Centerparks Bispinger Heide – Unser Kurzurlaub in Bildern

Vor 2 Wochen zog es uns in die Ferne (LOL)… wir brauchten Mal eine Auszeit vom Alltag und haben kurzentschlossen 3 Tage im Centerparcs gebucht.
Unsere Wahl fiel auf den Park „Bispinger Heide“.
Die kompletten 3 Tage in Bildern (und seeeeeeehr viel Text) findet ihr nachfolgend.
In diesem Sinne… Nicht lang Schnacken, Kopp in Nacken….
… Lean back and enjoy. 😊

Tag 1:

 

Yeeeeah, finally on the road.

Das Babymädchen ratzt ziemlich zügig ein, während Tiffy das ganze Repertoire an schlechten Autofahrsprüchen abspult:
Wannsindwirendlichdaichhabehungerichhabedurstwannsindwirjetztendlichda????
…. Grmpf.

Autofahren macht…äh.. hungrig 😬😂
Gut, dass Muddi ein paar Salzstangen eingepackt hat 😊

Nur noch ein paar Kilometer, dann haben wir es geschafft: Das Landschaftsbild verändert sich. Die Lüneburger Heide

 

Juhuuuu, wir sind da!

Tiffy setzt uns bereits zum 3. Mal darüber in Kenntnis, dass sie jetzt direkt Schwimmen gehen möchte.
Wir haben im Vorfeld schon unsere Daten auf der Centerparcs Homepage online eingegeben und dürfen so direkt den „E-Checkin“-Pfeilen folgen.
So können wir bequem aus dem Auto heraus einchecken.
Sehr amerikanisch.
Gefällt mir. 😊

Wir bekommen unsere Unterlagen inklusive der Schlüssel zu unserem Ferienhaus.

Wir bekommen unsere Unterlagen inklusive der Schlüssel zu unserem Ferienhaus.

Im Park „Bispinger Heide“ gibt es 8 verschiedene Haustypen:

– Comfort Ferienhaus
– Eden-Premium Ferienhaus
– Behindertengerechtes Premium Ferienhaus
– Premium Ferienhaus
– Premium Kinderferienhaus
– Hausboot
– VIP Ferienhaus
– Baumhaus
sowie ein Hotel mit Hotelzimmern.

Wir haben die Kategorie „Premium Kinderferienhaus“ gebucht.
Das Haus ist 63m² gross und verfügt über ein Elternschlafzimmer, ein Kinderspielzimmer im Zirkusstil, ein Kinderschlafzimmer mit Etagenbett im Zirkuswagen, einer vollständig eingerichteten Küche, ein Wohnzimmer mit offenem Kamin, ein Bad und einem separaten WC.
Die Kategorie „Premium“ beeinhaltet ausserdem gemachte Betten bei Ankunft und ein Küchenpaket.
Grundsätzlich steht in jeder Hauskategorie ein Babybett, ein Hochstuhl und ein Laufstall zur freien Verfügung.
Der Park an und für sich ist wirklich riesig und darf nur an An- und Abreisetagen mit dem Auto befahren werden, um bequem aus- bzw. einzuladen.
Die Laufwege sind nämlich nicht ganz ohne, wie wir schmerzhaft am eigenen Leib erfahren mussten. 😂🙈

Also fahren wir vor, vor unser Häuschen (dass irgendwie den Waschbetoncharme der frühen 80er Jahre verkörpert… 😬).

Herr Düse lädt das Auto aus und das Babymädchen steuert direkt auf die Fernbedienungen zu.
… Nicht mal den Rucksack hat sie abgelegt.

 

Die Hauptattraktion für die Kinder: Das Zirkus Spielzimmer und das Zirkus Schlafzimmer.

Sofort wird alles inspiziert.
Selbstverständlich dauert es nur 3,8 Sekunden, bis Tiffy oben auf dem Hochbett sitzt.
Ohh… dieses Hochbett.
Dazu später mehr. 😉

Während die Mädels spielen, packe ich aus und Herr Düse bringt das Auto zum Sammelparkplatz.
Ab jetzt sind wir (wie Helene Fischer besingen würde) Autoooooolos. (nicht nur durch die Nacht!) 😉
Wie im richtigen Leben 😂

Wir bauen das Schlafzimmer noch nach unseren Schlafbedürfnissen um (das Gitterbett nimmt nur die Rolle des Rausfallschutzes ein) und machen uns anschliessend auf den Weg zum… ja, genau: Schwimmen.

