Fort Lauderdale

Fort Lauderdale

Am Flughafen in Fort Lauderdale, Florida sind Schüsse gefallen.
Es ist von mehreren Verletzen und Toten die Rede.

Ich bin fassungslos.

Nun ist er entweiht, mein ganz persönlicher Platz des Glückes. Mein Ort, der sich durch mein ganzes Leben zieht.
Mein 2. Zuhause.

Meine Gedanken sind in Fort Lauderdale.

​http://www.sun-sentinel.com/news/sfl-breaking-updates-shooting-at-fort-lauderdale-hollywood-international-airport-20170106-htmlstory.html

https://www.welt.de/politik/article160955883/Schuesse-am-Flughafen-von-Fort-Lauderdale-mehrere-Verletzte-und-Tote.html

Scheisse nein, in was für einer kranken Welt leben wir? 😢

51 Wochen Babymädchen ( & Werbung)

51 Wochen Babymädchen

(30.06.-06.07.2016)

*** Dieser Artikel enthält Werbung für die Europa Apotheek.
Wie immer findet ihr hier jedoch meine freie, unabhängige Meinung. ***

Ich schulde euch noch immer den letzten Teil unseres Sommerurlaubes (macht nichts, ist ja bald Winter! 😬) und somit auch die 51. Woche im Leben unseres (mittlerweile schon 15 Monate alten) Babymädchens. 😉

*klingelingeling* (<- Rückblendemusik)
Ab in den weissen Anzug mit euch und *schnipps* rein ins schwüle, tösende Getümmel von Miami.
Mit mir natürlich.
Und dem Babymädchen.

Deine Kleidergröße:

74/80

Deine Windeln:

Pampers Baby Dry Größe 4 (in der US „Sesame Street“ parfürmierten Edition)

Erstes Mal:

Dein erster 4th of July.
Wir haben, wie es sich für almost patriotische Urlauber gehört, ordentlich Independance Day gefeiert.
Vormittags haben wir uns die Parade an der Strasse angeschaut und Tiffy hat kiloweise Süßigkeiten gefangen. (Die Parade ist ähnlich wie bei uns der Strassenkarneval. Nur in heiß.)
Abends gab es dann ein riesiges Feuerwerksspektakel am Strand.


Dein neues Lieblingsessen:

Corn Dogs

Ich wollte die Dinger ja unbedingt schon immer mal probieren.
Also „zack the bean“ wie eine „nicht-ganz-so-prominent-wie-sie-gerne-wäre“-Prominente einst sagte…:
Ab in den nächsten Publix und rein damit in den Einkaufswagen.
Von der Konsistenz sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwie irritierend süss sind sie, die Würstchen am Stiel.
Ob dass das Geheimnis ist?
Du liebst sie und nagst Dich beharrlich, frech und froh durch die Kollektion.

Was Du alles Neues kannst:

– An der Hand laufen
Bedarf es da noch grosser Worte? Mein Herz schmilzt, wenn Du mit wackeligen Beinen an meinen Händen durch die Welt stolzierst. Halt sie noch ein wenig fest, meine Hände.
Nur ein kleines bisschen noch.
Für immer vielleicht.

– Mit dem Finger auf etwas zeigen und dabei DA! sagen.
DA! DA! DA!
Mir war vorher nie aufgefallen, wie viele Tauben es auf dieser Welt gibt… 😉

– Bah! sagen.
Weniger oft, wenn etwas nicht schmeckt (Dir schmeckt nämlich alles), als wenn du etwas verbotenes tust. (Tauben jagen, um nur ein Beispiel anzuführen 😉)

Wenn ich Dich mit einem Bild beschreiben müsste:

Keinohrhase 😉

 

Mit nur einem Handgriff hast Du dem unschuldigen Häschen gekonnt die Ohren skalpiert.
Wir haben das arme Ding, dass übrigens ernsthaft DEKO in unserem Apartment sein sollte, unauffällig entsorgt.
Wir werden in der Hasenhölle schmoren.

Deine Lieblingsbeschäftigung:

Die Taubenjagd.
Wie bereits erwähnt, es gibt hier am Strand sehr viele Tauben.
Sehr, sehr viele.

Deine Passion:

Du wirst BRONTAL.
Ganz erhaben und keinerlei Handlungsspielraum lassend, steckst Du mir Deinen Finger in den Mund und zwingst mich, ihn abzulutschen.
Wohlgemerkt NACHDEM du ihn selber abgerutscht hast.
Wir sprechen hier von einem warmen, triefnassen Finger.
Ouuuuuäääääää…

Wen Du um den Finger wickelst:

Ganze Heerschaften an Amerikanerinnen und Latina-Mamas am Strand.
Ich habe Dir ja so einen unfassbar bezaubernden Badeanzug mit rosa Tutu dran gekauft.
Er ist wirklich Zucker.
Auf jeden Fall hast Du festgestellt, dass es sehr gut ankommt, wenn Du besagten Mamas charmant lächelnd winkst.
In deinem Tutu-Badeanzug. (Falls ich es noch nicht erwähnt hatte… 😉 Ich könnte Dich aufessen, wirklich wahr!)
Die Reaktionen waren absolutely Amerikanisch: … Gekreische, Oh my God!-Rufe und sogar Kameras wurden gezückt.
Letzteres fand ich dann nicht so cool und musste einschreiten, weil ich ja sehr darauf bedacht bin, dass ihr nirgendwo im Internet zu sehen seit.
Generell kann man aber sagen: Du weisst zu Gefallen 😉

Mamas Beach Body:

Palimpalim…
Also wenn ich mir die 26jährige, gertenschlanke Freundin meines Bruders neben mir am Strand so anschaue… öhm… da möchte ich manchmal ein bisschen weinen.
Aber so grundsätzlich stehe ich dadrüber.
Meistens.
Wir sprechen uns nach 2 Kindern wieder, Zuckerpuppe.

