#Mein Brief an mich – Der lange Weg vom Kinderwunsch

#Mein Brief an mich – Der lange Weg vom Kinderwunsch

Liebe Düse,

hier schreibt Dir die Zukunftsdüse aus dem Jahr 2015, die gerade auf der Rücksitzbank eures Familienkombis eingequetscht zwischen einem Kindersitz und einem Maxi Cosi sitzt und Dir diese Zeilen in ihr Smartphone tippt.

Liebe Düse aus dem Jahre 2012:
Es tut mir unendlich Leid, dich auf deinem Bett liegen und bitterlich weinen zu sehen.
Es war ein Scheissjahr.
Du darfst weinen.
1 Jahr Kinderwunschbehandlung liegt hinter Dir.
1 Jahr erfolglose Kinderwunschbehandlung.
1000-de Spritzen, die Du Dir trotz Nadelphobie in den Bauch gerammt hast, unzählige Untersuchungen, die alle immer nur noch größere Baustellen eurer Körper offenbart haben; mehrere tausend Euro, die ihr dafür bezahlt habt.
Und trotzdem war all das nichts im Vergleich zu der seelischen Belastung.
Das Hoffen und Bangen.
Den Hass auf den eigenen Körper, der sich so querstellt.
Das Vertrauen in die Natur, das man komplett verloren hat.
Das Zweifeln an sich selber.
Die Angst, niemals ein Kind im Arm zu halten; nie das Wort „Mama“ aus einem kleinen Mund zu hören.
Die Stiche im Herzen, wenn schon wieder jemand aus Deinem Bekanntenkreis schwanger geworden ist, einfach so.
Diese gottverdammten Schwangerschaftstest, die immer und immer wieder nur einen Strich anzeigen.

Liebe Düse, ich erinnere mich genau, wie du zusammengerollt auf Deinem
Bett gelegen, aus dem Fenster geschaut und mit der Seele, die dort oben noch unterwegs war, geredet hast.
Du hast ihr erzählt, dass ihr auf sie wartet.
Das sie noch erledigen soll, was sie zu erledigen hat, bevor sie zu euch kommt.
Du hast ihr erzählt, dass Du sie jetzt schon unendlich liebst.

Du wolltest Deinen Worten so gerne selber glauben.

Wenn Du doch nur hören könntest, was ich Dir zu sagen habe, liebe Düse.
Es würde Deine Tränen sofort trocknen.
Dass der nächste Zyklus, die ICSI, erfolgreich sein wird.
Dass die Seele zu euch kommen wird.
Ein kleines Mädchen.
Dass Du bei ihrer Geburt von einer auf die andere Sekunde unsterblich in sie verliebt sein wirst und du auf der Stelle für sie sterben würdest.
Dass Du wochenlang vor Freude und Dankbarkeit weinen wirst.
Und dass Du, nur 13 Monate nach der Geburt, erneut einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten wirst.
Dass diese Schwangerschaft spontan und ohne Behandlung entstanden ist.
Dass Du Deinem Körper wieder vertrauen wirst.
Dass er Dir eine zweite, wunderbare Tochter schenken wird.
Das Du wieder an Wunder glauben wirst.

Die dunkelste Stunde ist die vor dem Sonnenaufgang, liebe Düse.
Lass Dich in den Arm nehmen.
Wein Dich aus, lass alles raus.

Eines Tages, in der Zukunft, wirst Du auf der Rücksitzbank eures Familienkombis eingequetscht zwischen einem Kindersitz und einem Maxi Cosi sitzen und Deine beiden Töchter beim Schlafen beobachten.
Du wirst Dir eine Träne aus dem Auge wischen, weil Du unglaublich dankbar für genau DAS HIER bist.
Und dann wirst Du verstehen.
Es musste alles genau so sein, damit heute alles ist, wie es ist.

Die Seelen haben ihren Weg gefunden.