Tiffy freut sich so sehr.
Das sie nicht mit angezogenen Schwimmflügeln loszieht, ist dann auch schon alles. 😉
Wir bemerken auf halber Strecke, dass der Weg zum Market Dome (dem Hauptcenter; hier befinden sich fast alle Aktivitäten und Restaurants) doch weiter ist, als gedacht.
Den Buggy für das Babymädchen haben wir vorsichtshalber im Haus gelassen. (Ursprünglich wollten wir den sogar gänzlich zu Hause lassen, wir törichte Menschen, wir 😬)

 

Der Platz vor dem Market Dome erstrahlt winterlich. Wir bekommen Glühwein, Kinderpunsch und heisse Schokolade und dürfen am Glücksrad drehen. 😉

Tiffy erdreht uns einen Gutschein für eine Aktivität. (z.B. Klettern, Badminton, Bogenschiessen etc.)
Wir schaffen es leider nicht, ihn einzulösen.
In dem riesigen Market Dome, der im Dschungellook aufwartet, machen wir uns auf die Suche nach dem Schwimmbad, dem Aqua Mundo.

Gott sei Dank ist alles gut ausgeschildert. 😁

Ein riesiges Schwimmbad erwartet uns; die Kinder drehen total am Kabel vor Freude.
Mein Handy hab ich erst morgen dabei, deswegen an dieser Stelle noch keine Bilder sondern lediglich das Fazit:
Rischtisch, rischtisch, geil. 👌

Nach dem Schwimmen ist vor dem Schwimmen.
Die Kinder haben extrem schlechte Laune, da überdreht und hungrig und müde und überhaupt.
Wir überlegen 2 Millisekunden, im Market Dome in einem der Restaurants zu Abend zu essen, verwerfen das aber obgleich der beiden Hulks, die wir im Gepäck haben, sofort wieder.

Stattdessen treten wir den Heimweg an (ein Kind links auf dem Arm, das andere rechts und die Schwimmtasche irgendwo dazwischen 🤓) und Herr Düse setzt anschliessend in unserem Büdchen einen Pott Nudeln auf und kreiert eine Sauce.

Wohl dem, der für alle Eventualitäten Essen mitgenommen hat! 😊👍

Nach dem Essen gibt es den Thriller um und mit (*düdüdüdüdüdüüüüüü* *lichtaus* *nachtsichtgerätan* *stimmeverstell*) DEM HOCHBETT.

Tiffy bekommt einen Tobsuchtsanfall, weil sie darin schlafen möchte.
(„ICH. WILL. OBEN. SCHLAFEN!!!!!!“)
Wir bekommen Schnappatmung, weil kein Bettgitter davor ist.
Wir kennen unsere Tochter, die gerne mal in jede Jauchegrube fällt und beschließen einstimmig, dass wir keine Lust haben, Zeit im nächsten Krankenhaus (was übrigens meiner Recherche zufolge in Soltau liegt) zu verbringen.
Tiffy weint bitterlich und droht damit, sich am Bett festzuketten.
Die Müdigkeit macht die Stimmung noch besser.
Armes Mäuschen… ich verstehe Dich ja.
Ich verspreche ihr, dass sie ihren morgigen Mittagsschlaf im Hochbett machen darf und trage das strampelnde, kreischende Ding ins Schlafzimmer.
Nach 0,3 Sekunden ist sie eingeschlafen.

Darauf und auf „endlich haben wir mal etwas Zeit als Familie“ trinken wir erstmal einen Champagner.

Der stand so einsam und alleine zu Hause in unserem HWR, den musste ich einfach einpacken.
Wir haben keinen blassen Schimmer, wo der herkommt oder wer ihn uns geschenkt hat.
Auf einmal war er da.

Egal… DATT PERLT. 😉

Tag 2:

Tiffy steht extra früh auf (um 8) und zieht ins Hochbett um.
Sie weckt uns freudestrahlend gegen 08:30 Uhr.
Wir frühstücken und machen uns fertig.
Heute Vormittag wollen wir den Indoorspielplatz bespielen.
Bei Tageslicht gucken wir uns erstmal unseren Bungalow von aussen an.

Blick auf unseren Bungalow

Blick von der Strasse auf unsere Bungalowreihe. Vor jedem Eingang ist ein anderes Spielgerät -hier: ein Kletterturm- platziert.

 

Die Mädels ziehen gut getarnt im rosa Flecktarn los. 😉 Dieses Mal nehmen wir auch einen Buggy mit. 😬

 

Die Strassen sind heute AUTOFREI! Heute ist kein An- und Abreisetag. Sehr angenehm für die Kinder, denen man nicht alle 30 Sekunden ein „Pass auf, ein Auuuuutooooo!“ hinterherschreien muss.