Was mich mit allerdings mit Gram erfüllt (Hört, hört! Sie kann sich gewählt ausdrücken, die Frau Düse! 😉) sind meine Pigmentflecken.
Als ich in der Schwangerschaft die Sonne auch nur angeschaut habe, fingen sie direkt an zu spriessen, die Fleckchen.
Nun trägt es sich ja zu, dass ich noch stille und dieses ganze Hormon-mix’n match-Konglomerat sich noch nicht ganz wieder eingefriemelt hat.
Also werden weiter fleißig Pigmentflecken produziert.
Einen davon mitten auf der Stirn.
Grmpf.
Ich sehe jetzt nicht aus wie Winnie Harlow, aber man sieht es.
ICH sehe es.

Fundstück der Woche:

Finde den Fehler….:
In Deutschland kostet ein in Deutschland hergestelltes Kinderservice rund 30 Euro.
Bei Marshalls in Südflorida bekomme ich es für 8$.
Für den Preis kann ich es natürlich nicht stehen lassen, ganz klar.
Ich re-importiere es quasi für rund ein Viertel des Preises wieder.
Vielleicht ist es das, was das Service so günstig macht? 🤔
Die vielen Flugstunden auf dem Weg um die Welt?
Das soll einer verstehen.

Unverschämte Squirrels in unserer Apartmentanlage:

2

Wichtigstes Reiseaccesoire:

Unsere Reiseapotheke.
Vor dem Abflug habe ich lange überlegt, ob und in welchem Umfang ich Medikamente mit in den Urlaub nehme.
Generell sind die Sachen in den USA ja bedeutend günstiger als in Deutschland, wozu also mitschleppen UND noch mehr bezahlen? (sprach das Teufelchen)

Was aber, wenn den Kindern auf dem Flug etwas passiert?
Durchfall, Verstopfung, Fieber, Husten, Erbrechen, klaffende Wunden? (Das Engelchen)

Willst Du wirklich für alle Eventualitäten Medikamente mitschleppen?
6 Kilo zulässiges Handgepäck, liebe Düse. 6 Kilo! (Teufelchen)

Was soll ich sagen, nachdem ich eh immerimmerimmer hemmungslos overloaded bin was Gepäck angeht, flog ich…. richtig, MIT vollgepackter Reiseapotheke.
Ich brauche nicht zu erwähnen, dass wir (ausser den gerade im Flieger wirklich überlebenswichtigen) Nasentropfen NICHTS gebraucht haben?
Aber alleine das Gefühl, aus dem Stehgreif den Biss einer Viper versorgen zu können, war es wert, die Handtasche mit weissen Fingerknöcheln zu tragen.

Günstig geschossen habe ich die Sachen übrigens bei der Europa Apotheek aus Venlo.
Wenn man eine komplette Reiseapotheke ausstattet, kommt ja schnell ein Euro zum anderen… da schlackern die Ohren im Wind… Aber ich war angenehm überrascht, die haben wirkliche Schnapperpreise. (Und liefern wahlweise per DHL ODER Hermes… ich persönlich habe ja gerne die Wahl. Jeder hat ja so seinen persönlichen Hate-Carrier.😉)
Für die Kiwu-Mädels übrigens: (nicht, dass ich danach gucken würde… Tüdelüüü…😙) – die haben sogar Gonal. 😉

*klingelingeling* (<- Reverse-Rückblendemusik)
Ihr Lieben… schön, dass ihr mit uns in Florida wart.
Nun aber wieder auuuuuuufwachen und rein ins nasskalte nicht-Florida. 😉 (Ihr kommt ja aus aller Herrenländer wie ich meiner Blogstatistik entnehmen kann.. .WOW! :))
Bis zum nächsten Mal, ich freue mich, von euch zu lesen!

​50 Wochen Babymädchen 

50 Wochen Babymädchen
(23.06.-29.06.2016)


Modus:

Immernoch das Urlaubsbabymädchen

Grösse:

Unbekannt.

Deine Kleidergröße:

74/80

Deine Windeln:

Pampers Baby dry Größe 4

Gewicht:

Unbekannt. Urlaub eben.

Erste Male:

Deine erste Frisur.
Angelehnt an das Motto „Urlaub“…
Mesdames et Messieurs… DIE PALME.

Du bist zum ersten Mal ganz alleine aufgestanden.
Ohne Möbel.
Ohne sonstige Hochziehhilfe.
Einfach ganz alleine.
Am Strand.
Mein grosses, grosses Mädchen. ❤

Deine neue Lieblingsspeise:

Mac & Cheese
Für mich schmeckt das vordergründig einfach nach nichts.
Im Abgang dann nach ÜBERHAUPTNICHTS.
Ist dass wohlmöglich das Geheimnis der westlichen Nahrungsmittelindustrie? 🤔
Lautet die Devise:
Was nach nichts schmeckt, kann schonmal nicht nach Gemüse schmecken?
Die Welt wird es nie erfahren.

Was Du tolles kannst:

Schleifspuren im Sand.
Nicht zu verwechseln mit der hiesigen Seaturtle.
Mein Seababymädchen.