Diesen Beitrag habe ich als Beitrag zur Blogparade Mein Brief an mich vom hebammenblog.de geschrieben.
Die Idee dahinter finde ich grandios und ich werde mir ab jetzt wohl öfter mal einen Brief schreiben, denn es gibt noch einiges, was ich mir gerne sagen würde… 😊

Schwangerschaftsbilanz

Es ist an der Zeit, ein letztes Mal Bilanz zu ziehen und den letzten Beitrag mit „Schwangerschaft“ zu taggen. (😭)
Meine 2. -wunderschöne- Schwangerschaft in Fakten und Zahlen.

Hier ist sie, meine persönliche Schwangerschaftsbilanz:

Dauer der Schwangerschaft: 277 Tage

positiver Schwangerschaftstest: 06.11.2014

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Entbunden: 39 + 4

Gesamtgewichtszunahme: 12,7 Kilo (halb so viel wie beim letzten Mal… 💪😊)

Schwangerschaftsstreifen: 0 (🎉🎊🎈)

Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen: 10

Besuche im Krankenhaus: 4 (inklusive Entbindung)

Termine mit der Hebamme: 4 (inklusive 1x Vorsorge)

Termine beim Osteopathen wegen Steissbeinschmerzen: 3

Termine zur geburtsvorbereitenden Akkupuntkur: 3 (Den 4. musste ich leider, leider aus dem Krankenhaus heraus absagen. 😜 Ich würde es aber auf jeden Fall wieder machen; die Eröffnungsphase ging rucki-zucki bei mir – entgegen der ärztlichen Prognose aufgrund meiner Konisation vor einigen Jahren und daraus resultierendem „verklebten Muttermund“)

Besuche beim Schwangerenschwimmen: 10

Besuche im Geburtsvorbereitungskurs: 0

Im Nachhinein bereute Momente, keinen Kurs mehr gemacht zu haben: unzählige.

Fototermine bei meiner Fotografin: 9 (1x grosses Babybauchshooting, 8x „Step-by-Step“ Bauchcollagenshooting)

Termine in der Gerinnungsambulanz:
10 (9x in meiner Haus-und-Hof-Praxis, 1x in der Uniklinik für eine Zweitmeinung)

Bleibende Erinnerungen: leichte Pigmentflecken auf den Wangen und linea nigra

Verbrauchtes Schwangerschaftskörperöl: 4 Flaschen (1x Hipp, 2x Bellybutton, 1xBübchen Mama Massageöl)

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Bestes Schwangerschaftskörperöl: Bellybutton

Gespritzte Heparinspritzen: ~ 250 (+ Wochenbettzeit „on top“)

Mit Heparin gespritzte Hämatome: Dieses Mal recht spärlich, in etwa 30 würde ich tippen

Gekaufte Packungen Folsäure: 3

Verbrauchte Selbstbräunertücher: ~40 (ich wollte gerne wenigstens mit einem Hauch von „Sunkissed-Teint“ auf den ersten Fotos sein… War wohl nix, ich sehe darauf trotzdem aus wie eine Kalkleiste… Eine Kalkleiste mit verdächtigen braunen Flecken am Hals.)

Nächtliche WC-Besuche: ~150

Schwangerschaftsgelüst Nummer 1: Spaghetti-Eis

Verkniffene Salamis: ~300

Verbrauchte saure-Gurken-Gläser: 0

Verbotene Dinge, die ich getan habe:
– Softeis gegessen
– Haare gefärbt
– schwere Dinge gehoben (schwer im Sinne von: Was Kleinkinder nunmal so wiegen…)

Schönster Moment der Schwangerschaft:
Der Organultraschall in der Uniklinik.
Herr Düse und Tiffy waren gemeinsam mit mir dort und wir haben erfahren, dass Du ein Babymädchen wirst. ❤

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Schrecklichster Moment der Schwangerschaft:
Neben Schmierblutungen am Beginn der Schwangerschaft, bei denen ich mir schon so sicher war, dass Du nicht mehr bei uns bist…:
Der Sturz Ostern und die unfassbare Angst, dass Dir etwas passiert sein könnte.

