1 Woche Babymädchen

1 Woche Babymädchen

1 Woche bist Du nun schon bei uns auf dieser Welt, kleines Babymädchen. ❤
Wir lieben Dich unendlich und sind so dankbar, dass Du bei uns bist!

Was haben wir erlebt?

Du wurdest geboren.
Dein wundervolles Leben hat begonnen.
10 Monate habe ich Dich unter meinem Herzen getragen und wir waren vereint zu einem Menschen.
Nun bist Du da.
Bei uns.
Zwischen uns.
Ein eigenes Menschenkind.
Wir waren 3 Tage im Krankenhaus und haben das durchgehend schreiende Baby unserer Zimmernachbarin (Die wir trotz privater Zusatzversicherung wegen Überfüllung der Wöchnerinnenstation abbekommen haben 😑) überlebt.
Unsere erste gemeinsame Herausforderung.
Wir haben das aber souverän weggeatmet und mit stoischer Gelassenheit hingenommen, Du und ich.

Du bist zum ersten Mal Auto gefahren.
Nach Hause.
Deinem zu Hause.
Unserem zu Hause.

Wen hast Du kennengelernt?

Als allerwichtigstes erstmal: Deine Mama.
Obwohl wir uns natürlich schon immer kannten.
Seitdem Du eine kleine Eizelle warst.

– Nicht weniger wichtig und auch ihn kennst Du eigentlich schon seit dieser einen verhängnisvollen Nacht…. 😉: Deinen Papa

Deine Schwester.
Ihr seit beide aus Mamas und Papas unendlicher Liebe zueinander entsprungen, könntet aber unterschiedlicher kaum sein.
Und das merkt man jetzt schon, nach nur 1 Woche.

Deine Oma.
(Die uns so wunderbar geholfen hat, für Deine große Schwester zu Sorgen, als Du geboren wurdest)

Deinen „großen“ Onkel.
(Der erstmal ein bisschen schüchtern war Dir gegenüber.
Aber keine Sorge, der taut noch auf. Für Tiffy würde er durchs Feuer gehen und das wird er für Dich auch eines Tages)

Deine Schwiegeroma.

Unsere Fotografin.

Eine Freundin und ihren kleinen Sohn (Tiffys Busenkumpel).

– jede Menge Krankenhauspersonal.

Mehr Leute durften Dich in live noch nicht bewundern.
Mama hat striktes Krankenhaus- und Frühwochenbett Besuchsverbot für jeden ausser Papa, Tiffy, Oma und dem Onkel ausgesprochen.
Bei Tiffy war ihr das damals nämlich alles viel zu viel.
Wir wollen Dich erstmal in Ruhe in unserer Mitte ankommen lassen.

Geschwisterliebe:

Mein kleines Babymädchen, Deine große Schwester liebt Dich abgöttisch.
Du weisst es mit Sicherheit noch nicht ganz einzuordnen, aber wenn es auf einmal ganz nass in Deinen Haaren wird, dann drückt sie Dir einen ihrer vielen Küsse (mit Zunge!!) auf Dein kleines Köpfchen.
Sie steht stinkestolz vor Deiner Wiege, ruft abwechselnd Deinen Namen und „BEEEEEBIIII“ und fordert alle 10 Minuten „Arm!“ ein.
Wenn Du dann bei ihr im Arm liegst, (sie legt sich sogar vorher das Stillkissen parat!!) ist sie so unfassbar lieb zu Dir und strahlt stolz über das ganze Gesicht.
Sie streicht Dir vorsichtig übers Haar und deine kleinen Wangen und gibt Dir immer ihre Hand, damit Du sie umklammern kannst.

Deine Essgewohnheiten:

Du bist ein kleiner Vampir.
Innerhalb Deiner ersten 24 Stunden auf dieser Welt hatte ich schon blutige Brustwarzen.
Ich bin überglücklich, dass das Stillen dieses Mal gleich von Anfang an klappt und nehme das dafür gerne in Kauf. 🙂

Deine Schlafgewohnheiten:

Babymädchen, ich bin sprachlos wie entspannt das alles mit Dir läuft.
Du schläfst, wachst zum essen auf und schläfst weiter.
In deiner Wiege.
Will heissen ich kann Dich ablegen.
Ich habe dann beide Hände zum Essen frei.
Ich kann zwischendurch mit Tiffy spielen.
Deine Nächte 2&3 waren Abends sehr unruhig, aber Du meldest Dich ansonsten nur 1-2 Mal Nachts.
Leise, ohne großes Gebrüll.
Gestern Nacht hast Du von 2-8 Uhr geschlafen. (Nachdem Du vorher allerdings 3,5 Stunden dauergestillt werden wolltest).
Wenn das nur halb so relaxed bleibt, eröffne ich eine Kurhotel. 😉

Mama Facts

Mamas Gefühlswelt:

Noch mitten drin, im Hormonchaos.
Ich vermisse meinen Babybauch so sehr, dass ich oft einfach anfange zu weinen deswegen.
Deine Bewegungen in mir, die schöne Kugel, unsere ersten zaghaften Kontaktaufnahmen…
Das alles fehlt mir unglaublich.
Und obwohl ich am Tag Deiner Geburt gesagt habe, dass das Projekt „3. Kind“ ein für alle Mal gecancelt ist, könnte ich jetzt direkt wieder.
Ich bin einfach so unheimlich gerne schwanger.
Dieses Wunder, dass man in sich trägt, die unglaubliche Vorfreude, die Geburt und das erste magische Kennenlernen, dass einem bevorsteht… All das macht eine Schwangerschaft so rundherum unglaublich.
Ich kenne das Gefühl noch aus der Zeit nach Tiffys Geburt und es ist nie wirklich vergangen.
Erst die erneute Schwangerschaft hat mich „geheilt“.
Ich dachte, nach dem nächsten Kind wird das bestimmt anders.
Äh, nein.
Ich sehe dunkle Zeiten auf uns zukommen, was die Zahl unserer Kinder angeht.
Werde ich jemals „genug“ haben?
Wird diese Sehnsucht für immer bleiben?

Mamas Körper:

Auf dem Wege der Besserung.
Der Cowboygang wird langsam graziler, der weiche Bauch wird von Tag zu Tag wieder flacher, die Gebärmutter ist schon wieder ganz klein und die Dammnaht spüre ich nur noch, wenn ich länger auf den Beinen bin.
Dafür sind die Brustwarzen immer noch seeeeehr schmerzhaft und wund.

Mamas Gewicht:

-5,8 Kilo
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Heute vor einer Woche… ODER: Vom Abschied nehmen

Vor genau einer Woche um 14:35:32 habe ich in meiner Wehenapp die erste Wehe aufgezeichnet.

Diese erste Wehe war der Beginn eines Abschiedes.
Von unserer innigen Zweisamkeit.
Von mir als Schwangere.
Von uns als 3-köpfiger Familie.

Sie war der Auftakt zum Beginn eines neuen, selbstständigen Lebens.
Deines Lebens.
Du hast den Start dafür ganz alleine vorgegeben.

Sie war der Beginn einer langen Nacht und vielen weiteren, schmerzhaften Wehen, die uns Stück für Stück voneinander entfernt und doch so viel näher zusammengebracht haben.

Und nun liegst Du hier, so zauberhaft und klein und zerbrechlich und ich bin in Gedanken jede Minute beim Mittwoch letzter Woche.
Ich erlebe ihn Stück für Stück noch einmal.

Und ich weine.
Um einen Abschied.
Um einen magischen Neuanfang.

Weil ich das unfassbare Glück habe, ein Wunder zu erleben.

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39 + 4 ODER: Herzlich Willkommen, kleines Babymädchen ❤

Gestern morgen, pünktlich zum Sonnenaufgang, habe ich unser kerngesundes Babymädchen zur Welt gebracht.
Spontan, ohne PDA, aus eigener Kraft, nach nur 4 Stunden Krankenhaus und 12 Stunden Wehen zu Hause.

Ich bin immer noch sprach- und fassungslos über die Urgewalt, mit der so eine Geburt auf einen niederprasselt und ich muss das erstmal alles verarbeiten.
Mir schwirrt so unglaublich vieles im Kopf herum, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Neben mir liegt ein bezauberndes, perfektes, vollkommenes, kleines Geschöpf, dass mir seit einem Tag die Tränen des Glückes in die Augen treibt.
Sie ist perfekt, ich verliere mich noch und nöcher in ihren Augen, ihrem Geruch, ihren winzigen Füssen.
Mein Babymädchen.
Unser Babymädchen.
Ich bin unendlich dankbar.

Unser Wunder. ❤❤❤

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39 + 3 ODER: Die Kliniktasche.