„High five“ geben.
Auf Zuruf.
Yeah, we are in America, Honey ✋

Fauxpas der Woche:

Vor lauter Jetlag und Aufregung und hinundher bist Du doch tatsächlich im Meer beim Schwimmen auf Mamas Arm eingeschlafen.
Einfach so.
Das Wasser pipiwarm, die Wellen rauschen, dazu etwas kuscheln… hach, so würde ich auch gerne einschlafen.

…. Und weil es so schön war, am nächsten Tag gleich wieder.
Und am übernächsten.
Und am überübernächsten…

Song der Woche:

„Gold“ von Kiiara.
Auf der I-95 im Auto gehört und als sofortiger Ohrwurm für immer in den Gehirnwindungen manifestiert.
Echt geiler Scheiss.
Mit „gold up in my, gold up in my teeth“ im Ohr fühlte ich mich fast ein wenig wie eine verwegene Ghettobraut (die hervorragend gut tanzen kann. Also im Gegensatz zu mir.) und nicht wie Frau Düse aus Kleinoldenbüttel (hab ich mal beim „kleinen Vampir“ gehört und nie vergessen, so süss fand ich das. Kennt ihr noch den kleinen Vampir? Ich habe ihn geliebt  als Kind. Geliebt. Und nun musste ich doch glatt mal Google Maps anschmeissen und nachsehen: Nope. Es gibt kein Kleinoldenbüttel. Schade eigentlich. Sollte mal jemand gründen. Ich wäre dabei. Pro Kleinoldenbüttel sozusagen).
Vor meinem inneren Auge jedenfalls kann ich tanzen wie eine 1.
Richtig dööördy und beweglich und Hüfte hier und Rumtata-Zäng-Boom-nimm-das-und-Salsa-mässig-Haare-nach-hinten-werf-und-in-die-knie-geh-mässig.
Da werden sie alle neidisch, die dirty X-Tinas und die rougen Moulins dieser Welt.
Vor meinem inneren Auge jedenfalls.

Bis ich das Lied gefunden habe, musste ich zu Hause allerdings stundenlang suchen.
Denn meine heilige Songfindebibel „Shazaam“ hat auf eben jener I95 mangels Internetverbindung nicht funktioniert .
Also versuch mal ein Lied wiederzufinden von dem man noch folgende Fakten im Kopf hat:

– „Ohrwurm“
– „weibliche Stimme“
– …

Ich will nicht prahlen, aber ich habe es geschafft.
Voilà, haltet euch die Ohren zu (wegen der Würmer!)… Kiiara mit Gold („und jetzt ab durch die Zauuuuuuberkugel!“):

Was wir diese Woche erlebt haben:

– – –

– Strand.
– Strand.
– Strand.
– Ein Besuch in der Sawgrass Mills Mall.


– Ein Besuch in der Coral Ridge Mall.
– Einen kurzen Abstecher zum Port Everglades zum Kreuzfahrtschiff-Auslaufen beobachten.
– Einen Abstecher nach Miami zum Bayside Marktplace.

(Mama musste unbedingt im Hard Rock Café für euch beiden shoppen. Und im Disneystore. Nur ein büschen. Büschen viel. 😉)

– Achja… bevor ich es vergesse: Strand. Natürlich waren wir am Strand.

​49 Wochen Babymädchen 

49 Wochen Babymädchen

(16.06.-22.06.2016)wenn das in dieser Geschwindigkeit weitergeht, überrunde ich mich bald selbst 😉

It’s 4 o’clock in the morning
And it’s starting to get light
Well I’m right where I wanna be
Losing track of time…

Lazard- 4 o’clock in the morning 

Erste Male:

Diese Woche hatte es in sich.
Du bist zum ersten Mal geflogen.

Du hast zum ersten Mal das Meer gesehen.
Du bist zum ersten Mal im Meer geschwommen.
Du hast zum ersten Mal einen anderen Kontinent bereist.

Du hattest Deinen ersten Jetlag.
Du hast Dein erstes Squirrel gesehen.

Sinnbild: Squirrel in Cracker-Tüte

Du hast zum ersten Mal Englisch gehört.
Du hast zum ersten Mal unter diesen furchtbar dünnen Karibik-Bettdecken geschlafen.
Du hast zum ersten Mal am Strand geschlafen.

Unser Florida Urlaub hat begonnen.
Die Anreise war eine glatte 11 auf einer Skala von 1-10.
Nach einer seeeeeehr kurzen, seeeehr gestörten Nacht im Holiday Inn am Flughafen klingelten am Morgen 37 Wecker parallel um 06:15 Uhr.
Geduscht, Kinder noch im Halbschlaf angezogen, schnell die restlichen Sachen der Nacht in unser Auto verfrachtet, ein bisschen Early gebirdet und dann ab ins Taxi zum Flughafen.
Gott sei Dank nur mit unserem schmalen Handgepäck (1 Trunki Koffer, 1 Rucksack, 1 Victoria’s Secret Reisetasche, 1 Buggy und einem Maxi Cosi); den Koffern hatten wir uns ja schon am Vorabend entledigt.
Nach Security (nur der Buggy hat angeschlagen, Hurrraaa!), Passkontrolle und Dutyfree Shopping (früher: 2 Stangen Zigaretten, Sekt, Pafüm// heute: 1 Zeitschrift) wurdest du maulig.
Gestillt.
Eingeschlafen.
In den Maxi Cosi gelegt.
Pünktlich zum Boarding wieder wachgeworden.
Hinter uns in der Schlange ein Truppe junger Mädchen und Jungs die mit Blick auf unser Gepäck feststellen: „Ey, wieso haben wir denn überhaupt Gepäck abgegeben???“
Kriegt ihr erstmal Kinder.
.
.
.
.
.
.
Bitches.
…Und ausserdem geht der Buggy ja schliesslich noch nach unten. *fiktivenponyindieluftpust*

Im Flugzeug selber gab es erstmal eine grosse Wiedersehensparty, denn eine meiner Kolleginnen, die ich seit der Schwangerschaft mit Tiffy nicht mehr gesehen habe, war auf dem Flug und beschenkte Tiffy erstmal reichlich mit Bonbons.

