​49 Wochen Babymädchen 

49 Wochen Babymädchen

(16.06.-22.06.2016)wenn das in dieser Geschwindigkeit weitergeht, überrunde ich mich bald selbst 😉

It’s 4 o’clock in the morning
And it’s starting to get light
Well I’m right where I wanna be
Losing track of time…

Lazard- 4 o’clock in the morning 

Erste Male:

Diese Woche hatte es in sich.
Du bist zum ersten Mal geflogen.

Du hast zum ersten Mal das Meer gesehen.
Du bist zum ersten Mal im Meer geschwommen.
Du hast zum ersten Mal einen anderen Kontinent bereist.

Du hattest Deinen ersten Jetlag.
Du hast Dein erstes Squirrel gesehen.

Sinnbild: Squirrel in Cracker-Tüte

Du hast zum ersten Mal Englisch gehört.
Du hast zum ersten Mal unter diesen furchtbar dünnen Karibik-Bettdecken geschlafen.
Du hast zum ersten Mal am Strand geschlafen.

Unser Florida Urlaub hat begonnen.
Die Anreise war eine glatte 11 auf einer Skala von 1-10.
Nach einer seeeeeehr kurzen, seeeehr gestörten Nacht im Holiday Inn am Flughafen klingelten am Morgen 37 Wecker parallel um 06:15 Uhr.
Geduscht, Kinder noch im Halbschlaf angezogen, schnell die restlichen Sachen der Nacht in unser Auto verfrachtet, ein bisschen Early gebirdet und dann ab ins Taxi zum Flughafen.
Gott sei Dank nur mit unserem schmalen Handgepäck (1 Trunki Koffer, 1 Rucksack, 1 Victoria’s Secret Reisetasche, 1 Buggy und einem Maxi Cosi); den Koffern hatten wir uns ja schon am Vorabend entledigt.
Nach Security (nur der Buggy hat angeschlagen, Hurrraaa!), Passkontrolle und Dutyfree Shopping (früher: 2 Stangen Zigaretten, Sekt, Pafüm// heute: 1 Zeitschrift) wurdest du maulig.
Gestillt.
Eingeschlafen.
In den Maxi Cosi gelegt.
Pünktlich zum Boarding wieder wachgeworden.
Hinter uns in der Schlange ein Truppe junger Mädchen und Jungs die mit Blick auf unser Gepäck feststellen: „Ey, wieso haben wir denn überhaupt Gepäck abgegeben???“
Kriegt ihr erstmal Kinder.
.
.
.
.
.
.
Bitches.
…Und ausserdem geht der Buggy ja schliesslich noch nach unten. *fiktivenponyindieluftpust*

Im Flugzeug selber gab es erstmal eine grosse Wiedersehensparty, denn eine meiner Kolleginnen, die ich seit der Schwangerschaft mit Tiffy nicht mehr gesehen habe, war auf dem Flug und beschenkte Tiffy erstmal reichlich mit Bonbons.

8 Stunden „Trotro“ guckend und 1:45 Stunde schlafend (Tiffy), 2 Stunden schlafend (Babymädchen), 1 Spielfilm guckend (Herr Düse) und 3 Folgen „Modern Family“ guckend (Ich) betraten wir 9:47 Stunden später amerikanischen Boden.
Beide Kinder in der Trage, Handgepäck links und rechts unter die Achseln geklemmt.
Die neue automatische Einreise ignorierten wir aufgrund der Tatsache, dass das Babymädchen ja noch nie in die USA eingereist war.
Watt der Bauer nicht kennt, frisst er nicht… 😉
Wir mogelten uns einfach so lange weiter durch und stellten uns doof, bis wir wieder vor einem altbekannten Immigration-Officer standen.
*Blitz* 4 Fotos später und „Press Index Finger/middle Finger/thumb here“ 300 Fingerabdrücke später hatten wir unsere vier Stempel in den Pässen.

Die Custom Declaration hat der Immigration Officer auch direkt einbehalten – das war auch neu.
Guck an, kaum ist man mal 1 Jahr nicht da, ist alles anders.
Irgendwann hatten wir sowohl Koffer als auch Mietwagen inklusive Kindersitz in Beschlag (nur kurz unterbrochen von einem kleinen Kötzerchen von Tiffy im Rental Car Center) und fuhren mit den mittlerweile seeeeeehr müden Kinder auf die I95 Richtung Norden.

