin? High-Five Ratespiel“.
Ich möchte nicht, dass Du Angst hast oder den Kindergarten mit „traurig sein“ assoziierst.

Trotzdem hast Du mich heute angesehen und mich gefragt: „Mama, warum bist Du so traurig?“
Ich habe gelächelt und gesagt: „Mein Mäuschen, ich bin nicht traurig.“
Du hast geantwortet: „Aber Du hast ganz traurige Augen, Mama!“
Mein kluges, grosses Mädchen.
Geweint habe ich dann heimlich im Bad.

Heute Abend war mir so schlecht, dass ich mich beinahe übergeben hätte.
So aufgewühlt war ich.
Liebe Tiffy, ich liebe Dich so sehr, dass es wehtut, Dich loszulassen.

Morgen gehen wir einen grossen und wichtigen Schritt, mein Mädchen.
Einen grossen Schritt in Richtung Selbstständigkeit.
Ich hoffe, dass ich Dir in den vergangenen 2 Jahren, 10 Monaten und 23 Tagen viele Dinge mitgeben konnte, die Dir morgen und fortan jeden Tag nützlich sind.
Das Du Dich immer auf mich verlassen kannst, zum Beispiel.
Das Du alles schaffen kannst und dass ich immer hinter Dir stehe.
Und dass Du niemals alleine bist.
Das ich immer wiederkomme.

Niemals werde ich vergessen, wie nah wir uns nach Deiner Geburt waren.
Ich hoffe, wir werden uns für immer so nah sein wie an Diesem Tag – auch wenn wir manchmal voneinander weggehen.

Ich liebe Dich.

Deine Mama

#Mein Brief an mich – Der lange Weg vom Kinderwunsch

#Mein Brief an mich – Der lange Weg vom Kinderwunsch

Liebe Düse,

hier schreibt Dir die Zukunftsdüse aus dem Jahr 2015, die gerade auf der Rücksitzbank eures Familienkombis eingequetscht zwischen einem Kindersitz und einem Maxi Cosi sitzt und Dir diese Zeilen in ihr Smartphone tippt.

Liebe Düse aus dem Jahre 2012:
Es tut mir unendlich Leid, dich auf deinem Bett liegen und bitterlich weinen zu sehen.
Es war ein Scheissjahr.
Du darfst weinen.
1 Jahr Kinderwunschbehandlung liegt hinter Dir.
1 Jahr erfolglose Kinderwunschbehandlung.
1000-de Spritzen, die Du Dir trotz Nadelphobie in den Bauch gerammt hast, unzählige Untersuchungen, die alle immer nur noch größere Baustellen eurer Körper offenbart haben; mehrere tausend Euro, die ihr dafür bezahlt habt.
Und trotzdem war all das nichts im Vergleich zu der seelischen Belastung.
Das Hoffen und Bangen.
Den Hass auf den eigenen Körper, der sich so querstellt.
Das Vertrauen in die Natur, das man komplett verloren hat.
Das Zweifeln an sich selber.
Die Angst, niemals ein Kind im Arm zu halten; nie das Wort „Mama“ aus einem kleinen Mund zu hören.
Die Stiche im Herzen, wenn schon wieder jemand aus Deinem Bekanntenkreis schwanger geworden ist, einfach so.
Diese gottverdammten Schwangerschaftstest, die immer und immer wieder nur einen Strich anzeigen.

Liebe Düse, ich erinnere mich genau, wie du zusammengerollt auf Deinem
Bett gelegen, aus dem Fenster geschaut und mit der Seele, die dort oben noch unterwegs war, geredet hast.
Du hast ihr erzählt, dass ihr auf sie wartet.
Das sie noch erledigen soll, was sie zu erledigen hat, bevor sie zu euch kommt.
Du hast ihr erzählt, dass Du sie jetzt schon unendlich liebst.

Du wolltest Deinen Worten so gerne selber glauben.