8 Stunden „Trotro“ guckend und 1:45 Stunde schlafend (Tiffy), 2 Stunden schlafend (Babymädchen), 1 Spielfilm guckend (Herr Düse) und 3 Folgen „Modern Family“ guckend (Ich) betraten wir 9:47 Stunden später amerikanischen Boden.
Beide Kinder in der Trage, Handgepäck links und rechts unter die Achseln geklemmt.
Die neue automatische Einreise ignorierten wir aufgrund der Tatsache, dass das Babymädchen ja noch nie in die USA eingereist war.
Watt der Bauer nicht kennt, frisst er nicht… 😉
Wir mogelten uns einfach so lange weiter durch und stellten uns doof, bis wir wieder vor einem altbekannten Immigration-Officer standen.
*Blitz* 4 Fotos später und „Press Index Finger/middle Finger/thumb here“ 300 Fingerabdrücke später hatten wir unsere vier Stempel in den Pässen.

Die Custom Declaration hat der Immigration Officer auch direkt einbehalten – das war auch neu.
Guck an, kaum ist man mal 1 Jahr nicht da, ist alles anders.
Irgendwann hatten wir sowohl Koffer als auch Mietwagen inklusive Kindersitz in Beschlag (nur kurz unterbrochen von einem kleinen Kötzerchen von Tiffy im Rental Car Center) und fuhren mit den mittlerweile seeeeeehr müden Kinder auf die I95 Richtung Norden.

In Fort Lauderdale angekommen, trafen wir auf alte Bekannte:
Eine deutsche Familie, die mit ihrem 5-jährigen Sohn ebenfalls in der Apartmentanlage urlaubte.
Murphy legt fest, das wir jedes Jahr, egal wann wir fahren, bei Regen ankommen.
„Typisches Miami Wetter“, sagte mal ein Kapitän.
Während wir unsere Koffer in unsere Wohnung verräumten und einen kurzen Plausch mit unserer Vermieterin abhielten, tanzte Tiffy draußen mit ihrem neugewonnenen Urlaubskumpel im Regen und badete in den monströsen Pfützen.
„Guck mal Mama, hier ist ein ganz grosses Wasser!“
Wir lachten.
Wussten wir doch, was hinter dem Hotel auf der anderen Strassenseite für ein grosses Wasser wartete.
Dann fuhr auch „schon“ meine Familie vor, die es vorgezogen hatten, mit einer anderen Airline anzureisen.
Ihr Flieger landete 20 Minuten nach unserem in Miami – sie trafen 1,5 Stunden nach uns in Fort Lauderdale ein.
Finde den Fehler.

Wir fuhren noch schnell in kompletter Mannschaftsstärke zu Publix, um für 150$ die nötigsten Kleinigkeiten zu Essen für den nächsten Tag zu besorgen (die Stimmung eskalierte etwas, da wir uns zeittechnisch mittlerweile Mitternacht näherten) und fielen anschliessend wie Felsbrocken ins Bett.

Schmalspur Erstbefüllung: Fürs Frühstück reichts. Und natürlich Bier.

Um 4 Uhr morgens fingen wir dann an, unsere Strandtasche zu packen, Schwimmflügel aufzublasen, zu spielen und ein erstes Frühstück einzunehmen.

Yipee.

Zum Sonnenaufgang spazierten wir über die Strasse zum Strand, wo wir direkt auf meinen Bruder trafen.
Die Mädels waren völlig aus dem Häuschen.
Ich war unendlich glücklich.
Und sehr, sehr müde.

Die gesamte erste Urlaubswoche kämpften wir mit den Folgen des Jetlags und konnten irgendwie noch so gar keinen richtigen Rhythmus finden…
Das Babymädchen war oft motzig, schlief am Strand ein und die Nächte waren unterirdisch. (Spoileralarm: Sie blieben unterirdisch. Durchgehend.)

Trotzdem schafften wir es in der ersten Woche zum Burgeressen zu Denny’s, zum Shoppen zu Marshalls und den Souvenirbuden um die Ecke und 2x täglich an den Strand.

Grausame „Souvenirs“… WER BITTE kauft so etwas??!?

Build your own Burger: Cheddar Bun, Beef Patty, Lettuce, Tomato, sauteed Mushrooms, Onions, Swiss Cheese. Served with Fries. Ein Gedicht. ❤

 

Denny’s Strawberry Milkshake to go. Ebenfalls ein Gedicht. ❤❤

 

Eine kleine Exkursion ins Tierreich: Es ist Schildkröten-Schlüpfzeit. Die Nester werden abgesperrt, damit niemand darauf tritt. Die Strassenbeleuchtung wird von März-Oktober Nachts auf ein Minimum reduziert, da die frisch geschlüpften Schildkröten Richtung Mond (also ins Helle) ins Wasser krabbeln und nicht irrtümlicherweise den Mond mit Strassenlaternen verwechseln.