Die Kliniktasche

Nachdem ich es ENDLICHENDLICH geschafft habe, meine Kliniktasche
soweit fertig zu packen (bzw. obenauf eine Liste mit den Sachen, die „bei Abfahrt“ noch hineinmüssen, zu legen) möchte ich euch mein Sturmgepäck natürlich nicht vorenthalten.

Über die Frauen, die mit einem Jutebeutelchen zur Entbindung kommen, kann ich nur müde lächeln.
(Jetzt ohne Scheiss, das habe ich bei meinem letzten Krankenhausbesuch tatsächlich gesehen.
Dort kam eine Frau tatsächlich mit einem JUTEBEUTEL in den Kreissaal!!! Faszination, Erfurcht und Fassunglosigkeit…)
Könnte mir nicht passieren, ich muss auf jede Eventualität vorbereitet sein.
Nichts ist quälender als der Gedanke, an GENAU DAS eine Teil, das aber leider, leider zu Hause liegt, weil es nicht in das Jutebeutelchen gepasst hat.
(Falls jemand in der Vergangenheit die eine Flugbegleiterin auf dem Vorfeld gesehen hat, die mit weissen Fingerknöcheln mit einem Überseekoffer, einer aus allen Nähten platzender Handtasche und einem sich bedenklich biegendem Crewtrolley zum Flieger eilt – das war dann ich.
Auf einer 2 Tages-Tour.)
Ich finde einfach nicht das richtige Maß.

Mut zum Übergepäck – nein zum Jutebeutel lautet daher meine Devise.

Verteilt habe ich mein Hab und Gut auf 2 Gepäckstücke – einem Koffer für die Wöchnerinnenstation und einer Tasche für den Kreissaal.
Wer noch Ergänzungen hat, immer her damit. 😉

Kreissaaltasche:

– dicke Socken (kalte Füße sollen ja wehenhemmend sein, obwohl ich bei den derzeitigen Temperaturen da keinerlei Bedenken habe…)
– Badeschlappen
– Bademantel
– Jogginghose
– 1x Hoodie (falls mir zu kalt wird… Haha)
– langes Shirt
– Bikinioberteil (falls ich in die Wanne gehe fühle ich mich dann nicht ganz so nackt)
– Sprühwasser
– Massageöl
– Handcreme
– Tempos
– Brille
– Kontaktlinsenmittel
– Kontaktlinsenbecher
– Haargummis
– Deo
– Labello
– Feuchtes Toilettenpapier
– Schaf (ein Plüschschaf, dass ich von meiner Mama vor Tiffys Geburt geschenkt bekommen habe, damit ich für die Wehen etwas zum „reinkneifen“ habe.
Dazu kam es dann ja nicht. Wir versuchen es erneut. 😉)
– Glücksstorch (mein Glücksbringer während der gesamten Schwangerschaft)
– Schokolade
– 1 Piccolo
– Gummibären
– Traubenzucker
– Cola
– Mutterpass
– Geldbeutel
– PDA- Bogen

Koffer:

– Badeschlappen
– Handtücher
– Einweg Waschlappen
– Deo
– Zahnbürste
– Zahncreme
– Gesichtscreme
– Duschgel (ph- und geruchsneutral, um das Babymädchen an meinen eigenen Geruch zu gewöhnen)
– Bodylotion (ebenfalls ph- und geruchsneutral)
– Brustwarzencreme (ich denke schaudernd an meine ersten Tage als Stillmama zurück)
– Shampoo
– Haarspülung
– Haarkur zum Sprühen
– Haarspray
– Trockenshampoo (das war nach dem Kaiserschnitt Gold wert, als ich nicht aufstehen konnte und dadurch bedingt auch keine Haare waschen konnte. Und ich krieg ’ne ausgewachsene Meise bei ungewaschenen Haaren.)
– Brillenputztücher
– Kontaktlinsenmittel
– Kosmetikspiegel
– Haarbürste
– Makeupentfernertücher
– Nachthemd (mit Stillfunktion)
– Still-BH
– Schlüppis
– Jogger
– Still-Shirt
– Socken
– Taschentücher
– Desinfektionsspray (ich bin da ein bisschen pingelig. Alles wird erstmal desinfiziert, bevor ich es anfasse/mich draufsetze/reinsteige)
– Handcreme
– Labello
– Wattestäbchen
– Kamera
– IPhone Kabel
– Verlängerungskabel (Ja, richtig gelesen. 😊
Die Steckdosen sind nämlich sehr weit weg vom Bett. Hätte ich Herrn Düse nach meinem Kaiserschnitt nicht im Familienzimmer gehabt, hätte ich mein Telefon nie laden können. Und das kann ja kein Mensch wollen. 😉)
– Geld (kann man immer gebrauchen)
– Geschenk für Tiffy
– Steiff-Häschen für das Babymädchen (dann kann es direkt einen Bezug dazu aufbauen und so)
– Stammbuch
– Bifis (eeeeeendlich gibt es dann wieder Salami!!!)
– Gummibärchen
– Makeup
– Puder
– Mascara
– Kajal
– Lidschatten
– Pinzette
– Nagelfeile
… Nunja, ich habe es auf jeden Fall dabei.
Ich hätte theoretisch die MÖGLICHKEIT, es zu benutzen. ☺
Mal gucken, ob meine Kraft dann letztlich über die Anwendung von Tagescreme hinausgeht.