 

Wir biegen ab und schlendern weiter am See, der uns ebenso zum Market Dome führt.
Alle Wege führen bekanntlich nach Rom.

Das ist ja so richtiger, richtiger Wald. So wie ich ihn aus meiner Kindheit kenne. Ich bin nochmal 8 Jahre alt und rieche die Sonntagsspaziergänge in der norddeutschen Stadt, in der wir damals wohnten. (Die ich mit 8 natürlich total ätzend fand. Also die Spaziergänge.)

 

Das Babymädchen entdeckt ein Hausboot auf dem See. Vielleicht nehmen wir beim nächsten Mal so eins? 🤔

 

Wir kommen am „Strand“ und am Bootsanleger vorbei…

 

…und entdecken den Kletterturm.

Näää..nix für Muddis Tochter.
Ich hab solche Höhenangst, ich alte Schissbuchse war noch nichtmal auf dem Dachboden unseres Hauses, weil ich spätestens auf Stufe 3 der Einschubtreppe Schweißausbrüche bekomme. 😬
Nach 10 gesammelten Stöcken und 14 gerufenen Malen „Weg vom Wasser!!!!“ kommen wir im Market Dome an.
Hier ist das „Center“, das Herzstück des Parks.

Der Market Dome von innen. Viel Grün, viel Wasser, tropisches Feeling. Sogar Flamingos gibt es hier!

Der Market Dome von innen. Viel Grün, viel Wasser, tropisches Feeling. Sogar Flamingos gibt es hier!

 

Neben dem Indoorspielplatz und dem Schwimmbad befinden sich hier ausserdem 4 Restaurants:
Market Restaurant (Hier gibt es Frühstücks- & Abendbuffet)
Bispinger Brauhaus (Rustikales, uriges à la Carte Restaurant)
Il Giardino (Wie der Name schon unschwer vermuten lässt, gibt es hier Pizza und Pasta. Das Besondere: Sie liefern auch auf Wunsch direkt ins Ferienhaus)

Eingang des „IL GIARDINOS“

Pfannkuchenhaus (allerdings nur 2x die Woche geöffnet)

… sowie zusätzlich:

Break Point & Aqua Café
(Hier gibt es für den kleinen Hunger von 12-18:00 Uhr Burger & diverse Snacks)

Break Point. Sehr stylisches Ambiente. Da möchte man doch direkt die Surfbretter satteln… 😉

Sportsbar
„Le Petit Moulin“ (Eine Bäckerei/Café mit Starbucks Getränken. 😁)

Sie bieten einen Lieferservice an, der jeden Morgen frische Brötchen direkt ans Ferienhaus bringt.
Ausserdem liefern sie so sogar alles, was man für sogenanntes „Funcooking“(wie z.B. Raclette/Fondue) in seinem Ferienhaus benötigt.

Bestellschein für die Bäckerei. Alles da, was das Herz begehrt 😊

Raclette oder doch lieber Fondue? Kein Problem, kommt aufs Zimmer. 😉 (Wobei ich doch lieber mein eigenes Gerät mitgenommen hätte 😊)

– Delimarket / Supermarkt

Ein sehr gut sortierter Supermarkt – die Preise sind nicht so hoch, wie befürchtet.

– Fashion Store

– „Aquatique“

Nachdem wir mal alles genau abgecheckt haben geht es EEEEEHEEEEENDLICH ins Spielland.
Dies ist in 3 Teile unterteilt:
– einem Kleinkinderbereich von 0-3 Jahren
– einem Bereich für Kinder ab 4 Jahren

Der Bereich für die „grossen Kinder“ inklusive Mini-Kartbahn

– und einem Aktivitätenbereich.

Der Aktivitätenbereich: Hier findet man beispielsweise Bungee Trampolin, Trampolin und die Kletterwand sowie die Badmintonfelder.

 

Wir parken unseren Buggy auf dem Buggyparkplatz und die Mädels entern das Paradies aus Röhren, Rutschen, Seilen und Stufen.

