Kindermund ODER: Dickbauch Papa

Kindermund ODER: Dickbauch Papa

Wir sitzen beim Abendessen.

Das Babymädchen zeigt auf Papa und sagt: „Milch!“

Tiffy klärt sie auf:

„Neiiiiin… Babymädchen! Papa hat keine Milch in seiner Brust! Nur Mama! Weil nur Mama ein Baby bekommen kann. Papa nicht. In Papas Bauch passt gar kein Baby mehr rein – weil der schon so dick ist!“

(Ich bin gestorben vor Lachen. Mehrfach. Jetzt gerade auch noch. Immer und immer wieder. 😂)

Bild: Pixabay.com

#12 von 12 – Februar 2017

12 von 12

Mit einem Tag Verspätung gibt es #ausuntenstehendengründen nun meine 12 von 12.

Achtung, Spoiler:
Wir waren krank.
Mich, den Gesundheitsterminator, hat es dahingerafft:
Magen-Darm deluxe.

Es war kein Geschenk, ich sag es euch.
Gott sei Dank hat es die Kinder nicht erwischt sondern „nur“ Herrn Düse und mich.
Reicht mir aber.
Für alle Tage.
Braucht kein Mensch.

Hier kommen nun also die wahrhaft besten, abwechslungsreichsten, aufregendsten, extravagantesten 12von12 des Jahres. 😉😁

Für das blühende Leben klickt euch lieber schnell bei „Draussen nur Kännchen“ rein, dort findet ihr wie immer alle 12e.

Der Tag beginnt, wie die Nacht zu Ende gegangen ist: Auf dem Klo.
Die Wasserflasche in Griffweite.
Ich möchte sterben.

Mein wahnsinnig leckeres Sonntagsmorgenfrühstück:
Ein paar wenige Salzstangen und Kamillentee mit Zucker & Salz. 😷

Herr Düse und ich brechen auf der Couch zusammen.
Die Mädels dürfen Feuerwehrmann Sam in Endlosschleife schauen.
Das Babymädchen ist quasi mittendrin statt nur dabei in Pontypandy.
(Ich höre Stimmen. Meine Schwiegermutter, die ruft: „Nicht so nah an den Fernseher! Komm da weg! Das ist schlecht für die Augen!!“) – Ruhe, Du Stimme.
Mir ist alles egal.
Wenn ich jetzt sprechen muss, breche ich.

Ich schlafe ein.

Herr Düse, der Goldschatz, hat sich aufgerafft und für die Kinder Mittagessen erwärmt.
(zu sagen „gekocht“ wäre an dieser Stelle übertrieben)
Ich schäle mich in meinem Jogger von der Couch.

Das Mittagessen wird schon etwas gewagter als das Frühstück:
Salzstangen, Kamillentee mit Zucker und Salz, eine Banane (!) und eine Apfelschorle (!!).
Ich brauche Zucker, sonst klappe ich ab.
Wir legen uns alle zusammen zum Mittagsschlaf hin und schlafen bis 15:30 Uhr.

Wir schleppen uns eine Runde nach draussen, die Kinder brauchen Auslauf und frische Luft.
Wir sind nach „einmal um den Block“ völlig fertig.

Ich breche auf der Couch zusammen und… richtig… schlafe ein.
Herrn Düse geht es zwischenzeitlich glücklicherweise etwas besser, so dass er Abendessen bereitet und etwas Ordnung schafft.
Im Hintergrund läuft Feuerwehrmann Sam.

Tiffy hält mir beim Aufwachen direkt ein paar Salzstangen unter die Nase.
Full Service direkt ans Bett.

Es gibt Abendessen.
Ein wahnsinnig nahrhaftes Tütensüppchen, in dass ich Unmengen an Salz kippe.
Ein trockenes Brötchen klappt auch schon wieder.
Mir ist allerdings immer noch übel.
Ich zwänge mir mit Mühe und Not einen Teller rein.
(Pfffff… ich, der Scheunendrescher. Die, die diese Mädels verachtet, die nach einer halben Pizza sagen „Ich bin soooo satt!“ Ey, ich bin meist nach einer GANZEN Pizza noch hungrig!!!)
Habe ich erwähnt, dass am Wochenende immer Schlemmzeit bei uns ist?
Da essen wir all die leckeren Sachen, die wir uns unter der Woche aus Figur-taktischen Gründen verkneifen.
Und nun?
Suppe???
Trockene Brötchen???
Salzstangen???
Waruuuuum?? 😭😭

Das Babymädchen is(s)t kerngesund wie man sieht. 😂
#vonmirhatsiedasnicht

Ich bringe die Kinder ins Bett.
Ich schlafe mit ihnen ein.
Ende.