In Fort Lauderdale angekommen, trafen wir auf alte Bekannte:
Eine deutsche Familie, die mit ihrem 5-jährigen Sohn ebenfalls in der Apartmentanlage urlaubte.
Murphy legt fest, das wir jedes Jahr, egal wann wir fahren, bei Regen ankommen.
„Typisches Miami Wetter“, sagte mal ein Kapitän.
Während wir unsere Koffer in unsere Wohnung verräumten und einen kurzen Plausch mit unserer Vermieterin abhielten, tanzte Tiffy draußen mit ihrem neugewonnenen Urlaubskumpel im Regen und badete in den monströsen Pfützen.
„Guck mal Mama, hier ist ein ganz grosses Wasser!“
Wir lachten.
Wussten wir doch, was hinter dem Hotel auf der anderen Strassenseite für ein grosses Wasser wartete.
Dann fuhr auch „schon“ meine Familie vor, die es vorgezogen hatten, mit einer anderen Airline anzureisen.
Ihr Flieger landete 20 Minuten nach unserem in Miami – sie trafen 1,5 Stunden nach uns in Fort Lauderdale ein.
Finde den Fehler.

Wir fuhren noch schnell in kompletter Mannschaftsstärke zu Publix, um für 150$ die nötigsten Kleinigkeiten zu Essen für den nächsten Tag zu besorgen (die Stimmung eskalierte etwas, da wir uns zeittechnisch mittlerweile Mitternacht näherten) und fielen anschliessend wie Felsbrocken ins Bett.

Schmalspur Erstbefüllung: Fürs Frühstück reichts. Und natürlich Bier.

Um 4 Uhr morgens fingen wir dann an, unsere Strandtasche zu packen, Schwimmflügel aufzublasen, zu spielen und ein erstes Frühstück einzunehmen.

Yipee.

Zum Sonnenaufgang spazierten wir über die Strasse zum Strand, wo wir direkt auf meinen Bruder trafen.
Die Mädels waren völlig aus dem Häuschen.
Ich war unendlich glücklich.
Und sehr, sehr müde.

Die gesamte erste Urlaubswoche kämpften wir mit den Folgen des Jetlags und konnten irgendwie noch so gar keinen richtigen Rhythmus finden…
Das Babymädchen war oft motzig, schlief am Strand ein und die Nächte waren unterirdisch. (Spoileralarm: Sie blieben unterirdisch. Durchgehend.)

Trotzdem schafften wir es in der ersten Woche zum Burgeressen zu Denny’s, zum Shoppen zu Marshalls und den Souvenirbuden um die Ecke und 2x täglich an den Strand.

Grausame „Souvenirs“… WER BITTE kauft so etwas??!?

Build your own Burger: Cheddar Bun, Beef Patty, Lettuce, Tomato, sauteed Mushrooms, Onions, Swiss Cheese. Served with Fries. Ein Gedicht. ❤

 

Denny’s Strawberry Milkshake to go. Ebenfalls ein Gedicht. ❤❤

 

Eine kleine Exkursion ins Tierreich: Es ist Schildkröten-Schlüpfzeit. Die Nester werden abgesperrt, damit niemand darauf tritt. Die Strassenbeleuchtung wird von März-Oktober Nachts auf ein Minimum reduziert, da die frisch geschlüpften Schildkröten Richtung Mond (also ins Helle) ins Wasser krabbeln und nicht irrtümlicherweise den Mond mit Strassenlaternen verwechseln.

Wie wunderbar ist eigentlich Urlaub???

Was Du Neues kannst:

An Möbeln laufen.
Mein kleines, grosses Mädchen. ❤

Erkenntnis der Woche:

Ich bin jetzt offiziell „Fußgänger.“
Das Schaukeln des Flugzeugs hat mich 24 Stunden verfolgt und mich wie ein betrunkener Seebär fühlen lassen.
Das Gefühl kannte ich vorher gar nicht.
Ein klitzekleines bisschen Sehnsucht habe ich doch…irgendwie.

Fail 1.0

Gestern war Tag 5 der Kindergarten Eingewöhnung.

Zum ersten Mal habe ich mich, weil es so gut lief, für 30 Minuten zu einem Spaziergang verabschiedet.

Nach 15 Minuten (!!) klingelte mein Telefon.