Der Buggyparkplatz. An der Wand besteht die Möglichkeit, den Buggy/Anhänger/Kinderwagen mittels Fahrradschloss festzuschliessen. TIPP: Nehmt euch euer Fahrradschloss von zu Hause mit. Im Park selber kann man welche kaufen, allerdings kosten die dann ein paar Mark fünfzig. 😉

Es ist so schön, das Glitzern in den Augen der Mädchen zu sehen und ihr Lachen zu hören. ❤

Der Kleinkinderbereich. Die Mädels finden es klasse! 😊

Muddi und Vaddi gönnen sich auch ein kleines Päuschen… RATET, welcher meiner war? 😁
(Die Betonung liegt hierbei auf „war“… denn nun RATET, wer gleich eine „Strawberries & Cream Frappuchino“ Beteiligung einforderte…?! Oops, da hab ichs verraten.)

Eine Runde Trampolin für alllleeeeeeeee!

Das Trampolin muss mit 1€ pro 6 Minuten Hüpfspass separat bezahlt werden und sichert sich mit einem ausgeklügelten System gegen „Schwarzhüpfung“ ab:
Ein Brett (siehe kleines Bild) hängt direkt unter dem Netz.
Nach dem Bezahlen fährt das Brett nach unten und das Trampolin kann behüpft werden. 😉
Gegen Mittag treten wir den Rückzug an und ziehen uns zum Essen und Mittagsschlaf zurück in unser Häuschen.
Beide Mädchen sind so aufgeputscht, dass sie ewig zum Einschlafen brauchen.
Tiffy bricht einfach irgendwann auf der Couch zusammen 😂
Dementsprechend ist die Laune, als wir sie wecken.

Die Aussicht auf den erneuten Besuch im Aqua Mundo kann die Stimmung immerhin etwas anheben.
Es dauert zwar, klappt aber nach dem Aufsagen der magischen Worten: WASSER. SCHWIMMEN. RUTSCHEN. schlussendlich doch.

In der Familienumkleide stellt Tiffy im Direktvergleich frappierende Unterschiede im Körperbau ihrer Eltern fest und posaunt laut lachend und auf den Unterkörper von Herrn Düse zeigend ein: „HAHAHAHAHAAAAA! Ein Pe…!!!“ quer durch die Umkleidekabinen.
Ich breche zusammen vor Lachen.
Herr Düse nicht so.
Aber dafür die Familie neben uns.

Wie schon am gestrigen Tag schmeissen die beiden sich in die Fluten.
Es gibt das grosse „Hauptbecken“ mit Wellenbad, ein riesiges Kinder- und Babybecken mit 2 Rutschen, einen separaten Kinderbereich, mehrere Whirlpools, ein Outdoorbecken und viele, viele Rutschen.

Das grosse Hauptbecken

Ich traue mich nur auf die 35 Meter Röhrenrutsche.
Ich Weichei, ich.

Nee, dass da unten bin nicht ich. 😜 Ich plumpse elegant wie eh und je ins Wasser. Da ist nix mehr mit Dutt und so 😂

Wir verbringen die meiste Zeit im Babybecken.
Dort gibt es eine Röhrenrutsche und eine breite „Flussrutsche“.
Die Mädels rennen wie Duracell Häschen immer und immer wieder auf die Rutschen.

Das Babybecken. Sehr zur Freude der Mädels braucht man hier keine Schwimmflügel. 😉 Nicht im Bild zu sehen: Die beiden Rutschen und die „Sandbänke“ gefüllt mit Sand zum Buddeln. (Das Babymädchen war sofort Feuer und Flamme 😉)

Da war ich ja als Kind zu faul für. 😂

Rutschen ja, Treppe steigen NO WAY.
Ich hätte eigentlich LIFTY, den Wasserrutschentreppenlift erfinden sollen.
Aber für dieses Leben habe ich mein Potential an Schaffenskraft schon verbraten.
Vielleicht im Nächsten. 😉

Das Babymädchen rutscht auch schon völlig unerschrocken alleine, nur in die Röhrenrutsche muss ich mit.
Ich bleibe aber nicht stecken. 😂💪
#thankyouweightwatchers

Dann entdecken wir den separaten Kinderbereich, den „Drachenfels“.
Hier gibt es einen Bachlauf, ein grosses Becken und ein rundum tolles Ambiente.