Wenn Du doch nur hören könntest, was ich Dir zu sagen habe, liebe Düse.
Es würde Deine Tränen sofort trocknen.
Dass der nächste Zyklus, die ICSI, erfolgreich sein wird.
Dass die Seele zu euch kommen wird.
Ein kleines Mädchen.
Dass Du bei ihrer Geburt von einer auf die andere Sekunde unsterblich in sie verliebt sein wirst und du auf der Stelle für sie sterben würdest.
Dass Du wochenlang vor Freude und Dankbarkeit weinen wirst.
Und dass Du, nur 13 Monate nach der Geburt, erneut einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten wirst.
Dass diese Schwangerschaft spontan und ohne Behandlung entstanden ist.
Dass Du Deinem Körper wieder vertrauen wirst.
Dass er Dir eine zweite, wunderbare Tochter schenken wird.
Das Du wieder an Wunder glauben wirst.

Die dunkelste Stunde ist die vor dem Sonnenaufgang, liebe Düse.
Lass Dich in den Arm nehmen.
Wein Dich aus, lass alles raus.

Eines Tages, in der Zukunft, wirst Du auf der Rücksitzbank eures Familienkombis eingequetscht zwischen einem Kindersitz und einem Maxi Cosi sitzen und Deine beiden Töchter beim Schlafen beobachten.
Du wirst Dir eine Träne aus dem Auge wischen, weil Du unglaublich dankbar für genau DAS HIER bist.
Und dann wirst Du verstehen.
Es musste alles genau so sein, damit heute alles ist, wie es ist.

Die Seelen haben ihren Weg gefunden.

Diesen Beitrag habe ich als Beitrag zur Blogparade Mein Brief an mich vom hebammenblog.de geschrieben.
Die Idee dahinter finde ich grandios und ich werde mir ab jetzt wohl öfter mal einen Brief schreiben, denn es gibt noch einiges, was ich mir gerne sagen würde… 😊

38 + 5 ODER: Exklusivzeit

38 + 5 ODER: Exklusivzeit

Bild: Pixabay.com

Mein geliebtes Tiffy-Mäuschen!

In den letzten Tagen habe ich mich immer häufiger gefragt, wie lange wir wohl noch unsere „Exklusivzeit“ miteinander verbringen werden.
Unsere exklusive „Mama und Tiffy Zeit“, die es jetzt seit nunmehr 21 Monaten gibt.
Die Uhr läuft unermüdlich weiter…

Vor 21 Monaten hast Du mein Leben auf den Kopf gestellt.
Bist mit dem Popo voran hineingerutscht und seitdem ist nichts mehr so, wie es einmal war.
Du hast mich verändert.
Du hast mich zur Mama gemacht.
Du hast Papa zum Papa gemacht.
Du hast uns zu einer Familie gemacht.

Mit Dir haben wir das erste Mal das Wunder einer Schwangerschaft erlebt, jeden einzelnen Tag Deiner Entwicklung verfolgt, die zarten Tritte aus einer scheinbar anderen Welt gespürt.

Mit Dir haben wir das Wunder der Geburt zum ersten Mal erlebt; haben am eigenen Körper gespürt wie es ist, sich von einer Sekunde auf die andere unsterblich zu verlieben.

Durch Dich haben wir Erfurcht und Respekt vor dem Leben ganz neu kennengelernt.

Durch dich haben wir gelernt wie es sich anfühlt, vor Erschöpfung im Stehen einzuschlafen und am Ende seiner Kräfte zu sein.

Du hast uns gezeigt was es heisst, bedingungslos zu lieben und wie es ist, vor Glück zu weinen.

Wir haben durch Dich gelernt, dass alles, was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben oder für „falsch“ oder „richtig“ angesehen haben, plötzlich keine Wertigkeit mehr hat, wenn es Dir damit nicht gut geht.

Du hast uns in diese neue, andere Welt geführt, von der wir vorher nichtmal wussten, dass sie existiert.

Du wirst immer diejenige bleiben, mit der wir diese vielen ersten Male zum ersten Mal erleben durften.