„Düse, es tut mir leid, dass ich Dich anrufen muss, aber Tiffy ist gestürzt und hat ein grosses Hämatom und blutet.“

So schnell bin ich nie in meinem Leben mit Flip-Flops gerannt…

Unser Kinderarzt, zu dem wir direkt mit wehenden Fahnen durchmarschiert sind, fasste die Gesamtsituation gekonnt zusammen:

„Was für eine Scheisse…“

Kindergartenkind. 

Kindergartenkind.

 

Liebe Tiffy,
morgen ist Dein erster Tag im Kindergarten.
Morgen bist Du 2 Jahre, 10 Monate und 23 Tage alt.

Für uns war es der richtige Weg, dass wir fast 3 Jahre zusammen waren.
Nur wir.
Die Zeit ist nun vorbei.
Ich habe sie unendlich genossen.

Und ich bin traurig.
Traurig darüber, Dich nun „frei zu geben“; Dich in andere Hände geben zu müssen.

Hände, die nicht jahrelang auf dich gewartet haben.
Hände, die sich nicht hunderte von Spritzen in den Bauch jagen mussten.
Hände, die sich bei Deinem ersten Schrei nicht die Tränen des Glückes aus den Augen gewischt haben.
Hände, die Dich nicht zum ersten Mal ehrfürchtig gestreichelt haben.
Zum ersten Mal und viele, viele weitere Male.
Hände, die dich nicht getragen haben.
Meter um Meter um Meter.
Hände, die die Deinen nicht gehalten haben, als Du Deine ersten Schritte gemacht hast.
Als Du Deine Impfungen bekommen hast.
Als Du krank warst.
Hände, Die Dich Nachts nicht an Dich kuscheln und Dich wieder zudecken, weil du Dich freigeturnt hast.

Fremde Hände.

Mein kleines grosses Mädchen, heute denke ich oft daran, wie es war, als man Dich mir auf die Brust gelegt hat, nach Deiner Geburt.
Ich war der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt.
Ich habe Dich angeschaut, Du warst so winzig mit Deinen 2640 Gramm.
Immer und immer wieder.
Nie habe ich etwas wertvolleres in meinen Armen gehalten.

Für mich war es seit diesem Tag unvorstellbar, auch nur eine Sekunde in Deinem Leben zu verpassen.
Die Verantwortung für Dich jemand anderem zu übertragen.
Nicht auf Dich aufzupassen.

Nun ist er gekommen, dieser Tag.
Ich werde Stunden Deines Lebens verpassen.
Ich werde Dich in -hoffentlich- fürsorgliche Hände geben.

Meine grosse Maus, ich bemühe mich sehr, Dir nicht zu zeigen, wie traurig ich bin, dass sich ab morgen alles verändert.

Wir haben zusammen eingekauft, alle Sachen mit Deinem Namen beschriftet, eine kleine Schultüte ausgesucht (und Mama hat sie befüllt 😊) und fahren 1 Mal täglich am Kindergarten vorbei und spielen das „Wer geht hier bald hiiiiiin? High-Five Ratespiel“.
Ich möchte nicht, dass Du Angst hast oder den Kindergarten mit „traurig sein“ assoziierst.

Trotzdem hast Du mich heute angesehen und mich gefragt: „Mama, warum bist Du so traurig?“
Ich habe gelächelt und gesagt: „Mein Mäuschen, ich bin nicht traurig.“
Du hast geantwortet: „Aber Du hast ganz traurige Augen, Mama!“
Mein kluges, grosses Mädchen.
Geweint habe ich dann heimlich im Bad.

Heute Abend war mir so schlecht, dass ich mich beinahe übergeben hätte.
So aufgewühlt war ich.
Liebe Tiffy, ich liebe Dich so sehr, dass es wehtut, Dich loszulassen.

Morgen gehen wir einen grossen und wichtigen Schritt, mein Mädchen.
Einen grossen Schritt in Richtung Selbstständigkeit.
Ich hoffe, dass ich Dir in den vergangenen 2 Jahren, 10 Monaten und 23 Tagen viele Dinge mitgeben konnte, die Dir morgen und fortan jeden Tag nützlich sind.
Das Du Dich immer auf mich verlassen kannst, zum Beispiel.
Das Du alles schaffen kannst und dass ich immer hinter Dir stehe.
Und dass Du niemals alleine bist.
Das ich immer wiederkomme.