Das Highlight ist die Röhrenrutsche, die hier sehr dunkel und sehr steil ist.
Kein Thema für Tiffy…  auch hier wird gerutscht, als ob es kein Morgen gäbe.
Die Rutsche ist mit einer Ampel versehen und ich erkläre Tiffy, dass sie nur bei „grün“ rutschen darf.
Sie nimmt das sehr, sehr ernst.
Wenn sie eine Millisekunde zu spät sitzt und die Ampel zwischenzeitlich auf „rot“ umgesprungen ist, wartet sie noch eine Ampelphase ab.
Mein Mädchen. ❤
Du bist Deutschland.  😂

Mit tiefenpsychologischem Geschick (und ein paar Erpressungen… jaaaaa… ich gebs ja zu! 😁) können wie die Kinder nach einem langen Nachmittag dann (fast) tränenfrei dazu überreden, aufzubrechen.
Für heute Abend haben wir uns vorgenommen, essen zu gehen.
Da das Schwimmbad ja auch direkt neben den Restaurants im Market Dome liegt, können wir bequem rüberwechseln.
Wir entscheiden uns für das Brauhaus.
In erster Linie wegen der Nuggets auf der Speisekarte.
Wir züchten nämlich 2 Nuggetmaschinen hier.

Unsere Erstgeborene benimmt sich mal wieder vorbildlich.
Nicht.
Der (Aaaaachtung, jetzt kommts!) BINGO-Abend ist gerade auf der Hauptbühne am Anlaufen.
Besagte Hauptbühne ist natürlich selbstredend direkt vor unserem Tisch, is klar. 😉
Tiffy, der alte Schlaufuchs, hat die Regeln des Spiels mit ihrer unglaublichen Kombinationsgabe blitzschnell erfasst und schreit ein hingebungsvolles „BINGO“ in die Runde.
Ca. 3 Sekunden später zerspringt ihr soeben serviertes Fantaglas unter lautem Klirren auf dem Fussboden in circa 7 Trilliarden Teile.

All eyez on us…
Traritrara… die Familie Düse ist auch da. 😂🙈
Ich bin da ja mittlerweile relativ schmerzbefreit.
Isso.
Guck nicht.
Zieh ab, geh Bingo spielen.

Kurze Zeit später kommt dann das Essen.
Für die Mädels gibt es die versprochenen Nuggets mit Pommes und Gemüsespiess, für uns den fettigsten Burger, den wir auf der Karte finden können. 😉

Überraschenderweise ist das Essen qualitativ sehr hochwertig und richtig, richtig lecker.
Hätte ich nicht mit gerechnet. 👍👍👍

Das Babymädchen futtert in Rekordgeschwindigkeit ihre Nuggets, guckt nochmal unter jede Pommes einzeln, ob sich da nicht doch noch ein frittiertes Teilchen versteckt hat (!), schiebt den Gemüsespiess unbeeindruckt zur Seite und verkündet: „ALLE“.
Herr Düse und ich beratschlagen uns bezüglich der weiteren Kalorienzufuhr und kommen zu dem Schluss, dass am heutigen Tage eh schon Hopfen und Malz verloren sei.
Also bitte nochmal 3 Kindereisbecher. (für 4 Personen ist das doch seeeeeehr vernünftig, oder? 😉 *waitingforapplause*)

Auf einmal steigt mir ein altbekannter Geruch in die Nase.
Jesus!
Das Babymädchen braucht DRINGEND eine neue Windel.
DRINGEND.

Das kürze Streichholz war meins, also darf ich mich frohen Mutes mit dem stinkenden Nugget auf 2 Beinen auf die Socken machen.
Im Brauhaus warte ich geschlagene 10 Minuten vor der verschlossenen Damentoilette.
(ÄTTENSCHN: Bitte merken. Ist quasi der Cliffhanger. Cool. Wollte das Wort „Cliffhanger“ schon immer mal benutzen.)

Irgendwann habe ich keinen Bock mehr, mir die Beine neben einem vollbesetzten 20-Personentisch (scheiss Platzwahl, by the way!) in den Bauch zu stehen und mache mich auf die Suche nach einem weiteren Wickelraum.
„Wird wohl um die Ecke sein“, denke ich so bei mir.
Denkste.

Nachdem ich 10 Minuten durch die Gegend irre und verwirrenden WC Schildern folge, die im Nemesis enden, gebe ich auf und verziehe mich in den menschenleeren Kleinkinderbereich des Indoorspielparks.
Gott. sei. Dank. habe ich noch eine Windel & Feuchttücher.
Da endet die Ausstattung aber auch schon.
Keine Wickelunterlage, keine Tüte für die Schmutzwindel… #MutterdesJahres.
Hurra.
Das Babymädchen hat Durchfall.
Hurra.
Der Body ist durchgeschissen.
Hurra.
Das Babymädchen weint, als ich die Feuchttücher an ihrem wunden Po benutzte.
Hurra, Hurra, Hurra.