Es ist momentan noch unvorstellbar für mich, dass ich meine Liebe zu Dir bald schon teilen werde.
Dass ich ein zweites kleines Babymädchen genauso lieben werde, wie ich Dich liebe.

Und, meine geliebte Tiffy, Mama verrät Dir ein Geheimnis:
Mama hat Angst.
Angst davor, dass sie das Babymädchen erst gar nicht so lieben kann, wie sie Dich liebt.
Angst, dass Du untergehst.
Angst, dass das Babymädchen untergeht.
Angst, dass Mama und Papa untergehen.

In Mamas fulminantesten Alpträumen stehst Du mit gesenktem Kopf abseits am Wegesrand und bist traurig.
Groß bist Du geworden.
Und Mama bekommt davon nichts mit, weil sie zu sehr mit dem Babymädchen beschäftigt ist und bei dem Versuch, es irgendwie allen Recht zu machen, scheitert.

Mein geliebtes Mäuschen:
Du bist wirklich und wahrhaftig groß geworden.
Aber niemals würde Deine Mama auch nur einen einzigen Tag verstreichen lassen, ohne dankbar zu sein, dass es Dich gibt.

Kein einziger Tag wird je vergehen, an dem ich nicht vor Glück zerplatze, wenn ich in Deine kleinen Augen blicke.

Kein einziger Tag, an dem ich Dir nicht mindestens 10 Mal sage, dass ich Dich liebe und dass Du wunderhübsch bist.

Kein einziger Tag, an dem ich Dich nicht unendlich liebe.

Kein einziger Tag.

Ich wünsche mir, dass es Dir gut tun wird, große Schwester zu werden.
Dass Du genauso verrückt nach unserem Babymädchen sein wirst, wie Du es jetzt bei fremden Babys schon bist.
Dass Du, obwohl Du noch so klein bist, verstehst, dass Mama Dich nienieniemals weniger lieben wird, nur weil auf einmal ein Baby da ist.
Dass Du niemals weinen musst, weil Du nicht mehr die Einzige sein wirst und all die Aufmerksamkeit, die Du von allen bekommst, künftig teilen musst.

Meine geliebte Tiffy:
Schon bald beginnt eine neue, exklusive Zeit.
Die von Mama, Papa, Tiffy und dem Babymädchen.

Ich liebe Dich.
Deine Mama ❤

26 + 2 ODER: Tiffy.

26 + 2 ODER: Tiffy.

In den letzten Wochen kommt es mir so vor, als würdest Du jeden Tag 1000 neue Dinge lernen.
Du gehst mit hellwachen und aufmerksamen Augen durchs Leben und es macht mich unendlich glücklich, dich beim Weltentdecken an die Hand zu nehmen und selber wieder die kleinen Dinge neu zu erkunden.
Ich kann nur jeden Tag aufs Neue darüber staunen, was Deine kleinen Fingerchen schon alles hinkriegen. Wie pfiffig Du bist.
Wie ausgebufft.
Wie kreativ.
Wie klug.
Und -natürlich- wie unfassbar süß.

Was Du schon alles kannst:

Du kannst Geld in den Schlitz deiner Spardose stecken (und hast dabei ganz locker nebenher deine Oma komplett ausgenommen)

Wenn Dir etwas nicht schmeckt, machst Du „Krrrrrrr“. (Gefolgt vom langsamen Ausspucken und Sezieren des betreffenden Nahrungsmittels…)

Du putzt Dir liebend gerne Deine Nase.
Und verbrauchst pro Vorgang im Schnitt 1 Packung Taschentücher.
Du kommentierst den Vorgang sehr gerne mit „Iiiiiiih!“

Wenn Du Dein Nasenspray in die Finger bekommst, versuchst Du, es Dir in die Nase zu stecken und schnaubst dabei.

Neuerdings küsst Du Dich gerne selber mit den Worten „AUA-AUA!“ auf blaue Flecken, Kratzer und andere Verletzungen.
Weil Mama immer das Aua wegküsst.