PS: Hiermit bewerbe ich mich übrigens offiziell für die langweiligsten 12von12 seit Bestehen der Aktion. 
Ich will nicht angeben, aber ich reche mit einer Platzierung unter den ersten 3. 😉

PPS: Heute gehts mir (abgesehen von einem trockenen Hals) wieder gut. Ist klar, Schlemmwochenende ist ja nu auch vorbei. 😑)

15 Monate Babymädchen 

15 Monate Babymädchen
(16.10-15.11.2016)


Deine Größe:

84cm

Deine Kleidergröße:

80/86

Dein Gewicht:

12,0 Kg

Deine Windeln:

Pampers Babydry Größe 5

…2 years later:

In einer NFP Gruppe bei Facebook hatten ein paar Mädels freudig ihre Schwangerschaftskurven geposted.
Ansich nichts außergewöhnliches, bis mein Augenmerk auf die ET’S fielen, die da auf den lila Balken prangten. 15.7./16.7./17.7./18.7.2017 stand da.
Vor genau 2 Jahren war das „unser Zyklus“.
Vor genau 2 Jahren habe ich meine Blutung nicht bekommen.
Hätte ich NFP gemacht, hätte ich vor genau 2 Jahren einen lila Balken gehabt.
„VET 18.07.2015“ hätte darauf gestanden.
Vor genau 2 Jahren hatte ich diesen einen Test mit den 2 Strichen. (Diesen einen-Einen. Gefolgt von vielen weiteren… 😉)
WEEE-TEEEE-EFFFF? 
2 Jahre!!!

Deine Lieblingsbeschäftigung:

Taschentücher zerreisen.
Scheint so ein persönliches Zen-Ding für Dich zu sein.

Was Mama in den Wahnsinn treibt:

– Extremer Freiheitsdrang gepaart mit einem ausgeprägtem Fluchtkomplex scheint ein genetisches Thema in unserer Familie zu sein, kennen wir von Deiner Schwester schon.
Nun also auch noch Du:
Du läufst weg.
Jeden Morgen.
Bis ich die Haustür abgeschlossen habe und meine Handtasche/Einkaufstüten/wasauchimmer vor dem Auto abgestellt habe, bist Du schon 3x um die Ecke gerannt.
Was für ein Glück, dass unser Baugebiet erst im nächsten Sommer erweitert wird und an unser Grundstück etwa 7 Trilliarden Hektar Feld grenzen.
Ein Feld, voller Matschepampe.
Feld soweit das Auge reicht.
Einfach nur Feld.
Und Du mittendrin.
Feld.
Was für ein Glück.
Nicht.

– Meine Muscheln.
Bzw. meine Muschelsammlung.
Bzw. Du und meine Muschelsammlung.
Sobald die Tür zu unserem Arbeitszimmer auch nur einen halben Milimeter offen steht, quetscht du dich durch und spielst mit den Muscheln.
Nunja.
Du verstreust sie überall.
Auch so eine Art Spiel, oder? 🤔

Stumme Kommunikation:

Wer braucht schon Worte, wenn einfache Gesten auch ausreichen?

Wenn du etwas haben willst, streckst Du deinen Arm in die Richtung aus und machst Deine Faust immer wieder auf und zu.
Wir nennen es auch die Babymädchen Faust 😉

Wir zwei beiden ODER: Wir verständigen uns schon:

Unsere Kommunikation klappt immer besser.
Wenn ich Dich bitte, eure Teller aus dem Schrank zu holen, machst Du es.
Wenn ich Dich bitte, Deine Schuhe/Deine Mütze/Deinen Schal/Deine Jacke zu holen, holst Du sie.
Wenn ich Dich bitte, die Finger von der Süssigkeitenschublade zu lassen, lässt Du sie….nicht.
Nunja, kann ja nicht alles klappen.

Generell deckt du gerne den Essenstisch.
Wir essen in der Regel um 1900 Uhr zu Abend.
Etwa 5 Minuten vorher fängst du an, rödelig zu werden und selbstständig (!!!) den Tisch zu decken.
Ab 19:00 Uhr bist du dann ungenießbar.
Gesetz dem Fall, dass um Punkt 19:00 Uhr nichts auf dem Tisch steht, ist das der Garant für Deine permanente Präsenz in der Küche – schimpfenderweise.
Ich habe selten etwas mauligeres erlebt als Dich, ungefüttert nach 19:00 Uhr.
Typisch Frau 😉

 #DasgabszuunsererZeitabernochnicht:

Du bist im zarten Alter von gerade Mal 15 Monaten schon extrem Selfiegeil.
Seitdem ich den dummen, dummen Fehler gemacht habe und Dir bei Snapchat ein paar Hundeöhrchen verpasst habe, schnappst du dir in jeder unbeobachteten Sekunde mein Smartphone, öffnest die Kamera (!!) und machst Grimassen 😂

Geschwisterliebe:

Die beiden Mädchen spielen im Wohnzimmer.
(Yeah, sie tun es mittlerweile immer öfter und es ist SO SCHÖN.)
Ich höre Tiffy mit ihrem Spielzeughandy „telefonieren“:
„Hallo Feuerwehrmann Sam? Das Babymädchen steckt im Sofa fest! Du musst kommen! Ja? Danke!“
An das Babymädchen gerichtet:
„Alles gut, Babymädchen, alles gut. Gleich kommt Hilfe.“
Ich könnte sie abknutschen.
Alle beide.

Neustes Wort:

Trecker.
Mit so einer unfassbar süßen Pronounciation ❤

Universalwort für einfach alles:

„BABA“
Zuerst dachte der Papa noch ganz gerührt und auf Wolke 7 schwebend die ganze Zeit, dass er und nur ER permanent und fortwährend gemeint ist… aber allerspätestens nachdem auch die Toilette BABA getauft wurde, kam dann auch die Ernüchterung.
Tja, lieber Papa… Wie war das mit dem Hochmut und dem Fall?

Was Du alles Neues kannst:

– Du kannst Lichtschalter bedienen.
Jay.
Sämtliche Bewegungsmelder sind seitdem ausser Kraft gesetzt, im WC brennt permanent Licht und ich stehe gerne zu den unpassendsten Momenten im Stockdunklen.