Ich ziehe das Babymädchen wieder an (dieses Mal ohne Body) und versuche, mich der wirklich bis aufs letzte zugeschissenen Windel zu entledigen.
Verräterische Spuren, die Rückschlüsse auf den Inhalt zulassen, sind kilomterweit an jeder Stelle der Windel zu erkennen.
Der Mülleimer steht natürlich im Gegensatz zu dem Wickelräumen sehr zentral.
Zentral in einer Menschenmenge.
Sagte ich schon HURRA? 🤔

Egal.. Brust raus, Bauch rein, Kopf nach oben.
Ich versuche, die Windel da reinzustopfen.
RATET…. welcher Mülleimer zum Bersten voll ist?
Der am anderen Ende des Raumes.
Meiner ist leer.
… Natürlich nicht.

Jeder, der schonmal versucht hat, eine aus allen Seiten überquillende Windel in einem hoffnungslos überfüllten Mülleimer unterzubringen, wird mir nun beipflichten:
Es ist ein grosser Spass.
Addiert -for even more fun!!- noch ein motzendes Kleinkind auf dem Arm.
Zack, wisst ihr Bescheid.
Mal wieder: All eyes on me… und ich benutze einfach die Feuchttücherpackung als Stopfer.
Die Feuchttücherpackung bringe ich anschliessend mit zwei Fingern ganz schnell in den Buggy.
Ich komme zurück an den Tisch, wir müssen schätzungsweise 25 Minuten weg gewesen sein.
Bingo geht mittlerweile in die 37.-ste Runde.
Das Eis ist natürlich längst serviert und (Schockschwerenot!) bereits zur Hälfte verzehrt.
UND HERR DÜSE HAT KEIN FOTO GEMACHT.
Amateur.
Ich bin beleidigt.
Er sagt: „Gott sei Dank bist du wieder da. wir brauchen ganz dringend Feuchttücher für Tiffys Hände!“

Ich setze mich in meinen Stuhl, atme langsam ein- und aus und stecke mir einen Löffel Schlagsahne vom Biene Maja Eis in den Mund.
„WAFF HAFF DU FEFFAGT???“

Wir sind noch nicht ganz fertig mit dem Eis, da vermeldete Tiffy eine volle Windel.
Ich möchte weinen, wirklich wahr.
Da ich mich ja schon so gut auskenne, darf ich das netterweise übernehmen.
Nachdem ich zurück zum Buggy gestapft und mit 2 Fingern 3 Blätter Feuchttücher aus der Packung gefriemelt habe (tunlichst darauf bedacht, ebendiese UNTER KEINEN UMSTÄNDEN zu berühren), probiere ich mein Glück erneut auf der Kundentoilette des Brauhauses.
(AUFGEMERKT! Hier kommt er, der Haaaanger!)
Parallel zu mir geht ein Mann auf die Männertoilette.
Er drückt die Tür mit einem kräftigen Stoss auf.
Ich tue es ihm gleich und schmeisse mich gegen die Damentoilette.
Tadaaaa… Die Tür ist geöffnet!
Öhm… ja…
Ich… also…. ich denke…. ich fürchte… ich habe die Vermutung… ich glaube, ich habe vorhin 20 Minuten EINFACH SO vor der WC Tür gestanden und es war gar nicht besetzt. 😎
Ich war nur zu schwach.
#beimzumbanächstesmaletwasmehrarmebitte
#gebtmirwaszuessen

#20leuteamtischhabenzugesehen

Herrn Düse habe ich das übrigens nicht erzählt.
Aus Scham.
Bitte, bitte fang nicht gerade heute an, meinen Blog zu lesen, mein Schatz.

Nach dem wahrlich entspannenden Candle-light Dinner lauschen wir noch ein Weilchen dem Bingo, während wir auf die Rechnung warten.

Zum Abschluss durften beide Mädels noch eine Runde „Pferdchen Karussell“ fahren, was sowohl auf dem Schimmel als auch dem Rappen für grosse Begeisterung sorgte.

Wir machen uns auf den Heimweg und fangen schon an, unsere Sachen wieder zusammen zu packen.
Am nächsten Morgen ab 10:00 Uhr muss das Haus wieder freigegeben sein; den Schlüssel müssen wir bis 10:30 Uhr abgegeben haben.
Den Park dürfen wir aber den ganzen Tag nutzen.