 

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38 + 6 ODER: Schwangerschaftsupdate

38 + 6 : Schwangerschaftsupdate

SSW:

39 (38 + 6 )

Schwangerschaftsmonat:

10.

Schwangerschaftstrimester:

3.

Schwanger seit:

272 Tagen

Tage bis zur Entbindung:

8 Tage

Klinikbesuch am 07.07.:

Mit gestrichen voller Hose bin ich in meiner Entbindungsklinik zum erneuten Schall wegen des wenigen Fruchtwassers angetreten.
Tiffy durfte in der Zwischenzeit mit Oma Eis essen und Entchen füttern (nachdem beide erst noch mit mir im Wartebereich gewartet haben, bis ich dran war… Ich schaffe es noch nicht anders) und dann wurde zu allererst von einer Hebamme Blutdruck gemessen, Urin untersucht & ein CTG geschrieben.
Anschliessend durfte ich dann zum Doc.
Da der Chefarzt gerade unabkömmlich war, übernahm eine Oberärztin.
Zu meiner grossen Freude war das meine Lieblingsärztin.
Ich hatte sie vor Tiffys Geburt schon bei dem Infoabend der Klinik kennengelernt und fand sie auf Anhieb sympathisch.
Vor Tiffys Geburt hat sie mir schon viele Sorgen und Ängste genommen und mich, als ich völlig verängstigt um Tiffys Gesundheitszustand 3 Tage vor ihrer Entbindung noch eine Lungenreifespritze bekommen habe, ganz lieb aufgebaut und nochmal gestreichelt.

Sie hat sich auch dieses Mal wahnsinnig viel Zeit für mich genommen, hat ausführlich geschallt und „gedopplert“ und mir alles ganz genau erklärt.
(Und mir als nunmehr 3. unparteiischer Arzt bestätigt, dass es beim BabyMÄDCHEN bleibt. Puh. Nicht auszudenken… Der arme Junge hätte sonst ins PINK PARADISE einziehen müssen und hätte vermutlich ernsthafte Schäden davongetragen…)

Sie hat noch einige Fruchtwasserdepots ausmachen können, die „zwar nicht viel, aber ausreichend sind“, die Versorgung des Babymädchens sei gut und auch sonst bestünde keinerlei Anlass zur Panik.
Die Plazenta ist altersgemäß gereift, das Babymädchen etwa 3000g schwer und die Wachstumskurven, die sie extra angelegt hatte, zeigten immer ein stetiges Wachstum an.
Schlussendlich hat sie mich noch einmal abgetastet und mir gesagt, dass das Köpfchen zwar noch nicht ganz im Becken liegt, aber so gut wie davor, so dass kein Liegendtransport zur Klinik nötig wäre, falls ich einen Blasensprung hätte.
Der Muttermund ist noch geschlossen.
Ist ja auch mal schön zu erfahren; mein Doc hat mich während der gesamten Schwangerschaft kein einziges Mal abgetastet.
Es belief sich alles nur auf Ultraschall.
Über den Bauch.
Ich war unendlich erleichtert nach dem Termin und bin der Ärztin so dankbar, dass sie mir -ein weiteres Mal- meine Angst nehmen konnte.
Am liebsten würde ich mit ihr entbinden.
Ich „darf“ nächste Woche wiederkommen (wenn das Babymädchen sich nicht vorher von selber auf den Weg macht 😉) und dann wird wieder geschaut.
Und mir ist bis dahin ein riesen Stein vom Herzen gefallen.