Du sagst so unglaublich süß „Puppediii“ – Kein Mensch weiss, was es bedeutet, aber wir haben noch nie in unserem Leben etwas niedlicheres gehört.
Das merkst Du ganz genau und sagst dann gerne, wenn wir sauer sind, mit Deiner allersüßesten Kleine-Mädchen Stimme und herzerwärmendem Augenaufschlag an uns geschmiegt: „Puppediii“.

Du möchtest immer genau das essen, was wir auch essen.
Und nichts anderes.
Ausser Laugenstangen.
Da machst Du eine Ausnahme.
Die gehen immer.

Dein Brot magst Du am Liebsten belegt mit Knoblauchcreme, darauf eine Scheibe Mortadella und obendrauf Käse.
Du bist wirklich das allergrößte Essensferkel auf der ganzen Welt. Und hast mit 18 Monaten schon eine Knoblauchfahne.

Du kommst jetzt an die Lichtschalter.
Allerdings nur zum Anschalten.
Bis Du den Kippschalter auch oben „Aus“ drücken kannst, fehlen Dir noch ein paar Zentimeter.
Bis dahin ist unsere Wohnung zu jeder Tages- und Nachtzeit hell erleuchtet.

Deine Baby Born Puppe macht sehr oft A-a.
Sehr, sehr oft.
Du kommst dann mit ihr angelaufen, sagst ganz aufgeregt 100 Mal „Bübü…A-a!“ und zeigst auf ihre Windel.
Wir müssen sie dann immer komplett ausziehen und die Windel öffnen, den Popo abwischen und sie wieder anziehen.
Putzigerweise riechst Du dann immer noch an ihren Füßchen – weil ich das immer beim Wickeln bei Dir mache. 😉
Aus Gründen der Einfachheit haben wir der Baby Born jetzt ein Kleidchen gekauft und kurzerhand beschlossen, bei ihr windelfrei zu praktizieren.
Bis jetzt ist auch noch kein Unglück passiert. 😜

Du stehst unheimlich auf das Martinshorn von Krankenwagen/Polizei.
Jedes Mal, wenn ein Einsatzfahrzeug mit Sirene bei uns vorbeifährt, hältst Du den Finger à la „Seit mal alle kurz ruhig“ in die Luft, grinst von einem Ohr zum anderen und sagst „Tatütataaaa“.

Du liebst Deine neue „Spiel-und Bewegungslieder“ CD, die Dir der Osterhase gebracht hat.
Jedes Mal, wenn wir Dein Zimmer betreten, müssen wir die CD anschalten.
Du tanzt mit wie ein Profi; bei „Aramsamsam“ gibt es auch 3 Zimmer entfernt kein Halten mehr und „Unser kleiner Bär“ und „das Lied über mich“ haben es Dir choreographisch schwer angetan. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wie Du die Texte verstehst und umsetzt.
„Alle Leut“ zum krönenden Finale der 54:49 Minuten voller „Spaß und Bewegung“ ist ein Evergreen und wird von Dir ganz lässig nebenher pantomimisch begleitet.
Du bist in jeder Spielgruppe schon immer fasziniert vom Singen gewesen und nötigst die Leiterinnen teilweise richtig zum weitersingen.
Neulich mussten wir das Kleinkinderturnen mit 5 Minuten Verspätung beenden, weil Du wild mit den Händchen gestikulierend noch das Lied „Oben auf des Berges Spitze“ eingefordert hast.
Du liebst es zu singen.
Und Du liebst diese gottverdammte CD.
….
Uns schwant langsam, was wir… äh der Osterhase…da angerichtet haben.
Die Lieder verfolgen uns bis in den Schlaf – wir können sie mittlerweile alle auswendig mitsingen und haben schon klar unsere Lieblingslieder benannt. Ich ertappe meinen Mann sogar desöfteren dabei, wie er die „Maus im Weltall“ singt.
Wenn Du schon im Bett bist, wohlgemerkt.
Ich fürchte, das wird der Auftakt zu vielen, vielen Gesangs- und Tanzlastigen Jahren…

Deine neugelernten Wörter:

APP = Obst
AFFE = Affe 🙂
TOR = Ball
POPO = Popo
BUBU = Schlafen (wobei das äusserst sparsam verwendet wird. Also die Handlung. Nicht das Wort.)
HÄSSCHE = Häschen
Mü! = Müll
BUPP= Brust. Meine. Untermalung des Gesagten durch Drücken meiner Brustwarze.
APA = Oma
TATÜTATAAAA = Tatütata oder auch: Die perfekte Imitation eines Martinshornes.
JUU = Schuh
ÜPPF = Hüpf
TÜTE = Tüte
DÜSCH = Tisch
DUT = Gut
TÜSS = Tschüß

Und jetzt mach schön BUBU mein BÜBÜ… Ich liebe Dich. ❤

Deine Mama

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24 + 1 ODER: DAS Auto.

24 + 1 ODER: DAS Auto.

Mach’s gut egal wohin du gehst
Mach’s gut egal wohin es dich auch trägt

(Clueso – Mach’s gut)

Heute war es an der Zeit, Abschied zu nehmen.
Es war ein schleichender Prozess, dieser Abschied.
Trotzdem traf er mich irgendwie unvorbereitet.

Mein Auto.
Mein treuer Begleiter in 4 aufregenden Jahren.
Ich pflege zu Autos ja eine ähnlich emotional behaftete Beziehung wie zu Freunden oder anderen mir nahestehenden Personen.
Sie gehen ein Stück meines Lebens mit mir; erleben aufregende (oder weniger aufregende) Dinge mit mir; begleiten mich beim Älter- und Erwachsener werden und stehen -im Optimalfall- immer parat und lassen mich nicht hängen.

Liebes Autolein,
Du fragst Dich sicher, warum die Tante, die Du 4 Jahre lang von links nach rechts kutschiert hast, heute Nachmittag mit Tränen in den Augen vor Dir beim Autohändler stand.
Du fragst Dich, warum sie sich danach umgedreht hat und ohne zurückzuschauen gegangen ist.
Warum Du seitdem auf dem Hof bei VW stehst.

Liebes Auto, die Antwort ist ganz einfach.
Unsere gemeinsame Zeit ist abgelaufen.
Im März 2011 bist Du zu mir gekommen; heute bist Du gegangen.
Wir haben ja von Anfang an gesagt, dass wir nur 4 Jahre zusammenbleiben werden, aber es konnte ja kein Mensch ahnen, dass es SO SCHNELL März 2015 wird.

Wir haben so viel zusammen erlebt… Wie oft bist Du Nachts mit mir zum Flughafen gefahren -bei Wind und Wetter?
Wie oft bin ich mit Dir in die Kinderwunschpraxis gefahren?
Wie oft hast Du mein Baby in den Schlaf gefahren?
Unzählige Male.
Ich habe in Dir gelacht, geweint und geflucht.
(Sogar so gut, dass Tiffy jetzt mit 18 Monaten das Wort „Wi..ser!“ in ihr Sprachrepertoire aufgenommen hat und ich keinen blassen Schimmer habe, wie ich ihr das jemals wieder abgewöhnen soll)

Liebes Auto, du warst Nummer 3.
Das Auto in dem ich von der damals noch unverheirateten Düse zur Mama wurde.
Wir hatten niemals Streit miteinander, wir hatten (bis auf den Parkrempler an meinem Carport… *hust*) nie Kontakt zu anderen beweglichen und unbeweglichen Gegenständen, wir konnten uns blind aufeinander verlassen.
Deinen Neuwagengeruch habe ich damals 9 Monate durch striktes Nichtlüften und absolutes Essens-/Rauch-/Parfumverbot konservieren können.
Ich war kurz davor, Puschen für die Leute mit dreckigen Schuhen bereitzustellen.
Leider war das alles schlagartig vorbei, als Tiffy bei uns eingezogen ist… Aber was erzähle ich Dir, Nummer 3, das weisst Du ja selber…
(Diese Krümel! Und die Apfelsaftspuren! Nummer 3, nimm es leicht)
Ich weiss noch, dass im VW Autohaus Bruno Mars mit „Grenade“ im Radio gelaufen ist, als ich Dich damals abgeholt habe.
Jedes Mal, wenn ich dieses Lied seitdem gehört habe, habe ich an diesem Tag gedacht.
Und das werde ich vermutlich immer tun.
Du bist nach wie vor ein wunderschönes Auto, Nummer 3.
An Dir hängen so viele wunderbare Erinnerungen.
So viele, dass ich wirklich weinend im Autohaus stand.
Und wenn Du nicht langsam in die Jahre kommen würdest und Herr Düse keinen Firmenwagen bekommen würde und wir nicht künftig noch ein Babymädchen unterbringen müssten, hätte ich alles dafür gegeben, dass wir zusammengeblieben wären.
Aber leider sind es ein paar „wenns“ zu viel, Nummer 3.