Tag 3:

Nach einer weiteren unruhigen Nacht (ich habe Seeeehnsucht nach meinem eigenen Bett!) ist das Babymädchen am nächsten Morgen sichtlich irritiert über die Tatsache, dass sie aus dem Schlafzimmer kommend in einem Esszimmer und nicht, wie gewohnt, in einem Flur steht.
Sie überlegt kurz, guckt sich um und nimmt dann Kurs auf das Spielzimmer.
Die Mädels spielen noch eine Weile, während Herr Düse das Frühstück bereitet und ich die restlichen Taschen packe.

Ist das Kunst oder kann das weg? Das Bild hat mich irgendwie aufgeregt. Zum Appetitanregen fallen mir wahrlich 10000 andere Lebensmittel an als GRÜNER SPARGEL!

Nach dem Frühstück stapft Herr Düse los, um das Auto wieder abzuholen.
Die Kinder dürfen ganz ausnahmsweise eine Runde KIKA schauen und ich ziehe die Betten ab und packe die wirklich allerletzten Sachen ein. 😁
Wir verstauen unseren Krempel im Auto und fahren es zurück auf den Parkplatz.
Nur mit unserer Schwimmtasche (formally known as „dm Tragetüte“) machen wir uns dann durch den einsetzenden leichten Schneeregen auf dem Weg ins Aqua Mundo.
Die langen Laufwege sind echt ätzend.
Man kann sich zwar Fahrräder oder sogar Golfkarts mieten, aber (zumindest letzteres) war uns dann doch etwas zu dekadent. 😂
Dafür dann eben Natur pur.

Die Lüneburger Heide. Isn’t she lovely?

 

Im Teich vor dem Market Dome treffen wir auf die geheime Hauptattraktion des ganzen Center Parcs: Eine Ente.

Wir schwimmen noch den ganzen Vormittag lang.
Tiffy kann sich -wie erwartet- nicht von der „Ampelrutsche“ trennen, während das Babymädchen am Liebsten durch seichte Gewässer mit Boden unter den Füssen streift und ein bisschen panscht.
Die ungleichen Schwestern.
Jede auf ihre Art perfekt. ❤

Kurz bevor wir Aufbrechen wollen, bieten uns 2 Centerparcs Mitarbeiterinnen noch ein Erinnerungsfoto an.
Wir sagen Ja – und denken dabei an einen Schnappschuss wie im Zoo.
*Klick* Bittesehrdankeschön, ab 14:00 Uhr an der Zookasse abzuholen, hier ist ihr Beleg, Tschüüüüüüüsssss.
Wenn Du denkst, Du denkst…
Nachdem die beiden circa 3000 Posen mit uns ausprobiert haben und ich mir nur denke: „Wwwwwtffff???“ 🤔 gehe ich mit dem Babymädchen, dass mittlerweile schon blaue Lippen hat, nach draussen und kuschele sie an mich und decke sie mit einem Handtuch ab.
Herr Düse folgt mir auf dem Fusse und schimpft.
„Witzige Geschichte… Wir können die Bilder morgen ab 16:00 Uhr abholen!“
Eher nicht.
Und dafür haben wir jetzt unsere kostbare Zeit verschleudert.
Die hätten ja mal vorher Fragen können, wann wir abreisen.
#nichtsgehtübereineguteorganisation

Wir machen uns fertig, damit wir noch einen Happen essen können, bevor wir fahren und das Babymädchen dann ihren Mittagsschlaf während der Fahrt machen kann.

Während wir auf das Essen warten, spielen die Mädels noch eine Weile auf der Spielfläche direkt neben dem Aqua Café.

 

Das Essen kommt. Die Schlacht um die Nuggets ist eröffnet. 😉

 

Das Essen ist okay, allerdings qualitativ ein himmelweiter Unterschied zum gestrigen Abend.

Ich esse meinen ersten vegetarischen Burger mit Halloumi Käse. Kranker Scheiss.

Nach dem Essen müssen wir, auf Tiffys besonderen Wunsch hin, den Flamingos noch „Tschüss“ sagen und machen uns dann im einsetzenden Schneeregen auf den Heimweg.
Das Babymädchen schläft schon, bevor wir die Parkausfahrt erreicht haben.

… Oh Baby, it’s a wild world. 🤘

Bye-bye, Flamingos! Ton-in-Ton mit den Paradiesvögeln 😉

FAZIT:

Das war, er also.
Unser Kurzurlaub in der Lüneburger Heide. 🙂
Der Post ist meine ganz persönlicher Erfahrungsbericht und ist kein Werbe- oder gesponsorter Post.
Für mich war es das allererste Mal in einem Centerparc und ich kann unterm Strich nicht sagen, ob ich es noch einmal machen würde.