– Du hast die Klingel für Dich entdeckt.
Jedes Mal, wenn wir vor unserer Haustür stehen, muss geklingelt werden.
Vorher bewegst Du Dich keinen cm weit vorwärts; von „über die Schwelle schreiten“ ganz zu schweigen. 😉
Sternzeichen: Esel.

Deine ersten Male:

Dein erstes bewusst miterlebtes Halloween.
„Du wohnst im Neubaugebiet“ haben sie gesagt.
„Du brauchst Tonnen über Tonnen an Süssigkeiten“ haben sie gesagt.
„Die Klingel wird den ganzen Abend nicht stillstehen.“
– Anzahl der aufgetauchten Gespenster, Zombies und Hexen: 0
Übrig gebliebene Süssigkeiten: 3-5 Kilo.
Dich und Deine Schwester freut es natürlich.

Mama hat zum ersten Mal einen Kürbis geschnitzt. Rattenscharfes Teil, oder? 😉

Letztes Male:

Wir haben es überstanden.
Gott, was bin ich erleichtert.
Es gab viele Tränen, ein zerbrochenes Mamaherz und abermillionen Küsse:
Deine letzte Impfung.
Es ist geschafft.

-vorerst.

​14 Monate Babymädchen

14 Monate Babymädchen
(16.09.-15.10.2016)

So ihr Lieben, hier wird jetzt mal auf Turbo geschaltet und ich steige mal wieder mit aktuelleren Berichten ein.

Ab (bzw. seit 😉) dem 1. Geburtstag schreibe ich nun monatliche Zusammenfassungen.
Natürlich nur, weil ja wöchentlich nicht mehr so viel passiert, ist klar. 😉
Die Alten werde ich aber trotzdem noch veröffentlichen, grosses Indianerehrenwort. ✌
(Ich bin selber viel zu sehr „Monk“ um die Updates unvollständig zu lassen, deswegen kann ich mich hier auch hemmungslos relativ weit aus dem Fenster lehnen 😉)

Nun aber Vorhang auf für den (fast) topaktuellen Monatsbericht unseres Babymädchens ❤

Deine Größe:

85 cm

Deine Kleidergröße:

80/86

Dein Gewicht:

11,5 Kg

Deine Windeln:

Pampers Babydry Größe 5 / dm Babylove Größe 5

Kunststück des Monats:

Haargummi im (zugegebenermaßen sehr versifften) Toaster. A là minute. 😉

Deine Beschäftigungstherapie:

Taschentücher zerreissen.
Gerne in mikroskopisch kleine Stückchen.
Kein Scherz, neulich hast Du eine halbe Stunde (!!!) seelenruhig damit zugebracht, eine Packung Taschentücher in einzelne Atome zu zerlegen.
Wo Du die Geduld und die Ausdauer her hast, würde ich gerne wissen.
Von mir jedenfalls nicht.

 

Was Dir Angst macht:

Du bist ein „Waschanlagen-Schiss-Haber“.
Die ganze Fahrt hast Du Dich auf meinem Schoss fest an mich geklammert, während Deine Schwester, der harte Hund, die Autowäsche total lässig aus ihrem Kindersitz von der Rücksitzbank aus verfolgte.

Was Du alles Neues kannst:

– Du verstehst so viele Dinge, das ist so wunderbar ❤
Wenn ich beispielsweise frage: „Wo sind deine Socken?“ sagst du „DAAAAAAA…..“ und bringst sie mir.
Das gleiche Spiel ebenfalls wenn ich frage „Wo ist Tiffy?“
Du zeigst mit dem Finger auf sie und sagst „DAAAAAAAA!“
Nichts und niemand ist mehr vor dir sicher und generell ist hier sehr viel „DAAAAA“.

Wenn ich frage „Wie macht das Auto? “ Machst du „Brummm Brummm“ Geräusche.

– Du bellst alle Hunde an.
Du verfügst über ein sogenanntes Hundefrühwarnsystem und ortest jeden Hund im Umkreis von 1 Kilometer.
Ich glaube, die armen Tiere sind allesamt maximal verwirrt wenn sie ein 85cm grosses, rosa Knallbonbon bellenderweise auf sie zulaufen sehen.

– Bleiben wir in der Fauna:
Du bist Chiefmaster of making täuschend echte Pferdegeräusche. (*galopp* *galopp* *galopp* *Hüüüüüüüüü*)
Es sei an dieser Stelle ausserdem erwähnt, dass Du Pferde ziemlich abgefahren findest.
In der Spielgruppe schnappst Du dir jedes Mal sofort alle vorhandenen Pferdchen und galoppierst von dannen.

– Du kannst ganz alleine von unserer Kinderrutsche rutschen!
Including alleine hochklettern und alleine hinsetzen.

Dein neues Lieblingsessen:

Tomaten.
Gibt Schlimmeres. (ausser man latscht in die Schale einer von Dir ausgelutschten Cherrytomate. Das ist dann schon ziemlich schlimm.)

Neustes Wort:

A-A.
Wie nett.
Gleich nach „Mama“ und „Papa“.