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Nächster Termin in der Klinik:

16.07.2015

Medikamente:

Fragmin P forte, L-Thyrox

Gewichtszunahme:

+ 1 Kg zur Vorwoche.
= 13,5 Kilo Gesamtzunahme.

Vergesslichkeit:

Enorm.
Gehe ich an den Kühlschrank, weiss ich spätestens beim Öffnen der Kühlschranktür nicht mehr, was ich da eigentlich wollte.
„Was wollte ich jetzt nochmal sagen?“ ist der meistgesagteste Satz in meinem Repertoire.
(Gefolgt von „Was wollte ich nochmal hier?“)
Ich verschwende täglich kumuliert mindestens 45 Minuten mit der Suche nach einem der folgenden Dinge: Labello/Handy/Schuhe/Tiffys Schuhe/Handtasche/Tiffys Flasche/Schnuller….

Oh weh, oh weh… Und das ist noch nicht mal die Stilldemenz. Wie soll dass denn dann erst werden? 😳

Körperliche Gebrechen:

– Vergesslichkeit (siehe oben)
– physische und zunehmend auch psychische Erschöpfung
-„Pieksen“ am Muttermund
– ab und an Kontraktionen
– ständiger Harndrang
– Agilität wie der Koloss von Rhodos
– Müdigkeit. Totmüdigkeit.
– Übelkeit, sobald ich etwas mehr esse
– Und… last but not least… Ich glaube, ich fürchte, ich denke ich habe auf den letzten Metern Hämorrhoiden von der Glücksfee zugeworfen bekommen. 😩🙈

Gelüste:

Eiskalter Kakao.
Und Knoblauchcreme-Putenbrust-Käse-Rucola Sandwich.

Babyaktivitäten:

– Aquafit für Schwangere
– Geburtsvorbereitende Akupunktur.
Dieses Mal hat die Akupunktur offensichtlich irgendetwas ausgelöst.
Das Babymädchen war Abends SO AKTIV, dass mir Angst und Bange wurde.
Es hat stundenlang nur gerumpelt und mein Bauch hat meeeeeterhohe Wellen geschlagen.
Ausserdem konnte ich quasi direkt auf der Toilette sitzenbleiben, denn sie hat dabei so unglücklich dabei auf meiner Blase gelegen, dass ich andauernd musste.
Es hat sich angefühlt, als würde sie meine Blase in der Hand halten und sie regelmässig quetschen. 😑😷
Ich konnte nicht mehr aufrecht stehen und habe mich schon ins Krankenhaus fahren sehen.
Aber Gott sei Dank hat es sich im Laufe des Abends gelegt.

Mamaaktivitäten:

Keine per Definition richtige Aktivität, für mich aber ein Geschenk des Himmels:
Durchatmen.
Meine Mama ist jetzt da, um mich bis zur Geburt zu unterstützen.
So kann ich wenigstens mal ab und zu sitzen und muss nicht noch andauernd im Walmodus Tiffy hinterherrennen.

Kindsbewegungen:

Heftig.
Woher nimmt das Babymädchen nur den Platz, mich zu malträtieren? 😉

 

To-do’s bis zur Geburt:

– Kliniktasche zu Ende packen
– Still BH’s kaufen
– 1 Nachthemd kaufen
– PDA Formular vorausfüllen
– Tiffys Geschenke einpacken
– Für Tiffy einen Puppenkinderwagen kaufen
– Fotos von Tiffy sortieren und entwickeln
– Zum Friseur
– Tiffys Fotoalbum weitermachen
….

Einkäufe für das Babymädchen:

Kein Einkauf, dafür ein kleines Päckchen.
Der HIPP Babyclub hat uns schonmal das erste Geschenk zum „Endspurt“ übersendet.
Enthalten waren:
– Broschüren
– Eine Babyrassel
– HIPP Pflegebad Probe
– HIPP Wundschutz Creme Probe

Gedanken zur Geburt:

Angst.
Angst, die ich eigentlich nicht mal benennen kann.
Nicht vor dem Akt an-und-für-sich, sondern vor der riesigen Urgewalt, mit der sie über mich hereinbrechen wird.
Angst vor dem Abschied von Tiffy, Angst vor einer 30-Stunden Geburt, Angst vor einer Ruptur, Angst davor, wieder per Schnitt entbunden zu werden, Angst vor dem Leben „danach“.
Wenn es nach mir ginge, würde ich die ganze Sache gerne noch so 3-4 Monate nach hinten schieben.
Einfach, weil ich ein Schisser bin.