Was mir von Dir geblieben ist, sind 2 lausige TÜV-Berichte und das leere Leder-Schlüsseletui vom Autohaus.
Du wirst mir fehlen, Nummer 3.

Ich wünsche Dir ganz tolle, liebe, neue Besitzer, die Dich genauso lieb haben, wie ich es getan habe.
Die Dich hegen und pflegen und die wissen, was sie an Dir haben.

Machs gut, Nummer 3.
Egal, wohin du gehst.

19 + 3 ODER: Liebesbrief ❤

19 + 3 ODER: Liebesbrief ❤

 

Liebe Tiffy,

auch wenn Du mich in letzter Zeit mit Deinen Nicht-Schlafen-Wollen Allüren fast um den Verstand bringst; Du meine Hausarbeit gänzlich mit Füssen trittst und Deine „gelegentlichen“ Diven-Auftritte nur mit 30x Mantra aufsagen und 27x tief durchatmen wegzustecken sind, muss ich Dir, wo Du gerade neben mir eingekuschelt im Bettchen liegst und Deinen Mittagsschlaf hältst, mal wieder sagen, wie unendlich ich Dich liebe.
(Ja, ich weiss, ich sage es Dir 100 Mal am Tag… aber ich finde man kann nie früh genug anfangen, alles schriftlich festzuhalten. 😉)

Meine süße Maus…
Ich liebe es, wie Du „Mama“ rufst… Ich liebe es sogar, wenn Du es in diesem forschen, keinen Aufschub duldenden Befehlston krähst.
Dann muss ich mich immer von Dir wegdrehen, um heimlich zu grinsen.

Ich liebe es, wenn Du Dir mein Iphone mit den Worten „APA“ schnappst und mit ein paar geschickten Handgriffen Siri aus ihrem Versteck lockst.
(Obwohl mir mittlerweile schon ein Schauer über den Rücken jagt, wenn ich das *Didiiii* höre, dass Siris Auftritt ankündigt – SO OFT höre ich das am Tag!!)
Ich liebe es, wenn Du auf mein Hintergrundbild zeigst, dass uns beiden beim Neugeborenenshooting zeigt und sagst: BÄBÄ! (Baby)
Oder wenn ich mit Deinem Papa Whatsapp schreibe und Du mich so lange nötigst, sein Profilbild zu öffnen (PAPA! PAPA! PAPA!!!) damit Du ihn strahlend angucken und mit Deinem kleinen Zeigefinger im Gesicht rumpulen kannst.
Ich liebe es, wie Du Dir alles -ob Iphone, Festnetztelefon, zur Not auch Fernbedienungen- ans Ohr hälst und „HALLO“ sagst.

Ich liebe es, wenn Du verzweifelt, fast schon hysterisch, nach Deiner „SCHLASCHLA“ (Flasche) verlangst – auch wenn Du sie selber schon das 300ste Mal an diesem Tag verschleppt hast.
Ich liebe es, wenn Du sie mir mit den Worten „AISA“ (alle) entgegenstreckst (manchmal auch wirfst. Gerne Nachts. An dem Kopf.) und um einen Refill bittest.