Angebotene Sitzplätze, aufgehaltene Türen, getragene Taschen, irgendeine winzigkleine Kleinigkeit, einer schwangeren Frau zu helfen: 0 (Armes, armes Deutschland!)

Geshoppte Umstandsklamotten:
– 4x Hosen (1x blaue Skinny Jeans, 1x schwarze Skinny, 1x oliv Skinny, 1 blaue/weiss gepunktete „Fladderhose“)
– 2x Kleider (eins inklusive Stillfunktion)
– 1 beige Longbluse
– 1 blau/weiss gepunktetes Top passend zur Hose
– 2x Leggins (1x in Lederoptik (roaaar 😜, 1x schwarz)
– 2 Wohlfühlhosen (1x grau, 1x schwarz -> zur Entbindung dabeigehabt)
– 3 ultraheisse Umstandsschlüppis

Zerstörte Umstandsklamotten: 2 Jeans aus Tiffys Schwangerschaft.
Im Schritt geplatzt.
Öhm, ja.

Glücksbringer: Mein Stoffstorch

Schlimmste Wehwehchen:
– Übelkeit zu Beginn der Schwangerschaft
– Steissbeinschmerzen
– Sodbrennen
– Zwerchfellschmerzen
– Hämorrhoiden (😑)
– Krampfadern an einer sehr…unschönen Stelle (nach der Entbindung übrigens von 0 auf gleich wieder verschwunden)

Schönste Begleiterscheinungen:
– Phänomenales Haarwachstum
– innerer Frieden (der mich natürlich auch äusserlich NOCH SCHÖNER gemacht hat… 😜)
– der schöne Babybauch
– die zarten Tritte; das Leben in mir zu spüren ❤ (und genau zu wissen, dass ich gerade deine Füsse kitzele in dieser anderen Welt…)

Gesamtstimmung: positiv, glücklich, zuversichtlich

Diese Schwangerschaft hat mich in vielerlei Hinsicht geheilt.
Sie hat mir mein Vertrauen in meinen Körper und in mich als Frau zurückgegeben, sie hat mir gezeigt, wie „einfach“ doch alles gehen kann und wie glücklich man sein kann, wenn man es nur zulässt.
Ich habe natürlich empfangen, das Wunder genossen, es als riesiges Geschenk angenommen und schlussendlich natürlich entbunden.
Dafür bin ich unendlich dankbar.
Danke liebes Babymädchen.
Danke für diese wunderschöne Schwangerschaft. ❤

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Stufen (Hermann Hesse)

Stufen (Hermann Hesse)

Ich bin über diesen Klassiker gestolpert und fand ihn irgendwie sehr passend.
Lese ihn momentan wieder und wieder. 😊

Stufen (Hermann Hesse)

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Bild: Pixabay.com

4 Wochen Babymädchen

4 Wochen Babymädchen

Es fühlt sich irgendwie so an, als wärst Du schon immer bei uns gewesen, kleines Babymädchen.
Du hast Deinen Platz in unserer kleinen Familie wie selbstverständlich gefunden.

Am liebsten würde ich Dich den ganzen Tag kuscheln, küssen und halten.
Wir alle lieben Dich unendlich, kleines Babymädchen. ❤
Danke, dass Du unser Leben so viel schöner machst. 🙏❤

Was wir erlebt haben:

– Unsere ersten Ausflüge im Kinderwagen.
Hochgradig gefürchtet von mir, da Tiffy ja bekennender Kinderwagenhasser war und ausschliesslich getragen wurde. („Was, wenn wir unseren 1300€ Kinderwagen NIEMALS werden ausfahren können? Was daaaaaaann????“)
Ich legte dich rein, wollte mir schon Augen und Ohren schon zuhalten und wegrennen… aber nichts passierte.
Vorsichtig zwischen den Fingern über den Wannenrand gespäht, waches, zufriedenes Kind vorgefunden und Pulsfrequenz verlangsamt.
Irgendwann wurdest Du knötterig, da durfte es dann ausnahmsweise der ansonsten verschmähte Schnuller sein und Du bist eingeschlafen.
Kein hektisches Gerenne und „Wagen-Geschuckel“, keine Stresspusteln auf der Stirn, keinen Schweiss im Nacken.