Niemals werde ich vergessen, wie nah wir uns nach Deiner Geburt waren.
Ich hoffe, wir werden uns für immer so nah sein wie an Diesem Tag – auch wenn wir manchmal voneinander weggehen.

Ich liebe Dich.

Deine Mama

Das ist das Ding!

Das ist das Ding!

Die Scheisse geht… Sie geht, sie geht, sie geht!!Schaaaalaalaaaalaaaaa… wir haben Internet, wir haben Internet, wir ham wir ham wir haaaaben Internet! ✌

Nachdem der Techniker konsequent alle Strassen ausser eben unserer in unserem Baugebiet abgefahren hatte (Ich habe ihn aus dem Garten beobachtet) haben wir ihn 3 Blocks weiter eingesammelt.
Offenbar hat der arme Mann nämlich selber kein Telefon, denn sonst hätte er einfach eben durchrufen können.
Aber wen wundert’s, er arbeitet ja bei der Telekom.

Aus dem anfänglichen „‚is gleich fertig“ wurde ein „Ich hoffe ‚is gleich fertig“ wurde ein 2 (!!!!!!!) stündiger Besuch.

Ich muss nicht erwähnen, dass diese 2 Stunden in Zeitfenster von 12-14 Uhr und somit in der Mittagsschlafzeit der Mädels lagen??
Nein, oder?

Dementsprechend war die Stimmung hier im Wohnzimmer.
Die Mädels mussten wach bleiben, denn den Telekomheini lasse ich hier nicht alleine, während ich oben beide Kinder ins Bett bringe.
„Gleich fertig“ beinhaltet ja auch eine Zeitspanne von 2 Minuten bis hin zu 2 Tagen…

Zur Beschleunigung öffnete ich dann auch die Tür unseres Hauswirtschaftraumes, in den er sich vorsorglich verbarikadiert hatte.
Nimm das, Du Telekom Mann, Du!
Schreiende Kinder!
Und alles nur, weil Dein Saftladen 9 Monate für den Anschluss gebraucht hat!
Mit der Kraft von 1000 Sonnen… Nimm hin!!!!

Ich hörte ihn bohren, ab und zu fluchen und dann wieder bohren.

Beinahe beschwingt verabschiedete ich ihn dann nach 2 Stunden … Auf Nimmerwiedersehen und so.

Aber- er war da.

Ende gut – alles gut.

T-1

T-1

Morgen ist es soweit.
Morgen ist DER Tag.
DER Tag, auf den wir so lange gewarten haben.
Die Telekom wird (so wahr der liebe Gott es will…) unseren Anschluss schalten.
Im November 2015 haben wir den Anschluss beauftragt.
In der Zwischenzeit hat mein Kind Laufen und die ersten 5 Wörter gelernt, unser Haus wurde gebaut, meine Eltern sind quer durch Deutschland gezogen, wir sind halb um die Welt gejettet… und nun will nach sage und schreibe 9 Monaten meine Lieblingsfirma in Magenta morgen schon einen Techniker vorbeischicken.

Dabei hatte es doch so viel Gutes!
Uns wurde eine völlig neue Betrachtungsweise der neuen medialen Welt ermöglicht.
Oder wer beschäftigt sich sonst eindringlich mit verbrauchtem Datenvolumen, surfen mit einem „E“ im linken oberen Fenster, Whatsapp Bilderverschickung in 30 Anläufen?

Die Einzigen, die sich an unserem Leid ergötzten, waren meine Eltern.
Denn um unseren Amazon Instant Prime Dingens aufzufüllen, waren wir jeden 2. Tag bei Ihnen.

Morgen ist es also soweit.
Morgen zwischen 08:00 und 16:00 Uhr.
Ich überlege, ob ich eine Konfettikanone abfeuern soll, wenn er durch unere Tür tritt.
Oder Häppchen reiche.
Vielleicht lege ich auch ganz klassisch und dezent „Freude, schöner, Götterfunken“ auf.

Wir werden sehen.
Morgen.

Und dann…. dann werden meine Eltern bei uns sitzen.
Wir haben dann nämlich Glasfaser.
Wohoooooo!

Ein letztes Mal werde ich einen Beitrag senden mit Herrn Düses Firmenhandy Hotspot.
NIE WIEDER!!!

Internet, ik freu mir auf Dir.