Wie wunderbar ist eigentlich Urlaub???

Was Du Neues kannst:

An Möbeln laufen.
Mein kleines, grosses Mädchen. ❤

Erkenntnis der Woche:

Ich bin jetzt offiziell „Fußgänger.“
Das Schaukeln des Flugzeugs hat mich 24 Stunden verfolgt und mich wie ein betrunkener Seebär fühlen lassen.
Das Gefühl kannte ich vorher gar nicht.
Ein klitzekleines bisschen Sehnsucht habe ich doch…irgendwie.

Chroniken eines Jetlags

Chroniken eines Jetlags

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Ich bin generell nicht gut im Umgang mit Jetlag, denn wenn ich eins nicht haben kann, dann ist es gestörter Schlaf.
Da werde ich maulig und ziegig und streitsüchtig.
Herr Düse weiss dass und macht dann schon immer einen grossen Bogen um mich.
Aber wer in Florida und somit 6 Stunden hinter unserer Zeit Urlaub machen will, muss da durch.
Mitgehangen, mitgefangen.

Ich werde wach, weil das Babymädchen mir mit einem Finger ins Auge piekst und „DA! DA!“ ruft.
Wie spät es wohl sein mag?
Ich drücke auf mein Handy, erblinde kurzzeitig und realisiere dann die Uhrzeit auf dem Display.
23:47 Uhr.
WUUUUUUTTTTTT?????!?!?!?

Ich versuche das Babymädchen mit Stillen wieder zurück in den Schlaf zu bekommen.
Sie trinkt uns trinkt und trinkt und…
scheisst in die Windel.
Ich stehe zähneknirschend auf.
Muss selber aufs Klo.
Ich schalte mangels Alternative die 7000 Watt Badezimmerlampe an; weiter eingerichtet hatten wir uns vor dem Urlaub noch nicht.
Als ich das Babymädchen auf dem Badvorleger absetzen will, fängt sie an zu weinen.
Dann eben pinkeln mit Baby auf dem Arm; wir wollen ja nicht, dass Herr Düse und Tiffy noch wach werden.

Ich will dem Babymädchen die Windeln wechseln und finde die scheiss Feuchttücher nicht.
Wut beginnt in mir aufzusteigen.
Ich nehme das halbe OG auf der Suche nach den Tüchern auseinander.
Dann höre ich Tiffy.
Sie will unsere Selbsthilfgruppe „die, die nicht schlafen e.V.“ offensichtlich beitreten.
Ich fluche, scheisse auf die Feuchttücher und nehme einen Waschlappen.
Ist eh besser für die Haut.

Schade, dass das Babymädchen noch nicht sprechen kann.
Ich würde sie fragen, warum sie um Mitternacht hellwach ist.
Das ist nach „alter Zeit“, ergo 18:00 Uhr ja nun mal auch keine typische Aufstehzeit.

Um 01:30 Uhr sind dann endlich alle hellwach.
Sogar Herr Düse, der sich bis dahin auf seiner Betthälfte totgestellt hat.
Wir fahren das Schlafzimmerrollo hoch und zeigen Tiffy, dass es dunkel und somit Nacht ist.
Nachts… Da wo alle Menschen schlafen.
Stößt auf wenig Gegenliebe.

Nachdem beide Kinder Ball gespielt haben und den Aufzieh-Frosch durchs Schlafzimmer laufen lassen haben, bekommen wir sie zumindest zurück ins Bett.

Ich erweitere meine eingängige Aufzählung um „Missgunst“… Herr Düse liegt keine 5 Minuten später neben mir und schnarcht, während ich das Babymädchen Dauerstille und Tiffy mir ihre kalten Füsse rhythmisch ins Kreuz schlägt.
Ich möchte eine Atombombe zünden.

Gerade als das Babymädchen langsam die Augen schliesst, fängt Tiffy an, im Bett zu wühlen.
Augen wieder auf.
Weiterstillen.
Grmpf.

Mittlerweile ist es 02:45 Uhr und wir sind seit knapp 3 Stunden wach.
So langsam bin ich von der Gesamtsituation genervt.
Ich will schlafen, ich bin müde 😑

Irgendwann fängt Tiffy an, ihren Aufzieh-Frosch direkt neben meinem Ohr immer und immer wieder aufzuziehen.
Die Beherrschung geht mit mir durch und der Frosch fliegt aus dem Bett.
Etwas overacted aber nungut.
An mir ist glaube ich eine 1A Latina verlorengegangen habe ich neulich schon festgestellt.
Das Temperament, das Temperament.

Grosses Geheule von Tiffy.
Ich biete ihr an, mitsamt Frosch in ihr Bett umzuziehen.
Sie verneint und heult weiter.
Macht aber nichts, sind ja eh alle wach.

Das Babymädchen (Runde 47 im Stillmarathon) ist erneut gerade am Wegnicken, da fängt Tiffy wieder an zu Brüllen.
Als hätte sie einen Sensor.
Herr Düse ist wegen des Froschs sauer auf mich und gibt mir die Schuld an dem Heulkonzert, in dass das Babymädchen nun auch voll mit eingestimmt hat.
Ich empfehle ihm als Aggressionstherapie, sich eine Stunde lang einen Aufzieh-Frosch ans Ohr zu halten.
Er sagt böse Dinge.

