WMDEDGT 06/2016

WMDEDGT 06/2016

Du kriegst die Tür nicht zu, es ist Juni.
Die Monate galoppieren ungefragt an mir vorbei, es ist wirklich nicht zu fassen.
Wie an jedem Monats 5. sammelt Frau Brüllen wieder unter dem Motto „WMDEDGT“ alle Blogger-Tagebucheinträge des heutigen 5. Juni.

Es ist 07:15 Uhr.
Durch einen mikroskopisch kleinen Sehschlitz sehe ich direkt vor meinem Auge das lachende Babymädchen.
Sie sagt: „Da!“ und freut sich.
Ich liebe mein Kind.
Aber ich freue mich nicht.

Sie klettert so lange durchs Bett, bis alle wachgeklettert sind.
Sie zieht Tiffy einfach den Schnuller aus dem Mund.
Findet sie so semi-gut.

Als ich das Babymädchen stille, robbt Tiffy zu Herrn Düse und fragt (O-Ton!): „Papaaa haste Möpse?“
😱
Also ich weiß nicht, woher das Kind seine Ausdrucksweise hat.
Also eigentlich weiss ich es schon.
Definitiv nicht von mir.
Herr Düse hat noch nicht so ganz verinnerlicht, dass Tiffy alle Wörter wissbegierig aufschnappt.
Papaaa bejaht die Mopsfrage.
Damit gibt sie sich zufrieden und fängt an, zu singen.

Nach dem Duschen will Tiffy unbedingt auch SLAAAPPEN anziehen.
Hübsch.
Das Babymädchen kocht in der Kinderküche.

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Wir frühstücken und anschliessend widmen wir uns unserem „Kartonzimmer“ im OG.
Wir packen nach links und rechts, oben und unten und fragen uns, wo wir vorher auf halb sovielen Quadratmetern all unsere Sachen untergebracht haben.

Nachdem Tiffy ihr Zimmer einmal komplett verwüstet und anschliessend zwangseingeräumt hat, gibt es Mittagessen für die Kinder.
Herr Düse und ich essen Mittags nie etwas, wir sind bekennende Abendesser.
Heute ist ein guten Tag; die Kinder schlafen zusammen und so können Herr Düse und ich uns auch ein Ründchen mit aufs Ohr legen.

Um 14:30 Uhr wird zwangsgeweckt, anderenfalls hätten wir Abends raus bis 23:00 Uhr Party, das gilt es tunlichst zu vermeiden. 😬🙈

Wir müssen Tiffys Füsse nochmal versorgen.
Nachdem ich gestern geschätzte 7000 Mal in monotoner Endlosschleife „Fassdiefliesennichtanfassdiefliesennichtan“ heruntergebetet habe ist ihr -wie von Zauberhand- ein Paket Fliesen auf den Fuss gefallen.
AUA.
Die Pflaster halten 3,5 Minuten.

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Wir gehen in den -nennen wir es- Garten und wässern unsere Kirschlorbeeren.
Tiffy hilft, zeigt auf einen Erdklumpen im Beet und sagt: „Das Hunde A-a auch giessen!“

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Danach gibt es ein Eis für Tiffy.
Sie lässt das Babymädchen auch mit essen und teilt nach jedem Bissen schwesterlich.
Ich reagiere frei nach dem Motto: „Ich sehe es nicht, also passiert es nicht!“
Ok. Zeit für ein Foto muss sein.

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Herr Düse packt seinen Koffer; er muss beruflich für 2 Tage nach Belgien.
Ich kotze.
Passt gerade besonders gut:
Wir sitzen noch zwischen Kartons und ein Haufen Dinge sind zu erledigen.
Gah.
Gegen kurz nach 17:00 Uhr fährt er los.
Ich mache die Kinder fertig und wir fahren zu Oma zum Abendessen.
Es gibt Spaghetti.
Das Babymädchen kriegt einen Anfall, weil sie die Spaghetti nicht gut selber essen kann… Also geht jede 2. Gabel von mir in ihren Mund.
Nach einer halben Stunde habe ich immer noch Hunger. 😉

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Der Hochstuhl sieht danach aus wie neu.

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Gegen 19:50 Uhr machen wir uns wieder auf den Heimweg.

Ich mache die Kinder fertig, es entfacht noch ein kurzer Streit um den Tiergeräusch-/Musik-/irgendwas Würfel, anschliessend bringe ich sie ins Bett und schon ist es 21:30 Uhr. 😬

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Ich sprenge noch unseren superhypersensiblen nigelnagelneuen Rollrasen (Warum kann es nicht regnen wenn wir Rasen bekommen?? Waruuuuuuuuuuuuuum?) und räume ein wenig auf.