Ich liebe es, wie Du mir jegliches Federvieh (Ente, Schwan, Vogel) mit einem wilden „NAT-NAT-NAT“ und der dazugehörigen Entenhandbewegung zeigst.
Du liebst „NAT-NAT’s“.

Um im Tierreich zu bleiben… Ich liebe deine furchterregend echten Tierstimmenimitationen von Kuh, Schaf, Pferd, Schwein, Huhn, Hund, Esel, Pfau (!!!) und Tiger.
Wie neulich, als wir zur Bank gegangen sind und Du Deine Fähigkeiten gleich unter Beweis gestellt hast.
Mit uns im Raum bei den Geldautomaten war eine riesige Dogge, die war echt so groß wie ein Pony.
Die Besitzerin hatte dem Hund eine weisse Decke übergelegt.
Du betrittst den Raum mit mir, zeigst auf den Hund und brüllst durch den ganzen Raum: „Määääh!!!!“
Ich konnte nicht mehr, ich bin beinahe gestorben vor Lachen.

Ich liebe es, wie Du aufgeregt zur Toilette rennst, hineinzeigst und „BÜDI“ (Pipi) rufst, wenn ich sage, dass Mama noch schnell Pipi machen geht, bevor wir losfahren.
Und du anschliessend vor der Wohnungstür stehst und „AUTO!
AUTO!“ rufst.

Ich liebe es, wenn Du extra zu Demonstrationszwecken geöffnete Schranktüren, Schubladen, Fächer… mit den Worten „TU“ zumachst.

Ich liebe es, wie Du das auf den Boden werfen von Bällen, Spielzeug aller Art und Coleur oder Deiner Flasche mit „DOOOAAAA“ (Tor!) kommentierst.

Ich liebe es, wie Du mit „HAMM“ Dein Essen einforderst und mit „NEI!“ sagst, dass Du satt bist.

Ich liebe es, wie Du mich mit „Naaaaa?“ begrüsst, wenn ich zur Tür hineinkomme und mich dabei verschmitzt angrinst.
Ich liebe es, wie Du beim Einkaufen so lange „HALLO“ sagst, bis dieses erwidert wird und wie Du Dich höflich mit „TÜSS“ verabschiedest.

Ich liebe es, wie Du Nieser (von Dir oder anderen) immer mit „HATSCHI“ kommentierst und Deine rekordverdächtigen Püpse mit „BUUU“. (Und Dich dabei halb kaputtlachst…)

Ich liebe es, wie Du mich schuldbewusst mit grossen Augen anschaust und JA! sagst, wenn ich mit Dir schimpfen muss.

Ich liebe es, wie Du ständig etwas findest, was „AUAAUAAUA“ ist… Sogar, wenn ich Dir nur eine Haarsträhne aus dem Gesicht streiche.
Neulich hast Du Dich bei Papa mit den Worten „heisssss“ über die Wassertemperatur beim Hintern abputzen beschwert.
Du bist eben unsere kleine Diva.

Ich liebe es, wie Du „TETTE“ sagst und damit meine Kette meinst.
Tette hört sich je nach Tonlage auch sehr oft nach „Titte“ an… Aber nur für Ungeübte.
Schade nur, dass alle Passanten und „Miteinkäufer“ ungeübt sind, wenn Du mir dann mit den Händen in den Ausschnitt nach meiner „TETTE“ patscht. 😉

Zu guter letzt, meine süße Maus, liebe ich es, wie Du Dir durch die Haare fasst, Dir ein Haargummi (oder ein Kleidungsstück) auflegst und das mit „hapsch“ (hübsch) kommentierst.

Ja, du bist meine hübsche Maus.
Die allerallerallerhübscheste.
Und die süßeste.
Ich liebe Dich unendlich, mein Engel.
Du bist das Beste, was mir je passiert ist. ❤

Määäh.

Bild: pixabay.com

12 + 0 ODER: Prost Neujahr

12 + 0 ODER: Prost Neujahr

Liebes 2015,

4 Tage bist Du nun schon alt.
Begonnen hast Du mit einer schwangerschaftshormongeküssten Träne in meinem Auge um 00:00 Uhr.
Das Feuerwerk hat ungeahnte Emotionen in mir hervorgerufen.