Schwangerschaftsprodukt der Woche:

C&A Umstandsschlüppis

Auf den letzten Metern habe ich tatsächlich noch meine geliebte Victoria’s Secret Unterbuchsen gegen Modell „Liebestöter XXL“ getauscht.
Da das Babymädchen sowieso schon so doll auf meine Blase drückt, kann ich nicht noch mehr „einschneidende Erlebnisse“ im Bereich der Bikinizone verkraften und bin daraufhin mutig losgezogen und habe mir Umstandsslips gekauft.
Ich bin ehrlich: Beim Blick in den Spiegel wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll und Herr Düse hat sich auch hinter seinem Morgenkaffee versteckt….
ABER: Die Dinger sind saubequem.
Wirklich.

… Und für Herrn Düse gibts dann ja wieder das Geheimnis der Victoria. 😉

 

Babyfacts:

Größe: ungefähr 36 cm vom Scheitel bis zum Steiß bzw. 50 cm vom Scheitel bis zur Ferse
Gewicht: ca. 3300 g

Das Babymädchen wird noch ein bisschen schwerer, es setzt weiterhin Fett an.
Zum Bewegen bleibt ihr nicht mehr viel Platz.
Die Wochen der spannenden Entstehung und rasanten Entwicklung sind nun vorbei und alle Systeme sind auf „go“ – unser Babymädchen wartet auf den idealen Zeitpunkt für ihre Geburt.

In der 39. Schwangerschaftswoche zeichnen sich im Zahnfleisch des Babys kräftige Furchen ab.
Die Anlagen ihrer Milchzähne haben sich bereits im zweiten Trimester gebildet, ihre Konturen zeichnen sich jetzt stärker ab.
Die ersten Zähnchen werden sich ab dem sechsten Lebensmonat zeigen.

Das Fruchtwasser ist in der 39. SSW nicht mehr klar, sondern hat eine milchig-weiße Farbe angenommen.
Verantwortlich dafür sind die darin gelöste Käseschmiere sowie abgestorbene Hautzellen des Kindes. In den letzten Tagen vor der Geburt schält sich die oberste Hautschicht des Babys ab und wird durch neue Haut ersetzt.

In meiner Brust hat sich bereits Kolostrum gebildet, eine sehr nährreiche Vormilch, die voller Immunglobuline ist.
Immunglobuline sind wichtig für die Immunabwehr des Babymädchens.
In gewisser Weise ist das Füttern von Kolostrum die erste „Impfung“ des Kindes und wird sie in den ersten Lebenstagen schützen.

(Quelle: windeln.de)

 

Zum Vergleich:

Unser Babymädchen ist so schwer wie eine kleine Wassermelone.

Bild: Pixabay.com

Bauch:

Du hast vermutlich zwischen 11 kg und 16 kg zugenommen und der Uterus steht bis 16 cm bis 20 cm über dem Bauchnabel.

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38 + 5 ODER: Freitags-Füller #328

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Freitags-Füller

Es ist (gerade noch so 😉) Freitag und damit wieder Zeit für den allwöchentlichen Freitags-Füller!
Wer mitmachen will, klickt hier
und kommt direkt zu Barbaras Fragen der Woche.

 

1. Ich möchte, dass sich das Babymädchen noch etwas Zeit lässt.

2. Wenn mir jetzt die Fruchtblase platzen würde, käme mir das zu plötzlich.

3. Wenn mein Leben eine Fernsehserie wäre, hätte sie den Titel „Fall down seven times, stand up eight“.

4. Die Ausmaße meiner Kliniktasche sind mal wieder unfassbar.

5. Die Rumpelecke/schublade in meinem Haus ist eher ein Rumpelzimmer. Oder auch zwei.

6. Die Geburt. Tja, da muss ich durch.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett, morgen habe ich einen Familientag geplant und Sonntag möchte ich (ich ersetze an dieser Stelle „möchte“ durch „muss“…) aufräumen. (Und ein Spaghettieis.)!