Und nun geht’s ab ins Bettchen in der Hoffnung auf eine halbwegs ruhige Nacht… 😉

WMDEDGT 05/2016

WMDEDGT 05/2016

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen jeden 5. des Monats.
Jaaaa… Was mache ich eigentlich den ganzen Tag?!

Unser Morgen beginnt wie immer mit dem Weckerklingeln um 07:45 Uhr.
Heute ist Feiertag, yeah!
Herr Düse hat FREEIIIIII… Singenjajajipeejipeeyeah!

Das Babymädchen ist so erschöpft von der Nacht (und der Nacht davor und der davor und der davor…), dass sie spontan bis 09:00 Uhr weiterschläft.

Ich freue mich über einen mittelstarken Muskelkater im Bauch.
Mache nämlich seit gestern Bauchübungen für einen „sexy, straffen Bauch“ (O-Ton Detlef D! Soost) für unseren Sommerurlaub und der Bikinifigur.
Ich sehe mich schon mit einem sexy, straffen Bauch.
Wow.

Nach dem Frühstück übernimmt Herr Düse die nächste Wickelrunde und ich entferne Kleinkinderkunst von unserer Tapete.
😬
Sollte sich dieses „Malheur“ auf unseren neuen Vliestapeten im Haus wiederholen, esse ich alle Stifte persönlich auf.

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Bei schönstem Wetter spazieren wir anschliessend zu Oma & Opa.
Wie schön es ist, dass sie mittlerweile in Laufnähe wohnen 😊

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Oma zeigt mir ein Fundstück:
Ein G&U Buch aus dem Jahre 1985.
Interessant, dass „Die Ernährung an der Mutterbrust die dem Säugling gemäße ist, hat wohl im Bewusstsein der meisten Mütter wieder Eingang gefunden…“.

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Der Weleda Milchbildungstee wird empfohlen… Wahnsinn, dass es den schon so lange gibt -den habe ich im Wochenbett auch noch und nöcher geschlürft.
Im Jahre 1985 lautet allerdings die Empfehlung, mit Frischmilch und Haferschleim zuzufüttern, anstatt auf Milchpulver zurückzugreifen, „falls die Muttermilch nicht reichen sollte“.
Ich bin mal gespannt, wie sich alles gewandelt hat, wenn ich eines Tages Oma bin…

Nachdem die Kinder wie ein Tornado durch das Haus gefegt sind und Herr Düse anschliessend noch Opas Internet & den Fernseher in Gang bekommen hat, laufen wir wieder nach Hause und machen gemeinsam Mittagsschlaf.
Hach, wie ich das liebe. ❤

Anschliessend trinken wir einen Kaffee und futtern mangels Kuchen ein bisschen Schokolade. (Jaja, die Bikinifigur… Aber dafür mache ich ja jetzt Übungen!)
Das Babymädchen isst alleine ihre erste Banane. 🍌
Großes Babymädchen. 😊

Oma, Opa und mein Bruder kommen gegen 16:00 Uhr.
Opa hat 5 Minuten die Aufsicht über das Babymädchen und Tiffy – prompt fällt das Babymädchen von der Couch und schreit wie am Spiess.
Auf meine Nachfrage, ob sie auf den Kopf gefallen ist, antwortet er: „Nein, nein! Nur auf die Seite!“
5 Minuten später hat das Babymädchen eine gofballgroße Beule auf der Stirn.
Opas… 😑

Wir gehen zur Baustelle.
Die Tapeten in den Kinderzimmern sowie die Vliestapete im Bad sind angebracht.
Nun fehlen nur „noch“ der Außenputz (Falls ich den Putzer nicht eigenhändig ersteche… Dazu aber an anderer Stelle mehr), die Fussböden (kommen nächste Woche), die fehlenden Bodenfliesen in der Dusche und die Einbaustrahler an der Treppe.
Der Maler muss die Bäder nur noch Streichen und dann ist es feeeertig.
(Und ich ein Fall für die Irrenanstalt).

Wieder zu Hause werfen wir den Grill an.
(Leider vergessen zu fotografieren… Wir sind Schnellfresser 😂)
Das Babymädchen ist nölig und schläft beim Stillen auf meinem Arm ein, noch bevor die erste Wurst auf dem Teller liegt.
Ich lasse sie auf dem Stillkissen auf mir liegen und bekleckere ihre Schmusedecke prompt mit Ketchup.