Liebes 2015, eigentlich will ich noch gar nicht, dass Du schon passierst.
Dass Du da bist bedeutet wieder ein paar Falten mehr, noch weiter weg zu sein von den 20-ern und daraus resultierend von Knackpo und straffen Oberarmen (man darf es ja wohl träumen….!!!), es bedeutet wieder einige Flausen im Kopf gegen die Vernunft einzutauschen.
Du bedeutest Erfahrung.
Erfahrungen, die ich vielleicht, eigentlich noch gar nicht machen möchte.
Jetzt wo es doch gerade so schön ist.

Du nimmst mir auch mit jedem einzelnen Tag deines Jahres mein großes Baby.
Du wirst ihr beibringen richtig zu sprechen, zu trotzen, aufs Töpfchen zu gehen, ausdauernd zu laufen (ohne 30 Mal hinfallen beim Spazierengehen!) und du wirst ihr vermutlich zeigen, wie man sich im Supermarkt am effektvollsten theatralisch auf den Boden wirft.
Du machst sie zu einem großen Mädchen.

2015 – eigentlich wünsche ich mir, dass Du noch einen Moment wartest. Einen klitzekleinen.
Und die Zeit für mich etwas anhältst. (Ausser die zahnlastigen Nächte, die kannst Du von mir aus haben…)

Liebes 2015, ich weiß, ich bin zu streng mit Dir.
Ich lege meine Hand auf die kleine, aber mittlerweile unübersehbare Wölbung und bin dankbar und voller Vorfreude.
Ich freue mich, dass Du mir dieses kleine Wunder bringen wirst.
Ich freue mich auf die nächsten Monate…
Mit den ersten zaghaften Tritten, dem Gefühl der unendlichen Nähe, der immer stärker werdenden Liebe.
Ich freue mich aufs Outing, auf das Babysachen-Shopping und natürlich nicht zu verachten dem unglaublichen Wachstum von Haaren, Nägeln und Brüsten.
Ich freue mich unendlich darauf, unserem Wunder das erste Mal in die Augen blicken zu dürfen.

Ich freue mich ausserdem, dass Tiffy mehr verstehen wird – dass sie mir sagen kann, was ihr fehlt, wenn ihr etwas fehlt.
Ich freue mich auf Spangen in den Haaren, ich freue mich darauf, keine Hipp Spaghettis mehr verfüttern zu müssen und ich freue mich darauf, mit ihr Hand in Hand ein Eis essen zu gehen.
Ich freue mich darauf, ihr Geschichten vorzulesen, die über „Wie macht die Kuuuuuuuuh??“ hinausgehen und ich freue mich, wenn sie dann endlichendlichendlich um 19:00 Uhr ins Bett geht und nach 2 Minuten friedlich alleine einschläft…
Bis um 08:30 Uhr am nächsten Morgen.
In aller Ruhe und ohne zwischendurch wach zu werden.
(Muhahahahaha… Just kidding. Wenn das JEMALS passieren sollte… ach, was rede ich… Darüber brauche ich mir nun wirklich keine Sorgen zu machen…!)

Liebes 2015, eigentlich freue ich mich ja sogar ein bisschen auf Dich. Ein bisschen sehr.
Können wir einen Deal machen; nur wir 2?
Lass Dir manchmal, wenn es drauf ankommt ein bisschen mehr Zeit mit allem, ja?
Tiffy darf noch ein bisschen so klein bleiben, unser Wunder darf auch noch eine Weile unter meinem Herzen liegen und die Wochenenden mit Herrn Düse brauchen auch nicht so davonrennen.
Ok?

Über die Oberarme, die Schwangerschaftskilos und meine Wurzelbehandlung können wir gerne reden.
Die darfst Du haben.
Und jetzt komm her, Duuuuuu!
Ich hab doch schon so lange auf Dich gewartet.