Oder wie Tiffy (ein weiteres Streaming Opfer) es sagt: „Ab Dienstag haben wir wieder ganz viel INTERNETZ!!“

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Bild: Pixabay.com

#12 von 12 – August 2016

#12 von 12 – August 2016

„Knock-Knock!“
„Who’s there?“
„It’s August the 12th…“
-und somit wieder Zeit für 12 von 12.
(Das mal ne Einleitung, woll? 😂)

Alle Beiträge findet ihr wie immer bei Draussen nur Kännchen.

Der geneigte Leser weiss, wie mein erster Satz lauten wird.
Ich enttäusche euch nicht… Denn riiiiichtig – es war wieder mal eine beschissene Nacht.
Es ist zum Mäusemelken.

Beim morgendlichen Stillen im Bett werde ich Opfer einer fiesen Kneif-Attacke.

Noch im Schlafanzug wird für ein musikalische Rahmenprogramm gesorgt.
Seitdem das Babymädchen mit dem Tisch spielt, rangiert er auf Platz 1 der Lieblingsspielzeuge von Tiffy. Is klar.
Vorher alles die Jahre  nicht mit dem Popöchen angeschaut.

Tiffy hat nach dem letzten Besuch von ihrer Babysitterin „Extreme-Möbel-Jumping“ für sich entdeckt.
Wofür bezahle ich das Mädchen denn? 😑

Ich bin Supermom… Ich kann Mickey Mouse Brote machen
💪💪💪

Wir packen unsere Tasche für eine 3-wöchige Safari… ach nee, doch nur für ein Stündchen Oma.

Ich muss nämlich zum alljährlichen Schilddrüsenultraschall und habe nur bedingt Lust, das mit 2 kleinen Kindern zu bestreiten.
Blut zapfen sie mir auch noch ab, ich habe es aber ganz tapfer weggeatmet.

Das Babymädchen fällt bei Oma & Opa von der Treppe auf die Nase.
Weil Opa so gut aufgepasst hat. Grrrrrr…

Nachmittags essen wir mit Herrn Düse, der endlich mal etwas früher Feierabend hat, gedeckten Apfelkuchen.
Sieht scheisse aus, schmeckt aber himmlisch gut
😊

Tiffys neuer Autositz wird geliefert… Ein Traum in pink. Der alte geht in die Besitztümer des Babymädchens über.
Maxi Cosi Adé!

Wir fahren in die Stadt.
Erste Station Baumarkt; 2. Station Kindergartenschuhshopping für Tiffy.

Draußen wird noch ein bisschen gepantscht und es bedarf einiger Überzeugungsarbeit, Tiffy zum Aufbruch zu bewegen.
Schlussendlich trägt Herr Düse sie zum Auto.
Erziehung? Können wir.

Zum Abendessen gibt es eine super leckere, schnelle Kartoffelsuppe mit Blätterteigstangen.
Erwähnte ich schon, dass sie lecker ist? 🤔

 

Das Babymädchen verbrachte den Abend dann Käsecrackeressender- und Olympiaguckenderweise mit uns auf der Couch, nachdem sie im Bett alle 10 Minuten nach „MAAMAA“ rief… Ich freue mich auf die kommende Nacht 😑

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht ❤

​48 Wochen Babymädchen 

48 Wochen Babymädchen 
(09.06.-15.06.2016)

Was Du liebst:

Unseren Kronleuchter.
Mit der wenig Handlungsspielraum lassenden Ansage: „DA! DA! DA!“ navigierst du mich präszise wie ein Tom-Tom zum funkelnden Gebrömsel.
Und dann wird gefummelt. 😉

Meine Ohrringe
Die sind so wunderbar funkel-glitzernd, dass es einer Einladung gleichkommt, daran zu  ziehen und sie zu drehen bis sie schlussendlich rausfallen.
Ich warte auf den Tag, an dem mir das Ohrläppchen abreißt.

Feuchttücher.
Die Affinität war mir durchaus schon länger aufgefallen, aber auf den Punkt gebracht hat es meine Friseurin (bei der ich mit Dir auf dem Schoss sass. 3 Stunden. Was für ein relaxtes Mama-Leben.😬) „Ach, das habe ich schon  öfter gehört, dass manche Babys total steil darauf gehen, die Tücher auszulutschen.“ Es hat also einen Namen.
Tücherauslutschsucht.
Ein wahrer Augenöffner.