Als sie wieder wach wird, greift sie direkt nach einem Brötchen.
Tiffy verschwindet mit meinem Bruder noch eine Runde in den Garten, während wir uns noch etwas unterhalten und uns gänzlich unserem Fresskoma hingeben.

Gegen 21:00 Uhr ist Feierabend und wir machen die Kinder fertig und es geht ab ins Bett.
Ich mache noch das Retourenpaket für die übrig gebliebenen Tapeten fertig und anschliessend suchen wir online noch nach einer schönen Garderobenlösung.

Ich bekomme kurzfristig ein bisschen Panik.
In 14 Tagen steht die Spedition mit 2 (!!!!!) 7,5 Tonnern hier vor der Tür.
Was bis dahin noch alles gemacht werden muss 😲
Aaargh.

Ich verdränge die Gedanken ganz schnell wieder und verschwinde ins Bett.
Gute Nacht allerseits! 👋

WMDEDGT 04/2016

WMDEDGT 04/2016

Der Titel lässt es bereits erahnen, heute hat Frau Brüllen wieder mit „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“
zum Tagebuchbloggen aufgerufen.
Wieder einmal ist es ein Roman geworden, ich kann einfach nicht „in kurz“. 😉

Die Nacht endet, wie sie angefangen hat:
Mit Dauerstillen.
Das Babymädchen macht mich gerade echt fertig.
Kaum hat sie sich zur Seite gedreht, um noch etwas weiterzuschlafen, brüllt Tiffy aus dem Schlaf hinaus:
„STERNCHEN SCHNULLER HABEN!!!“
Das war es dann auch für mich, die gerade dabei war, wieder etwas wegzulummern.
Ich resigniere.
Das Babymädchen wird sofort wieder wach und will zurück an die Brust.
….
😤

Tiffy geht mit mir duschen, da wir die Speisekarte des gestrigen Tages in ihren Haaren ablesen können.
Das Babymädchen klopft zwischendurch an die Duschtür um sich nicht in Vergessenheit zu bringen.
Nachdem Tiffy frottiert, gecremt und geföhnt ist und ich mich ebenfalls in einen halbwegs vorzeigbaren Zustand gebracht habe, gehen wir ins Kinderzimmer, um das Babymädchen ebenfalls fertig zu machen.
Es entfacht ein handgreiflich Streit um die Zahnbürste. (!!)
Ich bin ernsthaft überrascht, wie aggressiv-entschlossen ein 8-Monate altes Baby doch sein kann.

Danach gibt es Frühstück.
Das Babymädchen spielt mit einem Luftballon, während ich mit Tiffy die Notwendigkeit der alternativen Nahrungsaufnahme diskutiere.
Wobei sich das „alternativ“ hier auf das Gegenteil von „Prinzessinnen-Jogurt-mit-der-Ecke“ bezieht.

Anschliessend machen wir uns fertig und fahren zum Rathaus, um einen Reisepass für das Babymädchen für unseren Sommerurlaub zu beantragen.
Wir kommen nach nicht mal 3 minütiger Wartezeit dran.

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Ich liebe es, auf dem Dorf zu wohnen.

Ich zeige der Bürgerbüro-Dame anschliessend Tiffys Reisepass aus dem Jahr 2014 (das Foto zeigt sie als 6 Monate altes Baby) und frage sie, wer zum Henker sie darauf noch erkennen soll.
Ungeachtet der Tatsache, dass der Pass noch bis 2020 Gültigkeit hat und er läppische 37,50€ kostet, empfiehlt sie mir, einen Neuen für Tiffy zu beantragen.
Eigentlich wollte ich das partout nicht, da ich mir zu 99,999999% sicher bin, dass es den Immigration-Officer so gar nicht-gar nicht interessiert, aber diese verdammten 0,000001% machen mir etwas zu schaffen.

Ich erinnere mich an das Jahr 2007, als ich den ganzen Flug nach Miami gezittert habe, ob ich denn wohl gleich postwendend wieder nach Deutschland Retour gesendet werden würde.
Mein Reisepass hatte leider auf der Arbeit Bekanntschaft mit einer Tasse Kaffee gemacht und die Innenseiten waren daher trotz sorgfältiger Nachbehandlung etwas gewellt.
Die Check-in Tante beim Einchecken in Deutschland nahm meinen Pass, fing postwendend unter lautem: „Nee, ich glaube nicht, dass das was wird“ zu telefonieren und ich starb 1000 Tode.
Der erste gemeinsame Urlaub mit Herrn Düse und dann würde er wohl möglich schon bei der Ausreise beendet sein?
Die Erlösung kam in Form einer 2. eilig herbeitelefonierten Check-in Tante.
Sie guckte sich den Pass an uns sagte: „Da habe ich schon weitaus schlimmere gesehen. Könnte klappen!“
Das -so traurig es ist- waren die schönsten Worte an diesem Tag.