Gegen 4 Uhr schaue ich das letzte Mal auf die Uhr.
Stillend.
Mit ein paar Kinderfüssen in Grösse 26 im Rücken und einem Schnarchen im rechten Ohr.

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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

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FLODIDA.

FLODIDA.

Tiffy weint und sagt:
„Mama. Ich will zurück nach FLODIDA!“

… Besser hätte sie es nicht zusammenfassen können.

„Two (three) weeks away
feels like the whole world
should have changed
But I’m home now
And things still look the same
I think I’ll leave it till tomorrow to unpack
Try to forget for one more night
That I’m back in my flat on the road
Where the cars never stop going through the night
To a life where I can’t watch the sunset
I don’t have time

I’ve still got sand in my shoes….

[…]

try to remind myself
that I was happy here
before I knew that I could get
on the plane and fly away
From the road
where the cars never stop
going through the night
To a life where I can watch the sunset
And take my time
Take all our time…“

[…]

Dido – Sand in my shoes

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Fliegen mit Kleinkind und Baby

Eine Flugreise mit Baby und Kleinkind
ODER: Augen zu und durch

 

Achtung, Spoiler:
Wir hatten eine erschreckend entspannte, ruhige Anreise hier nach Florida.
Wie genau das mit Baby und Kleinkind im Gepäck passiert ist, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen – ich nehme es einfach so hin und freue mich.
Still.
Wenn ich es nämlich zu laut sage, wird der Rückflug bestimmt eine mittelschwere Katastrophe.
Also sage ich es nicht.
Ausser hier.
Aber wir sind ja unter uns.

Ein paar winzige Kleinigkeiten waren durchaus etwas anders, als bei unseren Reisen zuvor, aber das weiss man ja, wenn man sich entscheidet mit Kind und Kegel über den Atlantik zu hoppen und kann sich entsprechend darauf einstellen.

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Als Herr Düse und ich noch zu zweit waren, lief die Reise meist so ab:
Wir packten jeder einen Überseekoffer, in den wir jeweils noch eine Reisetasche mit Rollen verstauten (für den Rückflug; aus den USA kommt man ja bekanntlich mit wesentlich mehr Gepäck raus als rein)
Am Morgen des Abfluges standen wir um 3:30 Uhr auf, zogen uns schicke Klamotten an, setzten uns ins Auto und fuhren zum 200km entfernten Flughafen.
Wir checkten am Priority Schalter ein, bekamen unsere Businessclass Bordkarten und verbrachten die Zeit bis zum Abflug dann in Ruhe im Dutyfree Shop, im Raucherraum und in der Lounge, in der wir ein Frühstück/einen Drink/einen Kaffee einnehmen konnten, bis wir schlussendlich persönlich zum Einsteigen gebeten wurden.
Im Flugzeug gab es dann erstmal einen Willkommenssekt und die 10 darauffolgenden Stunden verbrachten wir abwechselnd mit dem Verzehr hochqualitativer und hübsch angerichteter Speisen von echtem Porzellangeschirr, dem Einnehmen des ein- oder anderem alkoholischen Getränks, kleinen Nickerchen, dem Entertainment-Programm, dem Blättern aus der schier endlosen Auswahl an Zeitschriften…

In Miami angekommen war unser Ziel meist klar:
Möglichst schnell durch die Immigration und den Zoll zu kommen, um erstmal nach draussen zu kommen und eine (zwei, drei… 😉) zu rauchen.
Das Reisen in der Businessclass war auch hier für uns von Vorteil, da wir die ersten waren, die aussteigen durften.
(Gerannt wird dann auf dem langen Weg vom Flieger zur Immigration sowieso IMMER – das gehört dazu 😉)
Sobald wir den Mietwagen hatten, konnten wir entspannt den Weg nach Ft. Lauderdale antreten, wo wir die kommenden 3 (manchmal auch 4, in seltenen Fällen auch 5) Wochen entspannt im Einklang von Meer und Shoppingmalls verbrachten.
(Und während ich das hier gerade schreibe, weint mein gut-frisiertes und benagellacktes Ich ganz bitterlich, weil es realisiert, dass ich das nächste Mal wieder in den Genuss dieser Art zu reisen kommen werde, wenn ich sehr, sehr alt bin)

Da das ja alles wie Eingangs erwähnt so wunderprächtig geklappt hat (nach dem Rückflug veröffentliche ich dann wahrscheinlich „Top 10 fails bei Flugreisen mit Kindern“) und ich ja von beruflicher als auch privater Natur aus gerne und häufig im Flugzeug unterwegs bin, habe ich nachfolgend für euch mal ein paar geheime goldene Tipps zusammengestellt, die euch zum absoluten Pro der Mit-Kind-Jetsetter machen werden.
Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mich jederzeit anschreiben. 😊

1) Die Sitzplätze
Reserviert euch passende Plätze.
Kinder unter 2 Jahren haben keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz und müssen während des Fluges auf dem Schoss der Eltern reisen.
2 Möglichkeiten gibt es jedoch:
a) Es gibt für Familien mit Babys extra Sitzreihen, die über ein Babybassinet vefügen, in die ihr euer Baby während des Fluges legen könnt. Die Basinetts könnt ihr Airlineabhängig etwa bis 12 Monate nutzen.
Vorteil: Diese Körbchen können nur an Trennwände montiert werden, dass heisst ihr habt in diesen Reihen keine nervigen Rückenlehnennachhintenklapper vor euch.
Nachteile:
– Da ihr keinen Sitz direkt vor euch habt, sind eure Tische in den Armlehnen untergebracht.
Dadurch sind sie starr und es entfällt die Möglichkeit, sie hochzuklappen.