#Thisiswhyihatemondays:

Der Bollerwagen, der provisorisch in unserem Flur parkt, bis unsere Gartenhütte steht, hat einen Griff.
Einen Todesgriff.
Den Du so gerne ziehst, obwohl Mama 397 Mal „Nein“ gesagt hat.
Eines schönen Montagsmorgen gegen 08:15 Uhr war es soweit:
Der Griff (G) kollidierte unter Gewalteinwirkung von Dir (B) mit meiner grossen Kugellampe (K1).
Alle am Heulen.
Am Lautesten ich.
(Zieh ich Dir eines Tages vom Taschengeld ab).

Neuanschaffung des Monats:

Yeah, we do have a Fahrradanhänger. 💪
Der Croozer for 2 in pink ist es geworden.
Die Teile sind ja SOWAS von teuer, da schnallst Du ja ab.
Für die 1,5 Male, die ich den Wagen vermutlich brauchen werde (der Plan ist zwar gerade, für ein dreiviertel Jahr eines unserer beiden Autos MEIN Auto abzugeben, bis ich wieder arbeiten gehe, aber das verdränge ich momentan recht gut) bin ich gelinde gesagt zu geizig, einen vierstelligen Betrag auf den Tisch zu legen.
Also haben wir auf einen guten gebrauchten gewartet… und er fand uns.
Oder soll ich besser sagen SIE? 😉

Was sonst noch so abging:

Tiffys Kindergeburtstag.
AKA das Paradies für kleine Babymädchen… 😉
Überall lagen Süßigkeiten und Backwaren in Griffhöhe rum…
Wenn das nicht das Paradies ist, weiss ich auch nicht.
(Abends folgte dann der Zuckerschock.)

Erwähnenswerte Playdates:

Tiffy hatte ihren neuen Kindergartenfreund zu uns eingeladen.
Der Kindergartenfreund ist ausserdem unser „fast Nachbar“.
Die Familie hat 4 Häuser weiter gebaut und ist vor 3 Monaten eingezogen.
Da will man so als Mutter unter Müttern einer Neubausiedlung natürlich einen nicht ganz so verwahrlosten Eindruck machen und richtet einen schönen Kaffeetisch her – einen für die Mamas und einen Kleinen für die Kinder.
Für die Kinder hatte ich kleine Minidonuts mit Zucker besorgt und auf dem Kindertisch drapiert.
Harmonisch wurde gespielt und gelacht und was waren wir alle nett und überhauptundsowieso.
Bis auf einmal Tiffys Freund zu uns kam und entsetzt fragte: „Wo ist mein Donut??“

Blickrichtung links:
Das Babymädchen.
Kauend.
Ein letztes Mal schluckend.
Den Mund umrandet mit Zucker.
Keinerlei Anzeichen von Unrechtsbewusstsein.
Ich brach zusammen vor Lachen.

Körperliche Gebrechen:

– Du bist krank.
Tiffy hat aus dem Kindergarten irgendeinen kunterbunten Viren-Smoothie angeschleppt und wie das unter Geschwistern so ist, man teilt alles brüderlich und schwesterlich.
Du hängst also permanent (und ich meine wirklich in jeder freien Sekunde) auf meinem Arm und willst kuscheln.
Der Munkel ist unterwegs, dass es sich unter Umständen um die äusserst bedrohliche Männergrippe halten könnte… aber PSCHHHHHHTTTT 🤐
Sobald ich Dir dann aber Fiebersaft gebe, wirst Du zum Duracell Häschen.
Vergessen all der Schmerz und die Antriebsschwäche, „HALLO WELT… DA BIN ICH WIEDER! WAS FÜR EIN DING DREHEN WIR JETZT???“
Öhmmmmm….? 🤔

– Tod durch Naseputzen
Es scheint kaum eine undelikatere Angelegenheit für Dich zu geben.
Schon als kleines Baby von nur wenigen Wochen konntest Du es absolut nichtig ausstehen: Naseputzen.
Da wird gemeckert, gemotzt, der Kopf verdreht und sich steif wie ein Brett gemacht.
Wenn „es“ dann vollbracht ist und Du anschliessend das Taschentuch siehst, würgt du 😂

– Deine beiden oberen Eckzähne sind durchgekommen.
Und alle so „yeah“.

Dein neues Lieblingsspielzeug:

Tiffys Kugelbahn und Tiffys Spielzeug Einkaufswagen.
Sehr zum Ärger von Tiffy.

 

Family Affairs:

Ich habe den Namen für unsere 3. Tochter gefunden.
Unser 3. Kind, welches wir eines Tages bekommen werden, wird noch ein Mädchen, das ist hier im Hause Düse längst beschlossene Sache.
Bei Herrn Düse, weil er sich damit abgefunden hat, der einzige Schnäppchenträger zu sein und bei mir, weil… naja, ich weiss es halt.
Auf jeden Fall bin ich sehr wählerisch (böse Zungen würden das Wort „pedantisch“ in den Mund nehmen), was die Namen meiner Kinder angeht.
Bitte keinen aus der Top 10-Liste, keine Modenamen und weder Hipstermässig noch viktorianisch soll er bitteschöndankesehr sein.
Bevor Tiffy geboren wurde, war mein Mann kurz davor, seine Haare aufzuessen.
Wahre Geschichte.
Ich glaube, ihm war zum Schluss scheissegal, WIE sie denn nun heisst… hauptsache, die Frau hat sich entschieden und das Kind hat einen Namen.
(Einen sehr hübschen, wohlgemerkt 😉)
Auf jeden Fall saß ich neulich so mirnichtsdirnichts auf der Couch und stolperte beim Fäääääääässssbuch über einen wundervollen Mädchennamen.
DEN NAMEN.
Ich wusste es sofort.
Fehlt nur noch der passende Zweitname, aber das ist ja quasi geschenkt.
Herr Düse war zwar nur semi-begeistert, aber lass den erstmal wieder am Rande des Wahnsinns ankommen, wenn es eines Tages soweit ist.
Dann wird er freudig (ich wollte schon schreiben „mit dem Schwanz wedeln“, habe mich dann aber doch dagegen entschieden 😬) nickend in tiefstempfundener Dankbarkeit zustimmen.