Einerseits bietet es ein tolles Rundum Paket für Familien; es wird wirklich unheimlich viel angeboten (schaut euch das komplette Programm an, ihr schnallt ab. Ich sag nur „Ponyreiten, Kids Safari, Kinderbauernhof, Bowling, Geocaching, Laser Battle“ und, und, und….) und dabei auf jedes noch so kleine Detail geachtet, welches für Familien wichtig ist. (Nur mal so als Beispiel: Ihr findet im Kinderspielzimmer keine einzige Steckdose und jede Tür ist mit Klemmschutz versehen.)
Allein wegen des Schwimmbades, dem Aqua Mundo, lohnt sich ein Besuch schon.
(Man kann übrigens auch Stunden- und Tageskarten kaufen – für all diejenigen, die vielleicht in der Nähe wohnen und nicht im Park übernachten wollen).

Allerdings (und jetzt kommt das grosse „ABER“) haben wir die 3 Tage als „Last Minute Deal“ gebucht und ich sage es ehrlich:
Für den vollen Preis würde ich definitiv nicht hinfahren.
Zum Preis einer Pauschalreise erwarte ich einen anderen Standard der Unterbringung.
Die Häuser sind absolut ok, aber alt und teilweise abgewohnt.
Die Sanitäranlagen bedürfen einer dringenden Erneuerung.
Ich habe die Tür zum Klo (das separat im Eingangsbereich des Hauses untergebracht ist) geöffnet, direkt wieder geschlossen und meinem Mann mitgeteilt, dass ich ausschließlich im Stehen pinkeln und darüber hinaus meine Verdauungstätigkeit für die Dauer unseres Aufenthaltes einstellen werde.
Wäre es Sommer gewesen hätte ich mich, frei nach Hanka Rackwitz, zum Pinkeln in den See gesetzt 😉

Achja, WEEELAN.
WEEELAN war auch eine Katastrophe.
Wir haben es für 25€ zugebucht und hatten an genau einer Stelle unseres Ferienhauses Netz:
In der hintersten Ecke meiner Bettseite im Schlafzimmer.
Bis wir das allerdings rausgefunden hatten (wir dachten bis dato, dass der WLAN Code fehlerhaft/abgelaufen war) mussten wir erstmal den Info Desk anrufen, der ganz Kundenfreundliche Sprechzeiten von 09.00-17:00 Uhr hatte.
Die 24 Stunden „Guest Service“ konnte uns um 17:15 Uhr natürlich nicht weiterhelfen.
Schönen Dank auch.
Wir haben dann über Herrn Düses Firmenhandy (das noch massig Datenvolumen frei hatte) einen Hotspot eröffnet und haben darüber gesurft.
Die 25€ hätten wir uns jedenfalls getrost sparen können.

Noch ein paar Tipps in eigener Sache:

1. Nehmt euch Handseife mit.
2. Nehmt euch Sagrotan Spray mit. (siehe oben. TOILETTEN 😬😷)
3. Nehmt euch Spülmittel mit.
4. Und Geschirrspülertabs.

Es liegt zwar mittlerweile in der Küche eines jeden Ferienhauses ein Set mit mit einem (!) Geschirrspülertab bereit, aber eben ohne Spülmittel.
Herr Düse ist ja seineszeichen erfahrener „Centerparcer“, denn in den Jahren vor meiner Zeit ist er regelmässig mit seinen Kumpels zum… äh… kontrolliertem Alkoholgenuss in diverse Centerparcs gefahren. (Muss man nicht verstehen. Wirklich nicht.)
Wie die jungen Kerle nunmal sind, die gerade die Geschlechtsreife erlangt haben und deren Bereiche hinter den Ohren noch hell- bis mittelgrüne Stellen aufweisen, probierten sie natürlich aus, wie man denn die Spülmaschine weiter nutzen kann, wenn man den Tab schon nach 3 Stunden für 1 Topf und 2 Gläser verbraten hat.

Mein Mann möchte an dieser Stelle einen wertvollen Tipp für die Nachwelt hinterlassen:
Füllt kein Spülmittel als Tabersatz in den Geschirrspüler.
Fragt nicht warum.
Tut. es. nicht.

Ihr lieben, DANKE fürs Lesen von über 4000 Zeichen. (mein längster Blogpost ever. ever. Von allen. Und allen, die noch kommen mögen.) Danke für eure Ausdauer und euren Elan. ✌



Wart ihr schonmal in einem Centerparc?
Oder habt ihr einen Trip dorthin geplant?
Wie hat es euch gefallen?