– Die Reihen sind fast immer hinter oder neben einer Toilette.
Mal ganz abgesehen von den Menschen, die dann alle permanent neben dem Sitz anstehen, will man nicht in Riechnähe eines WCs sitzen.
Niemals.

– Die Bassinets dürfen nur benutzt werden, so lange die Anschnallzeichen ausgeschaltet sind.
Will heissen nicht zu Start und Landung und bei Turbulenzen.
Es kann also durchaus passieren, dass ihr euer schlafendes Baby wecken müsst, um es wieder auf eurem Schoss anzuschnallen.

b) Die Alternative dazu lautet: Autokindersitz.
In einen zertifizierten Sitz darf euer Baby auf einem eigenen Sitzplatz während des gesamten Fluges sitzen. (Die Kindersitze müssen eine ECE-Zulassung für die Verwendung bei 2-Punkt-Gurten haben, Erkennbar am TÜV Rheinland-Prüfzeichen „For use in aircraft“).
Hierfür müsst ihr dann natürlich einen extra Sitzplatz kaufen – bei den meisten Airlines zum Kindertarif.
Ihr könnt natürlich auch Pokern, dass der Nachbarsitz leer bleibt. (Oder ihr arbeitet bei einer Airline und dürft mit den Mitarbeitertickets keinen extra Seat buchen. 😉)
Wir haben darauf gebaut, dass der Flieger nicht voll wird und die Plätze D, E und G einer 4er Reihe gebucht.
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich ein armes Menschlein nach „F“ verirrt, haben wir
auf den natürlichen Selbsterhaltungstrieb ebendieses jemanden gesetzt – wäre ich ein alleinreisender Mensch, würde ich vermutlich lieber auf der Toilette reisen als inmitten einer Familie mit Baby und Kleinkind.
Das Reisen mit Kindersitz (in unserem Fall unsere Maxi Cosi Babyschale) ist nicht nur die komfortabelste, sondern auch die sicherste Variante mit Baby zu fliegen.
Möglichkeit 3 heisst nämlich:
c) Baby mit einem Loopbelt angeschnallt auf dem Schoss.
10 lange Stunden.
Ich denke nicht, Tim.

2) Die stressfreie Anreise
Falls ihr weiter als 5 Minuten von eurem Abflughafen entfernt wohnen solltet, kann ich euch wärmstens die Variante „Park, Sleep and fly“ ans Herz legen.
Wie funktionierts?
Ihr checkt eine Nacht vor eurem Abflug in ein Hotel in Flughafennähe ein, könnt euer Auto für den gesamten Urlaubszeitraum in der Hotelgarage parken und werdet vor Abflug/bei Ankunft bequem per Shuttle zum Flughafen gefahren.
Preislich war es in unserem Fall nur 30€ teurer als „nur parken“ am Flughafen.
Teilnehmende Hotels eures Flughafens spuckt euch Mr. Google in wenigen Millisekunden aus.
Wir haben die Übernachtung gleich mit Vorabend Check-in verbunden und konnten so am nächsten Morgen nach einem Early Bird im Hotel direkt durch die Sicherheitskontrolle gehen, ohne uns erneut in die lange Schlange der Mitreisenden einzureihen.

3) Das Gepäck
Die meisten Airlines transportieren einen Buggy/Kinderwagen, einen Autositz sowie ein Reisebettchen kostenfrei.
Erkundigt euch im Vorfeld bei eurer Airline, welche Modalitäten euch geboten werden.
Euren Buggy könnt ihr als Gate-check aufgeben.
D.h. er wird mit eurem Gepäck beim Check-in gelabelt und ihr müsst ihn erst an der Flugzeugtür abgeben. So könnt ihr ihn noch bis zum Abflug nutzen.
Die Crux dabei ist leider, dass ihr ihn erst wieder gemeinsam mit euren Koffern am Gepäckband zurückerhaltet.
Das wiederum führt uns ohne Umschweife zu Punkt

4) Die Trage
Nehmt sie mit, sie ist Gold wert.
Wir haben nach der Landung in Miami das Babymädchen bei mir in die Fräulein Hübsch und Tiffy auf Papas Rücken in die Manduca gesteckt. Unsere Entscheidung hätte nicht besser sein können.
Wir sind um 13:50 Uhr Ortszeit gelandet, also unsere klassische Zubettgeh-Zeit in Deutschland.
So gab es keine Gummibeine (zumindest nicht bei unseren Kindern 😉), wir sind zügig (nach einem 3 Kilometer-Spaziergang) zur Immigration gekommen und hatten die Hände frei zum Koffer holen/MIA Mover fahren/Auto mieten.
Hätten wir Tiffy laufen lassen, wären wir vermutlich heute noch nicht angekommen.

4) Das Handgepäck
Vergesst die 100ml-in-Tütchen-abgepackte-Flüssigkeiten-Klamotte (oder wie Mario Barth sagen würde: „FSCHKEITEN!).
Ihr habt Babys.
Ihr seit Superman.
Ihr dürft euch wieder wie in alten Zeiten mit Flüssigkeiten behängen.
Ihr seit ausgenommen von der FSCHKEITEN-Regelung.
…..VORAUSGESETZT sie sind für das Baby.
Und sie sind als Babynahrung erkennbar.
Und ein separates Tütchen gepackt.
Und in der Menge, die ihr während des Fluges benötigt.
Und sie werden an der Security separat vorgezeigt.
Bei uns hiess das:
– 1 Tetra-Pak Babywasser
– 1 Flasche Baby Apfelsaft
– 4 Quetschbeutel Obst
– 4 Quetschbeutel Obst/Getreide
– Unsere Urlaubsapotheke die neben sämtlichen Fieber-/Pups- und Schmerzsäften auch Sterilium und Desinfektionsspray beinhaltete.