Körperliche Gebrechen:

Very great Cinema:
Du hast seit 5 Tagen Durchfall.
Du isst gut, du trinkst gut, aber er ist da und weigert sich beharrlich, zu verschwinden.
Und das 3 Tage vor dem Urlaub.
Horrorszenarien in meinem Kopf:
Bestimmt ist es eine schwere Virusinfektion, die nur im Krankenhaus ausgeheilt werden kann.
Tropf, Infusionen, sterile Krankenhausbetten, Überwachungsmonitore, Du mittendrin.
Kurz bevor ich mir dann unseren mehrmonatigen Aufenthalt auf der  Intensivstation in allen Farben ausmalen konnte, schritt Herr Düse ein und holte mich auf den Teppich.
Am nächsten Morgen ging ich zum Arzt (Der mich übrigens nachdem sie 3 Tage Durchfall hatte, schonmal abgewiesen hatte. Trinken soll sie. Nuja, hat nichts geholfen.)
Tiffy war mit dabei und fiel direkt mit der Tür ins Haus.
Auf die Frage: „Na Grosse, wie geht es Dir?“ antwortete sie ganz aufgeregt: „Das Babymädchen hat Durchfall!“
Zum Glück konnte der Doktor in Durchfall („ein kleiner Infekt…“) und schrieb uns ein Medikament auf.
Die Intensivstation kann warten.

Reisevorbereitungen:

Da wir ja in diesem Jahr die Medaille für das schlechteste Timing zwischen Einzug und Urlaub verliehen bekommen haben (die wir hiermit allerdings direkt wortlos an unseren Bauträger weiterreichen), kam die Urlaubsvorfreude sehr ad hoc.
So trug es sich zu, dass ich, besser bekannt als „Quadruppel-Checklisten-10-Wochen-vorher-Einpackerin“, am Vorabend unserer Anreise mit lediglich einer halben (!!!) gepackten Sporttasche da sass.
Mein innerer Monk fuhr Breakdance.
Ich möchte nicht darüber reden, WIE furchtbar das für mich war.
Nächstes Mal packe ich 3 Wochen vor Abflug, das steht fest.
Spoileralarm: Wir haben unsere Mützen vergessen.

Mamas Körper:

Ich brauche endlich keine Stilleinlagen mehr, Hooorayyy!
Wir stillen zwar noch relativ viel, aber offensichtlich hat sich alles so gut eingependelt, dass alles da bleibt, wo es bleiben soll. 😉
Währenddessen bete ich heimlich, still und leise, dass mein Zyklus noch etwas da bleibt, wo er seit Monaten ist; in after-pregnancy-stillbedingter-Hormonpause.
Wenn ich auf eins Mal so GAR KEINEN BOCK habe, dann … ihr wisst schon… und das dann auch noch im Urlaub.

Erste Male:

Mit dem Ende dieser Woche beginnt Deine erste grosse Reise.
Genauer gesagt beginnt sie mit dem Vorabend Check-in und einer Übernachtung im Flughafenhotel.
Das Hotel besticht durch 2 140er Betten, die wir zu einer gigantomanen Liegefläche zusammenschieben (an dieser Stelle sei zu Erwähnen, dass ich zwar keinen cm mehr Platz als zu Hause hatte, aber die Möglichkeit bestanden HÄTTE!) und einem wahnsinns Duschvorhang, den man in Kooperation mit der grossen Schwester so wunderbar auf und zu ziehen kann.
Mein Mäuschen, wenn Du erahnen könntest, was Dich in den kommenden 3 Wochen erwarten wird… 😉
Wir sind alle total aufgeregt und bekommen in der Nacht so gut wie kein Auge zu.

Schmalspur Reisegepäck Familie Düse
Nicht im Bild: Buggy & Rucksack Herr Düse.
Mit so wenig Gepäck sind wir noch nie geflogen.
Ich bin fast ein wenig Stolz auf uns.

Mit deiner ersten Pre-Transatlantikflug-Hotelübernachtung einher geht als Einstimmung auf den Urlaub Dein erster Bissen vom Hamburger  erster Hamburger.
Da isser wohl, der Unterschied zum 1. Kind.
Bei Tiffy hätte ich mir vermutlich eher beide Beine amputiert, als sie mit 11 Monaten BEI MC DONALDS VOM BURGER essen zu lassen.
In diesem Sinne:
United States, here we come! 

Bild: Pixabay.com