Muttikram:

Ich musste meine Urlaubsplanung für das kommende Jahr einreichen.
Ja, tatsächlich.
Sollte sich nicht nochmal unerwartet jemand bei uns einschleichen (was wir momentan aber…..äh…unterbinden 😉) werde ich nächstes Jahr nach fast 4,5 Jahren Schwangerschafts-/ Elternzeitbedingter Auszeit tatsächlich wieder fliegen gehen.
Schon während ich diese Zeilen tippe, schreit ein kleiner Vogel über meiner rechten Schulter ganz laut:
„SPINNST DU EIGENTLICH??? Deine Babys… Wie kannst Du 1000de Kilometer entfernt von Ihnen sein?“

Fragt nicht, wie es mir während des Ausfüllens des Antrages ging.
Ich war 3x kurz davor zu kündigen und bin 4x in Tränen ausgebrochen.
Saukomisches Gefühl.
Ich?
Nächstes Jahr wieder arbeiten? 😬
Die Arbeit an und für sich ist noch das kleinere Übel…
2 Wochenenden pro Monat ein bisschen rauskommen und (im glücklichen Fall) etwas Sonne am Strand tanken … *GedankenklingelinganundvordenAugenverwischtallesundwirsitzenaneinemweissenstrandmiteinempinacoladaundlächelnundwinken*
Wäre da nicht *DÜMDÜMMMMM* der Refresher Kurs.
2 lange Wochen muss ich ins Trainingscenter und alles wieder auffrischen.
Flight Safety, Erste Hilfe, Service, etcetera pepeeee.
Der Kurs wird in allen Teilen Deutschlands stattfinden.
Natürlich in den Teilen, die scheiss weit weg von uns sind. Logo.

Im Klartext heisst das:
Ich muss ohne die Kinder schlafen.
Ich sehe die Kinder 2×5 Tage am Stück nicht.
Ich… die OberhyperMama, die seit 3 Jahren und 47 Tagen nie einen einzigen Tag und eine einzige Nacht ohne Kind verbracht hat.
Ich habe keinen blassen Schimmer, wie ich das überstehen soll.

51 Wochen Babymädchen ( & Werbung)

51 Wochen Babymädchen

(30.06.-06.07.2016)

*** Dieser Artikel enthält Werbung für die Europa Apotheek.
Wie immer findet ihr hier jedoch meine freie, unabhängige Meinung. ***

Ich schulde euch noch immer den letzten Teil unseres Sommerurlaubes (macht nichts, ist ja bald Winter! 😬) und somit auch die 51. Woche im Leben unseres (mittlerweile schon 15 Monate alten) Babymädchens. 😉

*klingelingeling* (<- Rückblendemusik)
Ab in den weissen Anzug mit euch und *schnipps* rein ins schwüle, tösende Getümmel von Miami.
Mit mir natürlich.
Und dem Babymädchen.

Deine Kleidergröße:

74/80

Deine Windeln:

Pampers Baby Dry Größe 4 (in der US „Sesame Street“ parfürmierten Edition)

Erstes Mal:

Dein erster 4th of July.
Wir haben, wie es sich für almost patriotische Urlauber gehört, ordentlich Independance Day gefeiert.
Vormittags haben wir uns die Parade an der Strasse angeschaut und Tiffy hat kiloweise Süßigkeiten gefangen. (Die Parade ist ähnlich wie bei uns der Strassenkarneval. Nur in heiß.)
Abends gab es dann ein riesiges Feuerwerksspektakel am Strand.


Dein neues Lieblingsessen:

Corn Dogs

Ich wollte die Dinger ja unbedingt schon immer mal probieren.
Also „zack the bean“ wie eine „nicht-ganz-so-prominent-wie-sie-gerne-wäre“-Prominente einst sagte…:
Ab in den nächsten Publix und rein damit in den Einkaufswagen.
Von der Konsistenz sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwie irritierend süss sind sie, die Würstchen am Stiel.
Ob dass das Geheimnis ist?
Du liebst sie und nagst Dich beharrlich, frech und froh durch die Kollektion.

Was Du alles Neues kannst:

– An der Hand laufen
Bedarf es da noch grosser Worte? Mein Herz schmilzt, wenn Du mit wackeligen Beinen an meinen Händen durch die Welt stolzierst. Halt sie noch ein wenig fest, meine Hände.
Nur ein kleines bisschen noch.
Für immer vielleicht.

– Mit dem Finger auf etwas zeigen und dabei DA! sagen.
DA! DA! DA!
Mir war vorher nie aufgefallen, wie viele Tauben es auf dieser Welt gibt… 😉

– Bah! sagen.
Weniger oft, wenn etwas nicht schmeckt (Dir schmeckt nämlich alles), als wenn du etwas verbotenes tust. (Tauben jagen, um nur ein Beispiel anzuführen 😉)

Wenn ich Dich mit einem Bild beschreiben müsste:

Keinohrhase 😉

 

Mit nur einem Handgriff hast Du dem unschuldigen Häschen gekonnt die Ohren skalpiert.
Wir haben das arme Ding, dass übrigens ernsthaft DEKO in unserem Apartment sein sollte, unauffällig entsorgt.
Wir werden in der Hasenhölle schmoren.