5) Kinderessen
Für Infants (so werden alle Passagiere unter 2 Jahren ohne Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz genannt) gilt: Beförderung only.
Also auch kein Essen.
Ich als nette, charmante und stets zuvorkommende Flugbegleiterin habe wenn irgend möglich immer neben einer extra Decke/Kissen für Babys auch immer ein trockenes Brötchen oder ein Stückchen Obst zurückgehalten.
Aber wollen wir mich mal nicht als Maßstab nehmen. 😂😉
Packt für eure Infants also genug zu essen ein.
Für „ältere“ Infants bieten sich trockene Brötchen, Obstquetschbeutel oder Baby-Kekse an.
Babygläschen erwärmt euch die Crew gerne im Wasserbad (nein, es gibt keine Mikrowelle an Bord!)
Falls ihr Fläschchen gebt, tut euch und eurem Kind den Gefallen und nehmt euer eigenes abgekochtes Babywasser mit.
Das Wasser aus dem Flugzeug wollt ihr eurem Baby nicht geben.
Wirklich nicht.
Sehr gute Erfahrungen habe ich persönlich mit dem Avent Flaschenwärmer für unterwegs gemacht. (Nein, das ist keine Werbung und ich bekomme kein Geld dafür. Wer mag, kann mir aber gerne etwas bezahlen. 😉)
So seit ihr etwas unabhängiger beim Erwärmen von Fläschchen oder Gläschen – gerade auch, wenn ihr eine etwas längere An-/ bzw. Weiterreise habt.

Für Kinder gibt es die Möglichkeit, kostenfrei bereits bei der Buchung ein Kinderessen vorzubestellen.
Das sieht dann zum Beispiel so aus:

image

6) Elektronische Nannys
Früher habe ich die Eltern verachtet, die ihre Kinder vor sämtliche E-Devices gesetzt und so stumm geschaltet (ich könnte jetzt auch „gemuted“ sagen, finde es aber beim Querlesen schon sehr albern) haben.
Früher.
Wer war ich denn schon.
Pahahahahahaha.
Danke Steve Jobs für das Ipad.
Danke Bénédicte Guettier für den „kleinen Trotro.“
Danke dass ihr mir 09:46 Stunden so gut die Stange gehalten habt mit meinem kleinen Mädchen.

7) Nasentropfen
Erinnert ihr euch an die Zeit, als ihr selber Kinder wart und ihr beim Starten und Landen furchtbare Ohrenschmerzen hattet?
Ich hatte sie.
Ich habe geschrien und geschrien und geschrien und manchmal hat sich der Druck erst Stunden nach der Landung, wenn wir schon längst beim Einkaufen waren, mit einem „Plopp“ gelöst.
Meine Mutter hat damals jedes Mal den armen Piloten in die Nummer mit reingezogen und unsere Schmerzen an seinem fliegerische Talent gemessen.
Liebe Mama, Du hast ihm Unrecht getan.

Im Reiseflug entspricht die Kabinendruckhöhe etwa 8000ft.
Diese steigt dementsprechend beim Start und sinkt im Sinkflug.
Normalerweise kann das Ohr den Druck selbstständig ausgleichen oder man kann mit schlucken, gähnen, Kaugummi kauen oder dem Valsalva-Versuch (Nase zuhalten und reinpusten) etwas nachhelfen.
Wenn man eine leichte Erkältung hat, die man noch nicht einmal wirklich merken muss, kann der Druckausgleich zwischen Innenohr und der Nasenhöhle durch die eustachsche Röhre nicht stattfinden und verursacht Schmerzen. In ganz schlimmen Fällen kann sogar das Trommelfell platzen.
Das Zaubermittel heisst:
Nasentropfen.
Nasentropfen, Nasentropfen, Nasentropfen.
Vor dem Start und kurz vor dem Sinkflug großzügig angewendet wirkt es abschwellend und der Druckausgleich kann ungehindert stattfinden.
Die beiden Mädels bekommen es von mir vor der Landung prophylaktisch.
Zusätzlich entlastend wirkt bei den Kleinen noch Stillen/Flasche trinken, Schnullern oder auch (wie es in unserem Handbuch steht) „schreien lassen“, da durch das Schreien die Ohren „belüftet“ werden.
Ich persönlich bleibe aber bei der Stillen/Nasentropfen Variante. 😉

… Der jetzige Flug war trotz Vielflieger-Mama eine Premiere für uns.
Für uns als 4-köpfige Familie. (Tiffy durfte im zarten Alter von 8 Monaten schon einmal mit über den Teich 😉) Trotz fehlendem Businessclass Chi-chi, Handgepäck voller Windeln und verpasstem Unterhaltungsprogramm möchte nie wieder anders reisen, als GENAU SO.
Leuchtende Kinderaugen, Kribbeln im Bauch und sich selber wieder ein bisschen Kind fühlen.
Als der Flieger abgehoben ist, musste ich weinen.
Vor Glück, vor Dankbarkeit und irgendwie auch ein bisschen vor Erschöpfung.