– Ganz wunderbare Mittagsschläfchen zu 3.
Nachdem Tiffy ja seit deiner Geburt ihren Mittagsschlaf komplett verweigert hat und dafür dann ab spätestens 16:00 Uhr so ungeniessbar wurde, dass ich innerhalb kürzester Zeit zum psychischen Wrack mit klingelnden Ohren mutierte und mich fühlte, als wäre ich einen Marathon gelaufen war klar:
Es muss sich was ändern, so überstehe ich das keine Woche.
(Das Babymädchen kam nämlich so auch nicht zur Ruhe und dann hatte ich zwei ausgesprochen mies gelaunte, weinende/quengelnde Kinder, juhuuu!)
Also habe ich angefangen, Tiffy auszupowern.
Auspowering deluxe sozusagen.
Morgens laufen wir zum 1 Kilometer entfernten Spielplatz.
Das Babymädchen liegt im Kinderwagen (siehe oben) und Tiffy läuft selbst.
Für akute Ermüdungszustände (bisher noch nicht passiert😉) gibt es das Geschwisterboard am Kinderwagen und ansonsten heisst es laufen, laufen, laufen.
Und dann auf dem Spielplatz hüpfen, hüpfen, hüpfen und noch mehr laufen.
Dieses Kind hat Energie bis zum Umfallen. (Von wem hat sie das nur?)
Das ganze dann nach ca. 1,5 Stunden wieder Retour.
Danach gibt es eine Dusche, ein Mittagessen und dann mit Schlafsack und Milchflasche ab ins Bett.
Das Babymädchen liegt dann zwischen Tiffy und mir; während Tiffy ihre Milchflasche trinkt, stille ich das Babymädchen und so lummern wir dann alle weg.
Danach ist die Laune deutlich besser und wir können ausgeruht in das Auspowerprogramm für den Abend starten. 😉

Dein Trinkverhalten:

Comme ci, comme ça.
Mal jede Stunde, mal nach 4 Stunden, im Schnitt würde ich sagen alle 2,5 Stunden.

Dein Schlafverhalten:

Abends um 22:00 Uhr willst Du ins Bett.
Ohne wenn und aber, da gibt es auch keine Kompromisse.
Du schläfst ganz wunderbar (ich schreibe das jetzt hier auf die Gefahr hin, dass es ab heute Nacht nicht mehr so ist, nur weil ich es hier aufgeschrieben habe….!) – Du meldest dich 1-2x pro Nacht und das auch äusserst dezent.
Meist werde ich davon wach, dass mir eine Hand im Gesicht rumfuchtelt.
Also nichts mit Gebrülle oder so.
Danke, lieber Gott, Danke. 🙏
(Was nicht heissen soll, dass wir hier seelig in unseren weissen Bettlaken schlummern und jeden morgen frisch und vital in den Tag starten…
Tiffy fordert sich ihre „Mama-Exklusivzeit“ nun öfter in der Nacht ein.

Weisse Bettlaken haben wir übrigens auch nicht.
Darauf sehen die Milchlachen, die ich jede Nacht hinterlasse, nämlich irgendwie… unschön aus)

Dein Gewicht:

3770g (=+560g zum Geburtsgewicht)

Deine Kleidergrösse:

50

Windeln:

New Baby Größe 1

Geschwisterliebe:

Tiffy geht nach wie vor sehr liebevoll mit Dir um.
„BEBI KÜSSA“ höre ich circa 2000 Mal am Tag.
Gefolgt von „BEBI AAM!“ (1500 Mal) und „BEBI GUKA!“ (1499).
Dabei nimmt sie leider wenig bis gar keine Rücksicht auf Deinen Schlaf.
Ich bin den halben Tag damit beschäftigt, sie von deiner Wiege fernzuhalten und „BEBI KÜSSA/AAM/GUKA“ Attacken abzuwehren.
Sie ist ausserdem Stillkissen-Beauftragte und schleppt es mir überall hin hinterher.
Wenn Du weinst, fasst sie pragmatisch zusammen: „BEBI HUNGA MILCH!“ oder „BEBI AUA BAUCH KISSA MAAAAM!“ (Ich übersetze: „Das Baby hat Bauchschmerzen, mach ihr das Kirschkernkissen warm!“)
Einzig und allein bei Deinen Windeln hört der Spass für sie auf.
Wenn ich ihr eine (dreckige) Windel von Dir anreiche mit der Bitte, diese in den Müll zu werfen, guckt sie mich an, schüttelt den Kopf und sagt: „NÄÄÄÄ!“

Produkt der Woche:

Rossmann Babywelt Willkommenspaket

Von Rossmann gab es zur Geburt als Willkommenspaket eine Foto-Erinnerungsbox aus Pappe (bei uns leider als solche nicht mehr nutzbar, da Tiffy leider schneller war als ich…).
Die Box war prall gefüllt mit vielen tollen Produkten für unser Babymädchen und mich 😊

Inhalt:
2x Lansinoh Stilleinlagen
1x Kuscheltuch
1x Babydream extra sensitive Feucht-Comforttücher
1x Weleda „Weisse Malve“ Babycreme für den Windelbereich
1x Probe Garnier Miracle Skin Cream 5ml
1x Carefree plus long
1x NUK Broschüre
1x Humana Broschüre
1x Babywelt Magazin „200 Fragen und Antworten“
1x Startmappe mit Einkaufsratgeber und Couponheft

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Mama Facts:

Mamas Gefühlswelt:

Die Sehnsucht ist nach wie vor sehr groß.
Aber nicht mehr so schmerzhaft, eher wehmütig.
Ich habe mein Schwangerschaftstagebuch beendet, meinen Geburtsbericht so gut wie fertig, morgen werde ich die letzten Bilder unserer Babybauchcollage von unserer Fotografin shooten lassen und ich werde in den nächsten Tagen nochmal mein „End-Schwangerschafts-Update“ hier posten.
Das Geburtsprotokoll, welches ich mir aus meiner Patientenakte abfotografiert habe, habe ich mit 2 Hebammen Stück für Stück durchgekaut.
Ich habe zwar gestern noch daran gedacht, dass Deine Geburt heute vor 4 Wochen angefangen hat, aber ich musste dabei nicht mehr weinen.
Heute war ich noch einmal in der Entbindungsklinik zur Stillberatung.
Auf der Autofahrt dorthin musste ich einmal kurz ein Tränchen verdrücken (das letzte Mal, als ich diese Strecke gefahren bin, lag ich weinend in Embryonalhaltung auf der Rücksitzbank) und auf dem Parkplatz schielte ich mit einem Auge auf den Storchenparkplatz, an dem ich vor 4 Wochen morgens um kurz nach 2 -ihr ahnt es- weinend eine Wehe veratmete.
(Und es ist ganz und gar nicht so, als würde ich immer weinen. Ganz und gar nicht.)
Es wird.

Mamas Körper:

– Auf der Zielgrade zum Thema Heparinspritzen (Termin zur letzten Kontrolle ist in 1 Woche! Dann bin ich freeeeeeeiiiii 🎊🎉🎈!!) habe ich es doch glatt nochmal geschafft, mir auf meinen eh schon komplett zerstochenen Oberschenkel ein wunderschönes Hämatom zu spritzen. Malerisch.
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– Meine Brustwarzen sind weiter in „Bearbeitung“.
Morgen müsste die Creme ankommen, die mir so lieb von add2fam empfohlen wurde.
Ausserdem war ich heute nochmal in meiner Entbindungsklinik zum Stilltreff und habe meine Anlegetechnik (hier und da gab es noch ein paar Verbesserungsvorschläge) überprüfen lassen.
Ansonsten fahre ich tagtäglich alles auf, was ich hier im Angebot habe.