Deine Lieblingsbeschäftigung:

Die Taubenjagd.
Wie bereits erwähnt, es gibt hier am Strand sehr viele Tauben.
Sehr, sehr viele.

Deine Passion:

Du wirst BRONTAL.
Ganz erhaben und keinerlei Handlungsspielraum lassend, steckst Du mir Deinen Finger in den Mund und zwingst mich, ihn abzulutschen.
Wohlgemerkt NACHDEM du ihn selber abgerutscht hast.
Wir sprechen hier von einem warmen, triefnassen Finger.
Ouuuuuäääääää…

Wen Du um den Finger wickelst:

Ganze Heerschaften an Amerikanerinnen und Latina-Mamas am Strand.
Ich habe Dir ja so einen unfassbar bezaubernden Badeanzug mit rosa Tutu dran gekauft.
Er ist wirklich Zucker.
Auf jeden Fall hast Du festgestellt, dass es sehr gut ankommt, wenn Du besagten Mamas charmant lächelnd winkst.
In deinem Tutu-Badeanzug. (Falls ich es noch nicht erwähnt hatte… 😉 Ich könnte Dich aufessen, wirklich wahr!)
Die Reaktionen waren absolutely Amerikanisch: … Gekreische, Oh my God!-Rufe und sogar Kameras wurden gezückt.
Letzteres fand ich dann nicht so cool und musste einschreiten, weil ich ja sehr darauf bedacht bin, dass ihr nirgendwo im Internet zu sehen seit.
Generell kann man aber sagen: Du weisst zu Gefallen 😉

Mamas Beach Body:

Palimpalim…
Also wenn ich mir die 26jährige, gertenschlanke Freundin meines Bruders neben mir am Strand so anschaue… öhm… da möchte ich manchmal ein bisschen weinen.
Aber so grundsätzlich stehe ich dadrüber.
Meistens.
Wir sprechen uns nach 2 Kindern wieder, Zuckerpuppe.

Was mich mit allerdings mit Gram erfüllt (Hört, hört! Sie kann sich gewählt ausdrücken, die Frau Düse! 😉) sind meine Pigmentflecken.
Als ich in der Schwangerschaft die Sonne auch nur angeschaut habe, fingen sie direkt an zu spriessen, die Fleckchen.
Nun trägt es sich ja zu, dass ich noch stille und dieses ganze Hormon-mix’n match-Konglomerat sich noch nicht ganz wieder eingefriemelt hat.
Also werden weiter fleißig Pigmentflecken produziert.
Einen davon mitten auf der Stirn.
Grmpf.
Ich sehe jetzt nicht aus wie Winnie Harlow, aber man sieht es.
ICH sehe es.

Fundstück der Woche:

Finde den Fehler….:
In Deutschland kostet ein in Deutschland hergestelltes Kinderservice rund 30 Euro.
Bei Marshalls in Südflorida bekomme ich es für 8$.
Für den Preis kann ich es natürlich nicht stehen lassen, ganz klar.
Ich re-importiere es quasi für rund ein Viertel des Preises wieder.
Vielleicht ist es das, was das Service so günstig macht? 🤔
Die vielen Flugstunden auf dem Weg um die Welt?
Das soll einer verstehen.

Unverschämte Squirrels in unserer Apartmentanlage:

2

Wichtigstes Reiseaccesoire:

Unsere Reiseapotheke.
Vor dem Abflug habe ich lange überlegt, ob und in welchem Umfang ich Medikamente mit in den Urlaub nehme.
Generell sind die Sachen in den USA ja bedeutend günstiger als in Deutschland, wozu also mitschleppen UND noch mehr bezahlen? (sprach das Teufelchen)

Was aber, wenn den Kindern auf dem Flug etwas passiert?
Durchfall, Verstopfung, Fieber, Husten, Erbrechen, klaffende Wunden? (Das Engelchen)

Willst Du wirklich für alle Eventualitäten Medikamente mitschleppen?
6 Kilo zulässiges Handgepäck, liebe Düse. 6 Kilo! (Teufelchen)

Was soll ich sagen, nachdem ich eh immerimmerimmer hemmungslos overloaded bin was Gepäck angeht, flog ich…. richtig, MIT vollgepackter Reiseapotheke.
Ich brauche nicht zu erwähnen, dass wir (ausser den gerade im Flieger wirklich überlebenswichtigen) Nasentropfen NICHTS gebraucht haben?
Aber alleine das Gefühl, aus dem Stehgreif den Biss einer Viper versorgen zu können, war es wert, die Handtasche mit weissen Fingerknöcheln zu tragen.

Günstig geschossen habe ich die Sachen übrigens bei der Europa Apotheek aus Venlo.
Wenn man eine komplette Reiseapotheke ausstattet, kommt ja schnell ein Euro zum anderen… da schlackern die Ohren im Wind… Aber ich war angenehm überrascht, die haben wirkliche Schnapperpreise. (Und liefern wahlweise per DHL ODER Hermes… ich persönlich habe ja gerne die Wahl. Jeder hat ja so seinen persönlichen Hate-Carrier.😉)
Für die Kiwu-Mädels übrigens: (nicht, dass ich danach gucken würde… Tüdelüüü…😙) – die haben sogar Gonal. 😉

*klingelingeling* (<- Reverse-Rückblendemusik)
Ihr Lieben… schön, dass ihr mit uns in Florida wart.
Nun aber wieder auuuuuuufwachen und rein ins nasskalte nicht-Florida. 😉 (Ihr kommt ja aus aller Herrenländer wie ich meiner Blogstatistik entnehmen kann.. .WOW! :))
Bis zum nächsten Mal, ich freue mich, von euch zu lesen!