Seit diesem Tag hasse ich Check-in Tanten.
(Was sich noch intensivierte, als wir einmal aus dem Flieger nach New York wegen Überbuchung wieder abgeladen wurden… Aber das ist eine andere Geschichte)

(…Und natürlich hat es an der Immigration niemanden interessiert.
Er blätterte meinen Pass auf wie jeden x-beliebigen, unverkaffeeten, machte seinen Stempel hinein und hieß mich mit einem „Welcome to the United States!“ willkommen.)

Wenn ich das jetzt alles wieder Revue passieren lasse, denke ich übrigens, dass die 37,50€ für einen neuen Tiffy-Pass doch irgendwie zu verschmerzen sind.
…Muss ich also auch noch mit Tiffy Fotos machen gehen.

Zu Hause sauge ich kurz durch (das Babymädchen hängt dabei panisch auf meinem Arm) nachdem ich sie gerade noch so darin hindern konnte, einen Stein zu essen.
Danach wird noch eine Runde gestillt.
Das Babymädchen ist gerade eingeschlafen, als der XVWHHFJRHFJFJK-DHL Laster klingelt.
Das Babymädchen ist auf der Stelle wieder nachhaltig wach.
Mit knirschenden Zähnen unterschreibe ich das Paket.
Wenigstens ist es auch wirklich für mich und nicht für den Nachbarn.

Das Paket kommt voN (!) Mars.
Ich weiss nicht, ob es noch jemanden wundert, aber wir hatten damals natürlich auch Snickers-Riegel aus der Plastikcharge und haben hiermit heute unser „Entschädigungspaket“ bekommen.
Jetzt habe ich Bock auf Snickers, menno.
Der Figur zuliebe verbanne ich den Karton aber erstmal in die Süßigkeitenschublade.

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Tiffy hat sich gemerkt, dass ich ihr gestern Abend gesagt habe, dass das kurzärmlige  Nachthemd zu kalt ist und wir es im Sommer mit in den Urlaub nehmen.
Sie packt kurzentschlossen ihren Koffer.
Für das Babymädchen packt sie lieberweise etwas zum Spielen mit ein. (Den Beißring mit den Worten: „Und das Armband für Babymädchen…!“ 😍)

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Hoffentlich passt das Nachthemd im Sommer noch 😂🙈

Nach dem Mittagessen (Tiffy 4 Gabeln Gnocchi/Babymädchen 1 Löffel Brei + 1/2 Obstgläschen) geht’s ab ins Bettchen.
Dank DHL Mann sind wenigstens beide müde und schlafen.
Ich habe etwas Zeit zu surfen und den Blogpost hier zu schreiben.
Gerade als ich mir denke: „Och, jetzt könntest Du die Augen auch noch ein bisschen zumachen!“ weint das Babymädchen.
Gah.

Wir stehen alle zusammen auf, ich telefoniere mit Mama und koche nebenbei das Abendessen vor, mache Wäsche und räume auf.

Um 16:30 Uhr geht’s ab zur Spielgruppe.
Ich gerate mit einer Mutter aneinander, die sich lauthals über Mütter auslässt, die ihr Kind erst mit 3 in den Kindergarten schicken.
Die Kindern seien zu bedauern, weil man ihnen so wichtige Dinge vorenthält.
Entgegen meiner typischen Art direkt und auf der Stelle durch die Decke zu gehen, habe ich sie ausreden lassen (im weiteren Verlauf ihres Monolog folgten noch Ausführungen zum Thema: „Es soll ja Mütter geben, die das toll finden, den ganzen Tag mit den Kindern zusammen zu sein. Ich brauche da etwas mehr Input….“) und ihr anschliessend meine Sichtweise dargelegt.

Anschliessend fahren wir nach Hause, treffen dort auf Herrn Düse, der mittlerweile auch Feierabend gemacht hat, und fahren nochmal zur Baustelle zum Lüften.
Die Spachtelarbeiten sind im vollen Gange.
Langsam nimmt es Formen an.