– Die Dammnaht macht keine Mätzchen und verhält sich nahezu vorbildlich.

– Mein Bauch ist im Vergleich zur Kaiserschnittentbindung schon deutlich flacher.
(Flacher im Sinne von „wie man halt 4 Wochen nach der 2. Schwangerschaft in 2 Jahren so aussieht“ – nicht im Sinne von „Ich lauf mal eben eine Runde für Victoria’s Secret“)
Meine Hebamme sagte mir, dass es tatsächlich am Entbindungsmodus liegt. Krass.

– Beim Thema Wochenfluss ticke ich auch wieder anders, als das Lehrbuch es vorsieht.
Statt deutlich MEHR zu bluten als nach der Sectio, ist es viel weniger.
Find ich super. Gekauft.

Mamas Gewicht:

Stillstand +/- 0g = 7,7 Kilo Gesamtabnahme.
(Noch 5 Kilo bis zum Pre-Schwangerschaftsgewicht)

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Update Kliniktasche ODER: Ein Jutebeutel hätte auch gereicht

Update Kliniktasche

Eines der letzten Dinge, die ich unbedingt erledigt haben wollte, bevor das Babymädchen geboren wurde, war den Inhalt meiner Kliniktasche hier zu posten.
(Jaaaa… So weit war meine „To-do-Liste“ abgearbeitet, nachdem ich bereits am Vormittag das „Finale-40.Woche-Babybauch-Foto“ für die Babybauch-Collage von meiner Fotografin habe knipsen lassen)
Ich habe meinen Post dann am Mittag des 15.7. geschrieben, drückte auf „Publizieren“ – und bekam meine erste Wehe.
Wenn das mal nicht unglaublich rücksichtsvoll von unserem Babymädchen war. 😉

Ich habe mal zu meinem Ausgangs-Wehen-Startschuss-Post jeweils dazu notiert, was ich benötigt habe, was sinnvoll war oder was ich evtl. vergessen habe.

Ich sags mal sooooo…
Dafür, dass ich die Jutebeutel-Kreissaal-Fraktion so belächelt habe, habe ich verdammt wenig aus meiner Tasche gebraucht.
Weniger als wenig.
… Beim nächsten Mal werde ich ganz nonchalant meinen zur Hälfte gefüllten Jutebeutel über die Schulter werfen und in den Kreissaal marschieren.
Ganz bestimmt.

Kreissaaltasche:

– dicke Socken (Ahahahahaha)
– Badeschlappen (✔)
– Bademantel (nicht gebraucht, aber durchaus sinnvoll)
– Jogginghose (✔)
– 1x Hoodie (nicht gebraucht)
– langes Shirt (✔)
– Bikinioberteil (falls ich in die Wanne gehe fühle ich mich dann nicht ganz so nackt) (nicht gebraucht)
– Sprühwasser (auf der Wöchnerinnenstation gebraucht und unter der Geburt keine Kraft gehabt, darum zu bitten)
– Massageöl (Dabei gehabt. Nicht benutzt. Manometer ist mein Mann schlecht)
– Handcreme (Hahahahahaha. Zum was? Hände eincremen, bevor wir munter lospressen?)
– Tempos (nicht gebraucht)
– Kontaktlinsenmittel (Nicht gebraucht, bin direkt mit Brille angekommen)
– Kontaktlinsenbecher (Ja, die mit meinen eingelegten Kontaktlinsen drin 😜)
– Haargummis (1 ums Handgelenk reicht)
– Deo (Nicht gebraucht. Und wenn ich gestunken hätte wie eine Horde Wildschweine. Es wäre mir sowas von egal gewesen. Meine spärliche Kraft hätte ich nicht zum Auflegen von Deo verschwendet)
– Labello (✔)
– Feuchtes Toilettenpapier (nicht gebraucht, aber bestimmt sinnvoll nach spontaner Darmentleerung/Einlauf oder, oder, oder…)
– Schaf (ein Plüschschaf, dass ich von meiner Mama vor Tiffys Geburt geschenkt bekommen habe, damit ich für die Wehen etwas zum „reinkneifen“ habe.
Dazu kam es dann ja nicht. Wir versuchen es erneut. 😉) (Mein Mann hat „Schaf“ gespielt und hat mir die Erlaubnis erteilt, ihn zu kneifen, wann immer ich mag. Von daher war das Schaf arbeitslos und fristete sein Dasein in der Tasche.)
– Glücksstorch (mein Glücksbringer während der gesamten Schwangerschaft) (Auch in der Tasche. Aber er war seit je her der stille Beobachter. Er musste einfach nur in der Nähe sein)
– Schokolade (hätte ich irgendwas gegessen, hätte ich mit Sicherheit gebrochen. Herr Düse hat auch nichts runterbekommen)
– 1 Piccolo (Pffff… Das letzte, an das ich nach der Geburt gedacht habe, war Alkohol. OVP wieder mit nach Hause gebracht)
– Gummibären (Man kann nie genug davon haben… Hab sie später auf der Station anstatt Frühstück weggehauen)
– Traubenzucker (OVP wieder mitgenommen)
– Cola (Pisswarm, aber dennoch eine gute Investition!)
– Mutterpass (✔)
– Geldbeutel (nicht gebraucht, aber prinzipiell spricht ja nichts gegen Cash in der Täsch)
– PDA- Bogen (nicht gebraucht)

Koffer:

– Badeschlappen (nie verkehrt!)
– Handtücher (hat es gegeben)
– Einweg Waschlappen (sehr, sehr wertvoll!)
– Deo (kommt immer gut 😉 – ich hatte eins mit ohne Geruch wegen des Babymädchens. 1 kleine Packung reicht völlig aus)
– Zahnbürste (✔)
– Zahncreme (✔)
– Gesichtscreme (✔)
– Duschgel (ph- und geruchsneutral, um das Babymädchen an meinen eigenen Geruch zu gewöhnen) (2 Mini-Packungen würden reichen)
– Bodylotion (ebenfalls ph- und geruchsneutral) (hier wären auch 2 Mini-Packungen mehr als genug)
– Brustwarzencreme (Gold wert! Die Schwestern im Neugeborenenzimmer haben allerdings auch welche… Wie schnell/gut man da in akuten Schmerzsituationen allerdings rankommt, weiss ich nicht. Ich habe aus Bequemlichkeitsgründen gleich meine eigene genommen. Also lieber die eigene „auf Halde“ dabeihaben)
– Shampoo (hier reicht auch die Mini-Version)
– Haarspülung (in Mini)
– Haarkur zum Sprühen (✔)
– Haarspray (in Mini)
– Trockenshampoo (das war nach dem Kaiserschnitt Gold wert, als ich nicht aufstehen konnte und dadurch bedingt auch keine Haare waschen konnte. Und ich krieg ne Meise bei ungewaschenen Haaren.) (✔)
– Brille (kommt gut, wenn man was sehen will!)
– Brillenputztücher (Man sollte zwar nicht meinen, dass ich meine Brille auch nur ein einziges Mal geputzt habe, aber es KÖNNTE ja durchaus sein… Also: ✔)
– Kontaktlinsenmittel (✔)
– Kosmetikspiegel (✔✔✔✔✔ Perfekt zum Schminken im Bett oder um zu Kontrollieren, ob der Kajal nach unkontrolierter Heulattacke schon eine Etage tiefer sitzt…)
– Haarbürste (✔)
– Makeupentfernertücher (super praktisch)
– Nachthemd (mit Stillfunktion) (Davon hätten es ruhig 2 sein können… Milcheinschuss und so…)
– Still-BH (2 Stück wären super)
– Schlüppis (1 für die Heimfahrt reicht. Den Rest der Zeit habe ich eh in den unglaublich hübschen Krankenhaus-Einwegschlüppis verbracht. Die sind bequem, luftig und bringen den netten Vorteil mit sich, dass man sich seine eigenen Schlüppis nicht versaut 😜)
– Jogger (✔)
– Still-Shirt (✔)
– Socken (Hab ich nicht gebraucht, war allerdings auch warm 😉)
– Taschentücher (✔)
– Desinfektionsspray (ich bin da ein bisschen pingelig. Alles wird erstmal desinfiziert, bevor ich es anfasse/mich draufsetze/reinsteige) (Brauchste nicht. Echt nicht. Wenn es eins genug gibt im Krankenhaus, dann Desinfektionsspray/-seife/-handreiniger)
– Handcreme (um die spröden Hände vom ganzen Desinfektionsspray wieder geschmeidig zu machen)
– Labello (✔)
– Wattestäbchen (zum Korrigieren vom Make up)
– Kamera (✔)
– IPhone Kabel (✔)
– Verlängerungskabel (Ja, richtig gelesen. 😊
Die Steckdosen sind nämlich sehr weit weg vom Bett. Hätte ich Herrn Düse damals bei Tiffy nach meinem Kaiserschnitt nicht im Familienzimmer gehabt, hätte ich mein Telefon nie laden können. Und das kann ja kein Mensch wollen. 😉) (Genau richtig gemacht, liebe Frau Düse! Die neidischen Blicke meiner -Erstgebärenden- Zimmernachbarin auf das Verlängerungskabel haben Bände gesprochen)
– Geld (kann man immer gebrauchen) (Hab ich aber nicht gebraucht)
– Geschenk für Tiffy (sehr sehr sehr wichtig!)
– Steiff-Häschen für das Babymädchen (dann kann es direkt einen Bezug dazu aufbauen und so) (✔)
– Stammbuch (Haben wir nicht gebraucht. Die haben die Regularien zum Anmelden eines neuen Erdenbürgers jetzt so verändert, dass es noch 10 Mal komplizierter wird.)
– Bifis (eeeeeendlich gibt es dann wieder Salami!!!) (✔)
– Gummibärchen (✔)

➡ 1 Jogger war als „Gesamtoutfit“ etwas wenig. Am Geburtstag trug ich Vormittags aufgrund akuter Verwirrtheit noch mein vollgeblutetes Geburtsshirt und bin dann Nachmittags in meinen Jogger geschlüpft, an Tag 2 war auch wieder der Jogger dran und für Tag 3 hatte Herr Düse mir dann ein Kleid mit Stillfunktion mitgebracht.
Also für 3 Tage sollte man schon Outfits dabei- bzw. zu Hause parat gelegt haben.
➡ Einen Fön gab es Standardmässig auch nicht auf den Zimmern, als Privatpatient konnte man sich aber einen aufs Zimmer bringen lassen.
Ich habe einfach komplett aufs Haare föhnen verzichtet bei gefühlten 78 Grad Aussentemperatur.
➡ Der Gefrierschrank mit den tiefgekühlten Arnica-Vorlagen wurde (neben dem Stapel Stilltees in der Kaffeeecke) mein bester Freund. Auch Medikamententechnisch braucht man wirklich nichts eigenes mitschleppen.

Kosmetiktäschchen:

– Makeup (OVP wieder mitgenommen)
– Puder (✔)
– Mascara (✔)
– Kajal (✔)
– Lidschatten (auch noch OVP)
– Pinzette (✔)
– Nagelfeile (✔)

➡ Eine Alternative zu Tagescreme/Puder wäre sonst eine BB-Creme. Da sieht man nicht ganz so kalkleistig aus wie mit ohne Makeup, aber auch nicht zugekleistert.