​50 Wochen Babymädchen 

50 Wochen Babymädchen
(23.06.-29.06.2016)


Modus:

Immernoch das Urlaubsbabymädchen

Grösse:

Unbekannt.

Deine Kleidergröße:

74/80

Deine Windeln:

Pampers Baby dry Größe 4

Gewicht:

Unbekannt. Urlaub eben.

Erste Male:

Deine erste Frisur.
Angelehnt an das Motto „Urlaub“…
Mesdames et Messieurs… DIE PALME.

Du bist zum ersten Mal ganz alleine aufgestanden.
Ohne Möbel.
Ohne sonstige Hochziehhilfe.
Einfach ganz alleine.
Am Strand.
Mein grosses, grosses Mädchen. ❤

Deine neue Lieblingsspeise:

Mac & Cheese
Für mich schmeckt das vordergründig einfach nach nichts.
Im Abgang dann nach ÜBERHAUPTNICHTS.
Ist dass wohlmöglich das Geheimnis der westlichen Nahrungsmittelindustrie? 🤔
Lautet die Devise:
Was nach nichts schmeckt, kann schonmal nicht nach Gemüse schmecken?
Die Welt wird es nie erfahren.

Was Du tolles kannst:

Schleifspuren im Sand.
Nicht zu verwechseln mit der hiesigen Seaturtle.
Mein Seababymädchen.

„High five“ geben.
Auf Zuruf.
Yeah, we are in America, Honey ✋

Fauxpas der Woche:

Vor lauter Jetlag und Aufregung und hinundher bist Du doch tatsächlich im Meer beim Schwimmen auf Mamas Arm eingeschlafen.
Einfach so.
Das Wasser pipiwarm, die Wellen rauschen, dazu etwas kuscheln… hach, so würde ich auch gerne einschlafen.

…. Und weil es so schön war, am nächsten Tag gleich wieder.
Und am übernächsten.
Und am überübernächsten…

Song der Woche:

„Gold“ von Kiiara.
Auf der I-95 im Auto gehört und als sofortiger Ohrwurm für immer in den Gehirnwindungen manifestiert.
Echt geiler Scheiss.
Mit „gold up in my, gold up in my teeth“ im Ohr fühlte ich mich fast ein wenig wie eine verwegene Ghettobraut (die hervorragend gut tanzen kann. Also im Gegensatz zu mir.) und nicht wie Frau Düse aus Kleinoldenbüttel (hab ich mal beim „kleinen Vampir“ gehört und nie vergessen, so süss fand ich das. Kennt ihr noch den kleinen Vampir? Ich habe ihn geliebt  als Kind. Geliebt. Und nun musste ich doch glatt mal Google Maps anschmeissen und nachsehen: Nope. Es gibt kein Kleinoldenbüttel. Schade eigentlich. Sollte mal jemand gründen. Ich wäre dabei. Pro Kleinoldenbüttel sozusagen).
Vor meinem inneren Auge jedenfalls kann ich tanzen wie eine 1.
Richtig dööördy und beweglich und Hüfte hier und Rumtata-Zäng-Boom-nimm-das-und-Salsa-mässig-Haare-nach-hinten-werf-und-in-die-knie-geh-mässig.
Da werden sie alle neidisch, die dirty X-Tinas und die rougen Moulins dieser Welt.
Vor meinem inneren Auge jedenfalls.

Bis ich das Lied gefunden habe, musste ich zu Hause allerdings stundenlang suchen.
Denn meine heilige Songfindebibel „Shazaam“ hat auf eben jener I95 mangels Internetverbindung nicht funktioniert .
Also versuch mal ein Lied wiederzufinden von dem man noch folgende Fakten im Kopf hat:

– „Ohrwurm“
– „weibliche Stimme“
– …

Ich will nicht prahlen, aber ich habe es geschafft.
Voilà, haltet euch die Ohren zu (wegen der Würmer!)… Kiiara mit Gold („und jetzt ab durch die Zauuuuuuberkugel!“):

Was wir diese Woche erlebt haben:

– – –

– Strand.
– Strand.
– Strand.
– Ein Besuch in der Sawgrass Mills Mall.


– Ein Besuch in der Coral Ridge Mall.
– Einen kurzen Abstecher zum Port Everglades zum Kreuzfahrtschiff-Auslaufen beobachten.
– Einen Abstecher nach Miami zum Bayside Marktplace.

(Mama musste unbedingt im Hard Rock Café für euch beiden shoppen. Und im Disneystore. Nur ein büschen. Büschen viel. 😉)

– Achja… bevor ich es vergesse: Strand. Natürlich waren wir am Strand.

SchMIKAling – Herzensangelegenheit und Buchvorstellung

…Stell Dir vor Dein Kind ist in Deinen Armen gestorben und die Welt dreht sich weiter, als wäre nichts geschehen.