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Wir essen zu Abend (das Babymädchen entscheidet sich spontan dazu, mir lieber mein Brötchen wegzulutschen anstatt den leckerleckermjammjam Brei zu essen), machen die Kinder fertig und ich verbringe 1 Stunde damit, beide zum Schlafen zu bringen.
Herr Düse führt derweil ein Telefonat.
Familiendinge.
Mal wieder.
Wieder und wieder und wieder die selbe Laier … wieso, weshalb, warum und überhaupt und sowieso.
Ich möchte das nicht mehr.
Es macht, dass ich Nachts nicht mehr schlafen kann.
Ich würde so gerne eine Lösung finden, aber sie scheint nicht zu existieren.
Anschließend haben wir beide Magenschmerzen.
Herr Düse isst darauf erstmal 3 Snickers aus dem Paket, mir ist der Appetit vergangen.
Wir klicken uns zur Ablenkung noch durch die Welt der Innentüren und suchen nach einer Lösung für unsere Flur/Wohnzimmertür.
Lichtdurchlässig, breit, schön soll sie sein.
Offenbar 3 Attribute, die es so vereint in einer Tür nicht zu geben scheint.
Auf einmal ist es schon wieder 23:30 Uhr, wir sind hundemüde und gehen weder über Los noch ziehen wir 2000€ ein – direkt ins Bett.

Gute Nacht, ihr da draussen! 😊

WMDEDGT 03/2016

WMDEDGT 03/2016

Kinners, es ist unfassbar, aber es ist tatsächlich schon wieder der 5. und somit Zeit für Frau Brüllen und ihre Tagebuchbloggen Aktion

“Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?”

Alle gesammelten Beiträge findet ihr hier.

Unser Morgen beginnt um 07:45 Uhr mit Weckerklingeln.
(Ja, wir sind bemitleidenswerte Menschen, die sich mit 2 kleinen Kindern einen Wecker stellen müssen 😢)
Die Nacht war scheisse gesäumt von vielen Unterbrechungen, ich hatte noch nicht mal genügend Platz, um mich gerade auf den Rücken zu legen – ich bin müde.

Nach dem Duschen und gemeinsamen Frühstück kommt ein Maler vorbei, um uns ein Angebot für die Spachtel- und Malerarbeiten vorbeizubringen.
15.000€.
Pfuuuuuuuuuu.
Eigentlich waren 22.000€ für Malerarbeiten, Innentüren und Bodenbeläge geplant.
Da brauche ich nicht mal den Taschenrechner zu zücken um zu erkennen:
Das wird nur was, wenn uns jemand die Fliesen schenkt und ich meinen Minirock aus der hintersten Schrankecke hervorhole.
Ich setze mich mal kurz.
Für den Minirock bin ich echt noch nicht wieder gut genug in Form.
(Tun wir an dieser Stelle mal so, als wäre ich jemals gut in Form dafür gewesen 😉)
Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an unseren freundlichen Hausverkäufer für diese ausgesprochen faire und realistische Kalkulation.
Nicht.
Wir stellen fest, dass wir etwas naiv an die ganze Kostenklamotte rangegangen sind.
Gott sei Dank haben wir noch ein paar Reserven, wobei ich die lieber in den USA beim fröhlichen Klamottenshoppen auf den Kopf gehauen hätte anstatt für Vlies- statt Raufasertapeten.

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Anschließend machen wir weiter mit Mission „Unser Dorf soll schöner werden!“ – Montag ist Besichtigungstermin für unsere Wohnung und wir haben alle Hände voll zu tun.
Leider müssen bei so einer Wohnungsbesichtigung ja alle Räume gesellschaftsfähig sein und nicht nur ausgewählte.
Will heissen, alle Zimmer in denen sich die „ich-weiss-gerade-nicht-wohin-damit“ Sachen stapeln, müssen jetzt „du-musst-jetzt-aber-wissen-wohin-damit“-tet werden.
Schöner Mist, dafür wird das ganze Wochenende draufgehen.

Irgendwann schläft das Babymädchen halb bei Papa auf dem Arm ein – also schnell nochmal gestillt und anschließend in die Wiege zum Schlafen gelegt.
Tiffy fleht mich kurze Zeit später regelrecht an: „Tiffy will schlafen!!“
– Hö???
Sie bekommt ein schnelles Mittagessen und geht dann ab ins Bett.
Sie schläft noch vor 13 Uhr.
Ich bin verwirrt.
Was ist los mit dem Kind?
Macht sie das extra wegen dem Tagebuchbloggen? 😂

Dafür wacht das Babymädchen zügig wieder auf.
Sie bekommt ihren Mittagsbrei und verschlingt anschliessend noch fast ein ganzes Obstgläschen.
Ich fange an, aufzuräumen.
Erwähnte ich schon meine unbändige Lust??