38 + 5 ODER: Exklusivzeit

38 + 5 ODER: Exklusivzeit

Bild: Pixabay.com

Mein geliebtes Tiffy-Mäuschen!

In den letzten Tagen habe ich mich immer häufiger gefragt, wie lange wir wohl noch unsere „Exklusivzeit“ miteinander verbringen werden.
Unsere exklusive „Mama und Tiffy Zeit“, die es jetzt seit nunmehr 21 Monaten gibt.
Die Uhr läuft unermüdlich weiter…

Vor 21 Monaten hast Du mein Leben auf den Kopf gestellt.
Bist mit dem Popo voran hineingerutscht und seitdem ist nichts mehr so, wie es einmal war.
Du hast mich verändert.
Du hast mich zur Mama gemacht.
Du hast Papa zum Papa gemacht.
Du hast uns zu einer Familie gemacht.

Mit Dir haben wir das erste Mal das Wunder einer Schwangerschaft erlebt, jeden einzelnen Tag Deiner Entwicklung verfolgt, die zarten Tritte aus einer scheinbar anderen Welt gespürt.

Mit Dir haben wir das Wunder der Geburt zum ersten Mal erlebt; haben am eigenen Körper gespürt wie es ist, sich von einer Sekunde auf die andere unsterblich zu verlieben.

Durch Dich haben wir Erfurcht und Respekt vor dem Leben ganz neu kennengelernt.

Durch dich haben wir gelernt wie es sich anfühlt, vor Erschöpfung im Stehen einzuschlafen und am Ende seiner Kräfte zu sein.

Du hast uns gezeigt was es heisst, bedingungslos zu lieben und wie es ist, vor Glück zu weinen.

Wir haben durch Dich gelernt, dass alles, was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben oder für „falsch“ oder „richtig“ angesehen haben, plötzlich keine Wertigkeit mehr hat, wenn es Dir damit nicht gut geht.

Du hast uns in diese neue, andere Welt geführt, von der wir vorher nichtmal wussten, dass sie existiert.

Du wirst immer diejenige bleiben, mit der wir diese vielen ersten Male zum ersten Mal erleben durften.

Es ist momentan noch unvorstellbar für mich, dass ich meine Liebe zu Dir bald schon teilen werde.
Dass ich ein zweites kleines Babymädchen genauso lieben werde, wie ich Dich liebe.

Und, meine geliebte Tiffy, Mama verrät Dir ein Geheimnis:
Mama hat Angst.
Angst davor, dass sie das Babymädchen erst gar nicht so lieben kann, wie sie Dich liebt.
Angst, dass Du untergehst.
Angst, dass das Babymädchen untergeht.
Angst, dass Mama und Papa untergehen.

In Mamas fulminantesten Alpträumen stehst Du mit gesenktem Kopf abseits am Wegesrand und bist traurig.
Groß bist Du geworden.
Und Mama bekommt davon nichts mit, weil sie zu sehr mit dem Babymädchen beschäftigt ist und bei dem Versuch, es irgendwie allen Recht zu machen, scheitert.

Mein geliebtes Mäuschen:
Du bist wirklich und wahrhaftig groß geworden.
Aber niemals würde Deine Mama auch nur einen einzigen Tag verstreichen lassen, ohne dankbar zu sein, dass es Dich gibt.

Kein einziger Tag wird je vergehen, an dem ich nicht vor Glück zerplatze, wenn ich in Deine kleinen Augen blicke.

Kein einziger Tag, an dem ich Dir nicht mindestens 10 Mal sage, dass ich Dich liebe und dass Du wunderhübsch bist.

Kein einziger Tag, an dem ich Dich nicht unendlich liebe.

Kein einziger Tag.

Ich wünsche mir, dass es Dir gut tun wird, große Schwester zu werden.
Dass Du genauso verrückt nach unserem Babymädchen sein wirst, wie Du es jetzt bei fremden Babys schon bist.
Dass Du, obwohl Du noch so klein bist, verstehst, dass Mama Dich nienieniemals weniger lieben wird, nur weil auf einmal ein Baby da ist.
Dass Du niemals weinen musst, weil Du nicht mehr die Einzige sein wirst und all die Aufmerksamkeit, die Du von allen bekommst, künftig teilen musst.

Meine geliebte Tiffy:
Schon bald beginnt eine neue, exklusive Zeit.
Die von Mama, Papa, Tiffy und dem Babymädchen.

Ich liebe Dich.
Deine Mama ❤