Es gibt Geschichten, die gehen Dir so Nahe, dass Du anschliessend nicht mehr dieselbe bist.
Sie berühren Dich auf eine Art und Weise, wie Du vorher nie berührt wurdest.
Sie verändern Dich.

Dies ist die Geschichte von Mika.
Seine Mama Ricarda hat sie für uns geschrieben.
Ich habe in einer Facebook Gruppe von Ricarda gelesen und bin so irgendwie auf ihrem Blog gelandet.
Ich habe angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören damit.
Eintrag für Eintrag.
Zeile um Zeile wurde ich fassungsloser.
Trauriger.
Wütender.
Dass das Schicksal so unfassbar grausam sein kann.
Ich konnte nicht aufhören zu weinen; habe Mika Abends in Gedanken mit in mein Bett genommen und bin morgens mit ihm aufgewacht.

Ich erzähle euch ein kleines bisschen von dem Buch, das Mikas Mama, Ricarda Wullenkord, für sich und für uns alle hier draussen verfasst hat.
Es trägt den Namen „SchMIKAlings Reise“ und ist 2016 bei BoD- Books on demand erschienen.

Auf 205 Seiten erzählt uns Ricarda von ihrem Sohn Mika.
Über die Schwangerschaft mit ihm, die Geburt, über sein leider viel zu kurzes Leben.

Im Alter von 4 Monaten wurde Mika, der bis dahin ein scheinbar gesundes, fröhliches, agiles kleines Baby war, ein extrem bösartiger Hirntumor diagnostiziert.
Eine Diagnose, die wohl allen Eltern den Boden unter den Füßen wegreissen würde.
Die kleine Familie hat dem Tumor den Kampf angesagt und alles getan, um Mikas junges Leben zu retten.
In einer emotionalen Berg- und Talfahrt haben die jungen Eltern gemeinsam mit vielen Spezialisten um das Leben von Mika gekämpft – um doch am Ende den wohl härtesten Kampf ihres Lebens verlieren zu müssen.

Entstanden ist das Buch aus ihren Blogeinträgen, die sie auf dem langen Weg der Verarbeitung verfasst hat.
Ricarda beschreibt Mikas Reise sehr gefühlvoll und emotional.
Man hat fast ein wenig das Gefühl, hinter ihr zu stehen und alle Geschehnisse über ihre Schulter hinweg mitzuerleben.

Als sie beschreibt, wie Mika in ihren Armen stirbt, kann man nicht anders, als fassungslos das Buch beiseite zu legen und mitzuweinen.

Ricarda beschreibt ohne Umschweife ihre Zeit „danach“ .
Wie lebt man weiter?
Weiter ohne Mika und doch mit ihm.
Sie schreibt von Zeichen, die Mika sendet.
Zeichen, die eine Gänsehaut bescheren, weil sie so greifbar sind, so real, so fassbar.

Mika Challenge

Eine weitere Rubrik in dem Buch ist die „Mika Challenge“.
Jeder Tag -und sei er noch so schwarz- hat irgendetwas Positives.
Diese positiven Momente notiert Ricarda Tag für Tag – 1 ganzes Jahr lang.
Die ersten 100 Tage findet ihr im Buch.

Als Leser habe ich mich über jedes positive Wort von ihr, mit ihr gefreut – denn obwohl man Ricarda nicht persönlich kennt, hat man doch das Gefühl sie schon ewig zu kennen.

Briefe an Mika

Desweiteren finden sich im letzten Drittel des Buches Briefe an den kleinen Mika.
Briefe von Menschen, die er mit seinen Schmetterlingsflügeln gestreift hat und mit seiner Geschichte tief berührt hat.
All diese Menschen hat Ricarda hier zu Wort kommen lassen.

Mika geht um die Welt

Grand Canyon, Sevilla, Paris, Barcelona, San Francisco…
Um nur ein paar Orte zu nennen, an denen Mika war.
Im Gepäck der Menschen, die er so sehr berührt hat.
Eine wundervolle Aktion wie ich finde.
In so vielen Teilen der Welt wurde an Mika gedacht.
In so vielen Teilen der Welt kann man den Flügelschlag eines kleinen Schmetterlings hören.

Das Buch schliesst ab mit medizinischen Fakten um den Tumor sowie einer Namensliste, die es eigentlich niemals geben sollte.
Auf der Liste stehen die Namen der Kinder, die wie Mika am ATRT gestorben sind.

Mein Fazit:

Ein sehr lesenswertes, ergreifendes Buch.
Auch wenn wir nichts tun können, um die Trauer der Familie zu mildern, so können wir Mikas Geschichte lesen und ihn dadurch unsterblich machen.

Wer das Buch lesen möchte, kann es unter anderem hier bestellen.
(ISBN 978-3-7412-5190-0)

80% des Verkaufserlös geht dem gemeinnützigen Verein SchMIKAling e.V. zugute.
Ricarda ist Gründungsmitglied dieses Vereins, der Familien mit schlimmen Schicksalen unterstüzt.
Sowohl finanziell als auch emotional steht der Verein den Familien zur Seite, die unter Umständen ähnliches erleben müssen.
Nähere Informationen zum Verein findet ihr bei Facebook und unter www.schmikaling.de

Bild: Pixabay.com


Heute habe einen Schmetterling gesehen.
Er hat sich eine Weile an unserer Hauswand ausgeruht.
Er war bunt und wunderschön.
Ich werde nie wieder einen Schmetterling sehen, ohne an Dich zu denken.
Mika. ❤