Wir wecken Tiffy.
Herr Düse und sie haben heute allsamstägliches Kleinkinderschwimmen.
Unser Hausverkäufer ruft nochmal an und berichtet mir, dass er jetzt ein Angebot für die Malerarbeiten vorliegen hätte.
17500€ für RAUFASERTAPETEN.
Ich sage ihm, dass ich zwischenzeitlich selbst 3 Angebote eingeholt hätte, die weitaus günstiger wären und dass er sich mal gehackt legen könne.
Die Preise für Fliesen und Türen, die er ja angeblich vor 1,5 Wochen bei Hanse angefragt hat, hat er aber leider immer noch nicht.
Ist klar.
Montag kommen sie aber.
Garantiert.
Bestimmt.

Ich bin echt enttäuscht von dem Heini.
Der hat uns über den Tisch gezogen und das hat leider einen schalen Beigeschmack bei dem ganzen Bau, denn ansonsten läuft alles tiptop mit Hanse.
Das Feedback werden wir aber auch so an die Zentrale geben.

Ich backe noch schnell einen Kuchen, telefoniere mit meiner Mama und räume derweil weiter auf.
Das Babymädchen liegt auf ihrer Krabbeldecke und spielt freudig mit einer Colaflasche.

Herr Düse und Tiffy kommen zurück und berichten mir Stolz vom „Beckenspringen- und Tauch Diplom“, dass es -ihr erratet es nie- für „ins Becken springen“ und „tauchen“ gab.
Das müssen wir wohl einrahmen.

Tiffy isst 4 Stücke Kuchen.
Wenn sie mal so Mittag essen würde…!

Herr Düse ist stinkig wegen des immer noch nicht vorliegenden Angebotes und dem halbherzigem Malerangebot unseres Verkäufers.
Wir beschließen, dass wir uns selber nochmal Angebote für Fliesen und Türen einholen werden, da das Angebot (wenn es denn jemals kommt) vermutlich utopisch hoch ausfallen wird.
Genau das wollten wir zwar nicht, (uns um jedes Gewerk einzeln kümmern) aber um die Minirock-Nummer zu umgehen, wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben.
Er ruft nochmal bei dem Verkäufer an, um den Fliesenhersteller zu erfragen.
Überraschung – weiss er gar nicht.
Erfrägt er gleich Montag mit.
Aha.
Das ursprüngliche Angebot (22.000€ für alles) hat er also gemacht, ohne zu wissen, welche Fliese es überhaupt ist??
Ich hasse ihn.

Zwischendurch ruft -um die Stimmung noch etwas zu heben- mein Schwiegervater an, der heute aus dem Kubaurlaub zurückgekommen ist und lädt sich für nächstes Wochenende zum Hausgucken ein.

Wir ändern unsere Taktik beim Aufräumen und schmeissen einfach alles in Umzugskartons, die wir im Schlafzimmer stapeln.
Muss ja schließlich authentisch wirken hier 😉

Tiffy dreht völlig am Kabel und schmeißt alles, was sie in die Finger bekommt, wie eine Furie durch die Gegend und versucht auf Teufel komm raus Aufmerksamkeit zu bekommen.
Eine ganz beschissene Phase gerade.
Bitte mach, dass es bald vorbei ist.
Herr Düse ist schon nach 10 Minuten nervlich am Ende; darüber kann ich nur müde lächeln.

Ich versuche das Babymädchen nochmal für ein kurzes Nickerchen hinzulegen, was aber wegen des vorherrschenden Lärmpegels durch Herrn Düse und Tiffy nicht möglich ist.

Wir beschließen, es für heute gut sein zu lassen und uns dem Abendessen zu widmen.
Wir machen eine schnelle „Bubble up Pizza“ und das Babymädchen futtert eine Schale HIPP Gute Nacht Brei und ein halbes Glas Williams Christ Birne.
Anschließend wird noch etwas gespielt und danach geht es ab ins Bett.

Herr Düse und ich haben gegen 21:15 Uhr endlich unseren wohlverdienten Feierabend. 😊

WMDEDGT 02/2016

WMDEDGT 02/2016

Immer am 5. des Monats ruft Frau Brüllen mit „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ zum Tagebuchbloggen auf.
Finde ich toll, muss ich mitmachen. 😊
Alle Beiträge findet ihr hier.

Das Babymädchen erwacht völlig untypisch bereits um 07:40 Uhr neben mir im Bett und juchzt vor Freude und erzählt „BABABABA“.
Baby müsste man sein, da ist das Leben eine Party.
Ich bin kurz vor dem Erfrierungstod, es sind gefühlte 2 Grad in unserem Schlafzimmer und ich habe nur ein T-Shirt an.
Die Kinder haben gestern schon geschlafen, als mir aufgefallen ist, dass mein Schlaffi in der Wäsche ist.
Also schnell und leise das Erstbeste aus dem Kleiderschrank gefriemelt.
Man, bin ich froh, dass es kein Bikinioberteil war. 🙈

Tiffy erwacht langsam rechts von mir und will kuscheln, während ich das Babymädchen im Liegen stille.
Scheiß drauf, ich teile mich einfach einmal senkrecht.
Wo ist David Copperfield??

Nach ein paar Tanz- und Gesangseinlagen von Tiffy geht’s ins Bad.
Heute Dusche „mit Haare“ und ich bete, dass mir die beiden Mädels das Bad zwischenzeitlich nicht zerlegen.
Tiffy bringt mir nach dem Duschen mein Handtuch zum Abtrocknen  (!!!) und stellt vorher selbstständig die Waage weg, mit der sie gespielt hat.
(Oh Mäuschen, eines Tages wirst Du das Teil hassen…)
Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Das Babymädchen spielt zwischenzeitlich mit einem Kleiderbügel und meinem Brillentui und kräht ein Lied nach dem anderen vor sich her.
Hach, welch Bullerbü-Harmonie.
Wenn das immer so wäre…

Anschließend mache ich beide Kinder fertig, dem Babymädchen wird irgendwann langweilig und sie meckert in einer Tour.
Meine Badezimmer-Wellness Stimmung ist dahin.
Sie kann sehr laut meckern.

Danach gibt es Frühstück und ich verändere meine „Bittebitteissdochnureinkleinesbisschen“-Strategie bei Tiffy.
Ich steche aus allem Sterne aus…. Und so isst sie doch tatsächlich 3 Brotsterne, 3 Käsesterne, 1 Wurststern  und einen Fruchtzwerg  (ok, den gab es nicht sternförmig 😊) statt wie bisher einen Fruchtzwerg und einen halben Bissen Brot.
Warum bin ich da noch nicht früher drauf gekommen?
Ich mache künftig aus allem Sterne, wenn das so einfach ist.
Ich fange gleich mit der Bettdecke, der Matratze und dem Kopfkissen an.
Vielleicht klappt es ja dann mal mit dem Schlafen. 😆
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Um 10:00 Uhr sind wir fertig und ich bestücke schnell Waschmaschine & Geschirrspüler, bevor ich mich ans Backen für das Wochenende mache.
Das Babymädchen liegt in ihrer Wippe und räumt fleißig meine Backschublade aus.

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Während ich meine Küchenmaschine mit Knoppers bewerfe (es gibt Knoppers-Muffins) und mein Ofen so mir-nichts-dir-nichts vor sich hin vorheizt, bemerkt Tiffy trocken: „STINKT BISSCHEN!“
Öhm, ja.
Scheiße, da war was.
Der Auflauf gestern war etwas übergelaufen, was ich mit: „Oh nein, da müssen wir den Ofen erstmal sauber machen!“ kommentierte.
Mit „wir“ implizierte ich meinen Mann und er wiederum wohl meine Wenigkeit.
Kommunikation 6, setzen.
Rauchschwaden bilden sich im Ofen und die Küche stinkt bestialisch.
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Dunstabzugshaube an, Fenster weit aufgerissen und den doofen Ofen ausgeschaltet.
Dabei eine unserer Nachbarinnen gesehen, die absichtlich den DHL Laster zuparkte, weil der Mitten auf der Straße hielt.
Nach 10 Minuten kam sie erst wieder und machte die arme Fahrerin rund.
Klassischer Fall von Untervögelung nehme ich an.
Armes Deutschland.
Wenn ich die Fahrerin wäre, würde ich zukünftig wohl mal das ein oder andere Paket für die werte Dame vergessen oder aber zumindest mit dem Laster überrollen.

Als der Ofen halbwegs abgekühlt ist, bearbeite ich ihn erstmal mit einer Ladung Backofenreiniger und pausiere Mission „Backen“ fürs Erste.
Das Babymädchen bekommt furchtbaren Hunger gepaart mit furchtbarer Müdigkeit, also stille ich sie und lege sie anschließend zum frühen Mittagsschlaf ins Bettchen.

In der Zeit komme ich nach gründlicher Backofenschrubbung endlich zum Backen, setze die nächste Maschine Wäsche an und sauge durch.
Kurz nachdem ich die Muffins aus dem Ofen geholt habe, vermeldet Tiffy von der Babyphone-Front: „Das Babymädchen ist wach!“
Schnell das Mittagessen zubereitet… Tiffy zwängt sich unter Würgegeräuschen EINE GABEL rein (ja, es lag wohl an der nicht vorhandenen Sternchenform…) und auch das  Babymädchen streikt nach dem 1. Löffel Kürbis und fordert unter lautem Protest ihre gewohnte Pastinake ein.
Also eben ein neues Gläschen warm gemacht, was kost‘ die Welt.

Danach zum 10. Mal abgewaschen und nebenbei versucht, beide Kinder bei Laune zu halten.
Erneut gesaugt.
Als das Babymädchen gerade gutgelaunt spielt, schmeisst Tiffy sich behände dazwischen und die Stimmung schlägt rapide um, ist klar.

Achja, zwischenzeitlich noch gefühlte 3000 Windeln gewechselt.
Immer schön im Wechsel; weiß der Geier was da gerade bei beiden „durchschlägt“.

Die Stimmung bei Tiffy kippt gegen 15:00 Uhr rapide…
Wir haben ihr seit ein paar Tagen versuchsweise den Mittagsschlaf gestrichen, weil sie nie vor 21:30 Uhr eingeschlafen ist und immer einer (ich. immer.) so lange neben ihr sitzen musste, bis sie eingeschlafen war.
Der Spaß hielt sich wahrlich in Grenzen.

Unser Wochendate in der Musikschule steht heute Abend noch an; ich habe etwas Angst davor, wie das mit einem übermüdeten Kleinkind wird.

Es folgt ein kleiner Disput darüber, warum jetzt keine Gummistiefel getragen werden und ich fühle mich jetzt schon reif für das Bett.
Diese 2-jährigen Klamotte ist wirklich eine krasse Nummer… bindet mir 10 schreiende Babys auf den Bauch, kein Problem – aber dieses Alter macht mich fertig, ehrlich wahr.
Ich hoffe, diese Bock- und Ziegenphase ist bald vorbei.

Während ich das Babymädchen stille, liegt Tiffy (mit Gummistiefeln!!!!) unter unserem Küchentisch und ist kurz vor dem Einschlafen.
Das Babymädchen nickt weg.
Ich gewinne den Schuhkampf und stecke Tiffy in ihre „richtigen“ Schuhe.
Zum Dank tritt sie mir mit Matschsohle auf meine beigen UGG Boots.
Ich atme.
Ein- und aus.
Ein und aus gegen die aufsteigende Wut.

Wir nehmen Altglas mit und gehen eine Runde spazieren.
Nachdem wir noch Ziegen gefüttert haben, treffen wir unterwegs auf Herrn Düse, der von der Arbeit kommt.
Wieder zu Hause essen wir die Muffins und trinken einen Kaffee.
Die erste Pause an diesem Tag.

Das Babymädchen schläft immer noch und verpasst somit ihre Stillmahlzeit.
Blöd gelaufen, aber nicht zu ändern.
Tiffy und ich fahren zur Musikschule und singen dort „Schotterwagen“ und sehr zu Tiffy’s Misfallen keine „Puthenne“.  Erstaunlicherweise zeigt sie keine großen Übermüdungsanzeichen.
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Um kurz nach 18:00 Uhr sind wir wieder zu Hause und treffen auf ein gut gelauntes, nicht verhungertes Babymädchen.
Na also. 😊

Dann gibt es Abendessen, Tiffy will noch 20 Mal „Schotterwagen“ auf meinem Schoss fahren und um kurz vor 20:00 Uhr liegen beide Kinder im Bett.
Tiffy schläft nach 3 Seiten „Das kleine Kaninchen, dass so gerne einschlafen möchte“ ein und das Babymädchen folgt ihr beim Stillen auf dem Fusse.
Herr Düse ist zwischenzeitlich einkaufen gefahren.
Feierabend.
(Wie das duftet)
Endlich.

Ich wünsche euch eine gute Nacht! ⭐⭐⭐